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FABIAN STEINER

Das Auto ist kein Klima-Killer

Schlechte Nachricht für Autogegner: Am weltweiten Energieverbrauch hat der Autoverkehr nur einen sehr kleinen Anteil. Um das Klima zu schützen, müssten wir vor allem anders konsumieren.
Es ist eine Tortengraphik, die in so mancher Klimadiskussion erhellend wirken könnte. Wer sich anschaut, wofür auf der Erde tatsächlich Energie verbraucht wird (siehe Bild unten), merkt als Erstes:
 
Das Autofahren ist kein Klima-Faktor. Der Verkehr ist nur für zehn Prozent des globalen Energiebedarfs verantwortlich, und da sind die LKW-Karawanen, die sich inzwischen quer durch alle Länder schieben, schon drinnen. Der PKW-Anteil allein ist sehr klein.
 
Zweitens fällt auf, dass der restliche Transportbereich mit 20 Prozent einen doppelt so hohen Anteil am Energieverbrauch hat wie PKW und LKW zusammen. Wobei den überwiegenden Teil dieser Energie nicht die Bahnen oder Flugzeuge verbrauchen, sondern: Schiffe.
 
Essen, Kleidung, Möbel und viele andere Waren vom anderen Ende des Kontinents, und auch des Planeten, zu kaufen, kostet also enorm viel Energie. Heißt übersetzt: Um das Klima zu schützen, müssten wir vor allem anders konsumieren – lokaler statt globaler und insgesamt weniger statt mehr.
Primärenergiebedarf 2017 – global: 10 Prozent entfallen auf PKW und LKW. Quelle: IEA World Energy Outlook 2017.  1 = inkl. Eigenverbrauch & VerlustePrimärenergiebedarf 2017 – global: 10 Prozent entfallen auf PKW und LKW. Quelle: IEA World Energy Outlook 2017. 1 = inkl. Eigenverbrauch & Verluste
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