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GERALD ENZINGER

Auers Formel-1-Plan

Lucas Auer hätte es sich leicht machen können. Einer wie er kann in der DTM oder der Formel E rasch viel Geld verdienen und ein schönes Leben haben. Doch er zeigt Mut: Über den schwierigen Umweg Japan und (endlich) mit Red Bull nimmt er die Formel 1 ins Visier.

Lucas Auer wird 2019 die japanische Superformula bestreiten, eine der besten Nachwuchsserien der Welt. Ein beinharter Umweg am langen Marsch in die Formel 1.

Dabei hätte Auer in der DTM einen hochdotierten Werksvertrag bekommen - garantiert auch nach dem Aus von Mercedes. Auch wenn viel Pech heuer bessere Resultate verhindert hat, sahen es Insider doch:
Auer ist schnell, er war in der DTM als immer noch drittjüngster und doch schon erfahrener Pilot, in guten Momenten im Qualifying unschlagbar.
Kein anderer kann so aus dem Nichts solche Zeiten in den Asphalt brennen.
Seine Trainings-Bilanz ist top. Rennen (und davon hat er immerhin vier gewonnen) sind ein anderer Fall. Da geht es auch um andere Faktoren. Und Mercedes machte schon früh den Eindruck, auf andere zu setzen. Auer musste zu oft zurückstecken. Dazu war die für ihn vorbereitete Strategie oft schlecht und bei keinem Piloten (ausser vielleicht Pascal Wehrlein) wurden die Stopps so oft verbockt wie beim Tiroler. Dazu wurde er im Frühherbst gleich drei Mal an drei Renn-Wochenenden von Kollegen unabsichtlich abgeschossen.

Red Bull hat trotzdem erkannt, wie schnell er ist. Jetzt ist er endlich im Junior-Team. Und so geht er für seinen Formel-1-Traum einen weiten Weg. Nämlich den nach Japan. Um weniger Geld, als er in der DTM verdient hätte - und mit ungleich mehr Risiko. In einem japanischen Team, das zuletzt nur mittelprächtig war.

Aber er braucht die Superlizenz-Punkte, die dort vergeben werden. Dafür muss er sich gegen Jüngere durchsetzen, und vor allem gegen Dan Ticktum, der eben zwei Mal in Serie den Formel-3-Klassiker in Macau gewonnen hat.
Und der in einem Formel-Auto voll in Schuss ist, während Luggi sich erst wieder daran gewöhnen muss.

Aber er hat Talent und Kampfgeist und er hat viel gelernt in den Jahren bei Mercedes.
Und schnell ist er sowieso: Schon in der Formel 3 hat er sie an guten Tagen alle besiegt: Verstappen. Ocon. Kwjat. Giovinazzi. Alles F1-Piloten 2019.

Und hoffentlich seine Gegner 2020.



Was Lucas Auer privat bewegt und wie sein privates Auto-Leben aussieht, das lesen Sie hier:

http://www.motorprofis.at/motorsport/menschen-in-bewegung

In Suzuka absolvierte er seine ersten Runden in der Superformula.In Suzuka absolvierte er seine ersten Runden in der Superformula.
Lucas Auer: nach vier guten Jahren..Lucas Auer: nach vier guten Jahren..
...an der Spitze der DTM......an der Spitze der DTM...
...nun in Japan unterwegs....nun in Japan unterwegs.
Die Aussichten für die neue Karriere....Die Aussichten für die neue Karriere....
...sollten gut sein. Aber leicht wird es nicht....sollten gut sein. Aber leicht wird es nicht.
Während Rast und Eng bei Berger in der DTM bleiben, wandert Luggi Auer erst einmal nach Japan aus.Während Rast und Eng bei Berger in der DTM bleiben, wandert Luggi Auer erst einmal nach Japan aus.
In der DTM war er in den vergangenen beiden Jahren immer bei den Schnellsten - besser als es vier Siege ahnen lassen.In der DTM war er in den vergangenen beiden Jahren immer bei den Schnellsten - besser als es vier Siege ahnen lassen.
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