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BMW-FAHRER PHILIPP ENG

Zwischen Le Mans und der DTM

Podium im erst dritten Rennen seiner DTM-Karriere, Pole-Position im vierten Qualifying, Podium im sechsten Lauf. Der Salzburger Rookie Philipp Eng brilliert in der heuer extrem spannenden DTM. Und startet dieses Wochenende bei den 24 Stunden von Le Mans. Wie kann man da das eine mit dem anderen vergleichen?


Vier Österreicher starten dieses Wochenende bei den 24 Stunden von Le Mans, einem der drei berühmtesten Autorennen der Welt: Richard Lietz (Porsche-Werkspilot), Dominik Kraihamer (LMP1), Mathias Lauda (Aston Martin in der GT-AM-Klasse). Und Philipp Eng.
Mit zwei Top-3-Platzierungen und einer Pole Position in den ersten ersten sechs Rennen ist der nun in Mondsee lebende BMW-Pilot Eng der heuer erfolgreichste Einsteiger in das Deutsche Tourenwagen Masters. Im Zwischenklassement liegt Eng auf Rang 7, sein Landsmann Lucas Auer (Mercedes-AMG Team HWA) ist Vierter. Diese Woche ist Eng im BMW M8 GTE beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans am Start, danach geht es gleich weiter zum nächsten Klassiker: dem DTM-Gastspiel am Norisring von 22. bis 24. Juni. Der 28-jährige freut sich auf diese Rennen an legendären Rennsport-Orten. Mit motorprofis.at spricht er über die wichtigsten Themen.


 Sein Rennen in Le Mans: „Ich freue mich extrem, hier von der Stunde Null des Projektes an dabei gewesen zu sein und dieses Rennen gemeinsam mit meinen Kollegen bestreiten zu können. Die Erwartungen sind sehr groß und nun ist es unser Ziel, diesen auch gerecht zu werden. Und das an einem Ort, wo der Mythos Motorsport überall allgegenwärtig ist.“


 Der Unterschied zwischen Langstreckenrennen und Sprintrennen wie in der DTM: „Egal ob man eine Stunde fährt oder 24, man muss heutzutage immer voll fahren, auch Le Mans ist de facto jetzt ein Sprintrennen, das eben über 24 Stunden geht. Es geht aber immer noch einen wesentlichen Unterschied: Die DTM ist ein Kontaktsport, dort kannst du dich auch noch manchmal beim Gegner anlehnen und den Zweikampf suchen. In einem Langstreckenrennen ist es aber das oberste Ziel, so etwas zu vermeiden, weil es mehr Schaden anrichtet als es Vorteile bringt.“


 Die Ungleichheiten zwischen einem GTE-Auto und seinem DTM-BMW: „Von der Rundenzeit her schätze ich, dass das DTM-Auto auf einer durchschnittlichen Grand-Prix-Strecke viereinhalb bis fünf Sekunden pro Runde schneller ist. In der DTM generieren wir wesentlich mehr Abtrieb, die Autos sind durch das Chassis wesentlich leichter, in der Folge ist auch das Bremsverhalten völlig anders. Die Kurvengeschwindigkeiten sind in der DTM deutlich höher und wirklich beeindruckend – etwa in der ersten Kurve in Hockenheim oder in Turn 4 am Hungaroring.“


 Den drohenden „Kulturschock“ beim Wechsel von Le Mans zum Norisring: „Der Norisring ist natürlich in vielfacher Hinsicht das Gegenteil. Für uns in der DTM ist er ein absolutes Highlight. Obwohl man eigentlich nur vier richtige Kurven hat, ist das Fahren dort extrem intensiv. Und die DTM verzeiht absolut nichts. Wenn du hier den Scheitelpunkt nicht genau triffst, bist du ohne Chance. In einem Langstreckenrennen in Le Mans ist es einfacher, so einen Fehler auszumerzen.“

Bereits in seinem dritten DTM-Rennen (am Lausitzring) durfte Philipp Eng auf das Podium. Da applaudierten vom Grid Girl bis zu Ralf Schumacher alle.Bereits in seinem dritten DTM-Rennen (am Lausitzring) durfte Philipp Eng auf das Podium. Da applaudierten vom Grid Girl bis zu Ralf Schumacher alle.
Binnen kurzer Zeit wurde der Salzburger zu einem der Top-Piloten im BMW-Werksteam.Binnen kurzer Zeit wurde der Salzburger zu einem der Top-Piloten im BMW-Werksteam.
In seiner Porsche-Zeit wurde Eng Meister im Supercup und im Carrera-Cup. Ein einzigartiges Doppel.In seiner Porsche-Zeit wurde Eng Meister im Supercup und im Carrera-Cup. Ein einzigartiges Doppel.
In den Markenpokal-Jahren bei Porsche wurde seine Abkürzung zum Programm: In den Markenpokal-Jahren bei Porsche wurde seine Abkürzung zum Programm: "P.ENG"!
Bei seinem ersten Le-Mans-Start bei Porsche gab es Lob von Teambesitzer & Serienstar Patrick Dempsey.Bei seinem ersten Le-Mans-Start bei Porsche gab es Lob von Teambesitzer & Serienstar Patrick Dempsey.
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