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SERIE: TECHNIK DER ZUKUNFT (2)

Wie verlieren enge Autobahn- Baustellen ihren Schrecken?

Extrem eng und kilometerlang: Nichts nervt auf der Urlaubsfahrt so wie die Baustellen-Durchfahrten. Hilfe ist in Sicht, denn mit einer neuen Technik sollen Autofahrer bald sicher und stressfrei durch die Engpässe kommen – wir haben es ausprobiert.
Warum sind Autobahnbaustellen so stressig – und gefährlich – geworden?
Weil unsere Autos in den letzten Jahren immer breiter werden: Die Kompaktklasse misst schon über 1,80 Meter Breite, große SUV über 1,90 Meter – Außenspiegel noch nicht mitgerechnet. Einspurige Engpässe bei Autobahnbaustellen sind aber oft nur zwei Meter breit, da werden 80 km/h zum Stressfaktor. Und wenn es zwei Spuren gibt, fahren auf dem linken Streifen meistens LKW, an denen man kaum vorbeikommt.
 
Wie könnte man Engpässe ihren Schrecken nehmen?
Die Motorprofis konnten im Entwicklungszentrum von Jaguar Land Rover ein System ausprobieren, das die Englänger zusammen mit Bosch erproben: Der Baustellen-Assistent erkennt die Mitte der Fahrbahn und hilft dem Fahrer mit dezenten Lenkeingriffen, genau dort zu fahren. Selbst kleinste Abweichungen von der Mitte korrigiert das System mit Lenkimpulsen. Ergebnis bei unseren ersten Selbstversuchen: Der Fahrer behält die Kontrolle, die Lenkimpulse nehmen ihm aber seine Angst, der Begrenzungsmauer zu nahe zu kommen oder gar anzufahren. Das ergibt ein völlig neues Fahrgefühl in Baustellen-Engpässen – extrem angenehm im Vergleich mit dem stressigen Status quo.
 
Wann wird der Baustellen-Assistent in Serie gehen?
Bald. Die Entwicklung ist sehr weit fortgeschritten, das System wird in den nächsten Jahren auf den Ausstattungslisten auftauchen.
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