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NEWS: BILANZ DES AUTOJAHRS 2016

Wer hat gewonnen, wer verloren?

Abschlussbilanz eines automobilen Erfolgsjahrs: Wir präsentieren aus den Zahlen der Statistik Austria zehn Fakten zum österreichischen Automarkt – inklusive der aktuellen Trends, der Gewinner und der wenigen Verlierer.
FAKT 1: Es wird mehr gekauft – aber nicht um so viel mehr wie anderswo.
Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 329.604 Pkw neu zugelassen – um stolze 6,8% mehr als im Vorjahr. Damit war 2016 das drittstärkste Jahr in der Autogeschichte Österreichs. Dennoch liegen die Steigerungsraten unter dem europäischen Durchschnitt. Vor allem die Verkäufe in den Oststaaten haben 2016 stark angezogen. Im Schnitt sind die Pkw-Märkte in den EU-Ländern um 7,1% gewachsen. Gemessen in Stückzahlen: 2016 wurden in der EU um gut 900.000 Autos mehr verkauft.

FAKT 2: SUV boomen weiter – ein Ende ist derzeit nicht absehbar.
Die stärksten Steigerungsraten weisen einmal mehr SUV auf. Knapp 80.000 neue Pkw sind bereits dieser Gattung zuzuordnen. Geht’s in diesem Tempo weiter, dann überholen SUV heuer die langjährige Lieblingsgattung der Österreicher: Kompaktautos, vulgo Golfklasse.

FAKT 3: Der totgesagte Diesel lebt länger.
Benzinmotoren konnten zwar etwas stärker zulegen als Diesel, dennoch bleibt Österreich ein vom Selbstzünder dominiertes Land: 57,3% aller Neufahrzeuge haben einen Diesel unter der Haube.
Mercedes wächst: Keine andere Marke in den Top Ten konnte so stark zulegen. Der neue Mercedes-AMG GT C wird zwar eher weniger fürs Stückzahlen-Wachstum verantwortlich sein, aber den Stern noch heller polieren.Mercedes wächst: Keine andere Marke in den Top Ten konnte so stark zulegen. Der neue Mercedes-AMG GT C wird zwar eher weniger fürs Stückzahlen-Wachstum verantwortlich sein, aber den Stern noch heller polieren.

FAKT 4: Mercedes zieht, Hyundai verliert.
Unter den stärksten zehn Marken (die mehr als zwei Drittel des Markts ausmachen!) bleibt fast alles beim Alten: VW führt vor Opel und Skoda. Den größten Zuwachs konnte mit 21,2% Mercedes verbuchen (Rang 9), auch Renault (+16%, Rang 7) und BMW (+15,9%, Rang 6) zeigen starke Form. Abgestürzt ist hingegen Hyundai: Ein Minus von 20,1% lässt die Koreaner von Rang 4 auf 8 zurückfallen.
Autojahr 2016: Hyundai verliert stark Marktanteile und fällt im Markenranking von Rang 4 auf 8 zurück.Autojahr 2016: Hyundai verliert stark Marktanteile und fällt im Markenranking von Rang 4 auf 8 zurück.
FAKT 5: Allen Unkenrufen zum Trotz, unsere Autos werden immer stärker.
100.000 Neuwagen in Österreich haben über 143 PS – und diese Leistungsklasse hat auch die stärksten Zuwachsraten. Wer glaubt, wir wollen brave, bescheidene Autos, der irrt sich gewaltig: In Österreich werden in etwa genau so viel Autos über 170 PS verkauft wie in der Einstiegsklasse bis 82 PS.

FAKT 6: Trotzdem werden die Autos immer sauberer und sparsamer.
Wieder einmal ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagen zurückgegangen. Diesel-Pkw halten bei 123 g/km, Benziner bei 122 g/km. Im Jahr 2000 lagen diese Werte noch bei 162 bzw. 176 g/km. Mehr als die Hälfte der neu zugelassenen Pkw – exakt 54% – emittierten 2016 weniger als 119 g/km!

FAKT 7: Autokäufer sind young urban Hipsters? Völliger Blödsinn!
Was wenige wissen: Der Pkw-Markt wird von Firmenwagen beherrscht. Im Jahr 2016 lag der Anteil an Privatkäufen bei 36,3%. Und von diesen Privatkäufern sind wiederum der klar überwiegende Teil – 59,1% – über 50 Jahre alt. Und 78,9% haben auch schon ihren 40. Geburtstag gefeiert.

FAKT 8: Österreich ist ein Elektroautoland.
Elektroautos boomen. Die Zahl der Zulassungen hat sich mehr als verdoppelt (ist aber für sich genommen noch immer winzig, mit gerade 3862 verkauften Exemplaren). Dieser marginale Anteil von 1,17% führt aber dazu, dass Österreich EU-Spitzenreiter ist. Auf Rang 2 liegt Frankreich mit 1,07%, Deutschland liegt mit nur 0,3% im Mittelfeld. Das stärkste Land Europas ist allerdings kein EU-Mitglied: In Norwegen werden bereits 15,1% aller Autos mit reinem Elektroantrieb ausgeliefert. (Diese Zahlen basieren auf dem Zeitraum 1-9/16).
Renault rules: Die Franzosen haben die meisten E-Autos (vor allem den Zoë am Foto) unters Volk gebracht und führen die Hitparade der Stromer vor BMW und Tesla an.Renault rules: Die Franzosen haben die meisten E-Autos (vor allem den Zoë am Foto) unters Volk gebracht und führen die Hitparade der Stromer vor BMW und Tesla an.

FAKT 9: Aber für Privatiers sind Elektroautos noch zu teuer oder zu wenig attraktiv.
Nur 13,7% der verkauften Elektroautos werden von Privatpersonen angeschafft. Und die sind im Altersschnitt noch betagter als die Käufer von Verbrennungsmotoren. Übrigens haben sowohl Renault als auch BMW die junge Marke Tesla in der Elektro-Hitparade überholt und damit vom Thron gestoßen. 

FAKT 10: Elektroautos sind in urbanen Gebieten besonders gefragt? Nicht unbedingt.
Das Bundesland mit den niedrigsten Zuwachszahlen an Elektrofahrzeugen ist ... richtig, Wien. Und stellt man die Verkäufe in Relation zur Einwohnerzahl, dann liegt Wien im Bundesländer-Ranking auf dem vorletzten Rang. Nur im Burgenland sind Elektroautos noch unbeliebter. Am anderen Ende der Skala liegt übrigens Vorarlberg, gefolgt von Salzburg. In unserem westlichsten Bundesland ist die Dichte dreieinhalb Mal höher als in Wien!
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