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MENSCHEN IN BEWEGUNG (4)

MENSCHEN IN BEWEGUNG (4)

Richard Lietz, GT-Weltmeister

Der Niederösterreicher Richard Lietz (34) ist einer der begehrtesten Langstrecken-Piloten der Welt. Seit 2007 Werksfahrer von Porsche, drei Mal Klassensieger in Le Mans, 2015 Weltmeister in der GT-Pro-Klasse der WEC. Und 2011 schrieb er Geschichte - als erster Sieger in einem Hybrid-Auto weltweit - bei einem VLN-Rennen am Nürburgring. Für Motorprofis.at lässt er die tief in seine bewegte Seele blicken: Was er am Autofahren mag - und was nicht.
Ein Auto, ein Schlüssel und ein unbegrenzter Tankgutschein: Wohin fahren Sie?
Diese Situation ist mir gut bekannt. Und sie hat zwei Varianten: Entweder fahre ich zum nächsten Rennen - oder von dort wieder nach Hause.
 
Das prägendste Auto ihrer Kindheit?
Mazda 323 GTR. Weil es das Auto war, in dem ich das Fahren gelernt habe. Mit ungefähr zehn Jahren bei uns daheim.
 
Die prägendste Strecke ihrer Kindheit?
Die Strecke zum Hochkar. Aufgrund der Umweltbestimmungen war Salzen verboten. Daher war maximal etwas Sand. Eine gute Gelegenheit, um das Driften zu üben (lacht). Nächtelang hoch und runter - das war der Grundstein davon, dass ich heute mit dem Rennfahren Geld verdienen kann.
 
Ihr erstes Traumauto?
Mitsubishi Evo 5.
 
Was möchten Sie jetzt fahren?
Porsche Carrera GT
Der Lietz-Dienstwagen: Porsche 911 RSR. Boxer-Heck-Mittelmotor mit rund 510 PS. Gewicht rund 1250 Kilogramm.Der Lietz-Dienstwagen: Porsche 911 RSR. Boxer-Heck-Mittelmotor mit rund 510 PS. Gewicht rund 1250 Kilogramm.
Ihre Qualitäten als Beifahrer?
Nicht gut. Ich kann meine Klappe nicht halten und bin immer unzufrieden mit der Person, die lenkt.
 
Was nervt am Steuer?
Dass die Autofahrer in Deutschland immer nur dann rechts rüberfahren, wenn sie wissen, das ein Radar kommt - und dich bewusst in die Falle locken. In der Stadt und auf der Autobahn. Und es nervt, dass sie sonst immer alle links fahren.
Seit 2007 bei Porsche – drei Mal Klassensieger in Le Mans, einmal Weltmeister in der GT-Pro-Klasse der WEC.Seit 2007 bei Porsche – drei Mal Klassensieger in Le Mans, einmal Weltmeister in der GT-Pro-Klasse der WEC.
Auf welcher Erfindung hoffen Sie?
Auch wenn ich Rennfahrer bin: das autonome Fahren kann sich gerne gut weiter entwickeln. Und ich hätte gerne ein modernes Auto, das aber mit einem mechanischen Allradsystem. Das fehlt mir, alle Allradsautos sind nur mehr elektronisch - und der Traum aller Allradfans wäre etwas wie einen Mistubishi Evo in einem modernen Kleid, diesen Allrad hat so keiner mehr.
 
Ihr liebster Soundtrack im Auto?
Telefongespräche. Ich erledige Telefonate immer im Wagen, für mich ist das Auto oft mehr Telefonzelle als Auto.
 
Ihre Lieblings-Auto-Farbe?
Weiss.
 
Worauf schauen Sie als erstes beim Autokauf?
Auf den Preis. Stärkster Motor, größte Bremsen, ohne Ausstattung - also möglichst leicht.
 
Ihr Traum-Beifahrer für eine lange Autofahrt?
Ich fahre am liebsten alleine. Denn beim Autofahren fallen mir so viele Dinge ein. Da kann ich alle anrufen, ein paar Aufgaben verteilen, vieles erledigen.
Das schönste Auto aller Zeiten?
Porsche 356 Carrera. Mein Opa hatte mehrere 356, wunderschöne Autos.
 
Ihr Lieblings-Rennfahrer?
Juha Kankkunen. Vor allem wenn er Toyotas im Castrol-Design fuhr, das hat mir als Kind voll getaugt. Und die Art, wie er mit Rückschlägen umging und einfach weiterfuhr.
 
Ihr persönlicher Fuhrpark?
Ich besitze Porsche, Ford, Mazda und Jeep - verschiedene Modelle. Und jenen GT-Porsche, mit dem ich 2015 Weltmeister wurde.
Lietz ist einer der begehrtesten Langstrecken-Piloten der Welt.Lietz ist einer der begehrtesten Langstrecken-Piloten der Welt.
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