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PARIS MOTOR SHOW: TOPS & FLOPS

Was hat uns gefallen, wer hat uns enttäuscht?

Unsere jeweils ganz persönliche Abschlussbilanz des Pariser Autosalons: Nach gefühlten 25 fußgelaufenen Kilometern durch die Messehallen präsentieren wir zweimal drei Highlights und Enttäuschungen.
MEINE HIGHLIGHTS: Peter Schönlaub
CITROËN C3CITROËN C3
SUZUKI IGNISSUZUKI IGNIS
SEAT ATECA XPERIENCESEAT ATECA XPERIENCE
Der pfiffigste Innenraum in einem Kleinwagen aller Zeiten – und hochwertig obendrein! Da schauen die arrivierten Klassenkollegen auf einmal richtig alt aus. Mehr über den neuen C3 in unserem Kleinwagen-Spezial.
Ein fröhlicher Suzuki? Wann gab’s denn das zuletzt? Dabei ist der neue Ignis extrem praktisch (verschiebbare Rückbank) und wird auch mit Allrad verfügbar sein. Einführung im Jänner, Preise ab rund 13.000 Euro.
Ein SUV muss so aussehen, als wäre er mit der Axt designt worden. Pfeif aufs Rundgelutschte! Der neue Xperience macht’s richtig und verwandelt den Ateca in einen richtig erdigen Abenteurer.

MEINE ENTTÄUSCHUNGEN: Peter Schönlaub
VOLKSWAGEN I.D.VOLKSWAGEN I.D.
HYUNDAI i30HYUNDAI i30
MITSUBISHI GT-PHEV CONCEPTMITSUBISHI GT-PHEV CONCEPT
Der Start in eine neue Ära, vergleichbar mit dem Käfer – das sagt der größte Autobauer zu seiner E-Auto-Offensive. Und stellt dann dieses Auto auf den Stand: schablonenhaft, unverbindlich, beliebig. Wenn man bedenkt, dass ein BMW i3 seit Jahren schon zu kaufen ist und VW den Zug völlig verschlafen hat, dann steht dieses Auto für momentane Orientierungslosigkeit.
Peter Schreyer wurde als Designer vielfach hochgelobt. Zurecht: Was er aus Kia gemacht hat, ist sensationell. Mittlerweile zeichnet er auch für die Designsprache von Hyundai verantwortlich. Der neue i30 ist sicher kein unhübsches Auto geworden – aber die Erwartungen an die Kunst Schreyers erfüllt es nicht. Es herrscht großes Gähnen.
Zweimal falsch abgebogen: Auf der Messe in Detroit würde das völlig zeitfremde Macho-Design vielleicht nicht so arg ausfallen, in Paris wirkt die Mitsubishi-Studie eines Hybrid-SUV absolut deplatziert. Der schrankhohe Kühlergrill und die aufgeblasenen Backen passen weder nach Europa noch in den Trend.

MEINE HIGHLIGHTS: Fabian Steiner
BMW X2 CONCEPTBMW X2 CONCEPT
PEUGEOT 3008/5008PEUGEOT 3008/5008
OPEL AMPERA-EOPEL AMPERA-E
Wie aus einem Guss! Das X2 Concept ist für mich das schönste Auto des Salons. Jetzt nur nicht mehr viel ändern bis zum Serienstart im Herbst 2017 – dann bekommt der Range Rover Evoque den ersten ernsthaften Konkurrenten.
Peugeot landet gleich zwei SUV-Treffer gleichzeitig. Nach jahrelangen Problemen haben die Franzosen beim Außendesign wieder zu sich gefunden. Am besten sind aber die Innenräume von 3008 und 5008: Das Design (völlig neuer Stil), die Stoffe (stillvoll wie vom Maßschneider) und die Qualität (hoch) lassen die meisten Konkurrenten alt aussehen.
Was für eine Ansage von Opel!  Dass die Rüsselsheimer ein Serien-Elektroauto mit 500 Kilometern Reichweite bringen, schockt die Konkurrenz. Zum Beispiel BMW, die mit dem i3 nur rund 300 Kilometer schaffen. Oder Tesla, die eine ähnliche Performance in dieser Preisklasse wohl erst 2018 auf die Straße bringen. Start im Frühjahr 2017. Jetzt muss nur noch der Preis passen.

MEINE ENTTÄUSCHUNGEN: Fabian Steiner
HONDA CIVICHONDA CIVIC
NISSAN MICRANISSAN MICRA
MERCEDES EQCMERCEDES EQC
Ein Civic ist selten beliebig im Design, darauf ist man ja vorbereitet. Aber bei der neuen Generation stimmen für mich die Proportionen und das Zusammenspiel von Front und Heck nicht hunterprozentig.
Mit eigenständigem Design wurde der Micra einst Auto des Jahres. Der Neue eifert nicht nur dem allgemeinen Dynamik-Trend hinterher, sondern erinnert auch etwas an Honda. Besser als der Vorgänger, aber es wäre mehr drinnen gewesen.
Die maue und noch dazu nicht seriennahe Mercedes-Studie steht stellvertretend für die langsame Reaktionszeit aller Premiummarken beim Thema Luxus-Elektroauto. So kann man Tesla nicht in die Schranken weisen. Wann kommt endlich der erste E-Hammer von Porsche und Co.?
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