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DTM 2019

Habsburg & Eng legen los!

Mit Habsburg, mit Eng und mit Privat-Teams geht die DTM runderneuert in eine neue Saison. Und das mit Turbo-Power. Was man vor dem Saisonstart beim Klassiker in Hockenheim wissen sollte.
In der DTM ist es eine Saison wie keine zuvor.
Erstmals ohne Mercedes. Erstmals mit Turbo-Motoren. Und dafür mit Privat-Teams.

Beim Saisonstart an diesem Wochenende in Hockenheim fehlt erstmals die Marke, die die DTM über Jahre (und auch politisch) dominierte: Mercedes.

Doch Gerhard Berger, dem Serienchef, ist es gelungen, die populärste Tourenwagenserie Europas zu retten – weil er Audi und BMW an Board halten konnte und zugleich mit Hilfe von R-Motorsport eine neue große Marke in die DTM holt: Aston Martin.
Dazu kommt mit dem belgischen Rennstall WRT erstmals in der Moderne ein reines Privatteam, das zwei Audis einsetzen wird, einen davon mit Emersons Enkel Pietro Fittipaldi am Steuer.

Und wir haben wieder zwei Österreicher im Starterfeld, auch wenn der pfeilschnelle Lucas Auer nach Japan abgewandert ist.

Zum einen Philipp Eng, der eine starke Debütsaison im Rückspiegel hat, und der als Rookie des Jahres zu einem der wichtigsten Piloten im BMW-Konzern gereift ist – Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Spa 2018 inklusive.

Zum anderen Ferdinand Habsburg. Der Bond-Fan, durch seine Mutter bestens bekannt mit Ex-Bond-Girl Grace Jones, fährt nun im Bond-Auto: in einem Aston Martin. Und nach anfänglichen Problemen machten die Briten, die in Lizenz vom Schweizer Rennstall R-Motorsport eingesetzt werden, zuletzt am Lausitzring schon einen bärenstarken Eindruck.

(Alles über Ferdinand Habsburg & Autos  lesen Sie hier: http://www.motorprofis.at/menschen-in-bewegung/menschen-in-bewegung-9 )

Für Ferdinand Habsburg, der mit der traditionellen Nummer 62 startet, ist die DTM eine echte Standortbestimmung: Wie wird er sich im Team gegen Ex-Meister Paul di Resta und gegen Daniel Juncadella schlagen? Mit Hilfe von ganz oben darf gerechnet werden – den 1. Mai verbrachte der strenggläubige Habsburg in Mariazell, wo er an einer Heiligen Messe teilnahm. Die letzten Kilometer zur Basilika fuhr er mit dem Rad.

Womit wir bei Philipp Eng wären, von dem ja manche Experten sagen, er hätte es auch als Rennradfahrer zum Profi schaffen können. Der Salzburger, der am Mondsee lebt, wird von BMW wieder als Allrounder gebucht, so startet er auch in Le Mans und beim 24-Stunden-Klassiker am Nürburgring. Davor aber könnte er in der DTM seinen ersten Sieg erringen. Mit dem jungen Sheldon van der Linde aus Südafrika hat Eng einen neuen Markenkollegen, der beim Shoot Out brillieren konnte.

Und Audi? Der Dominator der letzten Rennen, bei denen Rene Rast im Finish sechs (!) Rennen in Serie gewinnen konnte, gilt nach den Tests als Favorit, vor allem im Qualifying über eine Runde.
Doch die neuen Turbo-Motoren (600! PS)  machen die Autos viel schneller (theoretisch sind 280 - 300 km/h drinnen), und das heißt aber auch eine ungleich höhere Beanspruchung für die Reifen. Er ist in der Praxis beim ersten Rennen am Samstag wird man sehen, wer damit am besten umgehen kann. Denn im Gegensatz zu 2018 werden Reifen einen enormen Verschleiß haben.

Neben Titelfavorit Rast (der erst zwei Jahre in der DTM ist und einmal Erster und einmal Zweiter wurde!) gilt Robin Frijns als Geheimfavorit. Der Niederländer ist der Einzige, der in der Formel E und in der DTM im selben Jahr fährt. Und er kommt als Sieger des Regenrennens in Paris mit einer Extra-Extra-Portion Selbstvertrauen.
Philipp Eng, im Vorjahr Rookie des Jahres, gilt als heißer Kandidat für seinen ersten Sieg in der DTM.Philipp Eng, im Vorjahr Rookie des Jahres, gilt als heißer Kandidat für seinen ersten Sieg in der DTM.
Das Team von R-Motorsport bringt die Kult-Marke Aston Martin in die DTM. Piloten: Habsburg, Dennis, Di Resta und Juncadella.Das Team von R-Motorsport bringt die Kult-Marke Aston Martin in die DTM. Piloten: Habsburg, Dennis, Di Resta und Juncadella.
Audi gilt nach den Tests als Favorit, zumindest im Qualifying. Die Besetzung: Müller, Duval, Frijns, Rast, Green und Rockenfeller (von links).Audi gilt nach den Tests als Favorit, zumindest im Qualifying. Die Besetzung: Müller, Duval, Frijns, Rast, Green und Rockenfeller (von links).
BMW kommt mit: Eng, Spengler, Wittmann, Eriksson, Neuling van der Linde und Routinier Glock (von links).BMW kommt mit: Eng, Spengler, Wittmann, Eriksson, Neuling van der Linde und Routinier Glock (von links).
Ferdinand Habsburg konnte bei den Tests...Ferdinand Habsburg konnte bei den Tests...
...schon einen guten Eindruck hinterlassen....schon einen guten Eindruck hinterlassen.
Robin Frijns ist der einzige, der DTM und FE im Parallelschwung absolviert – und er kommt als frischgebackener Sieger aus Paris.Robin Frijns ist der einzige, der DTM und FE im Parallelschwung absolviert – und er kommt als frischgebackener Sieger aus Paris.
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