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DTM-Supersaison

Die DTM 2018

Es war eine packende DTM-Saison 2018 - und sie wurde erst auf den letzten Meter endgültig entschieden: der neue Champion ist Gary Paffett, der zuletzt 2005 den Titel holte. In Teil 1 unserer DTM-Bilanz sprechen Gerhard Berger, Toto Wolff, Lucas Auer und Philipp Eng.


Gary Paffett Meister, Rene Rast mit sechs Siegen in Serie - so ging die DTM 2018 in Hockenheim vor gut gefüllten Tribünen zu Ende. Die österreichischen Piloten Lucas Auer (Pole-Position am Samstag) und Philipp Eng (tolle Aufholjagd am Sonntag auf Rang 8 und inoffizieller Titel als „Rookie des Jahres“) konnten einmal mehr ihre Klasse beweisen.  DTM-Boss Gerhard Berger freut sich über eine starke Saison und auf eine DTM-Zukunft mit dem britischen Premium-Hersteller Aston Martin. Und Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erlebte in Hockenheim eine Achterbahn der Gefühle. Zum einen kann der Wiener nach einem unglaublich dramatischen Finale über drei Championate für Mercedes jubeln, zum anderen bereitet der Ausstieg seiner Marke aus der DTM Wehmut. Er wird die Serie aber als Fan weiter genau verfolgen. Was sagen nun Berger, Wolff, Auer und Eng in einer ersten Reaktion nach dem Finale?


DTM-Boss Gerhard Berger über...


...die DTM-Saison 2018:


Ich blicke auf eine tolle Saison zurück. Der Ausstieg von Mercedes war zwar immer wieder ein Thema, doch mit der Luxus-Sportwagenmarke Aston Martin gibt es neue großartige Perspektive für die Zukunft der Serie. Das Wichtigste: Wir haben den Fans in dieser Saison ein Super-Produkt geboten. Die meisten Rennen waren sehr spannend, und der Meister stand – wie schon im vergangenen Jahr – bis zum letzten Rennen nicht fest.


...den neuen Titelträger Gary Paffett:


Gary hat am Ende die Nerven behalten. Er ist verdient Champion. Dass er die DTM verlässt, ist schade, aber jeder macht mal Fehler. Scherz beiseite: Ich wünsche ihm alles Gute bei seiner neuen Herausforderung. Großer Respekt gebührt auch René Rast, er ist einer der Fahrer in diesem Feld, der mich am meisten beeindruckt. Rast ist ein ganz ausgeschlafener Kerl. Vor allem ist er nicht nur talentiert, er ist auch sehr fleißig – und das führt dazu, dass er einfach immer vorn dabei ist.


Mercedes-Boss Toto Wolff über...


...die Saison 2018 aus seiner Sicht:


Für uns war immer klar, dass wir in dieser Saison noch einmal alles geben würden und unser Ziel war es, dass wir alle drei Wertungen – Fahrer, Marke, Team – gewinnen. Das ist uns gelungen. Das letzte Saison-Wochenende hat noch einmal alles geboten, was Rennsport ausmacht. Ehrlich gesagt, waren wir uns vor vielleicht zwei Monaten schon ziemlich sicher, dass wir die Titel holen würden. Doch dann hat Audi, was Respekt verlangt, noch einmal an allen Schrauben gedreht und das Reglement perfekt ausgenutzt. Und so war es noch so, dass es wirklich bis zur letzten Runde nicht entschieden war. Was im Sinne der Fans ist, aber anderseits den beteiligten Personen ganz viel Energie gekostet hat. Der Titelkampf hat mein Leben sicher verkürzt – ich hoffe aber, dass die Titel es dafür jetzt wieder verlängern werden.


...seine Emotionen zum Abschied von Mercedes aus der DTM:


Natürlich wird die DTM für mich immer etwas Besonderes sein. Sie hat meine berufliche Laufbahn entscheidend verändert, weil ich durch die DTM in den internationalen Rennsport gekommen bin, und dann als Shareholder der HWA sehr viel Erfahrung sammeln konnte und es war eine wichtige Station am Weg zu meiner heutigen Position. Was aber natürlich noch wichtiger ist: In der DTM habe ich meine Frau kennengelernt.


...seine Zukunft als „Fan“ der DTM:


Es steht außer Frage, dass ich den Werdegang der DTM als Fan genau verfolgen werde. Zumal die Serie dank Gerhard Berger, der großartige Arbeit macht, sehr an Fahrt aufgenommen hat. Es ist ihm gelungen, der DTM den Ruf der reinen „Herstellerserie“ zu nehmen und heute steht die DTM für tollen Motorsport, der einfach Spaß macht.


Mercedes-Jungstar Lucas Auer über..


...seine Saison 2018:


Ich konnte meine Schnelligkeit beweisen und war im Qualifying konstant vorne und auch oft in den Rennen selbst. Leider ist es uns nicht gelungen, daraus die Ergebnisse zu erzielen und die Punkte zu machen, die vom Potenzial her möglich waren. Trotzdem kann ich positiv notieren, dass ich mich fahrerisch auch dieses Jahr wieder weiterentwickelt habe.


...den neuen Meister Gary Paffett:


Er war ja mein erster Teamkollege in der DTM und ich werde nie vergessen, dass es ihm damals ein Anliegen zu sein schien, mich besser zu machen. Das fand ich super. Er ist eine Größe in der DTM und der Titel ist verdient. Ich gratuliere herzlich.


BMW-Rookie Philipp Eng über...


...seine Saison 2018:


Es freut mich, dass ich in meiner ersten Saison in dieser hochrangigen Serie einige Highlights setzen konnte – meine erste Pole Position und Platzierungen am Podium. Ich hatte einige tolle Kämpfe und würde Lausitzring als mein bestes Wochenende sehen. Auch weil ich kurz davor beim Auftakt in Hockenheim noch etwas geschockt war von meinen Ergebnissen und es mir dann aber schnell möglich war, mich in der DTM zurecht zu finden.

In den nächsten Tagen sehen und lesen Sie auf motorprofis.at noch einmal die besten und aufregendsten Bilder und Geschichten aus einem Jahr DTM.




Philipp Eng ist der Rookie des JahresPhilipp Eng ist der Rookie des Jahres
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