loading...

FORMEL 1

Wer ist Alex Albon?

Toro Rossos neuer Red-Bull-Junior ist ein No-Name. Zu Unrecht. Denn gleich auf Anhieb hat er seinen Teamkollegen Daniil Kwjat in Melbourne besiegt. Wie er es im zweiten Anlauf in die Formel 1 schaffte, warum Pascal Wehrlein seine größte Gefahr war und wieso er auf Honda setzt.
Er ist der unbekannteste Mann der Formel 1.

Dabei sitzt Alex Albon auf einem der begehrtesten Sitze im Zirkus. Bei Toro Rosso - genau dort, wo Leute wie Sebastian Vettel, Max Verstappen oder Dani Ricciardo ihre Weltkarrieren begannen.

Und das sieben Jahre nachdem er aus dem Red Bull Junior Team geflogen ist.
Sieben Fakten über die neue Nummer 23 der Formel 1.

- Eine steinige Karriere. Für keinen passt diese Satz besser als für Albon, der als Sohn einer Thailänderin in der Nähe von London aufwuchs, aber bereits am Land. Als er mit 6 ein Kart bekam, baute sein Vater (selbst Tourenwagen-Pilot) mit Steinen ein 8er-Layout, das die Rennstrecke auswies. Erst ein Jahr später begann Alex sich mit anderen Kids bei richtigen Rennen zu messen.

- Sein Sieg über Verstappen. Dann ging es aber ganz schnell. Im Kart gewann er einige der wichtigsten Rennen - so 2010 den KF3 World Cup. Im entscheidenden vierten Rennen des Finales rang er Max Verstappen um eine Sekunde nieder. Vierter wurde übrigens Pierre Gasly und 29. der große Geheimfavorit dieser Formel-1Saison: Charles Leclerc, der 2016 sein Teamkollege in der GP3 wurde.

- Leclercs Lob. Eben jener Leclerc sagt heute, da er als neuer Ferrari-Star schon berühmt ist: "Albon war der härteste Gegner, den ich in all meinen Nachwuchsserien hatte."

- Red Bulls Dream-Team. 2012 war er Teil eines legendären Red Bull Junior Teams. In der ersten gemeinsamen Trainingswoche in Salzburg und Thalgau sah man mit Sainz, Kwjat und eben Albon drei Piloten, die 2019 zum Stammperson der Königsklasse gehören. Doch später flog Alex raus. Er sagt: "Da war meine Karriere in Gefahr, aber Freunde und Sponsoren halfen mir weiter."

-Seine Rückkehr verdankt er dem Timing. Jetzt ist er wieder Teil des Red-Bull-Programms. Das verdankt er einer großartigen Formel-2-Saison 2018, in der er sich mit den aktuellen Wunderkindern George Russell und Lando Norris auf Augenhöhe um den Titel matchte, mit teils sensationellen Rennen. Just in dieser Zeit verabschiedete sich Dani Ricciardo zu Renault, wodurch Gasly von Toro Rosso aufrückte - und es Nachwuchsteam plötzlich einen freien Platz gibt. Teamchef Franz Tost tendierte stark zu Pascal Wehrlein, der sich auch deswegen von Mercedes trennte. Doch am Ende entscheidet sich Red Bull (wohl auch auf Wunsch von Dietrich Mateschitz) für Albon.
Angenehmer Nebeneffekt: Da er für Thailand fährt, ist er perfekt geeignet, auch die thailändischen Teilhaber von Red Bull für den Rennsport zu begeistern.

-Alex ist ein Kreativkopf. Er liebt es, alles Mögliche am Computer zu designen. Bis hin zum Design seines Helmes. Und kochen tut er auch gerne.

-Seine Ziele für 2019: Alex will sich in der Formel 1 einen Namen machen. Dass er schon einmal, bei Red Bull rausgeflogen ist, sieht er eher als Vorteil: "Ich habe früh gerlernt, Druck zu erfahren und kann damit umgehen." Auch weil er sich bei Toro Rosso neben seinen Langzeit-Kollegen Kwjat empfehlen kann: "Ich denke Toro Rosso und Honda, das uns sehr unterstützt, liefern uns ein gutes Paket."

Albon mit seinen Kollegen Max Verstappen und Pol Espargaro (KTM)Albon mit seinen Kollegen Max Verstappen und Pol Espargaro (KTM)
Der erste offizielle Tag seiner Formel-1-Karriere in Melbourne..Der erste offizielle Tag seiner Formel-1-Karriere in Melbourne..
...endete mit vielen neuen Eindrücken für Alex Albon....endete mit vielen neuen Eindrücken für Alex Albon.
Pascal Wehrlein war für viele der Wunschkandidat für den Platz, den am Ende Albon bekam.Pascal Wehrlein war für viele der Wunschkandidat für den Platz, den am Ende Albon bekam.
Red Bull Junior team 2012:  Daniil Kvyat , Lewis Williamson, Stefan Wackerbauer, Alex Albon, Carlos Sainz Jr. and Callan O' Keffe. Drei fahren nun in der Formel 1. Eine tolle Ausbeute.Red Bull Junior team 2012: Daniil Kvyat , Lewis Williamson, Stefan Wackerbauer, Alex Albon, Carlos Sainz Jr. and Callan O' Keffe. Drei fahren nun in der Formel 1. Eine tolle Ausbeute.
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT