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FORMEL E

"Traumpaar" für DS in der Formel E

In der ABB Formel E geht es rund: Antonio Felix da Costa dürfte tatsächlich zu seinem alten Spezi Jean-Eric Vergne in das Team von DS Techeetah wechseln. Das erhöht die Chancen für zwei Österreicher: Maxi Günther & Philipp Eng sind Kandidaten bei BMW.
Der erste Gedanke, wenn man das Bild oben sieht: Unglaublich, es ist erst sechs Jahre her, da standen am Red Bull Ring auf der Zielgeraden noch ein Hügel und noch nicht die große Haupttribüne und der prachtvolle voestalpine Wing, der jetzt Red Bull Wing heißt, der als das beste und schönste Pressezentrum aller Rennstrecken auf der Welt gilt.

Zweiter Gedanke: da scheinen sich zwei Menschen richtig gut zu verstehen: Es ist Jean-Eric Vergne, der seinem Kumpel im Red Bull Junior Team letzte Tipps vor dem Renault-WorldSeries-Rennen gibt – nämlich Antonio Felix da Costa.

Nun könnten sich die beiden wieder treffen – als Teamkollegen. Denn immer mehr spricht dafür, dass Antonio Felix da Costa, seit Jahren BMW-Werkspilot und Sieger beim allerersten Saisonrennen der ABB FIA Formula E 2018/19 in Saudi Arabien, zu DS Techeetah, dem aktuell besten Team, wechselt. Beim Team-Meister ist Fahrer-Meister Vergne nicht nur der Nummer-1-Pilot, sondern – wie man sagt – indirekt auch finanziell beteiligt.
Er ist das Herz des Rennstalls und das Hirn, kein Wunder, dass er bei der Nachfolge von Andre Lotterer (wechselt seinerseits zu Porsche) ein gewichtiges Wort mitreden kann. Und nur jemand in das französisch-chinesische Team wechselt, dem der Pariser vertraut – und den er schätzt: Antonio Felix da Costa.

In der Zusammenarbeit mit seinem Buddy Andre Lotterer (die beiden haben sogar einen gemeinsamen Instragram-Auftritt unter dem Hashtag #JEANDRE) hat Vergne gesehen, wie sinnvoll und produktiv es für ein Team ist, wenn sich die beiden Piloten gut verstehen und wenn sie miteinander gut kommunizieren. Das will er auch in Zukunft haben. Daher dürfte er sich intensiv um den Portugiesen (der übrigens der Lieblingsfahrer von Ferdinand Habsburg ist) bemüht haben.
Mit Erfolg, wie es scheint. Die Verhandlungen mit Da Costas Manager Tiago Monteiro (im Hauptob WTCR-Pilot bei Honda) dürften so weit fortgeschritten sein, dass DS Automobiles Antonio schon im August präsentieren kann.

Damit wird aber auch ein sehr begehrter Platz in der Formel E frei: der bei BMW Andretti. Dort ist Alex Sims nach einer Pech&Pannen-Saison noch nicht fix, daher sind ein bis zwei Sitze zu vergeben.
In der Pole Position dafür: Maxi Günther, Sohn einer Kleinwalsertalerin und damit auch österreichischer Staatsbürger, auch wenn er für Deutschland fährt.
Der hat heuer im unterlegenen Dragon Team bei einigen Rennen brilliert und sich so für höhere Aufgaben empfohlen. Und so darf der ehemalige Mercedes-DTM-Testfahrer nun bei BMW die ersten Tests (an der Seite von Sims) absolvieren.

Dahinter lauern aber auch noch einige andere BMW-Werksfahrer: Bruno Spengler hat schon viele Kilometer in der Formel E getestet, Marco Wittmann fuhr 2019 den Rookie Test. 
Timo Glock und Österreichs DTM-Überflieger Philipp Eng haben erst zuletzt Interesse an der Elektro-Serie bekundet. Glock: "Vielleicht habe ich irgendwann die Möglichkeit, ein Auto zu testen." Gedankenpause: "Mal probieren, mal schauen." 

Eng ist konkreter: "Zuerst einmal finde ich finde die Technologie cool. Ich sehe alle Rennen an – und sehe, dass sie sehr spannend sind. Es ist immer was los und es macht Spaß. Klar würde ich nicht nein sagen, wenn ich die Chance auf einen Test bekomme."

Auch weil an dieser Stelle der Holländer Robin Frijns ins Spiel kommt. Der hat heuer quasi den "Testpiloten" für viele gespielt  und die DTM und die ABB Formel E parallel bestritten.
Ergebnis: Siege in der Formel E, Top-Leistungen in der DTM und das Signal an Eng & Co. : man kann diese beiden hochklassigen Serien auch gemeinsam bestreiten.
Zumal man davon  ausgehen kann, dass der Einfluss von BMW und Audi groß genug ist, um Terminüberschneidungen zu verhindern. Immerhin sind sie in beiden Serien siegreich.
Maxi Günther darf derzeit für BMW testen: Maxi Günther darf derzeit für BMW testen: "Ich sehe meine Zukunft definitiv in der Formel E."
Mit zum Teil sensationellen Leistungen bei GEOX Dragon Racing hat sich der Sohn einer Kleinwalserin für Werksteams interessant gemacht.Mit zum Teil sensationellen Leistungen bei GEOX Dragon Racing hat sich der Sohn einer Kleinwalserin für Werksteams interessant gemacht.
Antonio Felix da Costa ist bei DS Techeetah ein gefragter Mann. Er dürfte BMW daher verlassen.Antonio Felix da Costa ist bei DS Techeetah ein gefragter Mann. Er dürfte BMW daher verlassen.
Vergne gewann die Meisterschaft und die Wertung der voestalpine European Races. Er ist der starke Mann im Top-Team DS Techeetah.Vergne gewann die Meisterschaft und die Wertung der voestalpine European Races. Er ist der starke Mann im Top-Team DS Techeetah.
Philipp Eng ist in der DTM bärenstark. Doch das Beispiel Robin Frijns zeigt: man kann auch beide Top-Serien parallel gut bestreiten.Philipp Eng ist in der DTM bärenstark. Doch das Beispiel Robin Frijns zeigt: man kann auch beide Top-Serien parallel gut bestreiten.
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