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HONDA-STERNSTUNDE

Die Sensation am Spielberg

Max Verstappen gewinnt am Red Bull Ring erneut – und sorgt für Hondas größten Triumph in der Formel-1-Moderne. Seine spektakuläre Aufholjagd, sein brutales Duell mit Charles Leclerc – und sein spezieller Dank an Honda.
Was für ein großes Rennen, was für ein Konter nach einer Woche, in der viele in aller Welt die Formel 1 für tot erklärt hatten, untergegangen in Langweile.

Und nun hat Red Bull in jeder Hinsicht gezeigt, wie es geht: Als Hausherr, der nach einer bislang so eintönigen Saison unfassbare 203.000 Zuschauer nach Spielberg lockte - der zweitbeste Besuch aller Zeiten und angesichts der bisherigen Saison ein absolutes Zauber-Kunststück.

Und prompt darf Red Bull auch sportlich jubeln: Der Holländer Max Verstappen, von zehntausenden aus der Heimat angereisten und ganz in Orange gekleideten Fans bejubelt, gewinnt das mit Abstand spektakulärste und beste Rennen des Jahres. Dabei hatte Verstappen den Start aus Reihe 1 komplett verbockt, er kam nur als Siebenter weg, ehe er eine spektakuläre Aufholjagd lieferte, in jeder Runde um mehr als eine Sekunde schneller war als sein völlig entnervter Teamkollege Pierre Gasly.

Und so stürmte Max bis auf Platz 2 vor, ehe er sich in einem brutalen Manöver ausgangs der Remus-Kurve an dem fast immer führenden Charles Leclerc vorbeikämpfte. Eine Aktion: hart, aber gerecht. Denn nach drei Stunden Beratung kam die Rennleitung zum sportlich wohl einzig erträglichen Urteil: Verstappen wurde freigesprochen und zum Sieger erklärt.
Alles andere wäre wohl auch der Niedergang der Formel 1 gewesen, denn wie sagte Verstappen so klar: "Wenn dieses Manöver bestraft wird, dann können wir alle heimgehen und es bleiben lassen."

Ferrari muss damit weiter auf den ersten Saisonsieg warten - bitter für den sehr schnellen Leclerc. Noch ärger traf es Vettel, der nach einem tollen Rennen und einer super Aufholjagd vom eigenen Team gebremst wurde, das einmal mehr nicht die richtigen Reifen beim Stopp parat hatte. In Sachen Organisation ist dieser Rennstall einfach unterirdisch schlecht.

Jubeln darf dagegen Honda. Schon nach drei Monaten mit Red Bull Racing feiern die Japaner ihren ersten Sieg in der Moderne (zuletzt: Budapest 2006 mit BAR und Jenson Button) – ein Riesen-Erfolg und was für ein Statement gegen McLaren, jenes Team, mit dem Honda drei Jahre lang Nachzügler war und wo immer Honda für Alles die Schuld gegeben wurde.
In der so starken Partnerschaft mit Red Bull Racing und Toro Rosso zeigt Honda, was man kann, wenn man in einer Arbeitsbeziehung fair und respektvoll behandelt wird.
Einen Respekt, den auch Verstappen zeigt, der schon am Podium das Honda-Logo auf seinem Overall demonstrativ küsste. "Sie machen einfach gute Arbeit und wir fühlen uns in dieser Beziehung sehr wohl!"

Wobei das aktuelle McLaren-Team im Moment stark verbessert ist – und einen absoluten Star der Zukunft an Board hat: Der erst 19-jährige Lando Norris, der auf Rang 6 raste.
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