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LAVANTTAL-RALLYE

Neubauer in Love - mit dem Lavanttal!

Mit einem souveränen Sieg bei der Lavanttal-Rallye kann Ex-Meister Hermann Neubauer seine Klasse zeigen. Doch Julian Wagner erreicht mit Platz 2 das Maximum des wohl Möglichen - und bleibt damit in der Staatsmeisterschaft in Führung.

 Hermann Neubauer und Bernhard Ettel, die beiden haben in Kärnten liefern müssen. Und genau das haben sie getan.

Sechs von zwölf möglichen Sonderprüfungsbestzeiten bei der Lavanttal-Rallye, Bestzeit auf der abschließenden PowerStage, 28 von 28 möglichen Punkten und am Ende der klare Sieg: Hermann Neubauer und sein Co-Pilot Bernhard Ettel beenden den dritten Lauf der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft triumphal und mit wichtigen Zählern für die Gesamtwertung.
Der Lungauer war mit seinem Ford Fiesta R5 über die ganze Rallye der beste Akteur – auch wenn es am Freitag  einen dramatischen Kampf mit Staatsmeister Niki Mayr-Melnhof gab, quasi das Duell Champ 2018 gegen Champ 2016.

„Der Niki war stark unterwegs – wir wissen ja, wie schnell er Auto fahren kann“, so Hermann Neubauer. Der aber cool blieb. „Ich habe mich nicht so sehr auf Niki fokussiert, da er wahrscheinlich nicht die gesamte Saison in Österreich bestreiten wird. Für mich war meine eigene Leistung wichtiger, und mit der war ich wirklich zufrieden. Wir sind mit den schwierigen Verhältnissen super zurecht gekommen und haben unsere Strategie perfekt durchgezogen. Der Abstand zu Julian Wagner hat mich überrascht, aber natürlich habe ich das gerne angenommen, schließlich geht es um den Sieg und in weiterer Folge um den Staatsmeistertitel!“

Julian Wagner, der so souverän in die Saison gestartet war, tat sich im Baumschlager-Skoda überraschend schwer und der Mauthausener hatte von Anfang erstaunlich viel Rückstand. Anderseits spricht es für seine Klasse, das er am Ende doch noch das Maximum des realistisch Möglichen herausholen konnte.


 Denn: Das Duell mit Niki Mayr-Melnhof war dann auf der zweiten Etappe relativ rasch beendet.
Nach einer klaren Bestzeit von Neubauer zum Beginn des Tages hatte der einzig verbliebene Konkurrent wenig später einen Reifenschaden – worauf Neubauer taktisch fahren konnte: „Ich habe sofort Tempo rausgenommen, bei 1:15 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten braucht man nichts mehr zu riskieren. Natürlich mussten wir aber aufpassen, dass wir konzentriert bleiben – wer sich da zu sehr in Sicherheit wiegt, kann schnell einen Fehler begehen. Wir haben’s allerdings perfekt ins Ziel gebracht, die gesamte Truppe von Max Zellhofer hat einmal mehr perfekte Arbeit abgeliefert. " Nachsatz: "Dass uns dann noch die Bestzeit auf der PowerStage gelungen ist, das war das Tüpfelchen auf dem i."

Doch auch Julian Wagner kann das Lavanttal mit einem Lächeln verlassen: Der verregnete Freitag war für uns extrem wichtig, da ich noch nie zuvor mit dem Fabia R5 bei Regen unterwegs war. Wir haben bewusst wenig riskiert und das Augenmerk auf Testen und Lernen gelegt. Auf der siebten Sonderprüfung bin ich dann fast  auf Niki Mayr-Melnhof, der einen Reifenschaden hatte, aufgefahren. Dadurch habe ich ein wenig Zeit verloren, sonst wäre sich vermutlich eine Bestzeit ausgegangen. Die habe ich dann auf SP9 nachgeholt. Freilich wusste ich, wie eng die Sache zwischen Mayr-Melnhof und mir war, aber ich habe meinen Zugang trotzdem nicht verändert und wollte nicht das letzte Hemd riskieren. Dass ich Niki noch abfangen konnte, das war trotzdem eine Überraschung für mich. Die Zeiten, die ich am Samstag gefahren bin, geben sehr viel Selbstvertrauen!“

Voller Fokus: Hermann Neubauer war im Lavanttal eine Klasse für sich.Voller Fokus: Hermann Neubauer war im Lavanttal eine Klasse für sich.
Action total: Der Lungauer und sein Co-Pilot Bernhard Ettel sind derzeit bestens in Schwung.Action total: Der Lungauer und sein Co-Pilot Bernhard Ettel sind derzeit bestens in Schwung.
Lavanttal-Rallye:
1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel (AUT) Ford Fiesta R5 1:54:27,8 Stunden - 2. Julian Wagner/Anne Katharina Stein (AUT) Skoda Fabia R5 +40,8 Sek. - 3. Niki Mayr-Melnhof/Leopold Welsersheimb (AUT) Ford Fiesta R5 43,5  Staatsmeisterschaft (nach 3 von 7 Rennen): 1. Wagner 69 Punkte - 2. Neubauer 55 - 3. Johannes Keferböck 29

Endstand der Lavanttal-Rallye nach 12 Sonderprüfungen: 1. Hermann Neubauer/Bernhard Ettel (AUT) Ford Fiesta R5 1:54:27,8 Stunden - 2. Julian Wagner/Anne Katharina Stein (AUT) Skoda Fabia R5 +40,8 Sek. - 3. Niki Mayr-Melnhof/Leopold Welsersheimb (AUT) Ford Fiesta R5 43,5 Zwischenstand Staatsmeisterschaft (nach 3 von 7 Rennen): 1. Wagner 69 Punkte - 2. Neubauer 55 - 3. Johannes Keferböck 29

Quelle: swww.sn.at/sport/motorsport/neubauer-gewann-lavanttal-rallye-vor-wagner-68406928 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019
Julian Wagner kann trotz seines zweiten Platzes...Julian Wagner kann trotz seines zweiten Platzes...
...sehr zufrieden sein. Es war sein R5-Regen-...sehr zufrieden sein. Es war sein R5-Regen-"Debüt".
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