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NIKI LAUDA TRIBUTE

Das ist die Lauda-Kurve

Die Informationen von motorprofis.at sind bestätigt: Niki Lauda hat am Red Bull Ring eine eigene Kurve bekommen, die nach ihm benannt ist. Und es ist die so wichtige erste Rechtskurve, die einst Castrol-Kurve hieß. Seine Witwe Birgit & Sohn Lukas sind berührt.
Die größte Ikone der österreichischen Sportgeschichte.

Niki Lauda ist seit rund einem Monat tot – doch die Erinnerung an den dreifachen Weltmeister der Formel 1 und den berühmtesten in diesem Jahrhundert noch lebenden Österreicher ist allgegenwärtig. Besonders in dieser Woche. Denn wenn am Sonntag der Große Preis von Österreich in Spielberg am Red Bull Ring gefahren wird, dann wird alles im Zeichen des Gedenkens stehen.


So wird die ehemalige Castrol-Kurve, also die erste Kurve der Strecke, nach ihm benannt.  Damit bekommt Lauda das selbe Andenken wie Jochen Rindt, nachdem die letzte Kurve benannt ist. Zudem werden Tausende von roten Kappen an die Fans vergeben, die als besonderes Tribute während des Rennes so dem Sieger des Österreich-Grand-Prix von 1984 gedenken werden. 35 Jahre nach dem bislang einzigen österreichischen Heimsieg erhält die Startkurve des Red Bull Ring den Namen der heimischen Motorsport-Legende. In Anwesenheit von Frau Birgit und Sohn Lukas wurde die Kurve am Sonntagmorgen vor dem Start zum Großen Preis von Österreich 2019 „Niki Lauda Kurve“ getauft. Der Freund und jahrzehntelange Weggefährte Dr. Helmut Marko überreichte Birgit und Lukas Lauda symbolisch eine Skulptur, die dem Streckenlayout des Red Bull Ring entspricht.

Birgit Lauda: „Uns bedeutet es besonders viel, natürlich auch für die Familie, weil es dem Niki so viel bedeutet hätte, obwohl er ja immer jemand war, der Ehrungen und Pokale abgelehnt und auch verschenkt hat. Mit einer Kurve gab es ja die Geschichte, dass er schon einmal eine hatte und dann wurde sie ihm quasi weggenommen. Damals war er doch recht enttäuscht und traurig und deswegen weiß ich, dass es für ihn heute eine besondere Ehre gewesen wäre, im Rahmen dieser Zeremonie seine Kurve wieder zurückzubekommen.“


Lukas Lauda: „Ich bin stolz darauf, freue mich natürlich und bedanke mich sehr bei Red Bull, beim Helmut und bei allen anderen auch. Wie Birgit gesagt hat, wäre er glaube ich stolz darauf, weil er jetzt die Kurve 1 hat. Ich glaube davor war es die Kurve 5 oder 6 und das hätte er irrsinnig gern gehabt. Ich freue mich auch sehr, hier zu sein.“


Helmut Marko: „Es gab bereits eine Kurve, die nach Niki Lauda benannt wurde. Im Zuge der Umgestaltung des Red Bull Ring ist sie irgendwie abhanden gekommen und das hat Niki gestört. Ich habe ihm gesagt: ,Du kriegst wieder eine Kurve.’ Jetzt ist glaube ich der richtige Moment, um den Mythos, die Persönlichkeit und vor allem die Verdienste für den Motorsport, die Niki Lauda getätigt hat, in würdger Weise zu dokumentieren. Wir haben die Kurve Nummer 1 genommen. Hier ist am meisten Action, da geht’s am wildesten zu. Also all das, was Niki selbst gelebt und aber auch geschätzte hat. Er hätte sich sehr, sehr gefreut.“


Auch sonst ist Spielberg ganz im Gedenken Laudas. So sorgt im Fahrerlager ein Ferrari aus dem Jahr 1975 für Aufsehen, jenem Jahr, in dem Niki zum ersten Mal Weltmeister geworden ist. Sebastian Vettel kam am frühen Abend, als es schon ruhiger war, extra noch einmal mit dem Fahrrad vorbei, um sich die rote Schönheit in Ruhe anzuschauen. Man spürt, wie sehr der Vierfach-Champion, die Helden jener Zeit verehrt und wie viel Spaß es ihm machen würde, mit solchen ungebändigten Autos unterwegs zu sein – und in einer Ära, wo man noch nicht Fünf-Sekunden-Penaltys für das kleinste Vergehen bekommen hat.


Auch mit einer Fotogalerie im Tunnel, der die Innen-und die Außenseite der Strecke miteinander verbindet und der direkt ins Paddock führt, ehrt man Lauda. Die Fotos sind außergewöhnlich und zeigen Laudas Leben in all Facetten. Auch Toro-Rosso-Talent Alex Albon  ist beeindruckt.

Und auf den Tribünen wurden 60.000 Kapppen verteilt, die an Lauda erinnern.

Auch sonst ist Österreich im Gedenken: Für Lauda-Fans gibt es in der Mediathek von Servus TV indes immer noch die Doku "Summa cum Lauda - der unglaubliche Weg des Niki Nationale" zu sehen. Produziert von den Doku-Film-Assen Niki Strecha und Nik Mahatsek von TwoNiksFilm zeigt die spannende und berührende Doku wichtige Punkte in Niki Laudas Leben. 

Wie Lauda wirklich war
Die beiden ServusTV-Reporter Christian Brugger und Andreas Gröbl reisen dafü unter anderem nach Maranello, der Heimat von Ferrari. Zwei seiner drei WM-Titel fuhr Lauda mit den legendären roten Boliden aus Italien ein. Nikis damaliger Teamchef Luca di Montezemolo erinnert sich an den außergewöhnlichen Champion aus Österreich. In London trifft das ServusTV-Team Bernie Ecclestone. Der ehemalige Formel 1-Boss hatte bis zuletzt eine ganz spezielle Beziehung zu Lauda. Gemeinsam mit Hans-Joachim Stuck dreht Christian Brugger eine Runde am Nürburgring, wo „Niki Nationale“ am 1. August 1976 bei einem Horrorcrash beinahe ums Leben gekommen wäre, und treffen dort den ehemaligen Sicherheits-Chef.

Eine Frage ist bei der Spurensuche stets präsent: Dreifacher Formel 1- Weltmeister, Flugunternehmer, TV-Experte, Werbe-Ikone - Lauda verkörperte zeit seines Lebens viele Rolle. Doch wie tickte Österreichs erfolgreichster Rennfahrer aller Zeiten wirklich? Die exklusive ServusTV-Dokumentation zeigt das Gesicht hinter der öffentlichen Person Niki Lauda und zeichnet den Weg vom talentierten Motorsportler bis Superstar nach. Neben Bernie Ecclestone, Luca di Montezemolo und Lebensretter Stuck kommen Red Bull Motorsportchef Dr. Helmut Marko, Ex-Formel 1-Hero Gerhard Berger genauso zu Wort wie Ron Dennis, Laudas Teamchef bei McLaren, oder sein ehemaliger Teamkollege John Watson. Aber auch Streckenposten (Bild oben) erinnern sich an einen, der wie keiner war.
Und auf ORFIII ist in der Mediathek die Serie Rennlegenden zu sehen, auch die Folge mit Niki.

Der von Red Bull an diesem Wochenende die Ehrung bekommt, die ihm zusteht.
Oben: Bilder aus der ServusTV-Doku über Lauda. Und das Foto vom Spielberg-GP 2014 mit Vettel, Marko, Berger.Oben: Bilder aus der ServusTV-Doku über Lauda. Und das Foto vom Spielberg-GP 2014 mit Vettel, Marko, Berger.
In der Fanzone des Red Bull Rings gibt es einen eigenen Niki-Lauda-Bereich – mit seinem Weltmeister-McLaren.In der Fanzone des Red Bull Rings gibt es einen eigenen Niki-Lauda-Bereich – mit seinem Weltmeister-McLaren.
..und im Fahrerlager steht der Ferrari, mit dem er 1975 den ersten WM-Titel geholt hat...und im Fahrerlager steht der Ferrari, mit dem er 1975 den ersten WM-Titel geholt hat.
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