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RALLYECROSS-WM

Podium für Stohl-Team

Toller Erfolg für das österreichische Privatteam STARD beim Klassiker in Hell: es gibt das erste Podium zu feiern! Und das nach einem Crash, einem Wolkenbruch und viel Wirbel. Aber Hell nennt sich eben Hell, auch wenn es für Stohl & Co. diesmal himmlisch war.
Und so wurde Hell zum Himmel auf Erden...

Im norwegischen Hell der fünfte Lauf zur FIA World Rallyecross Championship über die Bühne. Vor der bekannt fanatischen Zuschauerschar im hohen Norden matchten sich 17 Supercars um den Sieg. Mit dem Letten Janis Baumanis und dem Finnen Jani Paasonen war das österreichische STARD-Team rund um Teamchef Manfred Stohl vertreten – und holte den ersten WM-Podestplatz in seiner noch jungen, zweijährigen Geschichte. Janis Baumanis fuhr nach Abu Dhabi und Barcelona zum dritten Mal ins Finale und dort auf Platz drei, stand überhaupt zum fünften Mal im Semifinale.


Dabei begann das norwegische Abenteuer für Baumanis unglücklich. Das Geburtstagskind – er wurde 27 – hatte  im ersten Qualifikations-Heat Pech. Kurz nach dem Start blieb der Lette mit dem Vorderrad seines Ford Fiesta RX Supercars beim Einlenken in die Jokerlap hängen, dadurch kam es zu einer Kollision mit dem Schweden Timmy Hansen und dem Belgier de Ridder, wobei Baumanis das rechte Hinterrad verlor.
Trotzdem kam es – nach ordentlichen Arbeiten am Auto – am Ende des Vorlauf-Prozesses Rang 9 und damit das Weiterkommen in die nächste Runde.
Dort warteten mit Niclas Grönholm (Fin), Timur Timerzyanov (Rus), Timo Scheider (D), Kevin Abbring (Nl) und Guerlain Chicherit (F) fünf Konkurrenten um den Finaleinzug. Verschärft wurde alles noch durch einen mächtigen Regenguss, der unmittelbar vor dem Lauf niederging, die Strecke kurzzeitig unter Wasser setzte und die Teams bei Reifenwahl und Autoabstimmung in Hektik versetzte.
Im Rennen zog Grönholm schnell davon, doch hinter ihm lieferten sich Abbring, Timerzyanov und Baumanis ein dramatisches Gefecht um die letzten zwei Finalplätze. Baumanis fightete bis zum Schluss und wurde in der letzten Kurve vor dem Ziel für seinen Einsatz belohnt. Mit einem tollen Manöver zog er innen an seinem letztjährigen Teamkollegen Timerzyanov vorbei und damit in das Finale der Top6!

Für das hatten sich neben Grönholm, Abbring und Baumanis auch noch Liam Doran (GB), Anton Marklund (Sd) und Kevin Hansen (Sd) qualifiziert. Baumanis verkaufte sich auch im Endlauf teuer; machte nahezu keinen Fehler, bremste Doran und schließlich auch sehr spektakulär Abbring aus und holte hinter Anton Marklund, Kevin Hansen und Niclas Grönholm Platz vier. Vorerst.


 Denn dann überschlugen sich die Ereignisse. Der vermeintliche Sieger Anton Marklund wurde wegen einer nicht regelkonformen Stoßstangenhalterung disqualifiziert. Und noch bevor sich dann Kevin Hansen über seinen Sieg freuen konnte, bekam auch der wegen Auffahren auf den Vordermann eine Strafsekunde verpasst. Dadurch ist plötzlich der ursprünglich Drittplatzierte Niclas Grönholm ganz oben und der Viertplatzierte Janis Baumanis auf Platz Dritter!


STARD-Cheftechniker und Geschäftsführer Michael Sakowicz strahlt: „Es gibt eben Regeln, die eingehalten werden müssen. Für uns als Privatteam ist das erste WM-Podest ein riesiger Erfolg. Nach dem frühen Malheur ist Janis hier sehr früh unter Druck gekommen. Aber vom Speed her hat er immer mit den Besten mitgehalten. Da haben er und auch die Ingenieure sehr gute Arbeit geleistet. Im Semifinale war’s dann für alle nicht einfach. Nach dem Wolkenbruch, der eigentlich erst für den Abend angekündigt war und total überraschend gekommen ist, war es eine Lotterie für die Fahrer und die Teams. Aber Janis hat wieder gezeigt, wie gut er das Auto im Griff hat und sich auf wechselnde Bedingungen einstellen kann. Im Finale hat er sich nach einer abermals tollen Performance den dritten Platz verdient, wenngleich dieser dann natürlich auch mit etwas Glück zustande gekommen ist. Aber andererseits hat Janis auch schon sehr oft Pech gehabt.“

Janis Baumanis ist happy: „Es war nicht einfach, hier zu fahren. Aber ich habe mich von Lauf zu Lauf gesteigert und bin jetzt überglücklich mit dem Erfolg. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man dem Team, das immer für einen da ist, so einiges zurückgeben kann.“



Janis Baumanis stürmte zum ersten  WM-Podium für das Team von Manfred Stohl, für STARD.Janis Baumanis stürmte zum ersten WM-Podium für das Team von Manfred Stohl, für STARD.
Beim Reifenwechsel machten die STARD-Leute alles richtig. Und so führte der Beim Reifenwechsel machten die STARD-Leute alles richtig. Und so führte der "Highway in Hell" auf einen Podiumsplatz.
Janis Baumanis bei der Besprechung mit STARS-Geschäfsführer Michael Sakowicz vor dem Finale in Norwegen.Janis Baumanis bei der Besprechung mit STARS-Geschäfsführer Michael Sakowicz vor dem Finale in Norwegen.
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