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RENAULT F1 2019

Ricciardos neues Model(l)

Der erste Renault für Ex-Red-Bull-Sympathieträger Dani Ricciardo ist da! Und man könnte von einer echten Schönheit sprechen, die in der WM 2019 die Stars von Mercedes, Ferrari und Red Bull jagen soll. Acht Fakten zum Formel-1-Team von Pionier Renault.
Es war der spektakulärste Fahrer-Transfer 2018/19.
Dani Ricciardo, quasi der Prototyp des Red-Bull-Sportlers, wechselte für alle unerwartet von Red Bull Racing zu Renault.

Nun kennen wir sein neues Büro.

Renault hat den neuen Renault R. S. 19 präsentiert - sicher eines der schönsten Autos der Saison. Aber wird es auch schnell genug für den ersten Podiums-Besuch?

Acht kurze und knackige Fakten zu Renault 2019.

1. Ricciardo und Hülkenberg sind gute Freunde.
Da beide in Monte Carlo leben, treffen sie sich seit Jahren immer wieder, vor allem auch zum Tennis.

2. Ricciardo soll Hülkenberg (noch) schneller machen.
Obwohl der Deutsche seit Jahren seine Teamkollegen klar in Griff hat, glauben erstaunlich viele bei Renault, dass er mehr gefordert werden muss und einen Rivalen im Team braucht, der das letzte Tausendstel aus ihm herauskitzelt. Vermutung bei Renault: obwohl man nur einen Fahrer getauscht hat, hat man nun zwei bessere.

3. Renault hat eine bewegte Geschichte - in zwei verschiedenen Linien.
Renault ist eines der wichtigsten Werke in der Historie der Formel 1 - revolutionierten die Franzosen doch mit dem Turbo-Antrieb 1977 den Grand Prix Sport. Das jetzige Team in Enstone (England), mit dem Renault 2005 und 2006 mit Alonso jeweils den WM-Titel holte, hat aber eine eigene Story-Line. Dieses Team begann eigentlich 1980 als Toleman-Team (das war ein Formel-2-Team, das aufstieg) und mit Piloten wie Derek Warwick, Brian Henton und Bruno Giacomelli. 1986 wurde aus Toleman Benetton - und dank Gerhard Berger (Mexiko 1986) ein Siegerteam. 1997-2000 fuhr hier Alex Wurz, dann wurde es zum Renault-Team, später zu Lotus und seit 2015 ist die Fabrik in Enstone wieder im Besitz von Renault.

4. Drei Jahre lang hat man nun massiv in die Standorte in Enstone und in Viry-Chatillon investiert, in eine deutlich verbesserte Infrastruktur und in Dutzende neue Ingenieure. Der Optimismus steigt: "Wir hatten den besten Winter seit unserer Rückkehr", schwärmen die Bosse im Einklang.

5. Auch der Motor, in den Hybrid-Jahren kein Imageträger für Renault, davor aber mit Red Bull Serienweltmeister, soll kräftig zugelegt haben. Kolportiert werden: 45 PS im Quali-Modus, 25 PS im Rennbetrieb. Das behauptet wohl der neue Prüfstand. Man wird sehen, was das im Verhältnis zu Mercedes, Ferrari und Honda wert ist.

6. Renault hat einen direkten Gegner, der auch eine Messlatte ist.
Bei weitem nicht alles lief für Renault 2018 wie gewünscht (vor allem in der Saisonmitte), eines aber macht die Mitarbeiter stolz: McLaren war mit dem gleichen Antrieb meist klar hinter dem Team aus Enstone - und dabei glauben die dort noch immer, zu den besten Auto-Bauern der Formel 1 zu gehören.

7. Immer noch hat Renault ca. 200 Mitarbeiter weniger als Ferrari und Mercedes.
Und das trotz permanenter Aufrüstung. In Viry sind 450 mit dem Antrieb beschäftigt, in Enstone hält man bei einem Personalstand von 750.

8. Bei Renault geht es bergauf.
Statistisch ist das Team auf dem besten Weg. Die Platzierungen in der Team-WM? Neunter, Sechster und Vierter. Also müsste man nun Erster oder Zweiter werden? Nein, das ist unmöglich, weiß Teamchef Abiteboul: "Wir sind derzeit um 1,5 Prozent hinter den Top-Teams, diesen Rückstand wollen wir halbieren. Dann sollte es auch nie mehr vorkommen, dass wir überrundet werden."

Dani Ricciardo: der neue starke Mann bei Renault.Dani Ricciardo: der neue starke Mann bei Renault.
Nico Hülkenberg: der Leistungsträger seit Jahren.Nico Hülkenberg: der Leistungsträger seit Jahren.
Die neue Seitenkastenform ist die erste Auffälligkeit beim neuen Renault, dem R.S.19.Die neue Seitenkastenform ist die erste Auffälligkeit beim neuen Renault, dem R.S.19.
Die ersten Blicken auf den neuen....Die ersten Blicken auf den neuen....
...Renault R.S. 19....Renault R.S. 19.
Gerald Enzinger mit Renaults Pionier-Turboauto der 1970er.Gerald Enzinger mit Renaults Pionier-Turboauto der 1970er.
Cyril Abiteboul muss als Teamchef näher an die Top-3 ran.Cyril Abiteboul muss als Teamchef näher an die Top-3 ran.
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