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ERSTER TEST: OPEL MOKKA X (2016)

Macht Opels kleines SUV Sinn?

Rund 4000 Österreicher entscheiden sich jedes Jahr für den Mokka. Tendenz steigend. Jetzt hat Opel seinen SUV-Bestseller überarbeitet. Geht die Erfolgsgeschichte weiter?
Ist das ein komplett neuer Mokka?
Nein, Opel hat den Mokka vier Jahre nach dem Start aber grundlegend überarbeitet.
 
Warum sagt man jetzt Mokka X statt Mokka?
Künftig tragen alle Modelle mit Crossover-Design bei Opel ein X im Namen. Aber nicht täuschen lassen, das heißt noch lange nicht, dass Allrad serienmäßig ist. Der 4x4-Antrieb kostet Aufpreis, ist für die Kunden aber auch nicht mehr so wichtig: Zwei von drei Mokka haben in Österreich Frontantrieb.
 
In welche Klasse ist das kleine SUV einzuordnen? Wer sind die stärksten Gegner?
Für ein SUV ist der Mokka zwar nicht sonderlich groß, mit 4,27 Metern Länge entspricht er aber ziemlich genau dem Längenmaß der Golf-Klasse – ist also ein erwachsenes Auto. Beim Verkauf führt Opels das Segment mit dem Mokka eindeutig an, auch im Opel-internen Ranking kommt er Corsa und Astra inzwischen schon nahe. Mit dem Seat Ateca gibt es seit heuer freilich einen sehr starken Konkurrenten, weiter Gegner sind Mazda CX-3, Skoda Yeti, Fiat 500X, Nissan Juke, Suzuki Vitara und Jeep Renegade. VW glänzt in dieser Klasse weiter durch Abwesenheit.
 
In welchem Bereich hat Opel am meisten geändert?
Eindeutig im Innenraum, der nun deutlich aufgeräumter und hochwertiger wirkt: weniger Knöpfe, schöne neue Armaturen, angenehme Materialien. Optisch und inhaltlich wichtigste Änderung ist aber das Multimediasystem. Die etwas merkwürdige Hutze und die veraltete Graphik haben sich erledigt, jetzt brilliert der Mokka mit einem edlen designten Touchscreen der neuesten Generation.

Was kann das neue Multimediasystem? 
Graphik und Bedienung sind jetzt sehr modern und weisen deutliche Parallelen zu Smartphones auf. Zudem können über Apple Carplay oder Android Auto auch Teile der Handy-Benutzeroberfläche auf das Display gespiegelt werden, wodurch man sich zum Beispiel während der Fahrt Textnachrichten vorlesen lassen oder diese diktieren kann.
Durch den optionalen Opel OnStar-Dienst bekommt man bei Pannen auf Knopfdruck eine Diagnose, auch Unfall-Nothilfe oder Ortung bei Diebstahl sind möglich. Datenschutzbedenken wegen der SIM-Karte im Auto? Leider zu spät, die ist aber 2018 sowieso bei allen Neuwagen Pflicht.
Der 152 PS starke Benziner mit Allradantrieb und 6-Stufen-Automatik ist eine neue Kombination für den Mokka.Der 152 PS starke Benziner mit Allradantrieb und 6-Stufen-Automatik ist eine neue Kombination für den Mokka.
Am meisten hat sich im Innenraum geändert: aufgeräumter, hochwertiger und mit modernem Multimedia-Gerät bestückt.Am meisten hat sich im Innenraum geändert: aufgeräumter, hochwertiger und mit modernem Multimedia-Gerät bestückt.

Lohnt sich der Aufpreis für das größere Multimediasystem?
Schon die Basisversion „R 4.0 IntelliLink“ mit 7-Zoll-Display kann sehr, sehr viel – und durch die Smarthone-Einbindung ist auch keine eingebaute Navigation mehr nötig, zumindest solange man im Inland unterwegs ist und eine Daten-Flatrate hat. Wer öfter ins Ausland fährt, sollte das „Navi 900 IntelliLink“ mit 8-Zoll-Dispaly, integrierter Navigation und einigen Zusatzfunktionen ins Auge fassen (kostet 1000 Euro Aufpreis bzw. im Paket mit dem adaptiven LED-Kurvenlicht und Sitz-/Lenkradheizung 1.800 Euro).
 
Wie viel hat sich beim Außendesign getan? Erkennt man den neuen Mokka sofort?
Eindeutig ja, mit dem neuen Opel-Markengesicht und den vorne wie hinten viel moderneren Lichtern erkennt man den 2016er-Jahrgang sofort. Ein gelungenes Rundum-Lifting.
 
Hat Opel auch technisch nachgelegt?
Neu sind tolle Technologien aus höheren Klassen wie das Adaptive Fahrlicht AFL mit LED-Technologie, dass sich durch seine neun Modi an unterschiedlichste Bedingungen anpasst. Auch die Frontkamera mit zusätzlichen Funktionen für Fernlicht-, Verkehrsschild- und Spurassistent, sowie Abstands- und Frontkollisionswarner ist modernste Ware. Weitgehend unverändert sind dagegen die Motorenpalette mit einer Leistungspanne von 110 bis 152 PS und die Fahrwerkstechnik.
 
Wären da technische Änderungen nötig gewesen?
Nein, das Mokka-Fahrgefühl ist gut. Ausgewogene Fahrwerksabstimmung, angenehme Lenkung, nicht zu hohe Innengeräusche.
 
Welche Motoren haben wir probiert?
Den 152 PS starken 1,4-Liter-Turbo-Benziner mit Allradantrieb und 6-Stufenautomatik – eine neue Kombination für den Mokka und eine sehr sportliche Wahl mit mehr als souveränen Fahrleistungen. Dass allerdings schon mal gute acht Liter Durchschnittsverbrauch zusammenkommen, ist ein anderes Thema. Eine Alternative mit spürbar niedrigerem Verbrauch (zu erwarten sind fünf bis sechs Liter im Schnitt) ist der 136 PS starke Diesel– leise und sehr angenehme Leistungsentfaltung! Da muss man sich allerdings zwischen Automatik und Diesel entscheiden, die Kombination von beidem gibt es mit Diesel nicht.
 
Was muss man noch wissen?
Österreich-Start im Oktober, die Preispalette reicht von 19.590 Euro bis 28.190 Euro.


Und – macht der Mokka nun Sinn?
Ja, wenn man ein kleines SUV will, denn im Konkurrenzvergleich ist der Mokka gut unterwegs. Nein, wenn man rein die Fakten anschaut, da ist ein normaler Kompakter wie der Astra unterm Strich vernünftiger. Aber das gilt nicht nur für den Mokka, sondern für alle kleinen SUV.

Bildergalerie: Opel Mokka X (2016)

 
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