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SITZPROBE: SKODA KAROQ

Landet Skoda den nächsten Volltreffer?

Während man auf den Kodiaq wegen der hohen Nachfrage schon ein Jahr warten muss, bereitet sich sein kleiner SUV-Bruder auf den Start vor. Auch der Karoq scheint ein Volltreffer zu sein, besonders in einem Bereich hebt er sich stark von der Konkurrenz ab. Einen ganz lästigen Gegner hat er allerdings. Sitzprobe, Videos und die ersten Infos zu Österreich-Start, Motoren, Preisen – live von der Weltpremiere.

Skoda scheint sich im Eiltempo zur SUV-Marke zu entwickeln?
Könnte man so sagen. Der im Vorjahr lancierte Kodiaq ist nach Punkten praktisch unschlagbar und für diese Performance eigentlich zu günstig – inzwischen muss man in Österreich wegen der hohen Nachfrage ein Jahr auf sein Auto warten. Jetzt kommt mit dem Karoq der kleine Bruder, ein klassisches Kompakt-SUV. Und in zwei Jahren folgt ein drittes, noch kompakteres SUV.


Ist der Karoq der Yeti-Nachfolger?
Eigentlich ja, denn der Yeti läuft nun aus. Allerdings ist der Karoq rund 20 Zentimeter länger als der Yeti, ein weiteres SUV genau in der Größe des Yeti bringt Skoda in zwei Jahren.


Warum wurde der Name Yeti aufgegeben?
Yeti ist in China ein Schimpfwort und der chinesische Markt ist inzwischen der wichtigste für Skoda – jedes vierte Auto wird dort verkauft. Außerdem passt Karoq – eine akustische Mischung aus „Car“ und „Rock“ klangtechnich besser zu großen Bruder Kodiaq.

Wie eng ist die Verwandtschaft des Skoda Karoq mit dem Seat Ateca?
Technisch sehr eng, beide Fahrzeuge laufen auch vom selben Produktionsband in Tschechien. Optisch erinnert die Seitenlinie etwas an den Ateca (die Türen beider Fahrzeuge sind ident) – Front, Heck und Innenraum des Karoq sind aber vollkommen eigenständig.
 
Ein lästiger Gegner dürfte der Ateca für den Karoq aber sein, nicht zuletzt preislich…
Ja, denn während Skoda mit dem Kodiaq-Preis die Konkurrenz schockte, tanzt eine Klasse tiefer Seat aus der Reihe: Der Ateca startet knapp unter 20.000 Euro, da wird der Karoq darüber liegen, allerdings auch mehr Ausstattung haben. Noch ist preislich nichts fixiert, unter 22.000 wird der Karoq aber ziemlich sicher loslegen.

Was ist bei der ersten Live-Begegnung mit dem Karoq aufgefallen?
Zunächst das bullige Design an der Front, Skoda-Chefdesigner Karl Neuhold, ein Steirer übrigens, hat dem Kodiaq einen robuste Ausstrahlung gegeben. Das Heck mit spektakulären Scheinwerfern ist ihm besonders gut gelungen. Früher oft eine Problemzone, wird das Heck speziell bei den Kompakt-SUV nun immer öfter zur Schokoladenseite – siehe auch Peugeot 3008.
Form und Funktion: Fesches Heck, dahinter verbergen sich dank Van-artigem Sitzsystem bis zu 1810 Liter Ladevolumen.Form und Funktion: Fesches Heck, dahinter verbergen sich dank Van-artigem Sitzsystem bis zu 1810 Liter Ladevolumen.
Nehmen wir Platz. Wie fühlt sich der Innenraum qualitativ an?
Jedenfalls deutlich anders als sich ein Skoda-Innenraum vor zehn oder auch fünf Jahren angefühlt hat. Die Tschechen sind hier inzwischen am Niveau von Volkswagen, das bei der Innenraum-Qualität seinerseits viele Konkurrenten hinter sich lässt. Weit weg von einem Audi ist das alles nicht.
 
Wie gut ist der Karoq bei Multimedia und Digitalisierung aufgestellt?
Die vom Tiguan bekannten, volldigitalen Armaturen gibt es auch im Karoq, sie sind individuell konfigurierbar und können zum Beispiel über die gesamte Armaturen-Fläche die Navi-Karte darstellen. Auch der mittige Touchscreen ist in Größe und Bedienbarkeit voll auf Höhe der (Smartphone-)Zeit. Schade nur, dass es keinen Dreh-Drück-Controller zusätzlich gibt, das wäre für die Bedienung während der Fahrt angenehm. Online-Dienste mit Nachrichten, Wetterinfos usw, wie sie zum Beispiel BMW schon lange anbietet, gibt es nun auch bei Skoda. Apple Carplay und Android Auto sind ebenfalls an Bord. Extrem Praktisch: In jeden einzelnen Schlüssel kann man bis zu 200 persönliche Einstellungen programmieren, von der Musik über die Temperatur bis zur Sitzposition.
 
Wie schaut es mit den Platzverhältnissen aus?
Das ist wohl der Bereich, in dem sich der Karoq am stärksten von der Konkurrenz abhebt. Durch sein Vario Flex System kann man die Sitze der zweiten Reihe nicht nur umklappen wie bei jedem anderen SUV, sondern zusätzlich auch einzeln verschieben, aufstellen und sogar vollkommen ausbauen. Bei den Kunden gelten SUV’s schon lange als die neuen Vans – und Skoda reagiert jetzt auch sitztechnisch darauf. So ein vielseitiges Sitzsystem haben nur sehr wenige Autos, auch nicht der größere Skoda Kodiaq.
Wie wirkt sich Vario Flex auf das Kofferraumvolumen aus?
Der Basiskofferraum des Karoq fasst 521 Liter, durch Vario Flex sind es je nach Sitzstellung 479 bis 588 Liter. Das maximale Ladevolumen wiederum wächst durch die ausbaubaren Sitze von 1630 Liter auf 1810 Liter.

Was ist fahrtechnisch vom Karoq zu erwarten?
Nichts spricht gegen eine hervorragende Vorstellung. Der technisch eng verwandte Seat Ateca ist ein wirklich exzellentes Auto und zeigt wohin die Reise fahrtechnisch geht, bei Skoda ist dann mit etwas softerer Abstimmung als beim sportiv ausgelegten Spanier zu rechnen.
 
Welche Antriebsvariante soll man kaufen?
Wenn man akustisch nicht pingelig und den Dreizylinder-Klang toleriert, empfiehlt sich durchaus der preislich attraktive 1,0 TSI, leistungsmäßig hat er keine Probleme. Der neue 1,5 TSI mit 150 PS ist die souveräne Wahl. Vielfahrer greifen weiter zum Diesel, den es mit 115, 150 und 190 PS gibt, die vernünftigste Wahl ist da sicher die mittlere Variante. Allrad und DSG-Automatik gibt es optional.

Wann ist der Koaroq-Verkaufsstart in Österreich und wie verhindere ich, dass ich auf mein neues Auto so lange warten muss wie es jetzt beim Kodiaq der Fall ist?
Die ersten Karoq kommen im Oktober auf Österreichs Straßen. Wer Wartezeiten vermeiden will, kann ab Juli/August vorbestellen.
Skoda-Chefdesigner Karl Neuhold, ein Steirer übrigens, hat dem Kodiaq einen robuste Ausstrahlung gegeben.Skoda-Chefdesigner Karl Neuhold, ein Steirer übrigens, hat dem Kodiaq einen robuste Ausstrahlung gegeben.
Das Heck mit spektakulären Scheinwerfern ist ihm besonders gut gelungen.Das Heck mit spektakulären Scheinwerfern ist ihm besonders gut gelungen.
SKODA KAROQ (2017): TECHNISCHE DATEN
 
Skoda Karoq 1.0 TSI
Leistung: 85 kW (115 PS)
Maximales Drehmoment: 175 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 187 km/h
Sprint von 0 auf 100 km/h: 10,6 s
Verbrauch: 5,3 l/100 km.
 
Skoda Karoq 1.5 TSI
Leistung: 110 kW (150 PS)
Maximales Drehmoment: 250 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h
Sprint von 0 auf 100 km/h: 8,4 s
Verbrauch: 5,1 l/100 km.
 
Skoda Karoq 1.6 TDI
Leistung: 85 kW (115 PS)
Maximales Drehmoment: 250 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 188 km/h
Sprint von 0 auf 100 km/h: 10,7 s
Verbrauch: 4,5 l/100 km.
 
Skoda Karoq 2.0 TDI
Leistung: 140 kW (150 PS)
Maximales Drehmoment: 340 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 207 km/h
Sprint von 0 auf 100 km/h: 8,9 s
Verbrauch: 4,4 l/100 km.
 
Skoda Karoq 2.0 TDI
Leistung: 140 kW (190 PS)
Maximales Drehmoment: 400 Nm
Höchstgeschwindigkeit: 211 km/h
Sprint von 0 auf 100 km/h: 7,8 s
Verbrauch: 5,3 l/100 km.
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