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PREMIERE: VOLVO CONCEPTCARS

Wird dieser Schwede bald dem Evoque gefährlich?

Bei Volvo zeigt die Formkurve nach oben. Jetzt streben die Schweden in der Kompaktklasse einen radikalen Neustart an. Die ersten Autos sind bald fertig…
Wie geht’s Volvo eigentlich?
Immer besser. Zu Ford-Zeiten noch ein großer Sanierungsfall, entwickeln sich die Schweden unter dem neuen Eigentümer prächtig.

Was haben die neuen Eigentümer besser gemacht als Ford?
Der chinesische Geely-Konzern hat Volvo 2010 übernommen und lässt den schwedischen Ingenieuren und Designer seither weitgehend freie Hand. Das Ergebnis sind gute neue Autos (XC90, S90, V90) und steigende Absatzzahlen (über 500.000 Autos im Jahr 2015). Die Situation erinnert an Jaguar Land Rover, wo es seit der Übernahme durch den indischen Tata-Konzern ebenfalls steil nach oben geht.
 
Wo sind eigentlich die größten Volvo-Fans zuhause?
Größter Markt ist aktuell China (16 Prozent) vor Schweden und den USA (je 14 Prozent) sowie Großbritannien (9 Prozent). Bei uns beträgt der Marktanteil rund 1,2 Prozent, die Österreicher kaufen zwischen 3000 und 4000 neue Volvo pro Jahr.
 
Was haben die Schweden jetzt vor?
Sie streben einen radikalen Neustart in der Kompaktklasse an. Dafür wurde die neue CMA-Plattform (Compact Modular Architecture) entwickelt, auf der die künftigen Modelle der 40er-Baureihe basieren werden.

Wie modern ist die neue Plattform?
Sehr modern, das Konzept gleicht dem modularen Querbaukasten von VW: Die vorderen und hinteren Überhänge können ebenso variiert werden wie der Radstand. Mit normalen Verbrennungsmotoren, Hybrid- und Elektroantrieb sind alle wichtigen Antriebsvarianten möglich, auch zwischen Front- und Allradantrieb kann man wählen.

Volvos Zukunft: Wird dieser Schwede bald dem Evoque gefährlich?

Volvo strebt einen radikalen Neustart in der Kompaktklasse an. Dafür wurde die neue CMA-Plattform (Compact Modular Architecture) entwickelt, auf der die künftigen Modelle der 40er-Baureihe basieren werden. 
Volvo hat immer noch kein Kompakt-SUV. Ändert sich das jetzt?
Ja, und zwar bald. Das erste Serienmodell auf Basis der neuen Plattform wird der XC40 sein – ein kompaktes SUV, das Ende 2017 an den Start geht. Die Studie 40.1 kündigt das neue Modell jetzt an.

Wir das Serienfahrzeug wirklich so fesch wie die 40.1-Studie?
Die Designsprache der Studie ist schon ziemlich seriennah. Volvo hat mit dem XC40 den Range Rover Evoque im Visier – und mit dieser Linienführung wird man dem Design-Hero des kompakten Segments durchaus gefährlich werden können, soviel ist klar. Natürlich wollen die Schweden auch bei anderen Bestsellern wie VW Tiguan oder BMW X1 wildern.

Limousine? Coupé? SUV-Coupé? Was will uns Volvo mit dem zweiten Conceptcar – der 40.2-Studie – eigentlich sagen?
Klar ist: Der 40.2 kündigt den S40 an, die Neuauflage der kompakten Limousine wird zusammen mit der Kombiversion im Jahr 2019 erwartet. Was aber auffällt: Das Heck ist dynamisch im Stil eines Coupés geformt und die Karosserie ist höhergelegt. Für die Serie sind daher zwei weitere Varianten denkbar: Ein kompaktes Coupé wie es BMW in der 2er-Reihe realisiert hat und ein SUV-Coupé, wie es BMW X4 und Mercedes GLC eine Klasse höher vormachen.

Welche Antriebe kommen in die Serienmodelle?
Drei- und Vierzylindermotoren aus der neuen Motorenfamilie. Konkret ist auch ein Dreizylinder-Hybrid mit Sieben-Gang-Automatik. Und es wird fix ein Elektroauto kommen, Volvo strebt mit ihm 350 Kilometer Reichweite an.

Ein letztes Wort noch?
Freuen dürfen sich auch Multimedia-Fans, das moderne Infotainment-System mit großem Bildschirm nimmt Volvo von seiner Oberklasse in die Kompaktmodelle mit.
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