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WINTERTEST: VW T-ROC

Wolfsburger Schneehase

Bei VW haben sie einen neuen Star: Der T-Roc könnte sogar Tiguan und Golf den Rang ablaufen. Wie winterfit ist das kompakte SUV eigentlich? Der Allrad-Test.
Was macht den T-Roc zum neuen Star im VW-Ensemble?
Er ist ähnlich groß wie ein Golf, liegt auch preislich am selben Niveau, bringt aber zusätzlich den SUV-Bonus mit. Auch als Nachfolger der ersten Tiguan-Generation geht der T-Roc durch, weil ja der Tiguan II deutlich größer geworden ist.

Welches technische Paket hat VW für den T-Roc geschnürt?
Die MQB-Plattform inklusiv Achsen, Spurweite und Radstand entspricht ohne große Abweichungen dem Audi Q2.
 
Welche Allradvarianten gibt es? Und wie schaut es da preisliche aus?
Allrad gibt es derzeit nur in Verbindung mit dem 150 PS starken TDI, dazu wahlweise 6-Gang-Handschalter oder 7-Gang-Automatik (DSG). Der 4Motion-Einstiegspreis liegt folglich auch bei stolzen 31.520 Euro, also zehn Euro-Tausender über dem günstigsten T-Roc (TSI mit 115 PS).
 
Welches Allradsystem verwendet der T-Roc? Wie funktioniert es?
4Motion basiert im T-Roc auf der fünften Generation des Haldex-Systems. In der Regel fließt die Kraft zu den Vorderrädern, sobald dort Grip fehlt, schalten sich die Hinterräder zu. Durch Umverteilung in Millisekunden sind Traktionsverluste fast ausgeschlossen. Neben der Längssperre per Haldexkupplung wird über die (ESP-)Elektronik auch innerhalb der Achse reguliert.
Hat einen prominenten Bruder: Plattform und Allradsystem teilt sich der T-Roc mit dem Audi Q2.Hat einen prominenten Bruder: Plattform und Allradsystem teilt sich der T-Roc mit dem Audi Q2.
Welchen Eindruck hat der Allrad-T-Roc im Schneetest hinterlassen?
Einen exzellenten Eindruck. Wir haben zunächst im Fahrprogrammschalter auf „Snow“ geschalten. Was sich wie eine Spielerei anhört, zeigt tatsächlich Wirkung: Im Snow-Modus bremst das ESP den T-Roc etwas stärker ein, macht ihn quasi vorsichtig. Diese Abstimmung haben die VW-Ingenieure perfekt hinbekommen, das Bremsen verhindert sowohl beim Einlenken als auch beim Beschleunigen das lästige Untersteuern. Statt geradeaus zu schieben, hält der T-Roc wunderbar die Spur und pflügt auf der Schnee- und Eisfahrbahn sehr flott durch die Kurven. Dass die gute Vorstellung nicht nur an der Elektronik liegt, merkt man im Normalmodus: Auch mit mehr Schlupf schlägt der T-Roc kontrollierte Hacken wie ein Schneehase – besser kann man den winterlichen Slalom nicht fahren.

Wie schaut es bei etwas tieferem Schnee oder Steigungen aus?
Da hilft das Offroad-Programm, eine weitere Einstellmöglichkeit am Fahrprogrammschalter. Jetzt werden die Bremseingriffe minimiert, um sich dynamisch durchpflügen zu können – das gelingt: Mit leichtem Heckschwenks, die das ESP aber sogleich wieder einfängt, geht es flott aufwärts, selbst wenn der Schnee mal nicht so fest ist oder sogar Eisplatten durchkommen.
 
Wann stößt das T-Roc-Allradsystem an seine Grenzen?
Im Tiefschnee, denn Untersetzung gibt gleich wie bei den anderen SUV auch im T-Roc keine – zu selten (in den allermeiste Fällen nie) kommen die Kunden in entsprechende Situationen. Mehrgewicht und Mehrpreis stünden in keiner Relation.
 
Das Allrad-Fazit?
Auch wenn die Allradversion nicht wirklich preiswert ist und der Kofferraum durch die Technik etwas dezimiert wird (392 statt 445 Liter) – wer öfter winterlich unterwegs ist, bekommt mit dem T-Roc 4Motion ein wirklich feines Schneeauto: Kontrolliert in glatten Kurven, entschlossen am Berg. VW verwendet gute Allrad-Hardware und hat vor allem exzellent abgestimmt!
Günstig ist er nicht, aber ein Schneehase: Der T-Roc 4Motion hält die Spur und pflügt auf der Schnee- und Eisfahrbahn flott durch die Kurven.Günstig ist er nicht, aber ein Schneehase: Der T-Roc 4Motion hält die Spur und pflügt auf der Schnee- und Eisfahrbahn flott durch die Kurven.
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