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DS-STARS SAM BIRD & ALEX LYNN

DS-STARS SAM BIRD & ALEX LYNN

Wie lebt es sich als Formel-E-Pilot?

Sam Bird und Alex Lynn haben bei DS Virgin zwei der begehrtesten Piloten-Sitze der Formel E. Im Interview mit motorprofis.at sprechen die beiden Engländer über die Rennserie, die viele elektrisiert - und vor allem in den Städten Zukunft hat.
Sie sind zwei junge Männer, die in die Zukunft sehen können. Die Titel-Fighter Sam Bird und Alex Lynn haben sich bei DS Virgin einen Fixplatz in der futuristischen Formel E gesichert. Im motorprofis.at-Interview sagen sie, wie es sich anfühlt, in einigen der schönsten Städte der Welt zu arbeiten - und das im Rennauto.
 
Sam, es ist eine Freude, Dir heuer zuzusehen: Du bist einer der besten Piloten der Formel-E-Saison und hast immer noch die Chance, Jean-Eric Vergne zu überholen und Meister 2017/18 zu werden!
Sam Bird: Um ehrlich zu sein: Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir eine derart starke Saison haben würden und das ich heute da stehe, wo ich bin. Eigentlich hatte ich das eine oder andere Problem befürchtet, als wir vor der Season 4 standen. Doch das ganze Team von DS Virgin hat tolle Arbeit geleistet und wir haben uns in vielen Bereichen dem Maximum angenähert.
 
Wie siehst du die Chancen jetzt?
Sam Bird: Ich habe nur einen Job: das beste zu bringen, das in mir steckt. Das letzte Rennen der Saison wird in New York stattfinden und wenn wir es schaffen, bis dahin in Schlagdistanz zum Führenden zu bleiben, dann ist alles drin. Du weisst: Wir waren in New York sehr, sehr stark im letzten Jahr und können dementsprechend selbstbewusst in diese beiden Rennen gehen. Aber vergessen wir nicht: Davor gibt es noch andere und wichtigse Destinationen: Berlin und Zürich.
 
Die gute Nachricht: Berlin ist eine Millionen-Stadt.
Sam Bird: (lacht).. Ja, genau! Es ist wirklich interessant zu sehen, wie wohl wir uns bei DS Virgin fühlen, wenn es in die Metropolen der Welt geht. Wir haben zwei Mal in New York gewonnen, in London, in Buenos Aires, in Hongkong. Scheinbar passt das immer ganz gut zusammen – DS und grosse Städte.
DS-Pilot Sam Bird, früher in der Formel 1 Testfahrer bei Mercedes GP, war einer der ersten Piloten, die sich für die Formel E entschieden haben. Er hat schon sechs Rennen gewonnen. So nebenbei ist er auch noch WEC-Weltmeister.DS-Pilot Sam Bird, früher in der Formel 1 Testfahrer bei Mercedes GP, war einer der ersten Piloten, die sich für die Formel E entschieden haben. Er hat schon sechs Rennen gewonnen. So nebenbei ist er auch noch WEC-Weltmeister.
In Rom bewies DS-Pilot Sam Bird einmal mehr seine Vorliebe für Millionen-Städte. Das Finale findet übrigens im Juli in New York statt, wo er 2017 beide Läufe gewinnen konnte.In Rom bewies DS-Pilot Sam Bird einmal mehr seine Vorliebe für Millionen-Städte. Das Finale findet übrigens im Juli in New York statt, wo er 2017 beide Läufe gewinnen konnte.
Alex Lynn, Du bist noch nicht so lange in der Formel E wie Sam. Was hat dich in dieser Serie bislang am meisten überrascht?
Alex Lynn: Ich weiss nicht, ob man „überrascht“ sagen kann – aber ich bin sehr beeindruckt von der Qualität, die Dichte ist enorm hoch. Viele Strecken sind neu für mich, es läuft nicht überall gleich gut – Rom war etwa sicher nicht das, was ich mit erwartet hätte. Ich kann oft meinen Speed zeigen, komme meist in die Super-Pole – aber im Rennen dann alle Dinge so zusammenzubekommen, wie man es will, ist wieder was völlig anderes. Deshalb kann ich mit der Punkte-Ausbeute noch nicht zufrieden sein.
 
Sam, Du dagegen bist ein Veteran in der Formel E. Ein absoluter Pionier.
Sam Bird: Das kann man sagen! Ich habe mich als einer der ersten Piloten, für diese Serie entschieden. Als ich unterschrieben habe, hatte ich noch nie ein Formel-E-Auto gefahren – ja, kein einziges der heutigen Autos war gebaut an dem Tag. Es ist aufregend zu erleben, wie die Serie immer besser wird, und die Stärken immer besser ausspielen kann. Und nun kommen immer mehr große Marken dazu und geben der Meisterschaft ein besonderes Standing. Es ist alles dichter geworden, die ganze Serie hat mehr Tiefe.
 
Was auffällt: Ihr beiden DS-Piloten fährt parallel auch sehr erfolgreich Langstreckenrennen. Etwas, dass man sehr oft bei Formel-E-Fahrern sieht: Buemi, Lotterer, Vergne und viele andere machen das so. Ist das Zufall, Logik oder nur eine Folge der gut kombinierbaren Rennkalender?
Sam Bird: Wahrscheinlich ein bisschen von allen Argumenten, die du angeführt hast. Wobei der Kalender natürlich essentiell ist: Wenn es zu viele Überschneidungen gibt, wäre es nicht möglich, WEC und Formel E parallel zu bestreiten. Aber die Serien ergänzen sich auch gut – sowohl in dem was sich ähnelt, also auch in den Unterschieden.
Alex Lynn: Auf alle Fälle ist das eine eine gute Schule für das andere. Wobei man die Unterschiede auch nicht überschätzen sollte. Wir fahren seit unserer Kindheit Rennen und das Grundsätzliche ist immer gleich: du musst gut mit deinem Team harmonieren, das Auto entwickeln für die jeweiligen Strecken und Bedingungen, und im entscheidenden Moment die Leistung abrufen können. Sobald man uns ein Lenkrad gibt, kommen bei uns immer die gleichen Urinstinkte zum Tragen: Wir wollen Gas geben!
Alex Lynn hat viel Österreich-Bezug: Er war Red Bull Junior (2014), hatte aber im Kampf um das Toro-Rosso-Ticket das Nachsehen gegen Carlos Sainz.Alex Lynn hat viel Österreich-Bezug: Er war Red Bull Junior (2014), hatte aber im Kampf um das Toro-Rosso-Ticket das Nachsehen gegen Carlos Sainz.
Alex Wurz ist ein enger Freund und Förderer von Alex Lynn, neben Jobs bei DS Virgin und Aston Martin (WEC) ist der Engländer auch im Williams-F1-Team Simulatorfahrer.Alex Wurz ist ein enger Freund und Förderer von Alex Lynn, neben Jobs bei DS Virgin und Aston Martin (WEC) ist der Engländer auch im Williams-F1-Team Simulatorfahrer.
Vor allem in der Start- und in der Endphase bürgt die Formel E für packende Action – hier DS im Fight mit Jaguar.Vor allem in der Start- und in der Endphase bürgt die Formel E für packende Action – hier DS im Fight mit Jaguar.
Lynn und Bird im Dienstwagen. Mit dem DS 7 Crossback greift die Premiummarke aus dem PSA-Konzern an. Pariser Raffinesse und Luxus sind die Spezialitäten des Hauses – und natürlich die Elektrifizierung, die für künftige Fahrzeuge fix beschlossen ist.Lynn und Bird im Dienstwagen. Mit dem DS 7 Crossback greift die Premiummarke aus dem PSA-Konzern an. Pariser Raffinesse und Luxus sind die Spezialitäten des Hauses – und natürlich die Elektrifizierung, die für künftige Fahrzeuge fix beschlossen ist.
Diesmal können wir das Doppel-Interview nicht Diesmal können wir das Doppel-Interview nicht "Benzin"-Talk nennen: Gerald Enzinger im Gespräch mit den DS-Virgin-Piloten Sam Bird und Alex Lynn.
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