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NEWS: JAGUAR I-PACE CONCEPT

Wie elektrisierend ist Jaguars Stromer?

Jetzt also auch Jaguar! Die Briten zeigen ihr erstes Elektroauto, das mit wenigen Abstrichen bereits 2018 in Serie gehen soll. Die Eckdaten: 400 PS, 500 Kilometer Reichweite. Was sonst noch dahinter steckt, lesen Sie hier.
Warum baut Jaguar ein Elektroauto?
Dafür gibt es mehrere gute Gründe: Zum einen dürfte der Hype um Tesla schön langsam auch Luxusmarken zum Umdenken bewegen. Zum zweiten darf man nicht vergessen, dass Jaguar auch in fernöstlichen Märkten stark ist – wo es in den Megacities in den kommenden Jahren für Verbrenner eng zu werden droht. Und nicht zuletzt will man ja auch technologische Exzellenz zeigen. Die Kassen sind ja nach den Erfolgen der letzten Jahren (vor allem mit Range Rover) prall gefüllt.

Wie wird der I-Pace positioniert?
Als Crossover-Modell, das Elemente von Sportwagen und SUV verknüpft. Im konkreten Fall sind es F-Type und F-Pace, man erkennt Designelemente von beiden Modellen, dennoch rollt mit dem I-Pace auch ein ganz eigenständiges Konzept auf den Asphalt. Gut nachvollziehbar ist das Bemühen der Designer, möglichst viel Innenraum auf – halbwegs – kompakter Grundfläche zu schaffen: Der Radstand wurde weit gestreckt, die Überhänge wurden möglichst kurz ausgeführt. Mit 4,68 Meter Länge ist der I-Pace um fünf Zentimeter kürzer als ein F-Pace, bietet aber dennoch einen 530 Liter großen Kofferraum im Heck (und 38 Liter im Bug). Das Erzielen eines niedrigen cw-Werts – 0,29 – war natürlich ebenfalls sinnvolles Ziel. Die Details machen das Elektroauto sehr edel, sehr hübsch – und zu einem echten Jaguar.

Womit können wir technisch rechnen?
Das Serienmodell soll 400 PS und ein knackiges Drehmoment von 700 Newtonmeter leisten, die Reichweite 500 Kilometer betragen. Der Antrieb erfolgt über alle vier Räder, der Sprint von 0–100 soll in rund vier Sekunden absolviert werden. Klingt sehr gut in unseren Ohren.
Völlig neue Ansichten und Aussichten für den Fahrer; die Touchscreens reagieren auch auf die Stärke der Berührung.Völlig neue Ansichten und Aussichten für den Fahrer; die Touchscreens reagieren auch auf die Stärke der Berührung.
Luftiger Sitzkomfort mit viel Glas und hellen, hochwertigen Materialien.Luftiger Sitzkomfort mit viel Glas und hellen, hochwertigen Materialien.
Auch der Innenraum sieht irgendwie anders aus ...
Richtig, Jaguar bringt einige neue Lösungen, schafft es aber, trotz vieler Elektronik-Gimmicks ein hochwertiges Ambiente zu zaubern. Ob es die Sitze so in die Serie schaffen, bleibt anzuwarten, aber das Cockpit und der edle Instrumententräger wirken bereits mehr als überzeugend. Die Touchscreens und einige Schalter sind auch so ausgelegt, dass die Stärke des Fingerdrucks unterschiedliche Funktionen ansteuert – man kennt das schon von einigen neuen Smartphone-Modellen.

Nochmals zurück zur Technik: Wie löst Jaguar das Unterbringen der Akkus?
Sehr geschickt. Um die hohe Reichweite zu ermöglichen, führt der I-Pace Lithium-Ionen-Akkus mit einer Speicherkapazität von gewaltigen 90 kWh mit sich. Dieses Batteriepaket wird in ein Aluminkum-Gehäuse verpackt, das sich fast über den gesamten Wagenboden zieht und als integrales Bauteil der Karosseriestruktur fungiert. Es wird über einen zweistufigen Flüssigkeitskreislauf gekühlt.

Und im Winter, wenn man’s warm haben will?
Dafür wählt Jaguar einen besonders schlauen Weg. Üblicherweise wird in Elektroautos Wärme für den Innenraum durch Strom erzeugt, was die Reichweite schmälert. Der I-Pace besitzt eine Wärmepumpe, wie sie heutzutage auch oft für Wohnhäuser verwendet wird. Dadurch sinkt der Strombedarf fürs Heizen deutlich, was wiederum gut für die Reichweite ist.

Noch ist der I-Pace ein Konzept. Wie geht’s nun weiter?
Die Serienversion soll in rund einem Jahr, also Ende 2017, präsentiert werden. 2018 startet der Verkauf.

Auto Bildergalerie: Jaguar I-Pace

 
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