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FORMEL-E-SAISONVORSCHAU (1): AUDI

Der Meister im Zeichen der Ringe

Zum Start der „Season 4“ in der Formel E: Die wichtigsten Teams im Check. Teil 1: Audi. Das Team von Meister Lucas di Grassi tritt ab sofort offiziell als Werksteam an.

Das Team: Audi Sport Abt Schaeffler
Die Piloten: 1 Lucas di Grassi (Brasilien) und 66 Daniel Abt (Deutschland)



Wie ist die Geschichte von Audi in der Formel E?
Die Ingolstädter zählen zu den Pionieren und zu den erfolgreichsten Teams in der 2014 gegründeten Elektro-Meisterschaft. Mit Lucas di Grassi konnten sie in der vergangenen Saison erstmals den Fahrer-Meistertitel erobern. Ab heuer startet der Rennstall erstmals als offizielles Audi-Werksteam und nicht „nur“ als Audi-Einsatzteam.


Wer fährt den Audi e-tron FE04?
Mit Nummer 1 Lucas di Grassi: Der Brasilianer gilt als der außergewöhnlichsten Piloten der Gegenwart und als Protoyp des Rennfahrers mit Horizont. Als Geschäftsführer beim „Roborace“ treibt er autonomes Fahren in einer Rennsportversion voran. Er selbst freilich ist als Rennfahrer noch unverzichtbar, vor allem aufgrund seiner großen Erfahrung  beim Umgang mit Elektro-Rennwägen: einmal Vizemeister, nun Meister. Di Grassi kennt fast alle großen Rennserien – 2010 fuhr er in der Formel 1 (bei Virgin) und von 2012 bis zum Ausstieg 2016 war er Werksfahrer von Audi in der Langstrecken-WM WEC (ein Sieg). In dieser Saison werden gleich zwei Lebens-Träume von Di Grassi wahr: Zum einen darf er mit der Nummer 1 des Meisters fahren – und zum anderen gastiert die Formel E am 17. März zum ersten Mal in seiner Heimatstadt in Sao Paulo.

Mit Nummer 66 Daniel Abt, ein klingender Nachname im Geschäft: Daniel kommt aus einer der berühmtesten Rennsport-Dynastien Deutschlands, bis eben war sein Familien-Imperium Einsatzteam des Audi-Projektes in der Formel E. Dass er auch jetzt im Werksteam und somit mit weniger Protektion den begehrten Platz behalten darf, hat mit den starken Leistungen des knapp 25-jährigen zu tun, der schon vier Mal auf das Podium eine Formel-E-Rennens fahren konnte. Seine größten Erfolge in der Karriere davor? 2012 Vizemeister in der GP3. In der WEC war eine Zeit lang Teamkollege des Österreichers Dominik Kraihamer.

Worauf muss man bei Audi heuer achten?
Auf den (neuen) Teamchef. Der Schotte Alan McNish ist nun der Projektleiter nach der offiziellen Übernahme durch Audi. Der Schotte ist vor allem im Langstreckensport eine Legende (drei Siege in Le Mans in drei verschiedenen Jahrzehnten, dazu 2011 einen grausamen Unfall nahezu unverletzt überlebt) und war in det Formel 1 neben 16 Renn-Einsätzen vor allem als Top-Testfahrer bekannt. Aber Abt-Audi hat auch einen Abgang zu verzeichnen: Technikchef Franco Chiocchetti  hat im November – eher unerwartet – gekündigt. Di Grassi auf die Frage, was heuer alles neu ist: „Der Antriebsstrang, dessen Entwicklung in der Formel E frei ist, ist komplett neu. Außerdem haben wir das Getriebe gewechselt - von drei Gängen hin zu nur noch einem Gang. Mit dem Einstieg von Audi haben wir jetzt noch bessere Möglichkeiten, vor allem was die Arbeit im Simulator betrifft. Das ist gut und notwendig. Ich bin überzeugt: Dadurch wird das Niveau im gesamten Starterfeld noch einmal steigen.“


Start der beiden Rennen in Hongkong ist am 2. und 3. Dezember jeweils um 15 Uhr Ortszeit (8 Uhr MEZ). Eurosport überträgt an beiden Tagen ab 7.45 Uhr live.


FORMEL-E-SAISONVORSCHAU (1): AUDI

Die Saison startet am Wochenende (2./3. Dezember) am 1,86 Kilometer langen Hong Kong Central Harbourfront Circuit. 
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