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FORMEL-E-SAISONVORSCHAU (5): ANDRETTI-BMW

Die Fusion zweier Giganten

Zum Start der „Season 4“ der Formel E: Die wichtigsten Teams im Check. Teil 5: Andretti-BMW. Zum letzten Mal tritt Andretti noch als Privatier an – doch schon jetzt ist das Team stark unter Einfluss der künftigen Chefs von BMW.
Das Team: Andretti-BMW
Die Piloten: 27 Kamui Kobayashi (Japan) und 28 Antonio Felix da Costa (Portugal)
 
Wie ist die Geschichte von Andretti Autosport und BMW in der Formel E?
Das Elektro-Department aus der legendären Familen-Dynastie der Andrettis (auch im Indy-Car und dem Rallycross mit Teams im Einsatz) ist ein Formel-E-Pionier. Kein Team hat so viele verschiedene Piloten auf das Podum gebracht, aber der ganz große Erfolg fehlt noch. Vielleicht ist die Fluktuation zu hoch. Eine Tradition, die man leider heute schon vor Saisonbeginn fortführt: Wenige Tage nachdem BMW-DTM-Fahrer Tom Blomqvist als neuer Pilot für diese Meisterschaft präsentiert wurde, relativierte man das gleich wieder und nannte für den Saisonauftakt den Japaner Kamui Kobayashi stattdessen als Piloten. Trotz dieser etwas chaotischen Situation ist die Zukunft hoffnungsvoll. Denn ab nächster Saison wird Andretti das Werksteam von BMW und schon heuer werden viele Ingenieure der Münchner an der Strecke mithelfen. Mit Andretti und BMW treffen sich zwei der klingendsten Namen der Motorsport-Geschichte.
 
Wer fährt den ATEC-03?
Mit der Nummer 27 Kamui Kobayashi. Wie erwähnt: Die Situation um den Piloten dieses Autos ist völlig unklar – anscheinend plant Andretti drei Piloten abwechselnd einzusetzen. Neben den beiden von BMW hinein reklamierten Werkfahrern Tom Blomqvist und Alexander Sims kommt auch Kamui Kobayashi zum Einsatz. Der Japaner wurde in der Formel 1 durch geniale Aktionen und ebenso wahnwitzige Aussetzer zum Kult, zuletzt brillierte er im wieder (vor allem im Qualifying) im LMP1-Toyota in der WEC – Weltrekordrunde in Le Mans inklusive. In der Formel E fehlt ihm aber noch jede Erfahrung.
 
Mit der Nummer 28 Antonio Felix da Costa. Antonio Maria de Mello Breyner Felix da Costa (so sein voller Name) könnte heute so weltberühmt sein wie Dani Ricciardo. Nach jahrelangen Top-Leistungen in Nachwuchsklassen als Red Bull Junior (Sieg in Macao) ging sogar das Gerücht um, der Portugiese (Mentor: Tiago Monteiro) würde direkt ohne den Umweg Toro Rosso zu Red Bull Racing upgegradet werden. Doch dann schwächelte er im entscheidenden Karriere-Moment und er flog aus dem Programm, ohne je ein Formel-1-Rennen bestritten zu haben, überholt von Überfliegern wie Max Verstappen und Daniil Kwjat. Allerdings vermittelte ihn Red Bull noch zu BMW, wo er nun Werksfahrer ist – erst in der DTM, nun im GT-Sport und eben in der Formel E.
 
Worauf muss man bei Andretti heuer achten?
Die Frage ist, ob der BMW-Einfluss schon jetzt dazu führt, dass die Autos schneller und die Leistungen konstanter werden. "Die vergangene Saison war sehr enttäuschend", gibt BMW-Werkspilot Antonio Felix da Costa offen zu. "Wir wollen aus dieser schlechten Position heraus, aber wir müssen dabei auch realistisch bleiben. Die Vorbereitung auf die neue Saison war nicht ganz einfach", meint der Portugiese. Im Lager von Andretti gab es bei den Tests mehrfach technische Gebrechen am Antrieb. Deshalb wurde nun vermehr Hilfe von BMW benötigt. Die Münchner werden mit viel Ehrgeiz an das Projekt gehen – sie steigen ein Jahr vor den Rivalen von Porsche und Mercedes offiziell in die Formel E ein und werden versuchen, diesen Vorsprung in einen Know-how-Vorteil umwandeln zu können.

Start der beiden Rennen in Hongkong ist am 2. und 3. Dezember jeweils um 15 Uhr Ortszeit (8 Uhr MEZ). Eurosport überträgt an beiden Tagen ab 7.45 Uhr live.


Ab nächster Saison wird Andretti das Werksteam von BMW und schon heuer werden viele Ingenieure der Münchner an der Strecke mithelfen. Mit Andretti und BMW treffen sich zwei der klingendsten Namen der Motorsport-Geschichte.Ab nächster Saison wird Andretti das Werksteam von BMW und schon heuer werden viele Ingenieure der Münchner an der Strecke mithelfen. Mit Andretti und BMW treffen sich zwei der klingendsten Namen der Motorsport-Geschichte.
Mit dem Elektroauto i3 ist BMW der Premium-Konkurrenz von Audi und Mercedes voraus: Formel-E-Pilot Felix da Costa fährt einen.Mit dem Elektroauto i3 ist BMW der Premium-Konkurrenz von Audi und Mercedes voraus: Formel-E-Pilot Felix da Costa fährt einen.
Das Elektro-Department aus der legendären Familen-Dynastie der Andrettis (hier Teambesitzer Michael Andretti)  ist ein Formel-E-Pionier.Das Elektro-Department aus der legendären Familen-Dynastie der Andrettis (hier Teambesitzer Michael Andretti) ist ein Formel-E-Pionier.
BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. Die Münchner werden mit viel Ehrgeiz an das Projekt gehen – sie steigen ein Jahr vor den Rivalen von Porsche und Mercedes offiziell in die Formel E ein und werden versuchen, diesen Vorsprung in einen Know-how-Vorteil umwandeln zu können.BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. Die Münchner werden mit viel Ehrgeiz an das Projekt gehen – sie steigen ein Jahr vor den Rivalen von Porsche und Mercedes offiziell in die Formel E ein und werden versuchen, diesen Vorsprung in einen Know-how-Vorteil umwandeln zu können.
Erfolgschancen in dieser Saison? Die Frage ist, ob der BMW-Einfluss schon jetzt dazu führt, dass die Autos schneller und die Leistungen konstanter werden.Erfolgschancen in dieser Saison? Die Frage ist, ob der BMW-Einfluss schon jetzt dazu führt, dass die Autos schneller und die Leistungen konstanter werden.
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