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Test: Farizon V7E

Test: Farizon V7E

Hinten Arbeit, vorne Vergnügen

Der V7E der chinesischen Nutzfahrzeug-Marke Farizon drängt mit Preis-Ansagen in das mittelgroße Kastenwagen-Elektro-Segment. Sein Laderaum ist üppig und hat drei Zugänge, die Ausführung wirkt kostenoptimiert, aber robust. Der Passagierraum ist überraschend komfortabel.
Um welches Auto geht es?
Farizon ist die Nutzfahrzeug-Tochter des chinesischen Geely-Konzerns, zu dem seit 2010 auch Volvo gehört. Als Importeuer in Österreich fungiert die europaweit aktive Auto Wallis-Gruppe aus Budapest, das Händlernetz von derzeit fünf Farizon-Standorten soll zügig ausgebaut werden. Neben dem großen SV (4.990 / 5.490 / 5.995 Millimeter Länge; ab 30.490 Euro netto) und dem kompakteren V6E (4.855 Millimeter Länge; ab 18.990 Euro netto) bietet Farizon nun auch den hier getesteten, mittelgroßen V7E (4.995 Millimeter Länge; ab 26.992 Euro netto) jeweils als Kastenwagen an. Kombi- oder PKW-Versionen mit mehreren Sitzreihen sind derzeit nicht geplant.
 
Wie schaut er aus?
Farizon setzt auf schlichte Designs. Auf der glatten, schräg gestellten und durchgehend lackierten Front des V7E verbindet ein schwarzer Kunststoffstreifen die beiden L-Scheinwerfer, unten wird der kleine Lufteinlass optisch in die Breite gezogen, das war‘s schon. Prägnanter als im Segment üblich sind die schwarzen Radkappen, optional gibt es Leichtmetallfelgen. Lackiert wird der V7E in Weiß, Blau und Grün.
4.995 Millimeter Länge, ab 26.992 Euro netto: Der Farizon V7E macht Preis-Ansagen im mittelgroßen Kastenwagen-Elektro-Segment.4.995 Millimeter Länge, ab 26.992 Euro netto: Der Farizon V7E macht Preis-Ansagen im mittelgroßen Kastenwagen-Elektro-Segment.
Auf der glatten Front verbindet ein schwarzer Kunststoffstreifen die L-Scheinwerfer, unten wird der kleine Lufteinlass optisch in die Breite gezogen.Auf der glatten Front verbindet ein schwarzer Kunststoffstreifen die L-Scheinwerfer, unten wird der kleine Lufteinlass optisch in die Breite gezogen.
Hat den Durchblick: Auf Wunsch gibt es zwei seitliche Schiebetüren, die jeweils eine 1.100 Millimeter große Öffnung freigeben.Hat den Durchblick: Auf Wunsch gibt es zwei seitliche Schiebetüren, die jeweils eine 1.100 Millimeter große Öffnung freigeben.
Was wird im Laderaum geboten?
Der 4.995 Millimeter lange V7E kommt auf ein beachtliches Ladevolumen von 6,95 Kubikmetern sowie rund 1,3 Tonnen Nutzlast. Die Ladefläche ist 2.865 Millimeter lang, 1.690 Millimeter breit und 1.435 Millimeter hoch, sie hat auf Wunsch einen Aluminiumboden und verkleidete Seitenwände. Eine Trennwand mit Fenster gibt es ebenfalls optional. Der Ladeboden setzt 510 Millimeter über dem Boden und damit sehr niedrig an. Auf Wunsch gibt es zwei seitliche Schiebetüren, die jeweils eine 1.100 Millimeter große Öffnung freigeben. Die Hecktüren schwingen bis zu 270 Grad nach hinten. Die Ausführung wirkt kostenoptimiert-simpel, aber durchaus robust.
 
Wie ist das Cockpit gestaltet?
Hinten die Arbeit, dafür vorne das Vergnügen, scheint sich Farizon gedacht zu haben. Der V7E hat flauschige und wohnlich tapezierte Vordersitze. Der Beifahrerteil ist so breit, dass das stets zweisitzige Ensemble (eine Dreiervariante gibt es nicht) wie eine Sofa-Sitzbank wirkt. In der Mitte wird eine breite und weich gepolsterte Armlehne mit Getränkehaltern ausgeklappt. Das Armaturenbrett hat viele Ablagen und eine praktische Knopf-Bedienung für Fenster, Türen, Spiegel, Temperatur und Lenkradtasten. Das Fahrerdisplay hat eine prägnante Tempo-Anzeige, darüber hinaus wären aber etwas weniger und dafür größer geschriebene Informationen besser gewesen. Das Multimedia-System in der Mitte ist modern und verbindet kabellos mit Android Auto sowie Apple CarPlay. Das hohe Komfortniveau V7E unterstreicht die kostengünstige Option auf Feinheiten wie Sitzheizung, Sitzbelüftung, Lenkradheizung und Frontscheibenheizung.
 
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Der V7E basiert auf einer rein elektrischen Architektur. Die Batterien mit kostengünstiger LFP-Chemie kommen vom chinesischen Spezialisten CATL, die Speicherkapazität beträgt wahlweise 50 oder 67 kWh. Der Permanentmagnet-Synchronmotor kommt auf 150 PS und stellt 230 Newtonmeter bereit, das Auto erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Die WLTP-Reichweite mit dem größeren Akku beträgt 329 Kilometer, im Stadtbetrieb sind es bis zu 475 Kilometer nach WLTP. Gleichstromladen (DC) ist mit bis zu 100 kW, Wechselstromladen (AC) mit bis zu 11 KW möglich.
Hohes Komfortniveau mit schlüssellosem Zugang und Start sowie Sitzheizung, Sitzbelüftung, Lenkradheizung und Frontscheibenheizung.Hohes Komfortniveau mit schlüssellosem Zugang und Start sowie Sitzheizung, Sitzbelüftung, Lenkradheizung und Frontscheibenheizung.
Modernes Multimedia-System mit Android Auto und Apple CarPlay.Modernes Multimedia-System mit Android Auto und Apple CarPlay.
Flauschig-wohnliche Vordersitze für Zwei, breite und weiche Armlehne.Flauschig-wohnliche Vordersitze für Zwei, breite und weiche Armlehne.
Der Ladeboden setzt 510 Millimeter über dem Boden und damit sehr niedrig an. Die Hecktüren schwingen bis zu 270 Grad nach hinten.Der Ladeboden setzt 510 Millimeter über dem Boden und damit sehr niedrig an. Die Hecktüren schwingen bis zu 270 Grad nach hinten.
Wie fährt sich der V7E?
Durch den schlüssellosen Zugang und Start ohne Druck auf den Startknopf ist der V7E sofort bereit. Fuß auf die Bremse, Gang einlegen und es geht los. Der Motor legt, wie im Elektro-Segment üblich, ansatzlos und kraftvoll los, zudem arbeitet er praktisch geräuschlos. Lenkung und Stabilität des Fahrwerks sind klassenüblich ausgewogen und überzeugen. Oberhalb von 100 km/h wird der Vortrieb deutlich bescheidener. Die Aussicht über die Schulter ist eingeschränkt, da muss man ein bisschen aufpassen. 14 ADAS-Assistenten begleiten den Fahrer mit Warnungen und Eingriffen im Sinne der Fahrsicherheit.
 
Wie schaut es preislich aus?
Im Elektro-Kastenwagen-Segment macht Farizon starke Preis-Ansagen: 26.992 Euro für den kleineren und 29.970 Euro für den größeren Akku stehen in der V7E-Preisliste, dazu ein paar durchwegs günstige Extras. Fünf Jahre oder 200.000 Kilometer Garantie sind inklusive, eine erweiterte Batteriegarantie auf acht Jahre sowie 300.000 Kilometer kann zugekauft werden.
 
Das Fazit?
Starke Preis-Ansage im mittelgroßen Kastenwagen-Elektro-Segment mit 4,99 Metern Länge: 26.992 bis 29.970 Euro – und oben drauf nur ein paar günstige Extras. Leben können muss man mit einem derzeit noch kleinen Händlernetz und mit rund 330 Kilometern WLTP-Reichweite. Gerade für Zustelldienste und generell den urbanen Bereich dürfte aber selbst die kleinere Batterie genügen. Der Laderaum ist mit einem Ladevolumen von knapp sieben Kubikmetern üppig und hat drei Zugänge, die Ausführung wirkt kostenoptimiert, aber robust. Für Fahrer und Beifahrer gibt es überraschend viel Komfort.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Starke Preis-Ansage im mittelgroßen Kastenwagen-Elektro-Segment mit 4,99 Metern Länge. er Laderaum ist mit einem Ladevolumen von knapp sieben Kubikmetern üppig und hat drei Zugänge, die Ausführung wirkt kostenoptimiert, aber robust. Für Fahrer und Beifahrer gibt es viel Komfort.Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Starke Preis-Ansage im mittelgroßen Kastenwagen-Elektro-Segment mit 4,99 Metern Länge. er Laderaum ist mit einem Ladevolumen von knapp sieben Kubikmetern üppig und hat drei Zugänge, die Ausführung wirkt kostenoptimiert, aber robust. Für Fahrer und Beifahrer gibt es viel Komfort."

DATEN & FAKTEN

Farizon V7E

(Juni 2026)

Preis

26.992 bis 29.970 Euro (mit Einführungsrabatt).

Antrieb

Permanentmagnet-Synchronmotor, Leistung 110 kW / 150 PS, Maximales Drehmoment 230 Nm. 1-Gang-Automatikgetriebe, Vorderradantrieb. 50- oder 67-kWh-Batterie. DC-Schnellladen mit 100 kW, AC-Laden mit 11 kW.

Abmessungen

Länge: 4.995 mm. Breite 1.820 mm. Höhe 1.985 mm. Radstand 3.200 mm. Ladevolumen bis zu 6,95 Kubikmeter.

Gewicht

Maximale Nutzlast 1,3 Tonnen.

Fahrwerte

Höchstgeschwindigkeit 120 km/h, WLTP-Reichweite (kombiniert) bis zu 329 km.
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