Test: Ford E-Tourneo Courier
Das kleine Familienfest
Ford formt einen Kastenwagen zum lässigen und leistbaren Familienauto, das nicht zuletzt im urbanen Raum brilliert: Der Tourneo Courier macht kolossale 2.200 Liter Ladevolumen unterhalb von 4,35 Meter Länge möglich. Die Elektrovariante tauscht Freiheit gegen Komfort.
30.10.2026Fotos: FOTObyHOFER/Christian Hofer
Um welches Auto geht es?
So viel Raum auf so kleiner Fläche gibt es selten. Hinter der Maximierung des Platzangebots steht der Nutzfahrzeugspezialist Ford, der seinen kleinen Kastenwagen Transit Courier auch in einer PKW-Version anbietet – wobei der 2024 gestarteten, vierten Generation des Tourneo Courier diese Verwandtschaft kaum noch anzumerken ist: Sie bietet deutlich mehr Design und Komfort als bisher, aber auch kolossale 2.200 Liter Ladevolumen unterhalb von 4,35 Meter Länge und (über Aktionen gestützte) Einstiegspreise im Bereich 23.000 Euro (Benziner) bis 28.000 Euro (Elektro).
Zugeschnitten ist das Fahrzeug also nicht zuletzt auf Familien im urbanen Raum, die sich beim Autokauf nicht in Unkosten stürzen wollen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der aktuelle Transit Courier deutlich gewachsen, technisch basiert er auf der Plattform des Ford Puma und wird wie dieser im rumänischen Ford-Werk Craiova gebaut. Neben einem wahlweise mit 6-Gang-Handschaltung oder 7-Gang-Automatik angebotenen 125-PS-Dreizylinder-Benziner gibt es die hier getestete 136-PS-Elektrovariante mit 320 Kilometern WLTP-Reichweite. Den 1,5-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 100 PS hat nur noch die Nutzfahrzeugvariante Transit Courier im Programm.
Wie schaut er aus?
Der Tourneo Courier schafft das Kunststück, unverblümt kastenförmig und doch irgendwie schnittig zu sein. Ford zeigt jedenfalls, dass in pragmatischen Karosserien optisches Potenzial schlummert und verpasst der kleinen Box einen überraschend lässigen, erwachsenen Auftritt. Eine Designer-Box quasi, das muss man erst einmal schaffen.
Zum liebenswerten Charakterdarsteller wird das Auto durch stimmige Proportionen, akkurat gesetzte Kanten und nicht zuletzt eine neuen optischen Strenge: Der Kühlergrill steht senkrecht, die Motorhaube verläuft ganz flach, die A-Säulen steigen stark an. Die Felgen sind fesch und die Lackierungen erfrischend. Sogar der Schiebetüren-Schlitz im hinteren Drittel bleibt unauffällig und ist hier kein Makel.
Über die Ausstattungen verändert sich der Look noch einmal ein bisschen, oberhalb von „Trend“ gibt es den dezent chromgeschmückten „Limited“ und den (auf den Test-Fotos gezeigten) „Active“ mit Crossover-Elementen, der die schickste Variante ist. Abstriche muss man beim Licht machen: Die Halogenscheinwerfer lassen sich nicht aufrüsten. LED-Tagfahrlicht ist aber erhältlich. Für grün lackierte Tourneo Courier gibt es optional ein weißes Dach (Aufpreis 399 Euro), dann sind gewisse Land Rover-Assoziationen plausibel, was ja keine schlechte Nachrede ist.
So viel Raum auf so kleiner Fläche gibt es selten. Hinter der Maximierung des Platzangebots steht der Nutzfahrzeugspezialist Ford, der seinen kleinen Kastenwagen Transit Courier auch in einer PKW-Version anbietet – wobei der 2024 gestarteten, vierten Generation des Tourneo Courier diese Verwandtschaft kaum noch anzumerken ist: Sie bietet deutlich mehr Design und Komfort als bisher, aber auch kolossale 2.200 Liter Ladevolumen unterhalb von 4,35 Meter Länge und (über Aktionen gestützte) Einstiegspreise im Bereich 23.000 Euro (Benziner) bis 28.000 Euro (Elektro).
Zugeschnitten ist das Fahrzeug also nicht zuletzt auf Familien im urbanen Raum, die sich beim Autokauf nicht in Unkosten stürzen wollen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der aktuelle Transit Courier deutlich gewachsen, technisch basiert er auf der Plattform des Ford Puma und wird wie dieser im rumänischen Ford-Werk Craiova gebaut. Neben einem wahlweise mit 6-Gang-Handschaltung oder 7-Gang-Automatik angebotenen 125-PS-Dreizylinder-Benziner gibt es die hier getestete 136-PS-Elektrovariante mit 320 Kilometern WLTP-Reichweite. Den 1,5-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor mit 100 PS hat nur noch die Nutzfahrzeugvariante Transit Courier im Programm.
Wie schaut er aus?
Der Tourneo Courier schafft das Kunststück, unverblümt kastenförmig und doch irgendwie schnittig zu sein. Ford zeigt jedenfalls, dass in pragmatischen Karosserien optisches Potenzial schlummert und verpasst der kleinen Box einen überraschend lässigen, erwachsenen Auftritt. Eine Designer-Box quasi, das muss man erst einmal schaffen.
Zum liebenswerten Charakterdarsteller wird das Auto durch stimmige Proportionen, akkurat gesetzte Kanten und nicht zuletzt eine neuen optischen Strenge: Der Kühlergrill steht senkrecht, die Motorhaube verläuft ganz flach, die A-Säulen steigen stark an. Die Felgen sind fesch und die Lackierungen erfrischend. Sogar der Schiebetüren-Schlitz im hinteren Drittel bleibt unauffällig und ist hier kein Makel.
Über die Ausstattungen verändert sich der Look noch einmal ein bisschen, oberhalb von „Trend“ gibt es den dezent chromgeschmückten „Limited“ und den (auf den Test-Fotos gezeigten) „Active“ mit Crossover-Elementen, der die schickste Variante ist. Abstriche muss man beim Licht machen: Die Halogenscheinwerfer lassen sich nicht aufrüsten. LED-Tagfahrlicht ist aber erhältlich. Für grün lackierte Tourneo Courier gibt es optional ein weißes Dach (Aufpreis 399 Euro), dann sind gewisse Land Rover-Assoziationen plausibel, was ja keine schlechte Nachrede ist.
Mehr Design und Komfort als bisher, aber auch kolossale 2.200 Liter Ladevolumen unterhalb von 4,35 Meter Länge.
Es gibt keinen Grill mehr, sondern ein Schild mit Grill-Design.
Die feschen 17-Zoll-Felgen stehen dem Tourneo Courier gut.
Seit dem Skoda Yeti (RIP) hat sich kein Kastenwagen mehr so schlüssig und liebenswert in ein Familienauto verwandelt.Wie ist er innen?
Der Tourneo Courier hat ein aufgeräumtes Armaturenbrett mit nur noch wenigen Knöpfen, das zwar die harten Kunststoffe, aber auch die großen Ablagen aus der Nutzfahrzeugsparte übernimmt. Vor dem Fahrer sind große Digitalarmaturen serienmäßig, die über eine Lenkradfernbedienung mit konventionellen Tasten sehr gut bedienbar sind. Telefonieren, Musikhören und Befragen des Bordcomputers funktioniert damit sehr gut. In einigen Bereichen, zum Beispiel dem Anrufen von gespeicherten Telefonkontakten, arbeitet auch die Sprachsteuerung gut. In der Mitte ist ein 12-Zoll-Multimediasystem installiert, das Android Auto oder Apple CarPlay ohne Kabelverbindung zum Smartphone einbinden kann. Die Ford-eigene Software SYNC 4 setzt auf möglichst einfache Menüführung inklusive Digital-Vorwahltasten, ist weitgehend logisch aufgebaut und reagiert ausreichend schnell auf Eingaben. Dass auch die Temperatursteuerung über den Bildschirm läuft, ist ein bisschen umständlich, weil kleinteilig. Den Drehknopf für die Musiklautstärke hat Ford aber erhalten. Der gesetzlich vorgeschriebene und manchmal nervige Geschwindigkeitsassistent kann mit ein paar Bedienschritten ausgeschaltet werden, das ist gerade noch schnell genug. Gleiches gilt für den Spurwechselwarner, bei den anderen Assistenzsystemen ist die Unterstützung willkommener.
Im Alltag sind die großzügigen Ablageflächen hinter dem Bildschirm und in der Mittelkonsole herrlich. Auch in die Türfächer passt viel, unter dem Dach gibt es weitere Ablagemöglichkeiten. Der Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze und Armlehne bietet sehr guten Komfort und zeigte im Test gute Langstreckenqualitäten. Der Beifahrer vermisst indes eine Armlehne und wird bei unebener Fahrbahn daher manchmal ein bisschen gerüttelt. Fesche Sitzbezüge peppen in der Active-Variante die Atmosphäre auf. Im Winter erfreuen die beheizbare Frontscheibe, ein warmes Lenkrad sowie blitzartig aufgewärmte Sitze.
Bis zu 2.162 Liter Ladevolumen sind kolossal und vor allem in Kombination mit nur 4,34 Metern Gesamtlänge ein unfassbarer Wert. Mehr bieten abseits des Hochdachkombi-Segments nur die größten Luxus-SUV wie die Defender-Langversion 130, die allerdings einen ganzen Meter länger ist und mehr als das Vierfache kostet. Auch der 750-Liter-Basiskofferraum bei fünfsitziger Bestuhlung ist enorm groß und durch seine Breite (bis zu 1,18 Meter) und Höhe (bis zu 1,21 Meter) sowie die niedrige Ladekante viel flexibler nutzbar als die Ladeabteile klassischer PKWs – in Sachen Stauraum ist der Tourneo Courier eine andere Welt als normale Pkw. Dass die Heckklappe so riesig ist, kann indes manchmal zu Komplikationen führen. Die Rückbank wird klassisch im Verhältnis 60:40 umgelegt, lässt sich aber auch ganz aufgestellt. Flach im Boden versenken ist nicht möglich, auch einen vorklappbaren Beifahrersitz hat der Ford nicht. Ein seitliches Staufach mit Abdeckung, Verzurr-Ösen und ein 12-Volt-Anschluss komplettieren die Laderaum-Ausstattung.
Die zwei Schiebtüren können für kleine Kinder zu schwer sein, haben aber auch viele Vorteile im Alltag: Beim Hantieren mit Kindersitzen, aber auch beim Beladen mit sperrigen Gegenständen wie Fahrrädern, sind sie viel praktischer als seitlich angeschlagene Türen. Während des Ladevorgangs müssen die Fondpassagiere auf der linken Seite allerdings nach rechts durchrutschen, die Ladeklappe blockiert dann die Schiebetür.
Der Tourneo Courier hat ein aufgeräumtes Armaturenbrett mit nur noch wenigen Knöpfen, das zwar die harten Kunststoffe, aber auch die großen Ablagen aus der Nutzfahrzeugsparte übernimmt. Vor dem Fahrer sind große Digitalarmaturen serienmäßig, die über eine Lenkradfernbedienung mit konventionellen Tasten sehr gut bedienbar sind. Telefonieren, Musikhören und Befragen des Bordcomputers funktioniert damit sehr gut. In einigen Bereichen, zum Beispiel dem Anrufen von gespeicherten Telefonkontakten, arbeitet auch die Sprachsteuerung gut. In der Mitte ist ein 12-Zoll-Multimediasystem installiert, das Android Auto oder Apple CarPlay ohne Kabelverbindung zum Smartphone einbinden kann. Die Ford-eigene Software SYNC 4 setzt auf möglichst einfache Menüführung inklusive Digital-Vorwahltasten, ist weitgehend logisch aufgebaut und reagiert ausreichend schnell auf Eingaben. Dass auch die Temperatursteuerung über den Bildschirm läuft, ist ein bisschen umständlich, weil kleinteilig. Den Drehknopf für die Musiklautstärke hat Ford aber erhalten. Der gesetzlich vorgeschriebene und manchmal nervige Geschwindigkeitsassistent kann mit ein paar Bedienschritten ausgeschaltet werden, das ist gerade noch schnell genug. Gleiches gilt für den Spurwechselwarner, bei den anderen Assistenzsystemen ist die Unterstützung willkommener.
Im Alltag sind die großzügigen Ablageflächen hinter dem Bildschirm und in der Mittelkonsole herrlich. Auch in die Türfächer passt viel, unter dem Dach gibt es weitere Ablagemöglichkeiten. Der Fahrersitz mit Lendenwirbelstütze und Armlehne bietet sehr guten Komfort und zeigte im Test gute Langstreckenqualitäten. Der Beifahrer vermisst indes eine Armlehne und wird bei unebener Fahrbahn daher manchmal ein bisschen gerüttelt. Fesche Sitzbezüge peppen in der Active-Variante die Atmosphäre auf. Im Winter erfreuen die beheizbare Frontscheibe, ein warmes Lenkrad sowie blitzartig aufgewärmte Sitze.
Bis zu 2.162 Liter Ladevolumen sind kolossal und vor allem in Kombination mit nur 4,34 Metern Gesamtlänge ein unfassbarer Wert. Mehr bieten abseits des Hochdachkombi-Segments nur die größten Luxus-SUV wie die Defender-Langversion 130, die allerdings einen ganzen Meter länger ist und mehr als das Vierfache kostet. Auch der 750-Liter-Basiskofferraum bei fünfsitziger Bestuhlung ist enorm groß und durch seine Breite (bis zu 1,18 Meter) und Höhe (bis zu 1,21 Meter) sowie die niedrige Ladekante viel flexibler nutzbar als die Ladeabteile klassischer PKWs – in Sachen Stauraum ist der Tourneo Courier eine andere Welt als normale Pkw. Dass die Heckklappe so riesig ist, kann indes manchmal zu Komplikationen führen. Die Rückbank wird klassisch im Verhältnis 60:40 umgelegt, lässt sich aber auch ganz aufgestellt. Flach im Boden versenken ist nicht möglich, auch einen vorklappbaren Beifahrersitz hat der Ford nicht. Ein seitliches Staufach mit Abdeckung, Verzurr-Ösen und ein 12-Volt-Anschluss komplettieren die Laderaum-Ausstattung.
Die zwei Schiebtüren können für kleine Kinder zu schwer sein, haben aber auch viele Vorteile im Alltag: Beim Hantieren mit Kindersitzen, aber auch beim Beladen mit sperrigen Gegenständen wie Fahrrädern, sind sie viel praktischer als seitlich angeschlagene Türen. Während des Ladevorgangs müssen die Fondpassagiere auf der linken Seite allerdings nach rechts durchrutschen, die Ladeklappe blockiert dann die Schiebetür.
Aufgeräumtes Armaturenbrett mit nur wenigen Knöpfen, das zwar die harten Kunststoffe, aber auch die großen Ablagen aus der Nutzfahrzeugsparte übernimmt.
Im Alltag sind die großzügigen Ablageflächen hinter dem Bildschirm …
… und in der Mittelkonsole herrlich.
Der Fahrersitz bietet sehr guten Komfort und zeigte im Test gute Langstreckenqualitäten. Der Beifahrer vermisst indes eine Armlehne.
Der Kofferraum bei fünfsitziger Bestuhlung ist enorm groß und durch seine Breite und Höhe ganz anders nutzbar als bei klassischen Pkw.
Auch die zwei Schiebtüren haben Vorteile im Alltag, etwa beim Beladen mit sperrigen Gegenständen oder beim Hantieren mit Kindersitzen.Welche Technik kommt zum Einsatz?
Der E-Tourneo Courier hat ab dem Modelljahr 2026 eine etwas größere Batterie, die nutzbare Kapazität steigt auf 46 kWh und die WLTP-Reichweite auf 320 Kilometer. An der Gleichstrom-Ladesäule wird mit bis zu 100 kW geladen, von 10 auf 80 Prozent dauert es weniger als 30 Minuten. Die Vorkonditionierung der Batterie vor dem Ladevorgang ist möglich. Der Elektromotor mit 136 PS treibt die Vorderachse an.
Wie fährt sich der E-Tourneo Courier?
Mit der 136-PS-Elektromaschine ist der E-Tourneo Courier nicht schnell, wirkt aber durch die spontane Leistungsentfaltung im Alltag dynamisch. Überholmanöver oder das Einfädeln in den Verkehr gelingen leicht, durch den Stadtverkehr bewegt man sich angenehm-leicht. Weil es bauartbedingt auch keine Schaltrucke und nahezu keine Antriebsgeräusche gibt, ist die Elektrovariante insgesamt noch mal ein deutlicher Komfortgewinn gegenüber dem Tourneo Courier mit Benziner.
Die gute Puma-Plattform, die nicht allzu großen Räder und die saubere Abstimmung des Chassis-Spezialisten Ford machen das Auto so komfortabel, wie es Crossover oft nicht sind. Zwar neigt sich der Tourneo Courier mehr, aber behäbig ist er nicht, vor allem die Lenkung arbeitet zielgenau – flottere Fahrer fühlen sich ja bei den Fahrdynamik-Freunden von Ford stets gut aufgehoben, und dieses Auto ist da keine Ausnahme.
Erstaunlich gering für eine rollende Box sind die Wind- und Abrollgeräusche bei Landstraßentempo und auf der Autobahn. Dort ist der Tourneo Courier ein kommoder Dahingleiter. Damit empfiehlt er sich für Pendler – aber nicht unbedingt für Reisende: Die Elektrovariante tauscht mehr Komfort gegen weniger Freiheit. Der Testverbrauch im Stadt-Landstraßen-Autobahn-Mix betrug 20,2 kWh, das ergibt 270 bis 300 Kilometer Reichweite. Auf der Autobahn allein sind es bei voller Batterie knapp 200 Kilometer.
Wie liegt der Tourneo Courier preislich?
In der offiziellen Preisliste bewegt sich der Tourneo Courier mit Elektromotor zwischen rund 37.000 und 41.000 Euro. Über den Ford-Aktionspreis (inklusive Leasing- und Versicherungsbonus) startet er momentan bei 28.590 Euro – ein gutes Angebot im Konkurrenzvergleich, aber auch generell für ein großzügig dimensioniertes Familienauto mit Elektroantrieb.
Das Fazit?
Seit dem Skoda Yeti (RIP) hat sich kein Kastenwagen mehr so schlüssig und liebenswert in ein Familienauto verwandelt. Der Ford Tourneo Courier schaut lässig aus, realisiert kolossale 2.200 Liter Ladevolumen auf weniger als 4,35 Metern Länge und fährt sich bequemer als viele Crossover. Die Elektrovariante bietet weniger Freiheit, aber mehr Komfort als der Benziner. Eines der besten Familienautos am Markt – und das mit vernünftigem Preis.
Der E-Tourneo Courier hat ab dem Modelljahr 2026 eine etwas größere Batterie, die nutzbare Kapazität steigt auf 46 kWh und die WLTP-Reichweite auf 320 Kilometer. An der Gleichstrom-Ladesäule wird mit bis zu 100 kW geladen, von 10 auf 80 Prozent dauert es weniger als 30 Minuten. Die Vorkonditionierung der Batterie vor dem Ladevorgang ist möglich. Der Elektromotor mit 136 PS treibt die Vorderachse an.
Wie fährt sich der E-Tourneo Courier?
Mit der 136-PS-Elektromaschine ist der E-Tourneo Courier nicht schnell, wirkt aber durch die spontane Leistungsentfaltung im Alltag dynamisch. Überholmanöver oder das Einfädeln in den Verkehr gelingen leicht, durch den Stadtverkehr bewegt man sich angenehm-leicht. Weil es bauartbedingt auch keine Schaltrucke und nahezu keine Antriebsgeräusche gibt, ist die Elektrovariante insgesamt noch mal ein deutlicher Komfortgewinn gegenüber dem Tourneo Courier mit Benziner.
Die gute Puma-Plattform, die nicht allzu großen Räder und die saubere Abstimmung des Chassis-Spezialisten Ford machen das Auto so komfortabel, wie es Crossover oft nicht sind. Zwar neigt sich der Tourneo Courier mehr, aber behäbig ist er nicht, vor allem die Lenkung arbeitet zielgenau – flottere Fahrer fühlen sich ja bei den Fahrdynamik-Freunden von Ford stets gut aufgehoben, und dieses Auto ist da keine Ausnahme.
Erstaunlich gering für eine rollende Box sind die Wind- und Abrollgeräusche bei Landstraßentempo und auf der Autobahn. Dort ist der Tourneo Courier ein kommoder Dahingleiter. Damit empfiehlt er sich für Pendler – aber nicht unbedingt für Reisende: Die Elektrovariante tauscht mehr Komfort gegen weniger Freiheit. Der Testverbrauch im Stadt-Landstraßen-Autobahn-Mix betrug 20,2 kWh, das ergibt 270 bis 300 Kilometer Reichweite. Auf der Autobahn allein sind es bei voller Batterie knapp 200 Kilometer.
Wie liegt der Tourneo Courier preislich?
In der offiziellen Preisliste bewegt sich der Tourneo Courier mit Elektromotor zwischen rund 37.000 und 41.000 Euro. Über den Ford-Aktionspreis (inklusive Leasing- und Versicherungsbonus) startet er momentan bei 28.590 Euro – ein gutes Angebot im Konkurrenzvergleich, aber auch generell für ein großzügig dimensioniertes Familienauto mit Elektroantrieb.
Das Fazit?
Seit dem Skoda Yeti (RIP) hat sich kein Kastenwagen mehr so schlüssig und liebenswert in ein Familienauto verwandelt. Der Ford Tourneo Courier schaut lässig aus, realisiert kolossale 2.200 Liter Ladevolumen auf weniger als 4,35 Metern Länge und fährt sich bequemer als viele Crossover. Die Elektrovariante bietet weniger Freiheit, aber mehr Komfort als der Benziner. Eines der besten Familienautos am Markt – und das mit vernünftigem Preis.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Der Ford Tourneo Courier schaut lässig aus, realisiert kolossale 2.200 Liter Ladevolumen auf weniger als 4,35 Metern Länge und fährt sich bequemer als viele Crossover. Die Elektrovariante bietet weniger Freiheit, aber mehr Komfort als der Benziner. Eines der besten Familienautos am Markt".







