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Vorstellung: Ford Transit City

Vorstellung: Ford Transit City

Der Preis wird heiß

Ford dreht bei den Elektro-Nutzfahrzeugen an der Preisschraube und bringt ein Modell, das die Arbeit zu möglichst niedrigen Kosten erledigt. Der Transit City kommt aus chinesischer Produktion und beschränkt sich auf eine 250-Kilometer-Reichweite für den lokalen Einsatz. Er startet Ende 2026 als Kastenwagen in je zwei Radständen und Höhen sowie erstmals in der Ein-Tonnen-Klasse auch als Fahrgestell für vielfältige Umbauten.
Um welches Auto geht es?
Ford hat bei den leichten Nutzfahrzeugen das größte Angebot aller Marken und ist seit elf Jahren Marktführer in Europa. Um den Spitzenplatz zu verteidigen, sind die Produktplaner entschlossen, jegliche Angebotslücken schnell zu schließen: Zwar hat der Nutzfahrzeug-Spezialist mit dem E-Transit Custom bereits einen elektrischen Transporter mittlerer Größe im Angebot – weil der aber eine relativ große 70-kWh-Batterie für bis zu 370 Kilometer Reichweite und das anspruchsvolle Technikpaket der seit 2024 neu konstruierten Plattform mitbringt, ist er inhaltlich und preislich für manchen Kunden zu viel des Guten. Mit dem Transit City bringt Ford künftig eine Alternative ins Spiel, die sich auf eine kleinere 56-kWh-Batterie mit 254 Kilometer Reichweite und pragmatischere Technik beschränkt, aber eben auch um einiges weniger kostet.
„Wir brauchen auch ein Modell, das die Arbeit zu möglichst niedrigen Kosten erledigt“, sagt Nutzfahrzeug-Chefingenieur Simon Robinson im Gespräch und erklärt: „Heute geht es nicht nur um den Transport großer und schwerer Güter, sondern auch um Emissionen, Nutzungsbeschränkungen und Betriebskosten. Wir kennen unsere kostenbewussten Kunden genau, für sie haben wir einen auf das Wesentliche reduzierten Elektro-Transporter konzipiert“.
Geliefert wird das nunmehr fünfte Transit-Modell vom langjährigen Partner Jiangling Motors Corporation (JMC), der in China Ford- und Isuzu-Modelle fertigt. Unter JMC-Badge gibt es auch bereits ein Schwestermodell mit gleichem Radstand, es ist aber laut Ford nicht das gleiche Produkt.
 
Wie ist das Design angelegt?
Sehr reduziertes Design lässt den Transit City modern wirken. Die glatte Front ohne zentralen Kühlergrill weist die Baureihe sofort als Elektriker aus. Die Lichter mit schlicht-schicker LED-Signatur sind durch eine schwarze Kunststoffleiste verbunden, auf der das Ford-Logo sitzt.
 
In welchen Varianten gibt es den Transit City?
Der Ford Transit City startet als Kastenwagen in je zwei Radständen und Höhen, und erstmals in der Ein-Tonnen-Klasse gibt es auch ein Fahrgestell mit Einzelkabine für vielfältige Umbauten. Die L1L1-Variante ist 4.985 Millimeter lang und 1.991 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 3.060 Millimeter. Die L2L2-Variante misst 5.285 Millimeter lang und 2.285 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 3.360 Millimeter.
Die L2L2-Variante ist 5.285 Millimeter lang und 2.285 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 3.360 Millimeter. 1.275 Kilo Zuladung, Ladelänge über drei Meter.Die L2L2-Variante ist 5.285 Millimeter lang und 2.285 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 3.360 Millimeter. 1.275 Kilo Zuladung, Ladelänge über drei Meter.
Erstmals in dieser Klasse gibt es auch ein Fahrgestell mit Einzelkabine für vielfältige Umbauten.Erstmals in dieser Klasse gibt es auch ein Fahrgestell mit Einzelkabine für vielfältige Umbauten.
Der L1L1 ist 4.985 Millimeter lang und 1.991 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 3.060 Millimeter. Die glatte Front weist den Transit City als Elektriker aus.Der L1L1 ist 4.985 Millimeter lang und 1.991 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 3.060 Millimeter. Die glatte Front weist den Transit City als Elektriker aus.
Wie hoch sind Ladevolumen und Zuladung?
Die L1L1-Variante fasst rund 6,4 Kubikmeter, drei Euro-Paletten haben Platz, die maximale Zuladung beträgt 1.085 Kilo, die Ladelänge beträgt 2.770 Millimeter. Der L2L2 hat 8,5 Kubikmeter Ladevolumen und schafft bis zu 1.275 Kilo Zuladung, die Ladelänge beträgt in dieser Variante drei Meter und sieben Zentimeter.
 
Was muss man über das Fahrgestell wissen?
Zum ersten Mal in diesem Nutzfahrzeug-Segment bietet Ford auch ein Fahrgestell mit Einzelkabine an. Optimierte Längsträgern mit klar definierten Befestigungsbereichen und standardisierte Elektro-Schnittstellen sollen Umbauten aller Art ermöglichen. Über 200 zertifizierte Aufbauhersteller im Ford Pro‑Netzwerk ermöglichen branchenspezifische Spezialfahrzeuge, in Österreich sind zehn Converter gelistet.
 
Was wird innen geboten?
Drei Sitzplätze in einer Reihe und modern-reduziertes Design mit etwas kleinteiligem Fahrerdisplay sowie großem 12-Zoll-Touchscreen in der Mitte. Smartphones koppeln kabellos via Apple CarPlay und Android Auto. Über eine App ist das Auto mit dem Fahrer-Handy verbunden, aber auch in das umfangreiche Ecosystem der Ford Pro Telematik-Services eingebunden, die gefahrene Wege und viele andere Daten aufzeichnen. Die serienmäßige Sitzheizung soll auch die Reichweite schonen, weil sie deutlich effizienter als die Kabinenheizung ist. Immer an Bord sind auch sinnvolle Dinge wie ein schlüsselloses Startsystem, Einpark-Sensoren und eine Rückfahrkamera. Notbrems- und Fahrspur-Assistent sowie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage kümmern sich um die Sicherheit.
Drei Sitzplätze in einer Reihe und modern-reduziertes Design mit etwas kleinteiligem Fahrerdisplay sowie großem 12-Zoll-Touchscreen.Drei Sitzplätze in einer Reihe und modern-reduziertes Design mit etwas kleinteiligem Fahrerdisplay sowie großem 12-Zoll-Touchscreen.
Die Sitzheizung soll auch die Reichweite schonen, weil sie effizienter als die Kabinenheizung ist. Immer an Bord sind Einpark-Sensoren und Rückfahrkamera.Die Sitzheizung soll auch die Reichweite schonen, weil sie effizienter als die Kabinenheizung ist. Immer an Bord sind Einpark-Sensoren und Rückfahrkamera.
Ford verspricht auch beim China-Modell die Transit-typische Robustheit. Im Erprobungsprogramm wurde die Dauerhaltbarkeit der Türen speziell geprüft.Ford verspricht auch beim China-Modell die Transit-typische Robustheit. Im Erprobungsprogramm wurde die Dauerhaltbarkeit der Türen speziell geprüft.
Wie schaut das Technik-Paket aus?
Der Elektromotor hat 110 kW beziehungsweise 150 PS. Über die One-Pedal-Drive-Option kann der Transit City stärker rekuperieren und bis zum Stillstand verzögern, was im Stadtverkehr komfortabel ist. Die LFP‑Batterie mit 56 kWh Kapazität ist auf Kostenoptimierung ausgelegt und bietet eine für lokale Einsätze praxisgerechte WLTP-Reichweite von 254 Kilometern. Gleichstrom-Laden (DC) mit bis zu 87 kW bringt den Akkustand in 33 Minuten von zehn auf 80 Prozent – oder anders gesagt: Zehn Minuten für 65 Kilometer. Viele werden sich aus Kostengründen ohnehin auf die Wechselstrom-Wallbox im eigenen Betrieb verlegen, beim Laden mit 11 kW vergehen dort rund viereinhalb Stunden bis die Batterie von zehn auf 100 Prozent kommt.
Ford verspricht auch bei dem in China produzierten Modell die Transit-typische Robustheit und verweist auf das Erprobungsprogramm, mit dem eine Nutzungsdauer von zehn Jahren und 240.000 Kilometer unter schwierigen Bedingungen simuliert wurde – vor allem was die im städtischen Zustellbetrieb stark beanspruchten Sitze und Türen betrifft.
 
Wie schaut es preislich aus?
Offizielle Listenpreise gibt es noch nicht, sie werden im zweiten Quartal 2026 veröffentlicht. Die Richtung ist klar: Der Preis des Transit City wird zwischen dem kleineren E-Transit Courier (Aktionspreis derzeit 22.390 Euro) und dem ähnlich großen, aber reichweitenstärkeren und technisch anspruchsvolleren E-Transit Custom (Aktionspreis derzeit 33.390 Euro) liegen.
Die Serviceintervalle wurden auf zwei Jahre oder 40.000 Kilometer ausgeweitet. Laut Ford sind die laufenden Kosten im Vergleich zu Dieselmodellen rund 40 Prozent geringer. Auf die Hochvolt‑Komponenten wird es eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern geben. Für Ford spricht im Nutzfahrzeugbereich auch das dichte Netzt aus europaweit 800 Transit‑Centern und rund 500 mobilen Werkstatt‑Fahrzeugen.
 
Wann starten Verkauf und Auslieferungen?
Der Fahrplan zum Start: Preise früh im zweiten Quartal 2026, Verkaufsstart früh im vierten Quartal 2026, Auslieferungen im Laufe des vierten Quartals 2026.
 
Das erste Fazit?
Ford macht den Preis heiß und schnürt bei den 5,0 bis 5,30 Meter langen Elektro-Nutzfahrzeugen ein zweites, kostenoptimiertes Paket neben dem Transit Custom: Der Transit City wird vom chinesischen Ford-Partner JMC produziert und beschränkt sich auf eine kleinere 56-kWh-Batterie mit 254 Kilometer Reichweite und pragmatischere Technik. Dazu gibt es sechs bis acht Kubikmeter Ladevolumen und 1.085 bis 1.275 Kilo Zuladung – und erstmals in dieser Klasse ein Fahrgestell für Umbauten aller Art.
Ein neues Transit-Gesicht: Die Lichter mit schlicht-schicker LED-Signatur sind durch eine Kunststoffleiste verbunden, auf der das Ford-Logo sitzt.Ein neues Transit-Gesicht: Die Lichter mit schlicht-schicker LED-Signatur sind durch eine Kunststoffleiste verbunden, auf der das Ford-Logo sitzt.
Fazit von Motorprofis-Redakteur Fabian Steiner:  „Der Transit City macht den Preis heiß und schnürt bei den 5,0 bis 5,30 Meter langen Elektro-Nutzfahrzeugen ein zweites, kostenoptimiertes Paket. Als Draufgabe gibt es erstmals in dieser Klasse ein FahrgestellFazit von Motorprofis-Redakteur Fabian Steiner: „Der Transit City macht den Preis heiß und schnürt bei den 5,0 bis 5,30 Meter langen Elektro-Nutzfahrzeugen ein zweites, kostenoptimiertes Paket. Als Draufgabe gibt es erstmals in dieser Klasse ein Fahrgestell".

DATEN & FAKTEN

Ford Transit City

(Vorläufige Daten von April 2026)

Preis

Folgt // Verkaufsstart und Auslieferungen im vierten Quartal 2026.

Antrieb

Elektro-Motor mit 110 kW/150 PS.

Abmessungen

L1L1: Länge 4.985 Millimeter, Höhe 1.991 Millimeter, Radstand 3.060 Millimeter. Ladevolumen ca. 6,4 m³. Ladelänge 2.770 Millimeter.

L2L2: Länge 5.285 Millimeter, Höhe 2.285 Millimeter, Radstand 3.360 Millimeter. Ladevolumen ca. 8,5 m³. Ladelänge 3.070 Millimeter.

Fahrgestell: Basis für Aufbauten.

Gewicht

L1L1: Zuladung bis zu 1.085 kg.

L2L2: Zuladung bis zu 1.275 kg.

Fahrgestell: je nach Aufbau.
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