loading...

OFFROAD IM MITSUBISHI L200 AM RED BULL RING

Das schmutzige Abenteuer

Autofahren im Gelände kann Motorsport der anderen Art, Arbeit in der Natur oder in weiten Teilen der Welt einfach nur Alltag sein – im Mitsubishi L200 wird es jetzt zum obersteirischen Abenteuer: Die Trainingssessions am Red Bull Ring erforschen das eigene Limit und die Grenzen der Physik. Motorprofis.at war dabei.
Wir leben in der Alpenrepublik, haben aber recht wenig Bezug zum Offroad-Fahren. Warum ist das so?
In Österreich ist das öffentliche Straßennetz ja auch flächendeckend asphaltiert, wie in den meisten europäischen Ländern. Privat „off road“ zu fahren ist legal also fast unmöglich. Wer aber ein bisschen über den Tellerrand schaut, merkt schnell, dass das eine selektive Wahrnehmung ist: Schon in Schweden oder Island sind kaum ein Drittel der Straßen asphaltiert, in vielen Ländern Südamerikas und Afrikas oft nur zehn Prozent. Und ja, auch das mit Abstand größte Straßennetzt der Welt, jenes der USA, besteht zu einem Drittel aus unbefestigtem Untergrund. Offroad zu fahren ist also in weiten Teilen der Welt nichts Besonderes, sondern einfach nur Alltag.
In Österreich wird vor allem beruflich im Gelände gefahren, beim Militär sowie in der Land– und Forstwirtschaft. Systemrelevante Offroader sind auch die Jäger. In allen Fällen kann es dabei auch ordentlich zur Sache gehen. Alpenrepublik eben.
Und 4x4-Fahren wird auch als Motorsport der anderen Art betrieben – langsam, geschicklichkeitsorientiert und auch ziemlich wild.

In der Obersteiermark wird Offroad-Fahren als Freizeiterlebnis organisiert. An wen richtet sich das Angebot?
Es sind ebenso kleine wie große Abenteuer möglich, die Offroad-Fahrerlebnisse dauern zwischen zehn Minuten und zwei vollen Tagen. Wer also bis dato nur auf befestigtem Untergrund unterwegs war und sich einmal abseits der Straße probieren möchte, ist ebenso richtig wie jene, die sich hier zum 4x4-Experten ausbilden lassen wollen. Die meisten liegen irgendwo dazwischen und suchen vor allem Spaß, sie kommen übers Wochenende mit Freunden oder im Rahmen eines Firmenevents. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es ja in den zahlreichen hübsch renovierten Schlösser rund um den Red Bull Ring genug.
Kleine und große Abenteuer sind möglich: Die Offroad-Fahrerlebnisse im Mitsubishi L200 dauern zwischen zehn Minuten und zwei vollen Tagen.Kleine und große Abenteuer sind möglich: Die Offroad-Fahrerlebnisse im Mitsubishi L200 dauern zwischen zehn Minuten und zwei vollen Tagen.
Mitsubishi ist eine der führenden Allradmarken und der L200 im Segment der Pick-ups eine Institution. Übrigens, auch Ihr Steuerberater ist Pick-up-Fan.Mitsubishi ist eine der führenden Allradmarken und der L200 im Segment der Pick-ups eine Institution. Übrigens, auch Ihr Steuerberater ist Pick-up-Fan.
Wo genau wird gefahren?
Das ist das Besondere. Red Bull nennt seine Fahrerlebniswelt in Spielberg in aller Bescheidenheit den „Schönsten Spielplatz Österreichs“, hat aber auch nicht ganz unrecht: Schon die 8.000 Quadratmeter des künstlich angelegten 4WD Test Tracks sind pittoresk gelegen, mit bester Aussicht auf den Red Bull Ring und die obersteirische Landschaft. Hindernisse verschiedenster Art und Schwierigkeit sind hier hochverdichtet angelegt worden und bilden ein ideales Trainingsgelände.
Eine in Europa einzigartige Vielfalt an legalen Strecken und Möglichkeiten bietet dann aber Teil zwei, der Offroad Car Track: Die 550 Hektar (!) große Spielwiese am Seckauer Zinken – ein ziemlich steiler, dicht bewaldeter Berg – ist umzäunt und freigegeben für die große Herausforderung auf vier Rädern.
 
Gefahren wird mit dem Mitsubishi L200 Pick-up – was macht das Auto im Gelände so besonders?
Kompetenz und Erfahrung. Mitsubishi ist eine der führenden Allradmarken und der L200 im Segment der Pick-ups eine Institution. Seit Ende der 70er haben die Japaner viele, viele Millionen davon verkauft, nicht zuletzt dort, wo es dem Material wirklich weh tut, wo Asphalt eben Mangelware ist. Zur robusten Bauweise kommt das gesamte Offroad-Werkzeug aus zuschaltbaren Allradantrieb, Untersetzungsgetriebe und Hinterachssperre. Für die Offroad-Erlebnisse in Spielberg werden sechs L200 eingesetzt, die nur durch die Offroad-Reifen mir etwas tieferem Profil und verstärkter Flanke von der Serie abweichen.
Seit dem kürzlich durchgezogenen technischen Update fährt der L200 mit einen 150 PS starken 2,2-Liter-Diesel, der bis zu 400 Newtonmetern Drehmoment auf die Kurbelwelle wuchtet. Prädestiniert für die Partnerschaft mit Red Bull hat den L200 auch das letzte Facelift, mit der neuen kantigen Mitsubishi-Front ist der Klassiker richtig cool geworden.
Dazu erweitern Annehmlichkeiten wie edles LED-Licht, moderne Multimedia-Schnittstellen oder beheizte Ledersitze den Kundenkreis. Gerade in Österreich sind Pick-ups hochinteressant, weil sie durch den Vorsteuerabzug finanzielle Vorteile für Unternehmer ermöglichen. Ihr Steuerberater ist Pick-up-Fan.
Auf der Schrägfahrt schaut man plötzlich durch das Seitenfenster auf den Boden. Der Instruktor überwacht den Neigungswinkel.Auf der Schrägfahrt schaut man plötzlich durch das Seitenfenster auf den Boden. Der Instruktor überwacht den Neigungswinkel.
Hindernisse verschiedenster Art und Schwierigkeit sind hochverdichtet angelegt und bilden ein 8.000 Quadratmeter großes Trainingsgelände.Hindernisse verschiedenster Art und Schwierigkeit sind hochverdichtet angelegt und bilden ein 8.000 Quadratmeter großes Trainingsgelände.
Starten wir in das Programm. Was erwartet die Teilnehmer?
Da muss man unterscheiden zwischen Experience und Training.
In der sogenannten Offroad-Experience bewegt man sich am 4WD Test Track mit den künstlich angelegten Hindernissen. Die zehn- und dreißigminütigen Varianten sind für erste Offroad-Erlebnisse gedacht, um mal zu probieren, ob es Spaß macht. In den Experience-Varianten über 60 und 90 Minuten werden Schwierigkeitsgrad, Lernkurve und damit die Spannung schon um einiges erhöht.
Im Offroad-Training geht es dann um echte Schulung der Fähigkeiten durch Wiederholung der Übungen, Hintergrundwissen und schrittweise Steigerung. Es gibt wiederum vier Varianten: Drei Stunden am 4WD Test Track oder vier Stunden mit Test Track und Fahren in freier Wildbahn. Dazu kommen die Trainings über einen oder zwei volle Tage, bei denen man sich auf den 550 Hektar am Seckauer Zinken so richtig ausprobieren und austoben kann. Preisrahmen: von 65 Euro für die zehnminütige Experience bis 490 Euro für das eintägige Training inklusive Verpflegung.
 
Wie läuft die Einführung?
Der Instruktor steigt geradewegs und für jeden verständlich in die Offroad-Materie ein. Erklärt wird zunächst das Arbeitsgerät: Wie schalte ich den Allrad zu und was bedeutet er technisch überhaupt (mindestens ein Vorder- und ein Hinterrad wird angetrieben). Was macht das Untersetzungsgetriebe (Verhältnis 2,4 zu 1) und warum erklimme ich damit jede Steigung (funktioniert wie der niedrige Gang beim Fahrrad). Wann brauche ich zusätzlich die Hinterachssperre (wenn es bergauf brenzlig wird) und wann die Bergabfahrkontrolle (wenn es bergab brenzlig wird). Warum machen Eingriffe über die Schaltwippen hinterm Lenkrad Sinn (weil erster und zweiter Gang im Gelände meist reichen).
Weitläufige Erlebniswelt: Die längeren Trainings ab vier Stunden beginnen am 4WD Test Track und führen dann auf die große Spielwiese am Seckauer Zinken.Weitläufige Erlebniswelt: Die längeren Trainings ab vier Stunden beginnen am 4WD Test Track und führen dann auf die große Spielwiese am Seckauer Zinken.
Wie sind die ersten Meter im Gelände?
Gemütliches Warmfahren im Konvoi, bei denen man das Zuschalten von Untersetzung und Sperre ausprobiert und die Grundregeln des Geländefahrens verinnerlicht: Lenkrad schön fest halten (sonst biegt das Auto mal falsch ab). Immer so langsam wie möglich fahren (ein paar km/h zu viel lassen das Auto schon aufsitzen), aber auch so schnell wie nötig (sonst verhungert man in der Steigung).
Wie einen Actionfilm darf man sich das nicht vorstellen, Offroad-Fahren ist Geschicklichkeitssport, bei dem es auf Erfahrung und Gefühl ankommt. Über die Verschränkungspiste zum Beispiel, bei der einzelne Räder des Autos in der Luft sind, kriecht man möglichst behutsam. Aber es geht auch schon in der ersten Stunde durchaus zur Sache. Auf der Schrägfahrt schaut man plötzlich durch das Seitenfenster auf den Boden. Und wenn die Reifen durch den Dreck „zumachen“, ist auf der 60-prozentigen Steigung schon Geschick nötig, um raufzukommen.
 
Wie schauen die Steigerungsstufen aus?
Im Offroad-Training warten am 4WD Test Track Holzweg, Kiesbett und verschiedene komplexe Auffahrten über Felsen, Stufen und Rollen. Auch die Seilwinde muss im Extremfall ausgepackt werden. Beim freien Fahren im steilen 550-Hektar-Wald lassen sich die Lerneffekte dann Stück für Stück in der echten Natur ausprobieren. Das gute Gefühl, an die eigenen Grenzen gegangen zu sein, wird dann ebenso erlebbar, wie die natürlichen Grenzen der Physik.
 
Welche Erfahrungen nimmt man mit?
Dass Offroad-Fahren vom kontrollierten Fahren in der Natur bis zum wilden Motorsport viele Facetten hat. Und dass es richtig Spaß machen kann. Je nachdem wie lange man in Spielberg trainiert, holt man sich im Mitsubishi L200 erste Eindrücke, Basiswissen oder vielleicht schon das Rüstzeug für eine Safari im Geländewagen.

Wie kann man sich anmelden?
Gebucht wird online, einfach auf der Anmeldungsseite von Projekt Spielberg auf den Mitsubsihi L200 klicken.
550 Hektar Wald, eine in Europa einzigartige Vielfalt an Offroad-Strecken und -Möglichkeiten. Hier geht es an die eigenen Grenzen, und die der Physik.550 Hektar Wald, eine in Europa einzigartige Vielfalt an Offroad-Strecken und -Möglichkeiten. Hier geht es an die eigenen Grenzen, und die der Physik.
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT