DS-SIEGER TAYLOR BARNARD
Taylor Barnard: Der Jungstar der Formel E im Interview
DS Automobiles verabschiedet sich glanzvoll mit einem Sieg aus der Formel E – noch dazu mit einem historischen und zukunftsweisenden Erfolg. Taylor Barnard wird in London zum jüngsten Formel-E-Gewinner aller Zeiten. motorprofis.at hat einen der vielversprechensten Piloten der Welt interviewt.
17.08.2026Fotos: FIA Formula E
Für Experten war es nur mehr eine Frage der Zeit. Doch Taylor Barnard ließ sich bis zum letzten Rennen der aktuellen Formel-E-Generation Zeit, um doch noch seinen ersten Sieg einzufahren.
Es ist ein historischer. Denn der erst Zweiundzwanzigjährige wird damit zum jüngsten Sieger der Formel-E-Geschichte.
Und das in einem ganz besonderen Rennen – war es doch das letzte seines Erfolgsteams DS Penske. Der Sieg war da wohl logische Konsequenz und ein krönender Abschluß einer beeindruckenden Ära:
DS Automobiles hat diesen jungen Sport geprägt wie kaum eine andere Marke.
Dass das Team, das oft auf Routiniers wie Jean-Eric Vergne, Andre Lotterer oder zuletzt Maxi Günther setzte, nun ausgerechnet mit einem Teenager-Sieg die Elektro-Serie verlässt, ist spannend.
Aber keine Überraschung: Taylor gilt schon seit Kart-Zeiten als eines der größten Talente der Welt.
Wir trafen ihn vor kurzem in Berlin zum Interview.
Taylor, wir erleben in der Formel E eine Zeit des Umbruchs. Nicht nur bei den Autos geht es hin zur neuen Generation, sondern auch bei den Fahrern. Mit Di Grassi und Buemi verlassen zwei Allzeit-Größen die Bühne. Die Zukunft gehört Leuten wie Dir. Sollte man zumindest glauben.
Als ich in die Formel E gekommen bin, war ich der mit Abstand jüngste Fahrer – der einzige, der sich so früh für diese Serie entschieden hat. Meine Mentalität war also von Anfang an, mich gegen eine Generation von viel erfahreneren Piloten durchsetzen zu müssen. Jetzt und in den kommenden Jahren gehen auch andere jungen Fahrer meinen Weg nach und setzen auch schon früh in ihrer Karriere auf die Formel E. Auch weil man es sich nicht leisten kann, ewig in den Unter-Kategorien des Grand-Prix-Sports zu bewegen und es mehr Sinn macht, auf diese zukunftsträchtige Meisterschaft zu setzen. Es wird also spannend werden, wenn sich meine Generation gegen die nun Älteren wie Antonio Felix da Costa oder Pascal Wehrlein messen wird.
Klingt interessant.
Das ist es. Denn in kaum einer Formel ist Erfahrung so wichtig wie in der Formel E mit all ihren komplexen Aufgabenstellungen. So gesehen weiß ich, dass ich wohl immer besser werden sollte mit mehr Kilometern an am Tacho.
Wie sammelt man Erfahrung möglichst effizient?
Ich habe immer von routinierten Teamkollegen profitiert – sei es Sam Bird bei McLaren und heuer Maxi Günther bei DS. Es sind die kleinen Details an ihrer Arbeit, die man beobachten kann und die einen selbst besser machen können.
Jetzt kommt die neue Generation an Rennwagen.
Ich freue mich total auf die neue Generation, es ist super, superschnell, Der Speed ist aufregend, die Autos werden größer und breiter.
Attraktiv?
Absolut. Eben auch deshalb weil die Formel E nun richtige Raketen hat und weil diese in Zukunft noch schneller und indivudueller werden, wird unsere Meisterschaft für junge Piloten und auch für junge Fans immer interessanter, immer spektakulärer, immer besser.
Wie wichtig ist Strategie?
Traditionell wichtig. Du musst im richtigen Moment die richtigen Schritte setzen. Wenn das Tempo im Lauf zunimmt und das Feld immer schneller wird, dann musst du am Höhepunkt deiner Pace sein um im entscheidenen Augenblick nach vor zu kommen. Da musst du liefern und dieses Timing und dieses Management zu lernen, das ist essentiell. Du muss auf den Punkt da sein.
Du hast verschiedene Nachwuchsklassen durchschritten. Wäre es nun nicht an der Zeit, dass die Formel E selbst auch einen Unterbau in Form einer Art Formel E-Zwei bekommt? So können sich junge Fahrer früh an die spezifischen Aufgabenstellungen des reinen Elektro-Rennsports gewöhnen.
Absolut. Ich denke, das wäre keine schlechte Idee. Erst recht jetzt, da ja genügend ausrangierte Autos der bisherigen Generation zur Verfügung stehen und diese ja noch gefahren werden könnten. Aber im Detail habe ich mich noch nicht damit beschäftigt. Aber es ist auch gut für die Fans, wir haben hier ja doch wesentlich weniger Rahmenrennen als andere Serien. Da würde sich ein Nachwuchsrennen gut machen.
Wobei der Nachwuchs sich schwer tut. Die Kosten sind enorm.
Absolut. Ich komme ja aus einer normalen Arbeiterfamilie und habe mit dem Kartfahren begonnen, weil es auch mein Vater getan hat. Die Kosten sind aber fast unfinanzierbar. Deshalb war ich auch froh, ein Angebot von McLaren zu bekommen. Leider stiegen die aus, wie nun auch DS. Nun hoffe ich auf meine Chance in der nächsten Saison. Ich kann aber noch nichts Konkretes sagen.
Es ist ein historischer. Denn der erst Zweiundzwanzigjährige wird damit zum jüngsten Sieger der Formel-E-Geschichte.
Und das in einem ganz besonderen Rennen – war es doch das letzte seines Erfolgsteams DS Penske. Der Sieg war da wohl logische Konsequenz und ein krönender Abschluß einer beeindruckenden Ära:
154 Rennen.
4 WM-Titel.
19 Siege.
56 Podien.
26 Pole Positions.
DS Automobiles hat diesen jungen Sport geprägt wie kaum eine andere Marke.
Dass das Team, das oft auf Routiniers wie Jean-Eric Vergne, Andre Lotterer oder zuletzt Maxi Günther setzte, nun ausgerechnet mit einem Teenager-Sieg die Elektro-Serie verlässt, ist spannend.
Aber keine Überraschung: Taylor gilt schon seit Kart-Zeiten als eines der größten Talente der Welt.
Wir trafen ihn vor kurzem in Berlin zum Interview.
Taylor, wir erleben in der Formel E eine Zeit des Umbruchs. Nicht nur bei den Autos geht es hin zur neuen Generation, sondern auch bei den Fahrern. Mit Di Grassi und Buemi verlassen zwei Allzeit-Größen die Bühne. Die Zukunft gehört Leuten wie Dir. Sollte man zumindest glauben.
Als ich in die Formel E gekommen bin, war ich der mit Abstand jüngste Fahrer – der einzige, der sich so früh für diese Serie entschieden hat. Meine Mentalität war also von Anfang an, mich gegen eine Generation von viel erfahreneren Piloten durchsetzen zu müssen. Jetzt und in den kommenden Jahren gehen auch andere jungen Fahrer meinen Weg nach und setzen auch schon früh in ihrer Karriere auf die Formel E. Auch weil man es sich nicht leisten kann, ewig in den Unter-Kategorien des Grand-Prix-Sports zu bewegen und es mehr Sinn macht, auf diese zukunftsträchtige Meisterschaft zu setzen. Es wird also spannend werden, wenn sich meine Generation gegen die nun Älteren wie Antonio Felix da Costa oder Pascal Wehrlein messen wird.
Klingt interessant.
Das ist es. Denn in kaum einer Formel ist Erfahrung so wichtig wie in der Formel E mit all ihren komplexen Aufgabenstellungen. So gesehen weiß ich, dass ich wohl immer besser werden sollte mit mehr Kilometern an am Tacho.
Wie sammelt man Erfahrung möglichst effizient?
Ich habe immer von routinierten Teamkollegen profitiert – sei es Sam Bird bei McLaren und heuer Maxi Günther bei DS. Es sind die kleinen Details an ihrer Arbeit, die man beobachten kann und die einen selbst besser machen können.
Jetzt kommt die neue Generation an Rennwagen.
Ich freue mich total auf die neue Generation, es ist super, superschnell, Der Speed ist aufregend, die Autos werden größer und breiter.
Attraktiv?
Absolut. Eben auch deshalb weil die Formel E nun richtige Raketen hat und weil diese in Zukunft noch schneller und indivudueller werden, wird unsere Meisterschaft für junge Piloten und auch für junge Fans immer interessanter, immer spektakulärer, immer besser.
Wie wichtig ist Strategie?
Traditionell wichtig. Du musst im richtigen Moment die richtigen Schritte setzen. Wenn das Tempo im Lauf zunimmt und das Feld immer schneller wird, dann musst du am Höhepunkt deiner Pace sein um im entscheidenen Augenblick nach vor zu kommen. Da musst du liefern und dieses Timing und dieses Management zu lernen, das ist essentiell. Du muss auf den Punkt da sein.
Du hast verschiedene Nachwuchsklassen durchschritten. Wäre es nun nicht an der Zeit, dass die Formel E selbst auch einen Unterbau in Form einer Art Formel E-Zwei bekommt? So können sich junge Fahrer früh an die spezifischen Aufgabenstellungen des reinen Elektro-Rennsports gewöhnen.
Absolut. Ich denke, das wäre keine schlechte Idee. Erst recht jetzt, da ja genügend ausrangierte Autos der bisherigen Generation zur Verfügung stehen und diese ja noch gefahren werden könnten. Aber im Detail habe ich mich noch nicht damit beschäftigt. Aber es ist auch gut für die Fans, wir haben hier ja doch wesentlich weniger Rahmenrennen als andere Serien. Da würde sich ein Nachwuchsrennen gut machen.
Wobei der Nachwuchs sich schwer tut. Die Kosten sind enorm.
Absolut. Ich komme ja aus einer normalen Arbeiterfamilie und habe mit dem Kartfahren begonnen, weil es auch mein Vater getan hat. Die Kosten sind aber fast unfinanzierbar. Deshalb war ich auch froh, ein Angebot von McLaren zu bekommen. Leider stiegen die aus, wie nun auch DS. Nun hoffe ich auf meine Chance in der nächsten Saison. Ich kann aber noch nichts Konkretes sagen.
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Cockpit-Wechsel: Nach seinen Leistungen bei McLaren und nun DS ist Taylor Barnard reif für eine neue Aufgabe.
Die ganze Saison über hatte Taylor Barnard immer wieder gute Momente, hier etwa in Berlin.
Sternstunde und Feuerwerk: Mit dem Sieg in London findet die DS-Ära einen wunderbaren Abschluss.
Das Nachrennen in Japan war einer der Höhepunkte der Saison.
Am Ende muss die Eins stehen: Taylor Barnard in London.
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Merken Sie sich diesen Mann: Taylor Barnard.
London calling.
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