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Vorstellung: Audi Q4

Vorstellung: Audi Q4

Die Mitte stärken

Mit familientauglichem Stauraum, Beinfreiheit für alle und Preisen ab 45.000 Euro ist der Audi Q4 ein wohlfeiles Premiumangebot der Mitte. Gegen die wachsende Konkurrenz wehrt sich der Ingolstädter mit edlerem Look und Interieur sowie höherer Reichweite und Ladeleistung. Durch bidirektionales Laden ist das SUV nun auch ein Batteriespeicher für Zuhause.
Um welches Auto geht es?
Der Q4 e-tron ist 2021 gestartet und derzeit das kompakteste Elektroauto im Audi-Portfolio. Aber was heißt schon kompakt, mit über 4,60 Metern Länge bildet dieses Segment inzwischen die familienfreundliche Mitte, quasi die neue Mittelklasse. Genau dort wächst die Konkurrenz derzeit enorm. Gefühlt stellt sich jeden Monat ein neues chinesisches SUV vor, das zwar in Bezug auf Lenkung und Fahrwerk kein Audi, aber familientauglich, preislich attraktiv und elektrotechnisch gut drauf ist. Doch Audi und erst Recht die international erfolgreiche österreichische Handelsgesellschaft Porsche Holding wissen sich zu wehren: Das Upgrade von 2026 stärkt den Q4 mit edlerem Look und Interieur sowie höherer Reichweite und Ladeleistung, aber auch bidirektionalem Laden. Gleichzeitig sinkt er Einstiegspreis auf de facto 45.000 Euro. Das ist zwar immer noch höher als bei der chinesischen Konkurrenz, aber auch nicht so weit weg, für einen Audi jedenfalls eine sehr freundliches Pricing.
Bei Audi parkt sich der Q4 zwischen die Verbrenner-Modelle Q3 und Q5, aber näher am Q3. Von den zwei Kollegen bekannt ist auch die Sportback-Schrägheckvariante als Alternative zum Steilheck. Technisch basiert der Q4 e-tron auf der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns und ist darüber mit VW ID.4/ID.5 sowie Skoda Enyaq verwandt, die Stromer werden auch im gleichen Werk in Zwickau/Deutschland gebaut. An den Oberflächen war von der Gemeinschaftsproduktion nie was zu sehen, gerade mit dem 2026er-Upgrade hat sich der Q4 aber nochmal stärker von der Plattform emanzipiert und ist vor allem im Auftritt etwas näher an den deutlich teureren Audi Q6 e-tron herangerückt, der sich die High-Tech-Plattform PPE unter anderem mit dem Porsche Macan teilt.
Der Look des Q4 e-tron wird edler, weil die Flächen bündig und markante Passagen jetzt in Wagenfarbe ausgeführt sind.Der Look des Q4 e-tron wird edler, weil die Flächen bündig und markante Passagen jetzt in Wagenfarbe ausgeführt sind.
Vorne leuchten digitale LEDs in einzelnen Segmenten.Vorne leuchten digitale LEDs in einzelnen Segmenten.
Hinten setzten die digitale OLED-Heckleuchten Akzente.Hinten setzten die digitale OLED-Heckleuchten Akzente.
Der neue Look wertet den Auftritt auf, das ergibt atmosphärisch eine Annäherung an größere Modelle wie den Q6.Der neue Look wertet den Auftritt auf, das ergibt atmosphärisch eine Annäherung an größere Modelle wie den Q6.
Wie hat Audi das Design angelegt?
Der Look des Q4 e-tron wird edler, weil die Flächen bündig und markante Passagen wie der Singleframe, die Radhauseinfassungen und die Stoßfänger-Abschlüsse jetzt in Wagenfarbe ausgeführt sind. Auch die neuen Felgendesigns, darunter mehrere von Audi Sport, werten den Auftritt auf. Das ergibt atmosphärisch eine Annäherung an größere Modelle wie den Q6, ist also ein echtes Upgrade. Hochwertig ist auch die Lichttechnik: Vorne leuchten digitale LEDs in einzelnen Segmenten, dadurch können unterschiedliche Tagfahrlicht-Signaturen ausgewählt werden. Hinten setzten die digitale OLED-Heckleuchten der zweiten Generation Designakzente und können über das Annäherungslicht andere Autos vor zu geringem Abstand warnen.
 
Was bietet der Innenraum?
Das Interieur ist vollkommen neu und fühlt sich um zwei Klassen hochwertiger als bisher an. Ein Soft-Touch-Armaturenbrett und weiche Türverkleidungen tragen ebenso zum wohnlichen Ambiente bei wie mattgraue Dekorelemente, die die schmutzempfindlichen schwarzglänzenden Applikationen ersetzten. Der Fahrer blickt nun auf ein riesiges Panoramadisplay mit 11,9-Kombiinstrument und 12,8-Zoll-Touchscreen. Optional gibt zusätzlich es ein 12-Zoll-Beifahrerdisplay, auf dem Filme im „Privacy Mode“ Filme laufen, also ohne den Lenker zu stören. Die Sprachbedienung wurde erweitert und die Anbindung an ChatGPT ermöglicht Fragen an die KI.
Noch nicht ganz mit dem neuen Level ist die Ausführung von Lenkradkranz und Logo darauf. Die Lenkradfernbedienung hat nun wieder Walzen und haptisch getrennte Ebenen, auf der glatten Oberfläche bleiben aber kleine Tapser zurück.
Für beide Karosserievarianten gilt: Das Kofferraumvolumen von 515 bis 1.487 Litern ist großzügig und familientauglich. Die Heckklappe öffnet und schließt nun serienmäßig elektrisch. Pluspunkte wird im Familienrat auch die Beinfreiheit in der zweiten Reihe einbringen, die Elektro-Plattform kann da einiges mehr herausholen als bei vergleichbar großen Verbrenner-Modellen.
Soft-Touch-Armaturenbrett, weiche Türverkleidungen, Panoramadisplay: Das Interieur ist vollkommen neu und fühlt sich um zwei Klassen hochwertiger an.Soft-Touch-Armaturenbrett, weiche Türverkleidungen, Panoramadisplay: Das Interieur ist vollkommen neu und fühlt sich um zwei Klassen hochwertiger an.
Mattgraue Dekorelemente ersetzten die schmutzempfindlichen schwarzen.Mattgraue Dekorelemente ersetzten die schmutzempfindlichen schwarzen.
Platz nehmen ab rund 45.000 Euro, ein wohlfeiles Premiumangebot.Platz nehmen ab rund 45.000 Euro, ein wohlfeiles Premiumangebot.
Das Kofferraumvolumen von 515 bis 1.487 Litern ist großzügig. Die Heckklappe öffnet und schließt nun serienmäßig elektrisch.Das Kofferraumvolumen von 515 bis 1.487 Litern ist großzügig. Die Heckklappe öffnet und schließt nun serienmäßig elektrisch.
Was wird technisch geboten?
Seit 2024 kommt im Q4 e-tron ein neu entwickelter Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM) an der Hinterachse zum Einsatz, der ein verbessertes Thermomanagement hat und insgesamt effizienter ist. Updates machen den Antrieb nun nochmal sparsamer, die kombinierte WLTP-Reichweite steigt auf bis zu 577 Kilometer. Die größere 77-kWh-Batterie kann mit bis zu 185 kW DC (statt bisher 175 kW) laden. Im Idealfall dauert es 27 Minuten von zehn bis 80 Prozent, oder anders gesagt: In zehn Minuten sind bis zu 185 Kilometer Reichweite möglich.
SUV und Sportback gibt es jeweils mit den Batteriegrößen 59 kWh und 77 kWh (netto). Die Modelle mit Heckantrieb haben 204 PS/350 Newtonmeter und 286 PS/545 Newtonmeter, die quattro-Modelle mit zusätzlichem Motor vorne kommen auf 299 PS/350 Newtonmeter und 340 PS/545 Newtonmeter. Auf 1.800 Kilo erhöht wurde die Anhängelast mit quattro-Antrieb. Je nach Modell liegt die Höchstgeschwindigkeit zwischen 160 und 180 km/h, der Sprint auf Hundert gelingt in 5,4 bis 81, Sekunden.
Als erster Audi kann der Q4 e-tron bidirektional Laden. Mit Vehicle-to-Load (V2L) stehen über
die Haushaltssteckdose im Kofferraum 2,3 kW/230 V Wechselstrom zu Verfügung, über einen Adapter an der seitlichen Ladebuchse 2,3/3,6 kW. Zusätzlich ist das Auto für Vehicle-to-Home-Szenarios (V2H) bereit, dann dient die Hochvoltbatterie als zusätzlicher Stromspeicher für ein Haus, was in Kombination mit der Photovoltaikanlage besonders sinnvoll ist. Bei einem Ladestand von 20 bis 80 Prozent kann über eine DC-Wallbox Energie aus der
Q4-Hochvoltbatterie in den Haushalt übertragen werden.
 
Wie liegt der Q4 e-tron preislich?
Mit Preisen ab rund 45.000 Euro ist der Audi Q4 ein wohlfeiles Premiumangebot der Mitte. Da sind auch die vielen chinesischen Kampfangebote im mittelgroßen SUV-Segment zumindest in Reichweite. Aktuell wird die Baureihe für Privatkunden um 3.000 Euro vergünstigt, das bedeutet: Der Q4 e-tron startet laut Liste bei 48.676 Euro, für Privatleute aber de facto bei 45.676 Euro. Der Sportback wiederum bei 50.596 Euro laut Liste, aber durch den Bonus bei 47.596 Euro. 
 
Das Fazit?
Was heißt hier kompakt – mit über 4,60 Metern Länge bildet das Q4-Segment längst die familienfreundliche Mitte. Genau dort wächst die Konkurrenz derzeit enorm, aber Audi wehrt sich gegen die vielen Herausforderer: Das Upgrade von 2026 stärkt den Q4 mit edlerem Look und Interieur sowie höherer Reichweite und Ladeleistung, aber auch bidirektionalem Laden. Gleichzeitig sinkt er Einstiegspreis auf rund 45.000 Euro. Das ist zwar immer noch höher, aber nicht so weit weg von den neuen chinesischen SUVs, die in Bezug auf Image, Lenkung und Fahrwerk eben kein Audi sind.
Fazit von Motorprofis-Redakteur Fabian Steiner: „Das Upgrade von 2026 stärkt den Q4 mit edlerem Look und Interieur sowie höherer Reichweite und Ladeleistung, aber auch bidirektionalem Laden. Gleichzeitig sinkt er Einstiegspreis auf rund 45.000 Euro.Fazit von Motorprofis-Redakteur Fabian Steiner: „Das Upgrade von 2026 stärkt den Q4 mit edlerem Look und Interieur sowie höherer Reichweite und Ladeleistung, aber auch bidirektionalem Laden. Gleichzeitig sinkt er Einstiegspreis auf rund 45.000 Euro."
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