Test: Audi Q3
Da weiß man was man hat
In Zeiten des Umbruchs setzt Audis Kompakt-SUV auf hochwertige Evolution: Der Q3 pflegt den soliden Fahrstil der Marke und integriert das Cockpit-Gefühl aus der Oberklasse. Als Statussymbol der traditionellen Art begünstigt er auch interne Transfers.
14.01.2026Fotos: FOTObyHOFER/Christian Hofer
Um wen geht es?
Die ersten zwei Q3-Generationen gehörten zu den beliebtesten Audis ihrer Zeit und parken heute, wenn schon nicht an jeder, so zumindest an vielen Ecken. Die dritte Auflage trifft nun auf einen Kompakt-SUV-Markt im Umbruch: Eine nahezu unüberschaubare Menge an Konkurrenten fischt inzwischen im selben großen Teich und gefühlt kommt gerade jede Woche noch ein weiteres chinesisches Modell dazu. Dass die Ankunft von BYD, Omoda, Jaecoo und Co. selbst Premiummarken nicht unbeeindruckt lässt, wissen wir inzwischen. Aber auch traditionelle Mainstreamanbieter von Peugeot bis Kia positionieren ihre Autos tendenziell höher, dazu kommen natürlich die klassischen Premiumkonkurrenten wie BMW X1, Mercedes GLA und Range Rover Evoque, sowie die konzerninternen MQB-Evo-Plattformbrüder Cupra Terramar und VW Tiguan. Und wie reagiert Audi auf den perfekten Sturm? Gelassen. Die Revolutionen bleiben aus. Der neue Q3 ist eine hochwertige Evolution, eine gezielte Weiterentwicklung der vorhandenen Optik und Technik, nach dem Motto: Wir wissen was wir tun und Sie wissen, was Sie bekommen.
Wie schaut er aus?
Im heutigen Kontext mit den vielen Newcomern ist Audi ein traditioneller Ausdruck von Wohlstand. Das gilt auch für den Q3, bei dem es im Detail so manchen Eyecatcher gibt, der aber insgesamt die Linienführung der Q-Baureihen weiterführt. Das Audi Concept C kündigt möglicherweise eine Designrevolution der Marke an, aber vorläufig sind neue Modelle noch grundsätzlich vertraute Anblicke. Dass diese optische Kontinuität nicht langweilig ist, zeigt der Q3 mit einer sportlicheren, kraftvolleren und selbstbewussten Karosserie. Das immerhin 4,53 Meter lange Auto (ein Plus von vier Zentimetern) dürfte in dieser Form nicht nur den Q3-Fans gut gefallen, sondern auch interne Transfers von Q5-Fahrern ermöglichen, der kleineren Bruder ist jetzt ein durchaus ebenbürtiges Statussymbol.
Front und Seite sind sehr klassisch gezeichnet, am Heck ist relativ viel los. Wie bisher gibt es alternativ vom normalen Q3 die Sportback-Variante mit Schrägheck, was eine Designentscheidung ist und ein kleines bisschen vom Maximal-Kofferraumvolumen wegzwickt. Geschmackssache sind für uns die Anbauteile in glänzendem Schwarz und die auf Wunsch rot leuchtenden Audi-Ringe, Highlights im Wortsinn sind die mehrteiligen OLED-Rückleuchten und die erstmals in dieser Klasse angebotenen Matrix-Scheinwerfer mit über 25.000 Mikro-LEDs.
Die ersten zwei Q3-Generationen gehörten zu den beliebtesten Audis ihrer Zeit und parken heute, wenn schon nicht an jeder, so zumindest an vielen Ecken. Die dritte Auflage trifft nun auf einen Kompakt-SUV-Markt im Umbruch: Eine nahezu unüberschaubare Menge an Konkurrenten fischt inzwischen im selben großen Teich und gefühlt kommt gerade jede Woche noch ein weiteres chinesisches Modell dazu. Dass die Ankunft von BYD, Omoda, Jaecoo und Co. selbst Premiummarken nicht unbeeindruckt lässt, wissen wir inzwischen. Aber auch traditionelle Mainstreamanbieter von Peugeot bis Kia positionieren ihre Autos tendenziell höher, dazu kommen natürlich die klassischen Premiumkonkurrenten wie BMW X1, Mercedes GLA und Range Rover Evoque, sowie die konzerninternen MQB-Evo-Plattformbrüder Cupra Terramar und VW Tiguan. Und wie reagiert Audi auf den perfekten Sturm? Gelassen. Die Revolutionen bleiben aus. Der neue Q3 ist eine hochwertige Evolution, eine gezielte Weiterentwicklung der vorhandenen Optik und Technik, nach dem Motto: Wir wissen was wir tun und Sie wissen, was Sie bekommen.
Wie schaut er aus?
Im heutigen Kontext mit den vielen Newcomern ist Audi ein traditioneller Ausdruck von Wohlstand. Das gilt auch für den Q3, bei dem es im Detail so manchen Eyecatcher gibt, der aber insgesamt die Linienführung der Q-Baureihen weiterführt. Das Audi Concept C kündigt möglicherweise eine Designrevolution der Marke an, aber vorläufig sind neue Modelle noch grundsätzlich vertraute Anblicke. Dass diese optische Kontinuität nicht langweilig ist, zeigt der Q3 mit einer sportlicheren, kraftvolleren und selbstbewussten Karosserie. Das immerhin 4,53 Meter lange Auto (ein Plus von vier Zentimetern) dürfte in dieser Form nicht nur den Q3-Fans gut gefallen, sondern auch interne Transfers von Q5-Fahrern ermöglichen, der kleineren Bruder ist jetzt ein durchaus ebenbürtiges Statussymbol.
Front und Seite sind sehr klassisch gezeichnet, am Heck ist relativ viel los. Wie bisher gibt es alternativ vom normalen Q3 die Sportback-Variante mit Schrägheck, was eine Designentscheidung ist und ein kleines bisschen vom Maximal-Kofferraumvolumen wegzwickt. Geschmackssache sind für uns die Anbauteile in glänzendem Schwarz und die auf Wunsch rot leuchtenden Audi-Ringe, Highlights im Wortsinn sind die mehrteiligen OLED-Rückleuchten und die erstmals in dieser Klasse angebotenen Matrix-Scheinwerfer mit über 25.000 Mikro-LEDs.
Gezielte Weiterentwicklung: Der Q3 setzt die Linienführung der Q-Baureihen fort. Front und Seite sind sehr klassisch gezeichnet, am Heck ist relativ viel los.
Highlights im Wortsinn: Die mehrteiligen OLED-Rückleuchten und …
… erstmals in der Klasse Matrix-Scheinwerfer mit über 25.000 Mikro-LEDs.
Dass die optische Kontinuität nicht langweilig ist, zeigt der Q3 mit einer sportlicheren, kraftvolleren und selbstbewussten Karosserie.Was wird innen geboten?
Man braucht kurz, bis man mit dem Q3-Interieur warm wird, wächst dann aber eng zusammen, weil Bedienung und Ambiente hochseriös und damit sympathisch sind. Mit den modernen Bildschirmen, die nahezu so groß wie in den Oberklassemodellen sind, transferiert Audi auch das Cockpit-Gefühl von dort. Vom Fahrersitz aus gesehen ist der Q3 einem A6 und seiner Hightech-Atmosphäre durchaus ähnlich. Angenehmerweise gibt es trotzdem traditionelle Knöpfe, Schalter und Drehregler für Bereiche wie Motor starten, Fenster heben und Musiklautstärke verändern, auch die fixe Temperaturleiste im unteren Bereich des 12,8-Zoll-Touchscreens hilft in der Praxis sehr. Generell sind wir mit dem Multimediasystem gut zurechtgekommen, es reagiert schnell und ermöglicht durch die fixe vertikale Leiste den unkomplizierten Wechsel zwischen Audi-Software und Android Auto/Apple CarPlay. Das 11,9 Zoll große Kombiinstrument vor dem Fahrer ist sehr übersichtlich, könnte aber etwas spannendere Layouts vertragen.
Rechts hinter dem Lenkrad ragt der Gangwahlhebel aus der Lenksäule, das ist angenehm in der Bedienung und schafft Platz in der Mittelkonsole. Dass Audi die herkömmlichen Blinker- und Scheibenwischerhebel rausgeschmissen und diese Funktionen linker Hand in ein neues Instrument integriert hat, braucht kurze Gewöhnungszeit, funktioniert dann aber einwandfrei. Das große flache Element sieht ungewohnt aus und macht beim Betätigen des Blinkers ein Knacken, dass nach dem ersten Schreck kultig klingt.
Für angemessen hochwertiges Ambiente sorgen Textil und Holz am Armaturenbrett sowie auch darüber hinaus weiche Materialien in den oberen Bereichen des Innenraums. Nur der Lenkradkranz und das dort platzierte Audi-Logo könnten ruhig eleganter sein. Leder wird rarer, selbst im „S line“-Interieur des Testwagens waren Recycling-Stoffe verarbeitet. Dass es keine Echtleder-Vollausstattung gibt, dürfte Traditionalisten enttäuschen. Die Qualität der Sitze ist hervorragend, sie sind bequem auf langen Strecken und haben viele Verstellmöglichkeiten, darunter auch ausfahrbare Sitzflächen. Vorne gibt’s selbst für Großgewachsene ausreichend Platz, hinten geht’s ganz gut, zu fünft wird es eng. Im Klassenschnitt für ein Kompakt-SUV sind die 488 Liter bis 1.386 Liter Kofferraumvolumen, die verschiebbare Rückbank erhöht die Variabilität. Wer noch mehr mitnehmen will, kann im Q3 auf bis zu 2.100 Kilo Anhängelast zurückgreifen.
Man braucht kurz, bis man mit dem Q3-Interieur warm wird, wächst dann aber eng zusammen, weil Bedienung und Ambiente hochseriös und damit sympathisch sind. Mit den modernen Bildschirmen, die nahezu so groß wie in den Oberklassemodellen sind, transferiert Audi auch das Cockpit-Gefühl von dort. Vom Fahrersitz aus gesehen ist der Q3 einem A6 und seiner Hightech-Atmosphäre durchaus ähnlich. Angenehmerweise gibt es trotzdem traditionelle Knöpfe, Schalter und Drehregler für Bereiche wie Motor starten, Fenster heben und Musiklautstärke verändern, auch die fixe Temperaturleiste im unteren Bereich des 12,8-Zoll-Touchscreens hilft in der Praxis sehr. Generell sind wir mit dem Multimediasystem gut zurechtgekommen, es reagiert schnell und ermöglicht durch die fixe vertikale Leiste den unkomplizierten Wechsel zwischen Audi-Software und Android Auto/Apple CarPlay. Das 11,9 Zoll große Kombiinstrument vor dem Fahrer ist sehr übersichtlich, könnte aber etwas spannendere Layouts vertragen.
Rechts hinter dem Lenkrad ragt der Gangwahlhebel aus der Lenksäule, das ist angenehm in der Bedienung und schafft Platz in der Mittelkonsole. Dass Audi die herkömmlichen Blinker- und Scheibenwischerhebel rausgeschmissen und diese Funktionen linker Hand in ein neues Instrument integriert hat, braucht kurze Gewöhnungszeit, funktioniert dann aber einwandfrei. Das große flache Element sieht ungewohnt aus und macht beim Betätigen des Blinkers ein Knacken, dass nach dem ersten Schreck kultig klingt.
Für angemessen hochwertiges Ambiente sorgen Textil und Holz am Armaturenbrett sowie auch darüber hinaus weiche Materialien in den oberen Bereichen des Innenraums. Nur der Lenkradkranz und das dort platzierte Audi-Logo könnten ruhig eleganter sein. Leder wird rarer, selbst im „S line“-Interieur des Testwagens waren Recycling-Stoffe verarbeitet. Dass es keine Echtleder-Vollausstattung gibt, dürfte Traditionalisten enttäuschen. Die Qualität der Sitze ist hervorragend, sie sind bequem auf langen Strecken und haben viele Verstellmöglichkeiten, darunter auch ausfahrbare Sitzflächen. Vorne gibt’s selbst für Großgewachsene ausreichend Platz, hinten geht’s ganz gut, zu fünft wird es eng. Im Klassenschnitt für ein Kompakt-SUV sind die 488 Liter bis 1.386 Liter Kofferraumvolumen, die verschiebbare Rückbank erhöht die Variabilität. Wer noch mehr mitnehmen will, kann im Q3 auf bis zu 2.100 Kilo Anhängelast zurückgreifen.
Mit den modernen Bildschirmen, die nahezu so groß wie in den Oberklassemodellen sind, transferiert Audi auch das Cockpit-Gefühl von dort.
Sieht ungewohnt aus und macht beim Blinken ein kultiges Knacken.
Das Kombiinstrument ist übersichtlich, die Layouts könnten spannender sein.
Das Multimediasystem reagiert schnell und ermöglicht durch die fixe vertikale Leiste den leichten Wechsel zwischen Audi und Android Auto/Apple CarPlay.
Hochwertiges Ambiente dank Textil und Holz am Armaturenbrett.
Leder wird rarer: S line-Interieur des Testwagens mit Recycling-Stoffen.
Im Kompakt-SUV-Klassenschnitt sind die 488 Liter bis 1.386 Liter Kofferraumvolumen. Laden zahlt sich aus: Circa 90 Kilometer E-Reichweite in der Praxis.Wie fährt er sich?
Das solide Fahrgefühl der Marke, mit einer angenehmen Mischung aus Präzision beim Einlenken und Stabilität beim Schnellfahren, bringt auch auch der Q3 mit. Das niedrige Innengeräuschniveau unterstreicht den Premiumcharakter. Ein weiterentwickeltes adaptives Fahrwerk ermöglicht spürbare Spreizung im Spektrum zwischen eher straff und ziemlich straff. Die 20-Zoll-Räder von Audi Sport erzeugen bei gröberen Unebenheiten deutlich vernehmbare Abrollgeräusche, obwohl die Felgen so fesch sind, würden wir hier auf 19 oder 18 Zoll wechseln, um den Komfort zu erhöhen.
Bei der Motorisierung würden wir nicht den 1,5-Liter-Basis-Benziner mit 150 PS wählen, sondern 3.000 Euro drauflegen. Dafür gibt es den guten alten 2,0-Liter-Diesel, den früher alle liebten, der heute aber schon fast unter Geheimtipp läuft. Von unten heraus kraftvoll, komfortabel im Alltag und dabei höchst sparsam, ist er weiterhin ein idealer Antrieb für ein SUV dieser Größe. Alternativ gibt es für denselben Preisaufschlag einen e-Hybrid mit 272 PS Systemleistung, den vor allem Hausbesitzer mit eigener Stromerzeugung unbedingt nehmen sollten: Wenn seine 25,7-kWh-Hochvoltbatterie geladen ist, fährt er allein mit seinem Elektromotor, dessen 116 PS und 330 Newtonmeter dafür nicht nur ausreichend sind, sondern im Alltag sogar das spritzige E-Auto-Beschleunigungsgefühl aufkommen lassen. Zwar war die rein elektrische Reichweite von bis zu 120 Kilometern im Test bei null Grad Außentemperatur nahezu halbiert, was bei warmem Wetter auf bis zu 80, 90 Kilometer rauslaufen wird – aber für den täglichen Bedarf wird es in neun von zehn Fällen so oder so locker reichen. Wer gar nicht lädt, kommt übrigens auf rund sieben Liter Verbrauch im Schnitt. Trotz der hohen Gesamtleistung, darf man sich die Beschleunigung natürlich nicht so souverän wie bei einem Sechszylinder mit über 250 PS vorstellen, der 1,5-Liter-Vierzylinder dreht bei Vollgas hörbar hoch und wirkt ein bisschen angestrengt. Besser setzt man auf mittelstarkes Beschleunigen, das den Elektroschub gut ausnutzt, dann ist der Q3 sehr komfortabel und auch ziemlich flott unterwegs.
Wie schaut es preislich aus?
Die Inflation macht vor einem Q3 nicht halt, man muss schon um die 20 Prozent mehr als beim Vorgänger zahlen. Die Preisliste beginnt bei 46.900 Euro für den Q3 TFSI mit 150 PS. Die PHEV-Variante Q3 e-hybrid mit 272 PS und den 2,0 TDI mit 150 PS gibt es ab 49.900 Euro. Über Pakte und Sonderausstattungen lassen sich wie gewohnt weitere 10.000 bis 20.000 Euro auf die Rechnung packen.
Das Fazit?
In einem Kompakt-SUV-Markt im Umbruch setzt der Q3 auf Stabilität: Er ist nicht nur optisch ein Statussymbol der traditionellen Art, sondern auch technisch eine hochwertige Evolution. Sein Diesel bleibt ein Tipp und der aufladbare Hybrid ist ideal für Hausbesitzer mit eigener Stromproduktion. Mit den großen Bildschirmen wird das Cockpit-Gefühl der Oberklassemodelle integriert. Die kraftvolle Karosserie dürfte den Q3-Fans gefallen und auch markeninterne Transfers vom Q5 ermöglichen.
Das solide Fahrgefühl der Marke, mit einer angenehmen Mischung aus Präzision beim Einlenken und Stabilität beim Schnellfahren, bringt auch auch der Q3 mit. Das niedrige Innengeräuschniveau unterstreicht den Premiumcharakter. Ein weiterentwickeltes adaptives Fahrwerk ermöglicht spürbare Spreizung im Spektrum zwischen eher straff und ziemlich straff. Die 20-Zoll-Räder von Audi Sport erzeugen bei gröberen Unebenheiten deutlich vernehmbare Abrollgeräusche, obwohl die Felgen so fesch sind, würden wir hier auf 19 oder 18 Zoll wechseln, um den Komfort zu erhöhen.
Bei der Motorisierung würden wir nicht den 1,5-Liter-Basis-Benziner mit 150 PS wählen, sondern 3.000 Euro drauflegen. Dafür gibt es den guten alten 2,0-Liter-Diesel, den früher alle liebten, der heute aber schon fast unter Geheimtipp läuft. Von unten heraus kraftvoll, komfortabel im Alltag und dabei höchst sparsam, ist er weiterhin ein idealer Antrieb für ein SUV dieser Größe. Alternativ gibt es für denselben Preisaufschlag einen e-Hybrid mit 272 PS Systemleistung, den vor allem Hausbesitzer mit eigener Stromerzeugung unbedingt nehmen sollten: Wenn seine 25,7-kWh-Hochvoltbatterie geladen ist, fährt er allein mit seinem Elektromotor, dessen 116 PS und 330 Newtonmeter dafür nicht nur ausreichend sind, sondern im Alltag sogar das spritzige E-Auto-Beschleunigungsgefühl aufkommen lassen. Zwar war die rein elektrische Reichweite von bis zu 120 Kilometern im Test bei null Grad Außentemperatur nahezu halbiert, was bei warmem Wetter auf bis zu 80, 90 Kilometer rauslaufen wird – aber für den täglichen Bedarf wird es in neun von zehn Fällen so oder so locker reichen. Wer gar nicht lädt, kommt übrigens auf rund sieben Liter Verbrauch im Schnitt. Trotz der hohen Gesamtleistung, darf man sich die Beschleunigung natürlich nicht so souverän wie bei einem Sechszylinder mit über 250 PS vorstellen, der 1,5-Liter-Vierzylinder dreht bei Vollgas hörbar hoch und wirkt ein bisschen angestrengt. Besser setzt man auf mittelstarkes Beschleunigen, das den Elektroschub gut ausnutzt, dann ist der Q3 sehr komfortabel und auch ziemlich flott unterwegs.
Wie schaut es preislich aus?
Die Inflation macht vor einem Q3 nicht halt, man muss schon um die 20 Prozent mehr als beim Vorgänger zahlen. Die Preisliste beginnt bei 46.900 Euro für den Q3 TFSI mit 150 PS. Die PHEV-Variante Q3 e-hybrid mit 272 PS und den 2,0 TDI mit 150 PS gibt es ab 49.900 Euro. Über Pakte und Sonderausstattungen lassen sich wie gewohnt weitere 10.000 bis 20.000 Euro auf die Rechnung packen.
Das Fazit?
In einem Kompakt-SUV-Markt im Umbruch setzt der Q3 auf Stabilität: Er ist nicht nur optisch ein Statussymbol der traditionellen Art, sondern auch technisch eine hochwertige Evolution. Sein Diesel bleibt ein Tipp und der aufladbare Hybrid ist ideal für Hausbesitzer mit eigener Stromproduktion. Mit den großen Bildschirmen wird das Cockpit-Gefühl der Oberklassemodelle integriert. Die kraftvolle Karosserie dürfte den Q3-Fans gefallen und auch markeninterne Transfers vom Q5 ermöglichen.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Der Q3 setzt auf Stabilität und ist nicht nur optisch ein Statussymbol der traditionellen Art, sondern auch technisch eine hochwertige Evolution."









