Sitzprobe: Citroën ELO
Vive le Minivan!
Citroën ist der Ansicht, dass der Minivan eine Wiedergeburt verdient hat. Voilà, hier kommt der ELO – quadratisch, praktisch und gut genug, um ihn möglichst bald Richtung Serienreife zu bewegen. So viel Platz auf dieser Fläche gab es bisher kaum in einem Pkw. Auch im Detail hat Citroën zusammen mit dem Sportausstatter Decathlon coole Ideen entwickelt, die das Leben an Bord und außerhalb davon angenehmer machen.
09.12.2025Fotos: Christian Houdek
Worum geht es?
Video Killed Radiostar – und das SUV den Minivan. Vor zwei Jahrzehnten prägten die praktischen Raumwunder noch das Straßenbild, heute sind sie praktisch vollkommen verschwunden. Das muss aber nicht so bleiben, denkt sich Citroën – und stellt mit dem ELO nicht mehr und nicht weniger als eine moderne Wiedergeburt des Freizeit- und Familien-Vehikels auf die Räder. Ein Mono-Volumen-Modell voller frischer Ideen, hohem Recycling-Anteil und Ausblick auf kommende Citroën-Inhalte.
Wofür steht ELO?
Das gute alte Electric Light Orchestra ist offenbar so gut abgehangen, dass die Namenrechte an der Drei-Buchstaben-Kurzbezeichnung mittlerweile auch schon ausgelaufen sind. Citroen hat es sich mit der Herleitung etwas schwieriger gemacht und die jeweils zweiten Buchstaben der Worte REst-PLay-WOrk herangezogen. Womit aber auch ganz gut beschrieben ist, für welche Bereiche des Lebens der ELO erdacht und konzipiert wurde – nämlich schlichtweg für alle.
Wie groß ist der ELO?
In Natura wirkt er auf alle Fälle wesentlich größer, als er auf Bildern aussieht. Was dennoch eine optische Täuschung darstellt: Er misst lediglich vier Meter in der Länge und rund zwei in der Breite, der Eindruck ist durch die maximale Raumausnutzung ohne den Schlankmacher-Effekt einer flachen Motorhaube aber ziemlich wuchtig. Das Konzept kommt vor allem dem Innenraum zugute – so viel Platz auf dieser Fläche gab es bisher kaum in einem Pkw.
Video Killed Radiostar – und das SUV den Minivan. Vor zwei Jahrzehnten prägten die praktischen Raumwunder noch das Straßenbild, heute sind sie praktisch vollkommen verschwunden. Das muss aber nicht so bleiben, denkt sich Citroën – und stellt mit dem ELO nicht mehr und nicht weniger als eine moderne Wiedergeburt des Freizeit- und Familien-Vehikels auf die Räder. Ein Mono-Volumen-Modell voller frischer Ideen, hohem Recycling-Anteil und Ausblick auf kommende Citroën-Inhalte.
Wofür steht ELO?
Das gute alte Electric Light Orchestra ist offenbar so gut abgehangen, dass die Namenrechte an der Drei-Buchstaben-Kurzbezeichnung mittlerweile auch schon ausgelaufen sind. Citroen hat es sich mit der Herleitung etwas schwieriger gemacht und die jeweils zweiten Buchstaben der Worte REst-PLay-WOrk herangezogen. Womit aber auch ganz gut beschrieben ist, für welche Bereiche des Lebens der ELO erdacht und konzipiert wurde – nämlich schlichtweg für alle.
Wie groß ist der ELO?
In Natura wirkt er auf alle Fälle wesentlich größer, als er auf Bildern aussieht. Was dennoch eine optische Täuschung darstellt: Er misst lediglich vier Meter in der Länge und rund zwei in der Breite, der Eindruck ist durch die maximale Raumausnutzung ohne den Schlankmacher-Effekt einer flachen Motorhaube aber ziemlich wuchtig. Das Konzept kommt vor allem dem Innenraum zugute – so viel Platz auf dieser Fläche gab es bisher kaum in einem Pkw.
Wirkt auf Bildern kompakter als in Natura, misst aber tatsächlich nur 4 Meter in der Länge - Citroens ELO, eine Art Wiedergeburt des Minivans.
Karabiner aus dem Klettersport zur Befestigung des Sonnendachs.
Ladepause? Die Boules sind gleich neben dem Ladestecker untergebracht.
Stolze Väter: Citroen-Designer Pierre Sabas (li.) und Philippe Daguillon (re.) von Decathlon - ihre Ideen haben den ELO zum echten Innovationsträger gemacht.
Neue Zugangsmöglichkeiten: Schiebetüren seitlich, Schwingtüren hinten.
Reifen und Felgendesign hat Entwicklungspartner Goodyear beigesteuert.
Citroens Conceptcar ELO steckt voller frischer Design-Ideen, von denen einige in die kommenden Modelle einfließen werden.Wie hat Citroën das Konzept angelegt?
Offen und variabel. Die B-Säule wegzulassen gehört zu den Lieblings-Spielerein vieler Fahrzeug-Designer. Warum, ist klar: So wird ein offener, luftiger Effekt erzielt und ohne das störende Ding zwischen den Türen lässt sich wunderbar mit Zustiegsmöglichkeiten und Sitz-Konzepten spielen. Der ELO geht hier aufs Ganze: Er verfügt auf jeder Seite über zwei Türen, die wie bei einer U-Bahn-Garnitur parallel zur Seitenwand des Fahrzeugs ausschwenken. Der 360 Grad drehbare Fahrer sitzt vorne mittig, links und rechts von seinem Stuhl ist jeweils Platz für einen weiteren Sessel, der auch einklappen und auf Schienen unter der dreisitzigen Rückbank verstauen lässt. Insgesamt macht das also vier bis sechs Plätze, ganz nach Bedarf.
Welche Details fallen innen auf?
Citroën hat auch daran gedacht, dass ein Pkw von heute, und noch mehr von morgen, eventuell andere Aufgaben erfüllen muss, als nur von A nach B zu fahren – etwa als mobiler Workspace zu fungieren. Dafür sind mittig unter der Rückbank einfache Stecksysteme untergebracht, mit denen sich die vorderen Sitze mit kleinen Tischchen ergänzen lassen – zusätzlich zu den Ausschwenk-Tableaus im Cockpit. Jeder erdenkliche Platz ist mit Soft-Staufächern aus Recycling-Material und sogar einem fertig abnehmbaren Rucksack ausgenutzt – hier hat der Sportausstatter Decathlon seine Erfahrungen und Ideen eingebracht.
Zeigt ELO auch ein neues Bedienkonzept?
Ein unterhalb der Windschutzscheibe verlaufender Info-Screen wird wohl schon demnächst zum Industriestandard – siehe BMWs „Neue Klasse“ oder Skodas Konzeptstudie Vision O. Citroën hat eine Light-Variante davon schon im aktuellen C3 verbaut, ELO geht aber einen Schritt weiter: Mit einem Head Up-Display, das auf den senkrechten Teil der Windschutzscheibe projiziert wird, der vom schräg stehenden Sichtbereich durch einem Spiegel geteilt wird – etwa wie bei der Heckscheibe des seligen Honda Civic CR-X aus den 80er Jahren. Die Darstellung ist variabel und lässt sich sogar via App definieren. Am Lenkrad finden sich Navigationstasten zum Ansteuern der digital hinterlegten Funktionen.
Offen und variabel. Die B-Säule wegzulassen gehört zu den Lieblings-Spielerein vieler Fahrzeug-Designer. Warum, ist klar: So wird ein offener, luftiger Effekt erzielt und ohne das störende Ding zwischen den Türen lässt sich wunderbar mit Zustiegsmöglichkeiten und Sitz-Konzepten spielen. Der ELO geht hier aufs Ganze: Er verfügt auf jeder Seite über zwei Türen, die wie bei einer U-Bahn-Garnitur parallel zur Seitenwand des Fahrzeugs ausschwenken. Der 360 Grad drehbare Fahrer sitzt vorne mittig, links und rechts von seinem Stuhl ist jeweils Platz für einen weiteren Sessel, der auch einklappen und auf Schienen unter der dreisitzigen Rückbank verstauen lässt. Insgesamt macht das also vier bis sechs Plätze, ganz nach Bedarf.
Welche Details fallen innen auf?
Citroën hat auch daran gedacht, dass ein Pkw von heute, und noch mehr von morgen, eventuell andere Aufgaben erfüllen muss, als nur von A nach B zu fahren – etwa als mobiler Workspace zu fungieren. Dafür sind mittig unter der Rückbank einfache Stecksysteme untergebracht, mit denen sich die vorderen Sitze mit kleinen Tischchen ergänzen lassen – zusätzlich zu den Ausschwenk-Tableaus im Cockpit. Jeder erdenkliche Platz ist mit Soft-Staufächern aus Recycling-Material und sogar einem fertig abnehmbaren Rucksack ausgenutzt – hier hat der Sportausstatter Decathlon seine Erfahrungen und Ideen eingebracht.
Zeigt ELO auch ein neues Bedienkonzept?
Ein unterhalb der Windschutzscheibe verlaufender Info-Screen wird wohl schon demnächst zum Industriestandard – siehe BMWs „Neue Klasse“ oder Skodas Konzeptstudie Vision O. Citroën hat eine Light-Variante davon schon im aktuellen C3 verbaut, ELO geht aber einen Schritt weiter: Mit einem Head Up-Display, das auf den senkrechten Teil der Windschutzscheibe projiziert wird, der vom schräg stehenden Sichtbereich durch einem Spiegel geteilt wird – etwa wie bei der Heckscheibe des seligen Honda Civic CR-X aus den 80er Jahren. Die Darstellung ist variabel und lässt sich sogar via App definieren. Am Lenkrad finden sich Navigationstasten zum Ansteuern der digital hinterlegten Funktionen.
Mono-Space für den Fahrer vorne in der Mitte und praktische Lösungen rundum - etwa auschwenkbare Tableaus oder zahlreiche Verstau-Optionen.
Head Up-Display im unteren, abgeteilten Bereich der Windschutzscheibe.
Stecksysteme ergänzen die vorderen Sitze mit Tischchen.
Viel Raum und Platz - besser wurden rund 8 m2 Standfläche in einem Auto selten genutzt.
Schlauen Ideen hat Sportausstatter Decathlon eingebracht.
Die seitlichen Vorderseitze lassen sich unter der Rückbank verstauen.
Dank Elektrokompressor und passgenau bemessenen Luftmatratzen steht auch einer Übernachtung im Auto nichts im Wege.Findet man noch mehr Praktisches?
Der ELO verzichtet auf die mittlerweile übliche Heckklappe und setzt stattdessen auf zwei klassische Schwenktüren mit asymmetrischer Teilung. In einer davon ist eine Box für Kaffee-Häferl untergebracht, der Deckel kann zugleich als Tischchen verwendet werden. Es gibt zahlreiche Verstau- und Fixieroptionen, hier war ebenfalls Decathlon federführend – etwa mit den gleichen Arretierungen, wie sie für die Finnen eines Stand Up-Paddlers zum Einsatz kommen. Die variable Befestigungsschiene innen am Dach hat sich Citroen wiederum bei Anbietern von Offroad-Equipment abgeschaut. Unter dem Deckel zum Anstecken des Ladekabels findet sich sogar eine Unterbringung für die französischen Boules, bei uns eher in der italienischen Variante als Boccia-Kugeln bekannt.
Gibt es weitere neue Outdoor-Features?
Weil er für möglichst vielseitige Verwendung konzipiert wurde, nimmt der ELO auch auf Details, wie unterschiedlichen Bedarf an Reifendruck Rücksicht – etwa, wenn er auf weichem Untergrund wie Sand unterwegs ist. Kooperationspartner Goodyear hat dafür einen eigenen Reifen samt Felge gestaltet und auch gleich eine praktische App mitgeliefert: Mit der lässt sich der Reifendruck via Smartphone variieren. Nur der zur Fahrzeugausstattung gehörende Schlauch muss vorher noch mit dem ebenfalls fix verbauten Elektrokompressor und dem Reifenventil verbunden werden. Oder mit den passgenau bemessenen Luftmatratzen – dann steht auch einer Übernachtung im Auto nichts im Wege. Für die kleine Pause zwischendurch lassen sich die vorderen Seiten-Sitze demontieren und als Camping-Sessel verwenden, mit wenigen Handgriffen ist dazu ein Sonnensegel zwischen den offen Schwenktüren gespannt.
Ist der ELO fahrbereit?
Eine Testfahrt war bisher noch nicht möglich, aber ähnlich wie beim Citroen oli von 2023 wird es die Gelegenheit eventuell noch geben. Denn der ELO ist nicht nur ein Schaustück, sondern soll einsatzfähig sein. Den Motor hat der e-C4 gespendet, den 50 kWh-Akku der e-Berlingo, Lenkung und Bremsen stammen ebenfalls von Serienmodellen aus der Citroen-Palette.
Der ELO verzichtet auf die mittlerweile übliche Heckklappe und setzt stattdessen auf zwei klassische Schwenktüren mit asymmetrischer Teilung. In einer davon ist eine Box für Kaffee-Häferl untergebracht, der Deckel kann zugleich als Tischchen verwendet werden. Es gibt zahlreiche Verstau- und Fixieroptionen, hier war ebenfalls Decathlon federführend – etwa mit den gleichen Arretierungen, wie sie für die Finnen eines Stand Up-Paddlers zum Einsatz kommen. Die variable Befestigungsschiene innen am Dach hat sich Citroen wiederum bei Anbietern von Offroad-Equipment abgeschaut. Unter dem Deckel zum Anstecken des Ladekabels findet sich sogar eine Unterbringung für die französischen Boules, bei uns eher in der italienischen Variante als Boccia-Kugeln bekannt.
Gibt es weitere neue Outdoor-Features?
Weil er für möglichst vielseitige Verwendung konzipiert wurde, nimmt der ELO auch auf Details, wie unterschiedlichen Bedarf an Reifendruck Rücksicht – etwa, wenn er auf weichem Untergrund wie Sand unterwegs ist. Kooperationspartner Goodyear hat dafür einen eigenen Reifen samt Felge gestaltet und auch gleich eine praktische App mitgeliefert: Mit der lässt sich der Reifendruck via Smartphone variieren. Nur der zur Fahrzeugausstattung gehörende Schlauch muss vorher noch mit dem ebenfalls fix verbauten Elektrokompressor und dem Reifenventil verbunden werden. Oder mit den passgenau bemessenen Luftmatratzen – dann steht auch einer Übernachtung im Auto nichts im Wege. Für die kleine Pause zwischendurch lassen sich die vorderen Seiten-Sitze demontieren und als Camping-Sessel verwenden, mit wenigen Handgriffen ist dazu ein Sonnensegel zwischen den offen Schwenktüren gespannt.
Ist der ELO fahrbereit?
Eine Testfahrt war bisher noch nicht möglich, aber ähnlich wie beim Citroen oli von 2023 wird es die Gelegenheit eventuell noch geben. Denn der ELO ist nicht nur ein Schaustück, sondern soll einsatzfähig sein. Den Motor hat der e-C4 gespendet, den 50 kWh-Akku der e-Berlingo, Lenkung und Bremsen stammen ebenfalls von Serienmodellen aus der Citroen-Palette.
Verleiht Flügel: Der ELO verfügt über vier Schwenktüren und großzügige Fensterfächen für außergewöhnlich gute Rundumsicht.









