
Neustart von Jaguar 2026/2027
Die Details zum großen Katzensprung
2026/2027 erfolgt der Jaguar-Neustart mit spektakulären Fahrzeugen in der Preisregion um 150.000 Euro. Das erste Auto der neuen Ära wird ein GT mit 5,20 Metern Länge, 1000-PS-Allradantrieb und 120-kW-Batterie, danach folgt ein ähnlich eindrucksvolles SUV. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum ganz großen Katzensprung.
05.03.2026Fotos: Werk
Wie schaut die neue Strategie von Jaguar aus?
„Copy Nothing“ war einmal das Grundprinzip von Jaguar. Gründer Sir William Lyons wollte, dass seine Fahrzeuge als jeweils neue Kunstwerke betrachtet werden. Selbst Enzo Ferrari hat den E-Type einmal als schönstes Auto der Welt bezeichnet. Das filigrane Coupé mit dem grandiosen Schwung in der Karosserie war ebenso eine Arbeit für die Ewigkeit wie der XK 120 davor oder der XJ danach. Von Rennwagen wie dem D-Type gar nicht zu reden. So unvergleichliche Autos – beziehungsweise Werke – will Jaguar künftig wieder machen. Knapp 60 Jahre nach dem E-Type möchte die Marke wieder zu den Kunstschaffenden gehören.
Warum lief es in den letzten Jahren nicht wie gewünscht?
Wenn nicht die Qualität fehlte, dann oft die Originalität. Seit Jahrzehnten orientieren sich die Briten entweder zu stark an der eigenen Vergangenheit oder an der Konkurrenz. XJ-Limousinen mit fortschrittlicher Aluminiumkarosserie im Retrodesign führten ab 2003 ebenso wenig zum Erfolg wie der Versuch, ab 2014 mit einer breiten und sportlichen Modellpalette das britische BMW zu werden. In Erinnerung bleiben aus dieser letzten Ära freilich innovative Autos wie der I-Pace, lässige Autos wie der F-Pace und wunderschöne Autos wie der F-Type.
„Copy Nothing“ war einmal das Grundprinzip von Jaguar. Gründer Sir William Lyons wollte, dass seine Fahrzeuge als jeweils neue Kunstwerke betrachtet werden. Selbst Enzo Ferrari hat den E-Type einmal als schönstes Auto der Welt bezeichnet. Das filigrane Coupé mit dem grandiosen Schwung in der Karosserie war ebenso eine Arbeit für die Ewigkeit wie der XK 120 davor oder der XJ danach. Von Rennwagen wie dem D-Type gar nicht zu reden. So unvergleichliche Autos – beziehungsweise Werke – will Jaguar künftig wieder machen. Knapp 60 Jahre nach dem E-Type möchte die Marke wieder zu den Kunstschaffenden gehören.
Warum lief es in den letzten Jahren nicht wie gewünscht?
Wenn nicht die Qualität fehlte, dann oft die Originalität. Seit Jahrzehnten orientieren sich die Briten entweder zu stark an der eigenen Vergangenheit oder an der Konkurrenz. XJ-Limousinen mit fortschrittlicher Aluminiumkarosserie im Retrodesign führten ab 2003 ebenso wenig zum Erfolg wie der Versuch, ab 2014 mit einer breiten und sportlichen Modellpalette das britische BMW zu werden. In Erinnerung bleiben aus dieser letzten Ära freilich innovative Autos wie der I-Pace, lässige Autos wie der F-Pace und wunderschöne Autos wie der F-Type.
Das erste neue Modell wird ein großer GT-Sportwagen mit vier Türen sein – hier noch getarnt, aber technisch schon nah an der Serie, in Schweden unterwegs.
Für den GT sind 850-Volt-Technik, hecklastiger 1000-PS-Allradantreib, 120 kWh Batteriekapazität, 350-kW-Laden und 700 Kilometer Normreichweite geplant.Was passiert 2026 und 2027 mit Jaguar?
Alle bisherigen Modelle sind ausgelaufen. Für alle, die noch zuschlagen möchten, gibt es Gebraucht- oder Jungwagen-Angebote. Mitte 2026 wird dann erste von drei neuen Jaguar-Modellen vorgestellt, der Verkaufsstart erfolgt 2027.
Wie wird das erste neue Jaguar-Modell aussehen?
So spektakulär wie ein Auto eben aussieht, wenn Designer weitgehend freie Hand haben. Jaguar hat den Kreativprozess bewusst laufen lassen. Das erste neue Modell wird ein großer GT-Sportwagen mit vier Türen sein: Vielleicht nicht ganz so exzentrisch wie die im Rahmen der Art Basel Miami, der Paris Fashion Week und der Formel E in Monaco schon mehrmals vorgestellte Designstudie, vor allem mit mehr Türen und Glas. Aber schon mit wesentlichen Elementen des 5,20 Meter langen und weniger als 1,40 Meter hohen Type 00, der sich bisher in kräftigem Miami-Pink, hellem London-Blau und Ultramarine-Dunkelblau präsentierte: Lange Motorhaube, Fastback-Profil, riesige 23-Zoll-Räder, eine Silhouette wie keine andere. Was Jaguar opulenten Modernismus nennt, ist ein ziemlich gewagter Katzensprung in eine ganz neue Designrichtung. Auch der gesamte Markenauftritt inklusive der Logos wurde radikal umgestellt und soll künftig mehr einer Designermarke aus der Modebranche entsprechen. Passend dazu wird es in den neuen Jaguar-Stores auch viel um angesagte Farben und edle Materialien gehen.
Alle bisherigen Modelle sind ausgelaufen. Für alle, die noch zuschlagen möchten, gibt es Gebraucht- oder Jungwagen-Angebote. Mitte 2026 wird dann erste von drei neuen Jaguar-Modellen vorgestellt, der Verkaufsstart erfolgt 2027.
Wie wird das erste neue Jaguar-Modell aussehen?
So spektakulär wie ein Auto eben aussieht, wenn Designer weitgehend freie Hand haben. Jaguar hat den Kreativprozess bewusst laufen lassen. Das erste neue Modell wird ein großer GT-Sportwagen mit vier Türen sein: Vielleicht nicht ganz so exzentrisch wie die im Rahmen der Art Basel Miami, der Paris Fashion Week und der Formel E in Monaco schon mehrmals vorgestellte Designstudie, vor allem mit mehr Türen und Glas. Aber schon mit wesentlichen Elementen des 5,20 Meter langen und weniger als 1,40 Meter hohen Type 00, der sich bisher in kräftigem Miami-Pink, hellem London-Blau und Ultramarine-Dunkelblau präsentierte: Lange Motorhaube, Fastback-Profil, riesige 23-Zoll-Räder, eine Silhouette wie keine andere. Was Jaguar opulenten Modernismus nennt, ist ein ziemlich gewagter Katzensprung in eine ganz neue Designrichtung. Auch der gesamte Markenauftritt inklusive der Logos wurde radikal umgestellt und soll künftig mehr einer Designermarke aus der Modebranche entsprechen. Passend dazu wird es in den neuen Jaguar-Stores auch viel um angesagte Farben und edle Materialien gehen.
Ein Gegner für Rolls Royce. Die Designstudie Type 00 in Ultramarine-Dunkelblau gibt den Monegassen einen Vorgeschmack auf den neuen Jaguar-Stil.
Auch der gesamte Markenauftritt inklusive der Logos wurde radikal umgestellt und soll künftig mehr einer Designermarke aus der Modebranche entsprechen.
In Jaguar-Stores soll es künftig viel um angesagte Farben und edle Materialien gehen.Was ändert sich noch?
Eigentlich alles, vor allem die Ausrichtung. Hatte Jaguar alt im Jahr 2018 noch 180.000 Autos verkauft und wenig Geld damit verdient, so werden es bei Jaguar neu anfangs wohl eher 18.000 Autos pro Jahr sein (eine reine Schätzung), die aber hoffentlich einiges abwerfen. Jaguar positioniert sich fortan als Luxus-Designermarke für das oberste Regal. Das erste Serienmodell wird um die 150.000 Euro kosten. Klassische Autohändler soll es bei Jaguar weiter geben, eine wichtige Rolle spielen künftig aber edle Geschäfte im Herzen der Metropolen: Den ersten neuen Brand Store wird Jaguar im „Goldenen Dreieck“ des Pariser Modeviertels im 8. Arrondissement eröffnen, dort wo die angesagtesten Luxusmarken wie Chanel, Hermes oder Celine, und zunehmend auch Top-Galerien wie Hauser & Wirth oder Gagosian zu finden sind. Nicht umsonst erinnert die ganze Marken-Transformations-Strategie an das, was der Luxuskonzern LVMH erfolgreich mit Louis Vuitton, Dior und Co. gemacht hat: Die alten Namen strahlen nicht nur in neuem Glanz, sie haben – auch mit Hilfe des Internets – quasi die Welt erobert, jenefalls breitere und jüngere Zielgruppen erschlossen als in ihrer Vergangenheit.
Welche Technik verwendet Jaguar künftig?
Jaguar ist Teil des JLR-Konzerns, der mit Range Rover und Defender höchst erfolgreiche Luxusmarken geschaffen hat. Die kommerziell erfolgreichen Geschwister und der Mutterkonzern Tata finanzieren nicht nur den radikalen Neuanfang, sondern auch die Entwicklung einer Plattform mit Technik auf höchstem Niveau. Dass das GT-Modell im Land-Rover-Werk Solihull gebaut wird, zeigt wie nahe sich die beiden Marken technisch stehen werden. Alle drei geplanten Jaguar-Modelle sollen auf der gleichen JEA-Plattform aufbauen (Jaguar Electrical Architecture) und nur das Beste bieten: Für den GT sind 850-Volt-Technik, hecklastiger Allradantreib mit 1000 PS, 120 kWh Batteriekapazität, 350-kW-Laden und eine WLTP-Normreichweite von 700 Kilometern geplant. Das zweite Modell, eine Art SUV, soll in ähnlicher Weise auftrumpfen.
Eigentlich alles, vor allem die Ausrichtung. Hatte Jaguar alt im Jahr 2018 noch 180.000 Autos verkauft und wenig Geld damit verdient, so werden es bei Jaguar neu anfangs wohl eher 18.000 Autos pro Jahr sein (eine reine Schätzung), die aber hoffentlich einiges abwerfen. Jaguar positioniert sich fortan als Luxus-Designermarke für das oberste Regal. Das erste Serienmodell wird um die 150.000 Euro kosten. Klassische Autohändler soll es bei Jaguar weiter geben, eine wichtige Rolle spielen künftig aber edle Geschäfte im Herzen der Metropolen: Den ersten neuen Brand Store wird Jaguar im „Goldenen Dreieck“ des Pariser Modeviertels im 8. Arrondissement eröffnen, dort wo die angesagtesten Luxusmarken wie Chanel, Hermes oder Celine, und zunehmend auch Top-Galerien wie Hauser & Wirth oder Gagosian zu finden sind. Nicht umsonst erinnert die ganze Marken-Transformations-Strategie an das, was der Luxuskonzern LVMH erfolgreich mit Louis Vuitton, Dior und Co. gemacht hat: Die alten Namen strahlen nicht nur in neuem Glanz, sie haben – auch mit Hilfe des Internets – quasi die Welt erobert, jenefalls breitere und jüngere Zielgruppen erschlossen als in ihrer Vergangenheit.
Welche Technik verwendet Jaguar künftig?
Jaguar ist Teil des JLR-Konzerns, der mit Range Rover und Defender höchst erfolgreiche Luxusmarken geschaffen hat. Die kommerziell erfolgreichen Geschwister und der Mutterkonzern Tata finanzieren nicht nur den radikalen Neuanfang, sondern auch die Entwicklung einer Plattform mit Technik auf höchstem Niveau. Dass das GT-Modell im Land-Rover-Werk Solihull gebaut wird, zeigt wie nahe sich die beiden Marken technisch stehen werden. Alle drei geplanten Jaguar-Modelle sollen auf der gleichen JEA-Plattform aufbauen (Jaguar Electrical Architecture) und nur das Beste bieten: Für den GT sind 850-Volt-Technik, hecklastiger Allradantreib mit 1000 PS, 120 kWh Batteriekapazität, 350-kW-Laden und eine WLTP-Normreichweite von 700 Kilometern geplant. Das zweite Modell, eine Art SUV, soll in ähnlicher Weise auftrumpfen.
Bald fällt die Tarnung: Mitte 2026 wird das erste von drei neuen Jaguar-Modellen vorgestellt, der Verkaufsstart erfolgt 2027.





