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JAGUAR DESIGN STUDIO

Zu Besuch in der Zukunft

Wie sieht das Auto der Zukunft aus? Wohin geht der Weg? Jaguar arbeitet intensiver denn je am Wagen von morgen. Und das unter so guten Bedingungen wie noch nie. Denn im neuen Jaguar Design Studio in Gaydon sind erstmals alle Design-Abteilungen unter einem Dach vereint. Das heißt: Ab nun ist hier ein streng abgeriegeltes Geheimlabor der besten Kreativ-Köpfe. Davor nutzte Motorprofis.at eine "Once in a lifetime"-Chance, um noch einmal einen Tag lang im Hirn des Jaguars zu verbringen.
Es ist eine Phantasiereise, nur in real.
Und eine Once-in-a-lifetime-Gelegenheit.

An einem Ort, der die Kreativen, Intelligenten, Denker, Lenker und die Phantasten versammelt.
Und die, die das alles in einer Person sind. Im neuen Jaguar Design Studio in Gaydon.

Eine dreiviertel Stunde von Birmingham entfernt, wird an der Zukunft des Automobils gezeichnet und geformt, und all das in Anbetracht neuer Herausforderungen wie dem Begriff "Zero Emission".

Es ist ein kurzer Time-Slot, den es zu nutzen gilt. Eben ist das Zentrum für Kreativität eröffnet wurden, sofort muss es für Außenstehende geschlossen bleiben. Denn nun, wo die Modelle der Zukunft hier geschliffen werden, die detaillierten Design-Szenarien auf Hunderten Bildschirmen leuchten, oder auch in guter alter Manier auf Papier gezeichnet werden, wird es nicht mehr möglich sein, Betriebsfremde durch die neuen Räume bummeln zu lassen. Also heisst es, den einen Tag intensiv zu nutzen, zu staunen und zu beobachten.

Das „Gaydon Triangle“ vereint auf einer Fläche in der Größe von 480 Fußballfeldern unterschiedlichste Abteilungen des gesamten Unternehmens und wird in Zukunft als neues Kontrollzentrum die weltweiten Aktivitäten von Jaguar Landrover steuern: von Ingenieurwesen und Design über Beschaffung bis hin zu fortschrittlicher Fertigung.

Im Zentrum des „Gaydon Triangle“ ist das neue Jaguar Design Studio, das 280 "Phantasten" viel Platz bietet. Alles Kreative ist nun – erstmals in der Unternehmensgeschichte – an einem Ort konzentriert, das bedeutet auch eine verbesserte enge Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen: Interieur, Exterieur, Material- und Farbexperten, dazu Designer, die sich mit Visualisierung oder Technik beschäftigen. Alle hier kommen aus unterschiedlichen Feldern, nicht nur aus der Autoindustrie. Experten aus Mode, Uhren, Sport und vor allem auch Gaming wurden ganz gezielt gesucht, um möglichst viele unterschiedliche Zugänge zu bekommen.

Davor in Whitley war die Kreativ-Werkstatt auf drei verschiedene Gebäude verteilt. Nun arbeiten alle in Sichtweite voneinander. Stahl, Holz und Glas dominieren die imposante Gestaltung, es gibt viel Licht und viel Raum zum klar denken. Die Mitarbeiter wurden intensiv in die Planung miteinbezogen, damit die Aufteilung so ist, dass die Abläufe einen guten Flow haben.

Und da sind immer wieder diese optischen Brecher, die der Denkfabrik etwas besonderes geben. So die schöne Bibliothek voller toller Bücher und Zeitschriften. In einer komplett digitalisierten Welt und voller Bildschirme steht bewusst ein sehr analoger Rückzugsort, in der man das, was man liest und betrachtet, noch mit den Händen angreifen kann. Print lebt.

Die Energie des Gebäudes stammt aus erneuerbaren Quellen, wovon Jaguar Land Rover ein Fünftel selbst produziert, über eine 3000 m² große Solarpanelfläche auf dem Dach.

Die Entwicklung eines neuen Autos benötigt bis fünf Jahre Zeit und alle Entscheidungen, die bei Technik und Design getroffen werden, müssen enormem Weitblick haben. Von den ersten Skizzen, der Klärung der technischen Machbarkeit über das Kreieren von Tonmodellen bis hin zur permanenten Re-Digitalisierung durch das CAS-Team (Computer-Aided Surfacing), ergibt sich der Designprozess. Dabei werden die 3D-Modelle des CAS-Teams immer wieder von Experten aus der Film- oder Gaming-Szene animiert.

Trotzdem sind es auch gerade die Tonmodelle, die man berühren und angreifen und ertasten kann, die in dieser Welt der Simulation faszinieren. 48 Leute arbeiten an und mit ihnen, an bis zu 20 Tonmodellen gleichzeitig. Die Perspektive vom ersten Stock auf die Modellierungs-Halle und die Möglichkeit, jedes Modell kurzfristig ins Freie zu bringen, sorgen für Beobachtungen aus allen Blickwinkeln und unter völlig unterschiedlichen Lichtbedingungen.

Julian Thomson ist der neue Designdirektor.
Er hat 20 Jahre im Konzern hinter sich – und einen klaren, offenen Blick nach vor: „In Zeiten von Elektrifizierung, Car Sharing und autonomem Fahren, muss sich Jaguar fragen, wie man in diese sich verändernde Welt passt. Unser Ausgangspunkt ist immer, dass wir uns ansehen, wie sich die Gewohnheiten der Konsumenten auch gegenüber unserer Marke verändern. Millennials und Generation Z-Kunden haben einen völlig anderen Zugang zum Leben. Sie wollen sich mit den Werten einer Marke identifizieren, nicht nur deren Produkte kaufen. Sie wollen sich einem Club, einer Bewegung anschließen. Die Produkte müssen für etwas stehen. Für Diversität und Nachhaltigkeit.“

Dementsprechend unterschiedlich sind die Mitarbeiter, in ihrer Herkunft, ihrer Ausbildung, ihren Visionen. Gemeinsam arbeiten sie jetzt an der Zukunft – manchmal an einer verwegenen und visionären wie einem Supersportwagen, oft aber an sehr konkreten wie dem XJ, der demnächst schon präsentiert wird.

Und was immer man in den nächsten Jahren Aufregendes von Jaguar sehen wird, hier in diesem Labor in Gaydon hatte es seinen Ursprung.


Gerald Enzinger im neuen Jaguar Design Studio im englischen Gaydon.Gerald Enzinger im neuen Jaguar Design Studio im englischen Gaydon.
Julian Thomson ist der Design-Direktor von Jaguar. Er hat 20 Jahre Erfahrung im Haus – und Weitblick.Julian Thomson ist der Design-Direktor von Jaguar. Er hat 20 Jahre Erfahrung im Haus – und Weitblick.
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