Test: Kia EV6 GT
Papa dreht noch eine Runde
Der EV6 GT beschleunigt die Familie in 3,5 Sekunden auf Hundert und macht 650 PS firmenwagentauglich. Technisch mischt der überarbeitete Gran Turismo munter in der Premiumliga mit, bleibt bei den Preisvorstellungen aber darunter.
18.02.2026Fotos: FOTObyHOFER/Christian Hofer
Um welches Auto geht es?
Mit hohen Reichweiten und niedrigen Ladezeiten zeigt der 2025 überarbeitete EV6 einmal mehr, dass Kia exzellente E-Autos baut. Ebenfalls ein umfassendes Update bekam der hier getestete EV6 GT, in dem die Koreaner ein familientaugliches Konzept mit Fahrleistungen von Sportwagen verbinden. Diese Topversion hat nun nonchalante 650 PS und mischt technisch munter in der Premiumliga mit, bleibt bei den Preisvorstellungen aber darunter. Seine erstaunliche Performance hat nicht unwesentlich mit dem Transfer eines deutschen Entwicklers zu tun: 2015 wechselte Albert Biermann – nach über 30 Jahren bei BMW, davon rund 15 in Führungspositionen bei der M GmbH – zu Kia/Hyundai. Der 2022 vorgestellte EV6 GT ist nicht nur eine der umfassendsten Entwicklungen seiner Ära, sondern nach wie vor ein Manifest für anspruchsvolle Elektro-Performance. Wesentlicher Unterschied zu manch anderem Elektroauto mit beeindruckendem Datenblatt ist der professionelle Sporttrimm, der sich im souveränen Handling bei hohem Tempo, in einer beeindruckenden Straffheit des ganzen Geräts und nicht zuletzt in einer beliebigen Wiederholbarkeit der Performance zeigt. Nichts überhitzt, lässt nach oder bettelt um Gnade, unter anderem sorgen ein wassergekühlter Inverter und ein ölgekühlter Motor dafür, dass Antrieb und Bremsen sich nicht nur zwei- oder dreimal voll beanspruchen lassen, bevor sie ermattet in den Schongang gehen, sondern so oft hintereinander, dass sogar mehrere Runden auf der Rennstrecke möglich sind.
Wie schaut der EV6 GT aus?
Auch in der GT-Version ist der knapp 4,70 Meter lange EV6 ein Crossover-Konzept für Individualisten. Je nach Charakter und Geschmack kann man den Look spannend, befreiend von der SUV-Konformität, oder zu eigenwillig finden. Spektakel im Detail bietet die riesige Leuchtsequenz am Heck. Modifiziert sind seit dem Update von 2025 die vordere Lichtsignatur, die nun moderner aussieht und einen mutigen Zickzack-Kurs fährt, sowie das Stoßfängerdesign, die Alufelgen und der Heckdiffusor. Auch die Farbe des Testwagens („Wolfgrau“) wurde neu abgemischt. Wie bisher ist der GT darauf bedacht, seine Sportwagen-Perfomance nur für den kleinen Kreis der Auskenner sichtbar zu machen: Das Front- und Heckdesign ist leicht modifiziert, aber nicht auffällig anders, und neongelben Bremssättel leuchten hinter mächtigen 21 Zoll-Rädern hervor. So sind auch 650 PS firmenwagentauglich.
Mit hohen Reichweiten und niedrigen Ladezeiten zeigt der 2025 überarbeitete EV6 einmal mehr, dass Kia exzellente E-Autos baut. Ebenfalls ein umfassendes Update bekam der hier getestete EV6 GT, in dem die Koreaner ein familientaugliches Konzept mit Fahrleistungen von Sportwagen verbinden. Diese Topversion hat nun nonchalante 650 PS und mischt technisch munter in der Premiumliga mit, bleibt bei den Preisvorstellungen aber darunter. Seine erstaunliche Performance hat nicht unwesentlich mit dem Transfer eines deutschen Entwicklers zu tun: 2015 wechselte Albert Biermann – nach über 30 Jahren bei BMW, davon rund 15 in Führungspositionen bei der M GmbH – zu Kia/Hyundai. Der 2022 vorgestellte EV6 GT ist nicht nur eine der umfassendsten Entwicklungen seiner Ära, sondern nach wie vor ein Manifest für anspruchsvolle Elektro-Performance. Wesentlicher Unterschied zu manch anderem Elektroauto mit beeindruckendem Datenblatt ist der professionelle Sporttrimm, der sich im souveränen Handling bei hohem Tempo, in einer beeindruckenden Straffheit des ganzen Geräts und nicht zuletzt in einer beliebigen Wiederholbarkeit der Performance zeigt. Nichts überhitzt, lässt nach oder bettelt um Gnade, unter anderem sorgen ein wassergekühlter Inverter und ein ölgekühlter Motor dafür, dass Antrieb und Bremsen sich nicht nur zwei- oder dreimal voll beanspruchen lassen, bevor sie ermattet in den Schongang gehen, sondern so oft hintereinander, dass sogar mehrere Runden auf der Rennstrecke möglich sind.
Wie schaut der EV6 GT aus?
Auch in der GT-Version ist der knapp 4,70 Meter lange EV6 ein Crossover-Konzept für Individualisten. Je nach Charakter und Geschmack kann man den Look spannend, befreiend von der SUV-Konformität, oder zu eigenwillig finden. Spektakel im Detail bietet die riesige Leuchtsequenz am Heck. Modifiziert sind seit dem Update von 2025 die vordere Lichtsignatur, die nun moderner aussieht und einen mutigen Zickzack-Kurs fährt, sowie das Stoßfängerdesign, die Alufelgen und der Heckdiffusor. Auch die Farbe des Testwagens („Wolfgrau“) wurde neu abgemischt. Wie bisher ist der GT darauf bedacht, seine Sportwagen-Perfomance nur für den kleinen Kreis der Auskenner sichtbar zu machen: Das Front- und Heckdesign ist leicht modifiziert, aber nicht auffällig anders, und neongelben Bremssättel leuchten hinter mächtigen 21 Zoll-Rädern hervor. So sind auch 650 PS firmenwagentauglich.
Der professionelle Sporttrimm zeigt sich im souveränen Handling bei hohem Tempo und in der beliebigen Wiederholbarkeit der Performance.
Seit dem Update von 2025 fährt die Lichtsignatur einen Zickzack-Kurs.
Spektakel im Detail bietet die riesige Leuchtsequenz am Heck.
Wie bisher ist der EV6 GT darauf bedacht, seine Sportwagen-Perfomance nur für Auskenner sichtbar zu machen. So sind auch 650 PS firmenwagentauglich.Was wird innen geboten?
In der GT-Version nehmen Pilot und Beifahrer in passgenauen Sitzschalen mit schwarzen Velourslederbezug und kleinen, neongelben Designakzenten Platz. Die Sitze sind nun elektrisch verstellbar, fahrerseitig ist zudem die Höhe variabel, wodurch der EV6 auch für große Fahrer langstreckentauglich wird (solange sie in der Breite nicht ebenfalls die Norm sprengen). Neben der Beheizung ist nun auch die Kühlung beider Sessel serienmäßig. Am griffigen neuen Volant leuchten die Nähte, die 12-Uhr-Markierung und die Taste für den GT-Modus neongelb heraus.
Cockpit-Layout und Bedienelemente sind gleich wie bei den anderen EV6-Modellen. Der Fahrer hat einen großen Bildschirm mit Infodisplay und Touchscreen vor sich, sowie eine freischwebende Mittelkonsole neben sich. Die Verarbeitung im Innenraum ist tadellos und der technische Standard hoch, die Materialauswahl weiterhin ein wenig artifiziell. Es gibt reichlich Ablagen, auch für größere Gegenstände. Die Bedienung ist logisch und angenehm, auch die Sprachsteuerung funktioniert. Nur manchmal berührt man versehentlich das Touch-Feld für die Sitzheizung oder ist bei der doppelt belegten Digitalleiste (sie kombiniert Temperatursteuerung und Multimedia-Shortcuts) in der falschen Ebene. Zum Abschalten der Assistenten drückt man die Sterntaste am Lenkrad und kommt dann direkt ins betreffende Menü, das ist kein Kurzstreckenrekord, aber okay.
Neu ist der digitale Smartphone-Schlüssel, verschiedene Personen können das Fahrzeug nutzen, ohne den Schlüssel herumzureichen (Handyladen in dem Fall aber nicht vergessen …). Durch die Fingerabdruck-Erkennung funktioniert auch das Starten schlüssellos. Nicht unerwähnt bleiben darf das bekannte Premium-Audiosystem von Meridian, es bietet so gute Soundqualität, dass Musikfans ziemlich sicher EV6-Fans werden.
Anhänger des Autos dürften auch die Passagiere der zweiten Reihe sein. Wiewohl etwas tiefer als in Verbrennermodellen, bietet die Rückbank eine Beinfreiheit, die auf langen Strecken einen wesentlicher Komfortunterschied ergibt. Im Sinne wahrer Sozialdemokratie fahren im EV6 alle Business Class. Durch die neue Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) gibt es jetzt auch eine normale Steckdose im Fond.
Das Kofferraumvolumen von 490 bis 1.290 Litern ist für die 4,70-Meter-Klasse nicht riesig, aber dennoch ordentlich groß. Zusammen mit der weitreichenden Flexibilität – die Rückbank kann im Verhältnis 60:40 umgeklappt werden und hat eine Ski-Durchreiche, der durch die Erweiterung entstehende Ladeboden ist nahezu eben, Vorne gibt es noch Extra-Stauraum – ergibt sich ein überzeugendes Familienauto.
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Offiziell wird es niemand sagen, aber das Schielen Richtung Porsches Taycan Cross Turismo schwingt beim EV6 GT – optisch wie technisch – ein bisschen mit. Und immerhin tritt der EV6 ja auch mit vergleichbarer 800 Volt-Technologie an. Dass ermöglicht (mindestens) um ein Drittel schnelleres Laden als mit 400-Volt-Technik, zu der weiterhin auch viele Premiummarken greifen. Der McDonalds-Besuch kann fast stressig werden, dank der beim Modellupdate von 240 kW auf 258 kW gesteigerten Ladeleistung bringt man auch die vergrößerte EV6-Batterie in rund 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Vorausgesetzt die Ladesäule spielt mit. Am Auto liegt es künftig jedenfalls kaum mehr, die Vorkonditionierung der Batterie, bisher nur in Zusammenhang mit der Navigation (zu Ladesäulen) anspringend, kann nun auch manuell aktiviert werden. Die von 77 kW auf 84 kWh gesteigerte Batteriekapazität ermöglicht dem GT nun eine WLTP-Reichweite von 450 Kilometern, nach 424 Kilometern zuvor. Der aus zwei Permanent-Synchronmotoren zusammengesetzte Allradantrieb ist noch kräftiger geworden, die maximale Systemleistung steigt auf 609 PS und 740 Newtonmeter Drehmoment. Wenn die neue Launch Control aktiviert ist, sind es sogar 650 PS und 770 Newtonmeter. Vor der Modellüberarbeitung mobilisierte der EV6 GT maximal 585 PS und 740 Newtonmeter. Der 3,5-Sekunden-Sprint auf Hundert und 260 km/h Spitze sorgen für Sportwagen-Performance. Um die gut fahrbar zu machen, bleibt im EV6 GT auch rundherum kein Stein auf dem anderen. Kia hat sich vor allem den Bereichen Antriebsregelung, Fahrwerk, Handling und Bremsen gewidmet. Eine nicht unwesentliche Rolle in den Kurven spielt das elektronische Sperrdifferenzial (electronic-Limited Slip Differential, e-LSD. Cooler Name, oder?), es leitet Drehmoment an die Räder mit dem besten Grip. In der überarbeiteten Variante hat die elektronische Dämpferkontrolle des EV6 GT eine veränderte Charakteristik, auch die Lenkungsabstimmung wurde modifiziert.
In der GT-Version nehmen Pilot und Beifahrer in passgenauen Sitzschalen mit schwarzen Velourslederbezug und kleinen, neongelben Designakzenten Platz. Die Sitze sind nun elektrisch verstellbar, fahrerseitig ist zudem die Höhe variabel, wodurch der EV6 auch für große Fahrer langstreckentauglich wird (solange sie in der Breite nicht ebenfalls die Norm sprengen). Neben der Beheizung ist nun auch die Kühlung beider Sessel serienmäßig. Am griffigen neuen Volant leuchten die Nähte, die 12-Uhr-Markierung und die Taste für den GT-Modus neongelb heraus.
Cockpit-Layout und Bedienelemente sind gleich wie bei den anderen EV6-Modellen. Der Fahrer hat einen großen Bildschirm mit Infodisplay und Touchscreen vor sich, sowie eine freischwebende Mittelkonsole neben sich. Die Verarbeitung im Innenraum ist tadellos und der technische Standard hoch, die Materialauswahl weiterhin ein wenig artifiziell. Es gibt reichlich Ablagen, auch für größere Gegenstände. Die Bedienung ist logisch und angenehm, auch die Sprachsteuerung funktioniert. Nur manchmal berührt man versehentlich das Touch-Feld für die Sitzheizung oder ist bei der doppelt belegten Digitalleiste (sie kombiniert Temperatursteuerung und Multimedia-Shortcuts) in der falschen Ebene. Zum Abschalten der Assistenten drückt man die Sterntaste am Lenkrad und kommt dann direkt ins betreffende Menü, das ist kein Kurzstreckenrekord, aber okay.
Neu ist der digitale Smartphone-Schlüssel, verschiedene Personen können das Fahrzeug nutzen, ohne den Schlüssel herumzureichen (Handyladen in dem Fall aber nicht vergessen …). Durch die Fingerabdruck-Erkennung funktioniert auch das Starten schlüssellos. Nicht unerwähnt bleiben darf das bekannte Premium-Audiosystem von Meridian, es bietet so gute Soundqualität, dass Musikfans ziemlich sicher EV6-Fans werden.
Anhänger des Autos dürften auch die Passagiere der zweiten Reihe sein. Wiewohl etwas tiefer als in Verbrennermodellen, bietet die Rückbank eine Beinfreiheit, die auf langen Strecken einen wesentlicher Komfortunterschied ergibt. Im Sinne wahrer Sozialdemokratie fahren im EV6 alle Business Class. Durch die neue Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) gibt es jetzt auch eine normale Steckdose im Fond.
Das Kofferraumvolumen von 490 bis 1.290 Litern ist für die 4,70-Meter-Klasse nicht riesig, aber dennoch ordentlich groß. Zusammen mit der weitreichenden Flexibilität – die Rückbank kann im Verhältnis 60:40 umgeklappt werden und hat eine Ski-Durchreiche, der durch die Erweiterung entstehende Ladeboden ist nahezu eben, Vorne gibt es noch Extra-Stauraum – ergibt sich ein überzeugendes Familienauto.
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Offiziell wird es niemand sagen, aber das Schielen Richtung Porsches Taycan Cross Turismo schwingt beim EV6 GT – optisch wie technisch – ein bisschen mit. Und immerhin tritt der EV6 ja auch mit vergleichbarer 800 Volt-Technologie an. Dass ermöglicht (mindestens) um ein Drittel schnelleres Laden als mit 400-Volt-Technik, zu der weiterhin auch viele Premiummarken greifen. Der McDonalds-Besuch kann fast stressig werden, dank der beim Modellupdate von 240 kW auf 258 kW gesteigerten Ladeleistung bringt man auch die vergrößerte EV6-Batterie in rund 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Vorausgesetzt die Ladesäule spielt mit. Am Auto liegt es künftig jedenfalls kaum mehr, die Vorkonditionierung der Batterie, bisher nur in Zusammenhang mit der Navigation (zu Ladesäulen) anspringend, kann nun auch manuell aktiviert werden. Die von 77 kW auf 84 kWh gesteigerte Batteriekapazität ermöglicht dem GT nun eine WLTP-Reichweite von 450 Kilometern, nach 424 Kilometern zuvor. Der aus zwei Permanent-Synchronmotoren zusammengesetzte Allradantrieb ist noch kräftiger geworden, die maximale Systemleistung steigt auf 609 PS und 740 Newtonmeter Drehmoment. Wenn die neue Launch Control aktiviert ist, sind es sogar 650 PS und 770 Newtonmeter. Vor der Modellüberarbeitung mobilisierte der EV6 GT maximal 585 PS und 740 Newtonmeter. Der 3,5-Sekunden-Sprint auf Hundert und 260 km/h Spitze sorgen für Sportwagen-Performance. Um die gut fahrbar zu machen, bleibt im EV6 GT auch rundherum kein Stein auf dem anderen. Kia hat sich vor allem den Bereichen Antriebsregelung, Fahrwerk, Handling und Bremsen gewidmet. Eine nicht unwesentliche Rolle in den Kurven spielt das elektronische Sperrdifferenzial (electronic-Limited Slip Differential, e-LSD. Cooler Name, oder?), es leitet Drehmoment an die Räder mit dem besten Grip. In der überarbeiteten Variante hat die elektronische Dämpferkontrolle des EV6 GT eine veränderte Charakteristik, auch die Lenkungsabstimmung wurde modifiziert.
Der Fahrer hat einen großen Bildschirm mit Infodisplay und Touchscreen vor sich, sowie eine freischwebende Mittelkonsole neben sich.
Die Verarbeitung im Innenraum ist tadellos und der technische Standard …
… hoch, die Materialauswahl weiterhin ein wenig artifiziell.
Die Sportsitze sind nun elektrisch verstellbar, fahrerseitig ist zudem die Höhe variabel, wodurch der EV6 GT auch für große Fahrer langstreckentauglich wird.
Am neuen Volant leuchten die 12-Uhr-Markierung, die GT-Taste …
… und die Nähte neongelb heraus.
Das Kofferraumvolumen von 490 bis 1.290 Litern ist für die 4,70-Meter-Klasse nicht riesig, aber dennoch ordentlich groß.Wie fährt sich der EV6 GT?
Der EV6 GT bewegt sich im Normalmodus entspannt. Wie ein braves Familienauto fährt er sanft los und rüttelt die Passagiere bei Unebenheiten nicht ungebührlich (mehr als Autos mit 17-Zoll-Felgen aber schon). Beim Update von 2025 wurde das Auto noch etwas besser gedämmt, im Innenraum ist es auch auf Autobahnen und Landstraßen schön ruhig. Bei guten Wetterbedienungen und entspannter Fahrweise kam der EV6 GT auf einen Testverbrauch von rund 21 kWh im Stadt-Überland-Mix, phasenweise auch darunter. Damit gehen sich locker 400 Kilometer aus. Auf der Autobahn kommt man gut 300 Kilometer weit. Diese Werte liegen unter den normalen Long-Range-EV6-Modellen, die sich bei guten Bedienungen irgendwo zwischen 400 und gut 550 Kilometern bewegen, sind aber für eine 650-PS-Performance ziemlich gut.
Die Beschleunigung des EV6 GT ist spektakulär und entspricht Fahrzeugen aus Zuffenhausen oder Maranello, wobei die zwei Permanent-Synchronmotoren natürlich komplett ansatzlos losstürmen. Wiederholungen werden von Passagieren eventuell nicht goutiert, was schade ist, weil die oftmalige Aufführung der äußersten Beschleunigungs- und Brems-Performance ohne Überhitzen möglich ist. Papa wird also vielleicht noch eine Runde extra drehen, wenn die Familie ausgestiegen ist. Bei rund 2,2 Tonnen Leergewicht, durch die größere Batterie ein kleines bisschen mehr als bisher, ist der EV6 GT zwar nicht als Kurvenräuber zu verstehen, als unterhaltsamer Gran Turismo aber schon. Durch die Funktion „Virtual Gear Shift“ kann ein virtuelles Sechsganggetriebe simuliert und manuell über Schaltwippen am Lenkrad geschaltet werden, was für den Rhythmus gar nicht so schlecht ist. Auf abrupte Richtungswechsel reagiert der EV6 GT stoisch und zieht ohne Wanken rüber. Die gute Fahrzeugbalance, der niedrige Schwerpunkt und die im GT-Modus straffe Lenkung ermöglichen schnelle Kurvenfahrt, bis die Physik Grenzen setzt. Durch die beflissene Kraftverteilung per Sperrdifferenzial lässt sich das Auto mitunter sogar dynamisch aus Kurven rausziehen, wobei Kraftüberschüsse mit Sicherheitsreserven verarbeitet werden, keine Angst.
Preis und Fazit?
Die GT-Variante ist mit 73.990 Euro kein Schnäppchen, für ein 650-PS-Auto mit sportlich anspruchsvollem Gesamtpaket aber sehr wohl günstig. Kia bleibt bei den Preisvorstellungen unter der Premiumliga, der es aber technisch teilweise überlegen ist. Guter Deal also. Und in Österreich, wo die NoVA für starke Verbrenner inzwischen ausartet, sind Plug-in-Hybride und Elektroautos für PS-Fans ohnehin die einzige Möglichkeit, sich nicht ausnehmen zu lassen wie die Weihnachtsgans.
Der EV6 GT bewegt sich im Normalmodus entspannt. Wie ein braves Familienauto fährt er sanft los und rüttelt die Passagiere bei Unebenheiten nicht ungebührlich (mehr als Autos mit 17-Zoll-Felgen aber schon). Beim Update von 2025 wurde das Auto noch etwas besser gedämmt, im Innenraum ist es auch auf Autobahnen und Landstraßen schön ruhig. Bei guten Wetterbedienungen und entspannter Fahrweise kam der EV6 GT auf einen Testverbrauch von rund 21 kWh im Stadt-Überland-Mix, phasenweise auch darunter. Damit gehen sich locker 400 Kilometer aus. Auf der Autobahn kommt man gut 300 Kilometer weit. Diese Werte liegen unter den normalen Long-Range-EV6-Modellen, die sich bei guten Bedienungen irgendwo zwischen 400 und gut 550 Kilometern bewegen, sind aber für eine 650-PS-Performance ziemlich gut.
Die Beschleunigung des EV6 GT ist spektakulär und entspricht Fahrzeugen aus Zuffenhausen oder Maranello, wobei die zwei Permanent-Synchronmotoren natürlich komplett ansatzlos losstürmen. Wiederholungen werden von Passagieren eventuell nicht goutiert, was schade ist, weil die oftmalige Aufführung der äußersten Beschleunigungs- und Brems-Performance ohne Überhitzen möglich ist. Papa wird also vielleicht noch eine Runde extra drehen, wenn die Familie ausgestiegen ist. Bei rund 2,2 Tonnen Leergewicht, durch die größere Batterie ein kleines bisschen mehr als bisher, ist der EV6 GT zwar nicht als Kurvenräuber zu verstehen, als unterhaltsamer Gran Turismo aber schon. Durch die Funktion „Virtual Gear Shift“ kann ein virtuelles Sechsganggetriebe simuliert und manuell über Schaltwippen am Lenkrad geschaltet werden, was für den Rhythmus gar nicht so schlecht ist. Auf abrupte Richtungswechsel reagiert der EV6 GT stoisch und zieht ohne Wanken rüber. Die gute Fahrzeugbalance, der niedrige Schwerpunkt und die im GT-Modus straffe Lenkung ermöglichen schnelle Kurvenfahrt, bis die Physik Grenzen setzt. Durch die beflissene Kraftverteilung per Sperrdifferenzial lässt sich das Auto mitunter sogar dynamisch aus Kurven rausziehen, wobei Kraftüberschüsse mit Sicherheitsreserven verarbeitet werden, keine Angst.
Preis und Fazit?
Die GT-Variante ist mit 73.990 Euro kein Schnäppchen, für ein 650-PS-Auto mit sportlich anspruchsvollem Gesamtpaket aber sehr wohl günstig. Kia bleibt bei den Preisvorstellungen unter der Premiumliga, der es aber technisch teilweise überlegen ist. Guter Deal also. Und in Österreich, wo die NoVA für starke Verbrenner inzwischen ausartet, sind Plug-in-Hybride und Elektroautos für PS-Fans ohnehin die einzige Möglichkeit, sich nicht ausnehmen zu lassen wie die Weihnachtsgans.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „ Kein Schnäppchen, für ein 650-PS-Auto mit sportlich anspruchsvollem Gesamtpaket aber sehr wohl günstig. Kia bleibt bei den Preisvorstellungen unter der Premiumliga, der es aber technisch teilweise überlegen ist. Guter Deal also."









