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ARVID LINDBLAD: RED BULLS NEUER STAR

ARVID LINDBLAD: RED BULLS NEUER STAR

Arvid Lindblad: Die Zukunft der Formel 1

Arvid Lindblad beeindruckte beim Formel-1-Saisonstart in Melbourne – als einziger Rookie der Saison 2026 raste der Red-Bull-Junior auf Anhieb in die Punkte, als einer jüngsten Piloten aller Zeiten. Auch sonst ist der Engländer mit schwedischen und indischen Wurzeln in jeder Hinsicht auffallend – und aus Gründen der Prototyp eines Formel-1-Stars der Zukunft. Plus: Die Top-10 der jüngsten Punktegewinner der Formel-1-Geschichte.
Die Formel 1 ist in Melbourne in eine neue Ära gestartet – und nur ein Fahrer hat bei diesem historischen Rennen zugleich sein Debüt gegeben. Und das gleich mit Bravour: Arvid Lindblad.

Der Brite mit schwedischem Vater und indischer Mutter ist der letzte von mehr als 20 Piloten, der unter der erfolgreichen Ausbildung von Dr. Helmut Marko den direkten Sprung in die Formel 1 geschafft haben. Und er macht seinem Mentor aus Graz alle Ehre, als ein weiterer junger Mann aus dem Red Bull Junior Team, der sich fix und langfristig in der Formel 1 und im Motorsport etablieren wird. 

Und der auf Anhieb Eindruck hinterlassen hat. Auch in den Rekordbüchern. 

Lindblad, der heute genau 18 Jahre und sieben Monate alt ist, ist nach seinem heutigen achten Platz, der drittjüngste Formel-1-Punktgewinner aller Zeiten.

Die Statistik dazu liest sich wie ein Who is Who der Formel 1:
1. Max Verstappen (17 Jahre / 5 Monate / 29 Tage)
2. Kimi Antonelli (18 / 6 / 19)
3. Arvid Lindblad (18 / 7 / 0)
4. Lance Stroll (18 / 7 / 13)
5. Oliver Bearman (18 / 10 / 1)
6. Lando Norris (19 / 4 /18)
7. Daniik Kwjat (19 / 10 / 18)
8. Sebastian Vettel (19 / 11 / 14)
9. Jaime Alguersuari (20 / 0 / 12)
10. Jenson Button (20 / 2 / 7)

Eine Statistik, die auch zeigt, wie früh Red-Bull-Junioren in der Formel 1 eine Chance bekommen – nicht weniger als fünf der Top-10 kommen aus der Fuschler Frühförderung.

Während sich Helmut Marko heute auch über die Formel-2-Meisterschaftsführung seiner Entdeckung Nikola Tsolov freuen darf, ist Lindblad sein aktueller Neuzugang in der Formel 1 – just im ersten Rennen seit 2005, in dem Marko keine offizielle Funktion hat.

Die Grand-Prux-Story des Arvid Lindblad wird eine nachhaltige werden – zu sehr kommen bei dem Weltenbürger im Racing Bull Faktoren wie Talent, Umfeld, Intelligenz und Ausbildung in bester Weise zusammen.

Es ist nicht nur, die Art wie Arvid Lindblad fährt. Es ist sein Auftreten und die Wahl seiner Worte, wenn er vor dem Mikrophon von Sky UK steht: Seine Worte sind gut gewählt, aber nicht aus dem Setzkasten.
Obwohl er noch so jung ist, führt man mit ihm Gespräche und keine Interviews.
Die Art, wie er weise die Worte wählt, seinen Antwort-Horizont zugleich in die Weite wie auch in die Tiefe setzt, um Sachen dann doch frei von Plattidüden auf den Punkt zu bringen, beeindruckt.

Lindblad hat eine gute Erziehung, nicht nur im Leben, auch im Sport. Schon früh wurde ihm Formel-E-Meister Oliver Rowland als professioneller Coach zur Seite gestellt – unaufgeregt, diskret, aber effizient.

Lindblad ist nicht nur im Rennen schnell unterwegs, sondern auch in der Karriere: 2022 sah man ihn noch in der Formel 4 in Spielberg an der Seite von Kimi Antonelli, 2024 gewann er bereits vier Rennen in der Formel 3 (die meisten), 2025 fiel er als Rookie sofort mit starken Aktionen und Siegen in der Formel 2 auf.

Und heuer kommt er riskant früh, aber gut getimt in die Formel 1: Als einziger Rookie ist er der einzige, der seinen Fahrstil in der Formel 1 nicht von alten Gewohnheiten kommend neu denken muss. Er kann sich unbelastet auf die neue Formel 1 einstellen und man kann jetzt schon davon ausgehen, dass er seinen unter Druck stehenden Teamkollegen Liam Lawson schnell alt aussehen lassen wird. Im Gegensatz zu Lawson ist er ohne Umwege in die Formel 1 gekommen, bei ihm geht alles schnell und straight.

Nur drei Rookies haben in den vergangenen zehn Jahren bei ihrem Debüt gepunktet:
Ollie Bearman - P7 in Jeddah 2024.
Kimi Antonelli - P4 in Melbourne 2025.
Arvid Lindblad - P8 in Melbourne 2026.

Mit seinem guten Aussehen und seinem internationalen Background ist Arvid perfekt für die Formel-1-Moderne, die junge, gute, attraktive Typen braucht, die die neu gewonnene junge Zielgruppe ansprechen. Mit seinen indischen Roots ist er wie geschaffen, den schlafenden Riesen Indien zu erwecken.

Red Bull hat das natürlich sofort erkannt und ihn bei seiner ersten PR-Dienstreise gleich mal zu einer Show nach Indien geschickt.

Mit Peter Bayer und Alain Permane hat er Chefs, die ihn behutsam formen werden.
Wir werden noch viel von Arvid Lindblad hören, lesen. Und sehen.
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In Indien am Weg zum Superstar: Arvid Lindblad.In Indien am Weg zum Superstar: Arvid Lindblad.
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