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ALPINE IN DER WEC 2026

ALPINE IN DER WEC 2026

Habsburgs Alpine für Le Mans

Alpine wlll es wissen: Für die letzte Saison in der Langstrecken-WM gibt Renaults schnelle Tochter noch einmal alles, um in Le Mans erfolgreich zu sein. Österreichs Beitrag Ferdinand Habsburg hat als Renn-Sieger 2025 dabei ein höheres Standing denn je – und er freut sich über einen langjährigen Freund und Mentor als neuen Teamkollegen: Antonio Felix da Costa. Sehen Sie die Alpine 2026 von ihren schönsten Seiten in der Bilder-Parade auf motorprofis.at.

Wir alle kennen das aus dem Geschichtsunterricht: das Hause Habsburg und Frankreich standen meist für einen Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.
Erfreulich harmonisch läuft es dagegen in der Moderne, das Verhältnis von Ferdinand Habsburg mit dem Alpine Endurance Team ist von Liebe geprägt, nicht von einer Zweckehe.
Auch wenn die Zusammenarbeit mit dieser Saison enden wird, das schnelle Ende einer doch recht kurzen gemeinsamen "Sentimental Journey". Denn: Alpine, die schöne und schnelle Tochter des Renault-Imperiums, wird sich Ende 2026 aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft zurückziehen. Die Le-Mans-Lokalmatadoren sind nach Porsche und Lamborghini bereits die dritte renommierte Marke, die der WEC Adieu sagt, das klassische Schicksal einer Werks-Serie.

Freilich: Für Ferdinand Habsburg, den einzigen österreichischen Stamm-Werksfahrer in der obersten Klasse der WEC, hat sich die Zeit mit Alpine mehr als nur gelohnt – der Urenkel des letzten Kaisers von Österreich hat sich in den drei gemeinsamen Jahren mit dem Team einen exzellenten Namen als Rennfahrer gemacht. Und im Gegensatz zu seinem Teamrivalen Mick Schumacher (der in die Indycar-Serie abgewandert ist) ein Rennen gewonnen, das erste für Alpine. Dementsprechend hoch geachtet ist er im Rennstall. Das spürt man, wenn man sich im Team umhört.

Das Alpine Endurance Team hat dieser Tage seine Fahrercrews für die anstehende Saison in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) bekanntgegeben. Unter der Leitung von Teamchef Philippe Sinault und Sportdirektor Nicolas Lapierre startet Alpine in seine dritte und letzte Saison in der WEC, nachdem das Team bereits den Ausstieg nach der Saison 2026 bekanntgegeben hat.


Charles Milesi und Ferdinand Habsburg, die seit Beginn der Hypercar-Ära zum Team gehören und maßgeblich zum ersten Sieg der Alpine A424 beigetragen haben, werden im Auto mit der Startnummer 35 von António Félix da Costa unterstützt. Die zweite A424 mit der #36 wird pilotiert von Jules Gounon und Frédéric Makowiecki, die gemeinsam mit dem WEC-Neuling Victor Martins ein rein französisches Trio bilden.

Habsburg und Neuzugang Felix da Costa haben eine spezielle Beziehung zueinander – bereits vor Jahren zählte Ferdinand bei der Auflistung seines Lieblings-Rennfahrer den Portugiesen als ersten auf: "Ein Super-Typ, wie ein Mentor, hilfsbereit und als Rennfahrer mit den verschiedensten Rennwagen schnell." Felix da Costa, von uns mit diesen Aussagen konfrontiert, konterte ebenfalls mit einem verbalen Blumenstrauß: "Ferdinand ist mir von früh weg aufgefallen und ein wunderbarer Charakter." Nun fahren die beiden gemeinsam im Auto mit der Nummer 35. Parallel hat Felix da Costa vor wenigen Tagen als Jaguar-Pilot in der Formel E einen ganz speziellen Weltrekord aufgestellt – mehr dazu lesen Sie hier


Die sechs Fahrer von Alpine bündeln ihre Stärken, ihre Erfahrung und ihr Talent, um die Farben von Alpine bei den acht Saisonrennen zu vertreten. Neben den 24 Stunden von Le Mans stehen Ausdauerrennen auf vier Kontinenten auf dem Programm, bei denen sich sieben der renommiertesten Hersteller in der Hypercar-Klasse messen.


„Vor uns steht ein arbeitsreiches Jahr in der WEC“, sagt Axel Plasse, Vice President bei Alpine Tech. „Wir sind fest entschlossen, in jedem Meisterschaftsrennen unser Bestes zu geben.“


Alpine startet nun in seine dritte und letzte Hypercar-Saison. Die A424, mit der das Team in der WEC antritt, wurde mit dem Know-how der Alpine Tech Teams in Viry-Châtillon entworfen und entwickelt. Nach einer ersten Lernphase im Jahr 2024 erreichte das Alpine Endurance Team in den darauffolgenden Jahren zwei Podiumsplatzierungen und krönte die letzte Saison mit dem ersten Sieg bei den Sechs Stunden von Fuji.


Das Design der A424 für die neue Saison wurde im Atelier Alpine Paris vorgestellt. Der Wagen behält die wettbewerbsfähige Architektur bei, wurde jedoch gezielt nach den Regularien der WEC aerodynamisch optimiert. Die Lackierung ist eine Weiterentwicklung aus dem Vorjahr, betont die Charakterlinien und die typischen Stilmerkmale des Hypercars und ist mit den Farbtönen Blau, Weiß und Rot eine Hommage an die Farben der französischen Nationalflagge.

Und vielleicht spielt es bei der Siegerehrung in Le Mans dann ja die Marseillaise für einen jungen Mann aus dem Hause Habsburg. Als unerwarteten Schlußpunkt einer jahrhundertlangen Beziehung. Dass würde auch Ferdinands Vater Karl Habsburg stolz machen.

Milesi, Habsburg, Felix da Costa – die Alpine-Top-Besatzung im Wagen mit der Nummer 35.Milesi, Habsburg, Felix da Costa – die Alpine-Top-Besatzung im Wagen mit der Nummer 35.
Ferdinand Habsburg – Österreichs einziger Stamm-Werkspilot in der Königsklasse der WEC.Ferdinand Habsburg – Österreichs einziger Stamm-Werkspilot in der Königsklasse der WEC.
Die Besatzung von Alpine Nummer 36: Jules Gounon, Frédéric Makowiecki und Victor Martins bilden zweite Crew.Die Besatzung von Alpine Nummer 36: Jules Gounon, Frédéric Makowiecki und Victor Martins bilden zweite Crew.
Ferdinand Habsburg.Ferdinand Habsburg.
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