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DS AUTOMOBILES TECHEETAH

DS - das Meisterteam

DS Automobiles und Techeetah haben die Macht-Gesetze in der Formel E neu definiert. Das erste Team, das drei Mal in Serie Meister geworden ist. Das erste Team, in dem zwei verschiedene Piloten den Titel holen konnte. Und das überlegenste Auto der Formel-E-Geschichte. Was ist das Geheimnis hinter dieser Vergoldung der Zukunfts-Serie?
Die Formel-E-Saison Nummer 6 ist Geschichte – und diese Geschichte wurde in Gold geschrieben.

Noch nie hat ein Team die Meisterschaft auf so beeindruckende Art und Weise dominiert, wie das DS Techeetah heuer getan hat. Neuzugang Antonio Felix da Costa wurde schon drei Rennen vor Schluß vorzeitig Meister, und in der Team-Meisterschaft spielte die französisch-chinesische Allianz in einer eigenen Liga.

Die Fakten: Mit vier Siegen, neun Podiumsplätzen, fünf Pole-Positions und drei schnellsten Rennrunden in elf Formel E-Rennen übertraf DS Techeetah die Konkurrenten Nissan, BMW, Audi, Mercedes, Jaguar, Porsche, Mahindra, Dragon/Penske und Nio sowie die Privatteams Virgin und Venturi deutlich. Zum ersten Mal beendeten ein Team (+77 Punkte) und ein Fahrer (+71 Punkte) eine Saison mit so großem Abstand vor der Konkurrenz und mit einem so hohen Punktedurchschnitt pro Rennen (22,18 Punkte).

In der Ära der Generation2-Cars hat DS Techeetah alle bisherigen Titel gewonnen – die Fahrerwertungen, die Team-Wertungen und die Wertung der voestalpine European Races.

Drei Menschen stehen dabei besonders im Fokus: Antonio Felix da Costa, Jean-Eric Vergne und Mark Preston, der Teamchef.

Antonio Felix da Costa: Der Portugiese gilt als einer der größten Sympathieträger im Sport. Freundlich, bescheiden – vielleicht zu freundlich und bescheiden, um sich einst bei Red Bull durchzusetzen. Obwohl er zwei Mal das Formel-3-Rennen in Macao gewann, wurde ihm im entscheidenen Moment der jüngere Russe Danill Kwjat vorgezogen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen Buemi, Vergne, Ricciardo bekam er nie die Chance, ein Formel-1-Rennen zu fahren. Als Toro Rosso 2018 wieder auf die Suche ging und auch Ex-Piloten wie Hartley und Vergne Thema waren, winkte er sofort ab: "Ich bin nicht mehr gut genug für die Formel 1. Der Körper lässt nach, wenn du diese unglaublichen Kurvengeschwindigkeiten nicht mehr gewohnt bist."
Eine Aussage, die zeigt, mit wie viel Demut er seinen Sport betreibt. Und das bei dem unglaublichen Talent, dass er hat. Auffallend, dass DS dieses Talent schneller nutzen konnte als dies BMW in all den Jahren getan hat, in denen er Werksfahrer war. Dass er sich im Team so schnell durchsetzte ist auch insofern unglaublich, als das ihn viele am Beginn nur als reinen BackUp von Doppel-Meister Vergne sahen.

Das sagt Felix da Costa jetzt: „Ich werde meinen Erfolg nie als selbstverständlich ansehen. Ich bin gespannt auf die nächste Saison, denn ich möchte dieses Gefühl noch einmal erleben. Es wird ein harter Kampf, aber wir werden versuchen, unsere Erfolge zu wiederholen. Wir haben ein echtes Dreamteam.“

Jean-Eric Vergne: Wie Antonio Felix da Costa einer aus dem Red Bull Junior Team – er schaffte es in die Formel 1, hatte starke Rennen – verlor im "Kampf um die Zukunft" aber knapp gegen seinen Teamkollegen Dani Ricciardo. Und wie Felix da Costa war er am Boden, als der Traum platzte.
Doch beide haben sie sich wieder hochgekämpft, gerade mit der Formel E, in der der Fahrer mehr selbst erreichen kann. Vergne war einst so etwas wie der Mentor des jüngeren Portugiesen – und er selbst war es, der ihn 2019 zu DS Techeetah holte.
Höchst ungewöhnlich, aber Vergne ist bei Techeetah angeblich auch stiller Teilhaber, sicher aber ein zentrales Bestandteil. Er ist das Herz des Projektes und hat Würde gezeigt, als Felix da Costa heuer etwas schneller und viel glücklicher war. Abgesehen von einigen verärgerten Funksprüchen hat er den Portugiesen immer unterstützt – und am Ende als erster gratuliert. Mit den Worten: "Mein Baby hat Großes erreicht".

Das sagt Vergne jetzt: „Alle hier arbeiten unglaublich hart für unseren Erfolg. Es ist gut, dass die Saison nun zu Ende ist, denn ich bin nicht optmal aus der Pause gekommen. Ich brauche nun etwas Zeit, um nachzudenken und aus meinen Fehlern zu lernen, damit ich in der nächsten Saison stärker zurückkehren kann.“ Das sagt er als starker Meisterschafts-Dritter...

Mark Preston, der Teamchef: Der 51-jährige Australier gilt als einer der besten Motorsport-Macher der Welt. Er hat bei Legenden gelernt. Nachdem Preston 1996 nach Europa zog, um ins Formel-1-Team von Arrows zu wechseln, kam er 2002 zu McLaren, wo er am berühmten MP4-18 arbeitete. Seine Mitstreiter waren Adrian Newey, Mike Coughlan und Testpilot Alexander Wurz. Später gründete er mit anderen Ex-Arrows-Kollegen das Super Aguri Team, das Farm-Team von Honda. Dort wurde auch der berühmte Doppel-Diffusor erfunden, mit dem das Honda-Nachfolge-Team Brawn 2009 Formel-1-Weltmeister wurde. Preston selbst blieb Super-Aguri-Boss Aguri Suzuki verbunden, 2014 gründete man gemeinsam ein Formel-E-Team. Und aus dem wurde später Techeetah, nach einer Übernahme. Preston blieb – und er schuf das wohl beste Formel-E-Team der (bisherigen) Geschichte.

Das sagt Preston jetzt: „Wir haben das beste Team in der Startaufstellung. Es gehört viel mehr dazu, ein erfolgreiches Rennteam zu führen, als das, was man von außen sehen kann. Es wird von jedem Einzelnen verlangt, dass er in seinem Job hervorragende Leistungen erbringt. Das reicht von der Buchhaltung, dem Marketing und der Rechtsabteilung bis hin zum technischen Team aus Mechanikern und Ingenieuren. Unser Team besteht aus einzigartigen Menschen, die alles geben, um unseren Erfolg zu sichern. Nur deshalb stehen wir heute hier. Ich bedanke mich bei allen, und besonders bei Rennleiter Leo Thomas, der das Team super im Griff hatte, und bei DS Automobiles, die uns einen so starken Antriebsstrang zur Verfügung gestellt haben.“

Auch in der DS-Konzernspitze ist der Jubel groß.
Xavier Mestelan Pinon, Direktor DS Performance: „Nach dem Doppelerfolg im vergangen Jahr hatten wir ein klares Ziel: Wir wollten erneut beide Titel gewinnen und wussten, dass wir die Mittel dazu haben. Die Herausforderung war jedoch enorm groß und bedeutete viel Druck. Unsere Titel unterstreichen insbesondere das unbestreitbare Know-how von DS Automobiles in puncto Elektromobilität. Was könnte ein besserer Beweis sein, als acht der renommiertesten Hersteller zu schlagen? Wir haben gezeigt, dass unsere Technologie effizient und siegesfähig ist. Für uns, als junge Premium-Marke, ist die Formel E ein optimaler Forschungs- und Entwicklungsbeschleuniger. Denn wenn die E-TENSE-Technologie auf den Rennstrecken der Welt gewinnt, dann wird sie sich auch auf den Straßen durchsetzen.“


Seit 2015 nutzt DS Automobiles das in der Formel E erworbene Wissen, um elektrifizierte Modelle zu entwickeln, die in ihren Segmenten Maßstäbe setzen. Zahlreiche Komponenten dieser Technologien, unter anderem der Elektromotor, die Batterie und das Software-Management-System haben von den Erfahrungen aus der Formel E profitiert.


Béatrice Foucher, CEO DS Automobiles, blickt im Moment des Erfolges nach vor – und auch ein bißchen ins Nachbarland: „Das Engagement von DS Automobiles in der Formel E ist von Erfolg gekrönt. Seit 2015 ist es unser Ziel, die Entwicklung unserer elektrifizierten Modelle zu beschleunigen. Im vergangen Jahr ist es uns gelungen, alle unsere Modelle mit einem rein elektrischen oder einem Plug-In-Hybrid-Antrieb anzubieten. Der diesjährige Meistertitel, den wir vor allem gegen die deutsche Konkurrenz gewonnen haben, ermöglicht es uns, zusätzliche Bekanntheit zu erlangen, um unseren Marktanteil auszubauen.“

Im Jänner geht es in die Season 7, das erste Rennen ist in Santiago de Chile geplant. Ab dann ist die Meisterschaft auch formal eine Weltmeisterschaft.


 

Goldene Zeiten: (DS) Techeetah hat den dritten Titel in Serie in der Formel E erobert – in der Gen2 ist man noch ungeschlagen in den Meisterkämpfen.Goldene Zeiten: (DS) Techeetah hat den dritten Titel in Serie in der Formel E erobert – in der Gen2 ist man noch ungeschlagen in den Meisterkämpfen.
Das Erfolgsteam. Auch mit Masken zeigte DS Techeetah in Berlin das wahre Gesicht einer Champions-Truppe.Das Erfolgsteam. Auch mit Masken zeigte DS Techeetah in Berlin das wahre Gesicht einer Champions-Truppe.
Der Champion: Antonio Felix da Costa jubelt über den größten Erfolg seiner vielfältigen Karriere.Der Champion: Antonio Felix da Costa jubelt über den größten Erfolg seiner vielfältigen Karriere.
Der Meistermacher: Mark Preston hat DS Techeetah zum besten Team der Formel E gemacht – und das bei hochkarätiger Konkurrenz.Der Meistermacher: Mark Preston hat DS Techeetah zum besten Team der Formel E gemacht – und das bei hochkarätiger Konkurrenz.
Nach zwei eigenen Meistertiteln musste Formel-E-Rekordchampion Jean-Eric Vergne nun der vermeintlichen Nummer 2, seinem Buddy Antonio Felix da Costa, den Vortritt lassen. Das ändert aber nichts an seinem außergewöhnlichen Standing in „seinem“ DS-Team.Nach zwei eigenen Meistertiteln musste Formel-E-Rekordchampion Jean-Eric Vergne nun der vermeintlichen Nummer 2, seinem Buddy Antonio Felix da Costa, den Vortritt lassen. Das ändert aber nichts an seinem außergewöhnlichen Standing in „seinem“ DS-Team.
Vergne nennt seine Vergne nennt seine "Entdeckung" Felix da Costa zärtlich "Baby". In den Zweikämpfen gibt es trotzdem keine Geschenke.
Freunde: Schon im Red Bull Junior Team war Vergne (hier 2011 in Spielberg) so etwas wie ein Mentor des drei Jahre jüngeren Felix da Costa.Freunde: Schon im Red Bull Junior Team war Vergne (hier 2011 in Spielberg) so etwas wie ein Mentor des drei Jahre jüngeren Felix da Costa.
Ohne Masken und in voller Ohne Masken und in voller "normaler" Boxen-Besitzung: Die Meister-Truppe von DS im Februar 2020 beim Sieg in Marrakesch.
Serienmeister-Know-How auch für die Serie: Vergne (im Bild) und Felix da Costa bringen ihr Wissen auch in Autos wie den DS7 Crossback ein.Serienmeister-Know-How auch für die Serie: Vergne (im Bild) und Felix da Costa bringen ihr Wissen auch in Autos wie den DS7 Crossback ein.
Formel-E-Meister der Saisonen 4 und 5: Jean-Eric VergneFormel-E-Meister der Saisonen 4 und 5: Jean-Eric Vergne
Formel-E-Meister der Saison 6: Antonio Felix da Costa.Formel-E-Meister der Saison 6: Antonio Felix da Costa.
Antonio Felix da Costa feiert große Triumphe...Antonio Felix da Costa feiert große Triumphe...
...und bleibt doch immer am Boden....und bleibt doch immer am Boden.
Symbolbild einer historischen Saison: DS Techeetah wurde von der hochkarätigen Konkurrenz zu oft nur von hinten gesehen.Symbolbild einer historischen Saison: DS Techeetah wurde von der hochkarätigen Konkurrenz zu oft nur von hinten gesehen.
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