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TOTO WOLFF IM INTERVIEW

Rekord-Weltmeister Wolff über Hamilton

Toto Wolff schreibt Sportgeschichte! Nach dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton und Valtteri Bottas steht fest: der Wiener ist für 14 Formel-1-WM-Titel in Serie verantwortliich – ein einzigartiger Rekord in der Formel-1-Geschichte. motorprofis.at - Reporter Gerald Enzinger hat für die aktuelle Autorevue mehrere Stunden lang mit Toto gesprochen. Lesen Sie hier einige der besten Auszüge: Wolff über seine einzigartige Erfolgsbeziehung zu Lewis Hamiltonn und all das, was Hamilton stark macht.

Toto Wolff schreibt Sport-Weltgeschichte!
Nach dem Doppelsieg durch Lewis Hamilton und Valtteri Bottas in Imola steht schon vier Rennen vor Schluss fest, dass Mercedes auch 2020 Teamweltmeister ist und das ebenfalls zum siebenten Mal in Serie ein Mercedes-Pilot heuer Weltmeister werden wird. 14 WM-Titel für einen Rennstall – so etwas hat es in der Geschichte der Formel 1 noch nie gegeben: Damit ist Toto Wolff eine der größten Legenden der Grand-Prix-Geschichte.

In einem mehrstündigen Interview, das eben in der aktuellen AUTOREVUE erschienen ist, hat motorprofis.at - Reporter Gerald Enzinger exklusiv mit Toto Wolff gesprochen. Darin spricht der Mercedes-Teamchef besonders offen über das Phänomen Lewis Hamilton, die Geheimnisse seines Mercedes-Teams und die Zukunft der Formel 1.

Hier einige der Passagen aus dem in der Autorevue erschienenen Interview:

Toto Wolff über den Rekord:
Es gibt Momente, wo man sich zwickt, ob das alles wahr ist. Aber: ich schaue nicht nach hinten. Du wirst in meinem Haus in England kein einziges Stück Memorabilia finden außer dem Konstrukteurs-WM-Pokal. Und den habe ich dort nur stehen, weil ich ihn so gedreht habe, dass ich immer nur auf das leere Blättchen schaue. Den Platz, wo der nächste Weltmeister eingraviert wird. Es geht immer nur um das heute und um das morgen.


Toto Wolff über den Vorwurf, er würde vor den Rennen immer untertreiben – und am Ende doch gewinnen:
Ich sehe mich nicht als der Streber, der immer sagt, er hat vor der Schularbeit nichts gelernt. Aber es ist in meinem Naturell, immer skeptisch zu sein. Wir leiden im Team alle an dem Impostor-Syndrom. Wir hinterfragen immer unsere Leistung: Was habe ich zum Erfolg beigetragen? Und wir haben 2.000 Menschen inklusive der Fahrer und mir selbst, und wir alle haben das. Deswegen sind wir alle, jeder einzelne, getrieben.

Toto Wolff über Lewis Hamilton, einen der größten Sportler aller Zeiten:
Von Anfang an war da großer, wechselseitiger Respekt. Wir haben uns selbst fast zeitgleich in dieses Projekt gestoßen und ich würde sagen, die ersten Jahre waren gekennzeichnet durch respektvollen Umgang, aber eigentlich durch Abtasten. Wir sind beide Menschen, die erst dann Vertrauen finden, wenn man über viele Jahre eine Beziehung aufgebaut hat. ....
...Und dieses Vertrauensverhältnis ist übergegangen in eine Freundschaft, große Loyalität uns wechselseitig gegenüber. Er vertraut dem Team. Es gibt oft Diskussionen am Funk, aber die sind super, die muss man haben. Weil die auch nie negative Töne haben, ein Rennfahrer in der Hitze des Gefechts wird immer was raushauen. Aber er respektiert das Team, hebt es hervor – das tun viele nicht.


Toto Wolff über Hamiltons Art das Auto zu spüren:
Am Nürburgring hat er am vor ihm fahrenden Auto von Bottas gesehen, dass der Graining an den Reifen bekommt, Gas gegeben und Valtteri in einen Fehler getrieben. Bei den Reifen trifft Lewis strategische Entscheidungen, die nicht in unserem Daten-Material entsprechen. Aber er hat Recht. Es gibt Fahrer, die Daten gut lesen können. Und da ist Lewis und dessen Gespür. Und er hat so etwas wie Spielintelligenz, wie ein Fußballer, der intuitiv und in einer Rundum-Sicht erkennt, was die 21 anderen am Feld gleich machen werden. Seine Fehlerquote ist nahe null. Und die Aussagen sind präzise – er sagt Sachen wie „das Auto untersteuert von da wo ich sitze bis zur Vorderachse.“ Exakter kann das keiner.


Toto Wolff über die Tatsache, dass der Mercedes auch 2021 schwarz sein wird, um für Black Lives Matter und Diversität werben wird.
Wie es scheint: ja, wird fahren auch 2021 in Schwarz. Das Schwarz schaut super aus. 2022 kommen dann viele neue Regeln, da wollen wir uns aber wieder unserer Heritage erinnern mit den Silberpfeilen. Aber das Thema Anti-Rassismus bleibt uns sehr wichtig.

Toto Wolff über die Zukunft von Mercedes in der Formel 1:
Wir haben uns mit dem Conorde-Agreement zur Formel 1 bekannt, auch wenn man nun jährlich aussteigen kann. Das ist aber kein Thema. Wie hat Ola Källenius gesagt? „Bayern München steigt ja auch nicht aus dem Fußball aus.“ Für verschiedene Zielgruppen ist es richtig sich im Tennis, Golf oder bei der Fashion Week zu engagieren – aber Motorsport, das ist das, was wir machen, das ist unsere DNA.


Das komplette Interview von Gerald Enzinger mit Toto Wolff über sechs Seiten gibt es in der Autorevue, in jeder Trafik und fast jedem Supermarkt.

Toto Wolff und Gerald Enzinger in der Mercedes-Fabrik in Brackley nach Konstrukteurs-Titel Nummer 4. Mittlerweile benötigt man dafür sieben Finger, um die Zahl der Weltmeisterschaften zu symbolisieren.Toto Wolff und Gerald Enzinger in der Mercedes-Fabrik in Brackley nach Konstrukteurs-Titel Nummer 4. Mittlerweile benötigt man dafür sieben Finger, um die Zahl der Weltmeisterschaften zu symbolisieren.
Das jüngste Interview zwischen motorprofis-Reporter Enzinger & Wolff ist in der aktuellen Ausgabe der Autorevue.Das jüngste Interview zwischen motorprofis-Reporter Enzinger & Wolff ist in der aktuellen Ausgabe der Autorevue.
Eine der erfolgreichsten Beziehungen der Sportgeschichte: Toto Wolff & Lewis Hamilton.Eine der erfolgreichsten Beziehungen der Sportgeschichte: Toto Wolff & Lewis Hamilton.
Seit 2013 sind Lewis Hamilton und Toto Wolff bei Mercedes. Mittlerweile haben sie fast alle Rekorde gebrochen.Seit 2013 sind Lewis Hamilton und Toto Wolff bei Mercedes. Mittlerweile haben sie fast alle Rekorde gebrochen.
Von Beginn an entwickelte sich bei Mercedes ein außergewöhnlicher Teamgeist.Von Beginn an entwickelte sich bei Mercedes ein außergewöhnlicher Teamgeist.
Wolff und Daimler-Chef Ola Källenius bekennen sich zur Formel 1: Wolff und Daimler-Chef Ola Källenius bekennen sich zur Formel 1: "Bayern München verlässt ja auch nicht den Fußball."
Das vollständige Interview mit Toto Wolff in der aktuellen Autorevue – spannende Quarantäne-Lektüre, top-aktuell.Das vollständige Interview mit Toto Wolff in der aktuellen Autorevue – spannende Quarantäne-Lektüre, top-aktuell.
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