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JÄNNERRALLYE: DAS BILDERBUCH

JÄNNERRALLYE: DAS BILDERBUCH

Jännerrallye: Wagner-Festspiele

100.000 Fans sehen bei der 39. Auflage der Jänner-Rallye "endlich" die Krönung des Königs – Serien-Staatsmeister Simon Wagner gewinnt im Hyundai mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Michael Lengauer, Mads Østberg und Hermann Neubauer. Die wichtigsten Infos und einige der besten Bilder von Österreichs Rallye-Klassiker.

So traditionell, rasant und stilvoll startet Motorsport Österreich in den Jänner!

Bereits zum 39. Mal wurde das Jahr mit dem Rallyeklassiker der LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER mit Start und Ziel im oberösterreichischen Freistadt eröffnet. Auch heuer pilgerten wieder Zehntausende Rallyefans ins Mühlviertel, um den Rallyeartisten bei ihrer Arbeit zu applaudieren. Ersten Schätzungen zufolge haben sich entlang der 18 sehr selektiven Sonderprüfungen rund 100.000 Zuschauer eingefunden.

So wie in den Jahren zuvor waren die Veranstalter vom Rallyeclub Mühlviertel und der Jännerrallye Freistadt gGmbH verantwortlich. Als  Speerspitzen Christian Birklbauer und Georg Höfer. Wie schon in der Vergangenheit haben sie ihre Aufgaben ehrenamtlich übernommen und wurden durch ein sehr erfolgreiches Team von freiwilligen Helfern tatkräftig unterstützt. So wurde die Liveberichterstattung weiter verbessert, zudem wurde die Sendung in vier Sprachen präsentiert, wobei im englischen Teil Hollie MacRae, die bildhübsche Tochter des englischen Rallyekings Colin McRae, für die Präsentation sorgte. Ausgebaut wurdeauch die Berichterstattung mit dem ORF TV und dem eigenen Livestream.  Das geschah durch die Firma Streamers an der Spitze mit Claudio Sunk mit dem Moderatoren-Tean mit Thomas Hölzl (ORF), Peter Bauregger und mit Unterstützung von Barbara Aigner, der Frau des früheren heimischen Spitzenpiloten Andreas Aigner. Im Team war auch der Steirer Peter Greither.


Wichtig: Ab dem zweiten Tag schneite es ausgiebig, so dass alle Fans die Aktiven und die Teams von einer echten Winterrallye begeistert sein durften

In Simon Wagners Siegesalbum der aktuellen österreichischen Rallyes fehlte bislang ein einziges Pickerl. Ausgerechnet die Seite seiner oberösterreichischen Heimrallye „zierte“ ein weißer Fleck. Fünf Staatsmeistertitel hat der Unterweitersdorfer in den letzten fünf Jahren eingeheimst, alles, was es national zu gewinnen gibt, hat er schon doppelt oder öfter gewonnen. Einzig ein Triumph bei der Jännerrallye im Mühlviertel blieb ihm verwehrt. Bis heute.

Denn bei der 39. Ausgabe des Klassikers hat Simon Wagner endlich das fehlende Pickerl erstanden, um sein rotweißrotes Sammelwerk komplettieren zu können. Dazu benötigte er neben seiner zuverlässigen deutschen Copilotin Hanna Ostlender 18 Prüfungen lang höchste Konzentration, fahrerische Spitzenklasse, ein Top-Auto, ein wenig Glück und ein professionell arbeitendes Team im Hintergrund, so mit seinem Bruder Julian Wagner


Obwohl internationale Klassepiloten wie der Este Romet Jürgensen oder der norwegische WM-Pilot Mads Østberg im Aufgebot standen, war bei der Jännerrallye 2026 schnell klar: Oberösterreich hat die besten Karten.

Der diesjährige Sieg konnte nur über den Gewinner der letzten beiden Jahre Michael Lengauer oder ebven über Simon Wagner führen. Es entwickelte sich ein Sekunden-Thriller, in dem Wagner jedoch immer die Regie führte. Denn die Führung gab der österreichische Champion von Anfang an nie aus der Hand.
Höchste Gefahr drohte ihm nach SP 8, als ihm ein völlig enthemmter Lengauer in Sportarena Liebenau plötzlich acht Sekunden abnahm und er Gefahr lief, die Spitzenposition vor der Übernachtung zum Entscheidungstag noch zu verlieren.
Doch Simon Wagner blieb trotz Verkühlung cool, er rettete sieben Sekunden Vorsprung in den letzten Tag.  Dort brachte schon die erste Sonderprüfung in St. Oswald das vorentscheidende Schockerlebnis für Michael Lengauer. Kurz nach dem Start bremste ein Knall jäh die Bestrebungen des Verfolgers. Vom linken Vorderreifen seines Skoda Fabia hingen nur noch Fetzen an der Felge.
Bitteres Fazit: Eineinhalb Minuten Rückstand auf Simon Wagner, der das erreichte, was Lengauer eigentlich wollte – die erste Bestzeit des Tages. Und weil ihm dann sein allererster Jännerrallye-Sieg verständlicherweise weit wichtiger war als das Entertainment, brachte Simon Wagner diesen humorlos ins Ziel.


Weit mehr Stress hatte dann Lengauer, der plötzlich mit Mads Østberg und Hermann Neubauer zwei Konkurrenten in seiner Nähe hatte, die noch Lust auf seinen zweiten Platz verspürten. Lengauer konterte jedoch alle Angriffe mit Bravour, womit der dritte Platz an Mads Østberg ging, vor dem Lungauer Neubauer.


Die Stimmen der Podestpiloten:

Simon Wagner
(Hyundai i20 Rally2): „Ich bin schon so oft drauf angesprochen worden, dass ich diese Rallye noch nicht gewonnen habe. Das hört jetzt endlich auf. Innerlich habe ich immer gewusst, dass ich sie hätte gewinnen können, aber irgendwie ist es sich dann doch nicht ausgegangen. Jeder, der hier schon gewonnen hat, weiß, dass das etwas ganz Spezielles ist. Dass ich nun endlich auch dieses Gefühl genießen kann, ist einfach nur schön und ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben!“


Michael Lengauer (Skoda Fabia Rally2): „Die Jännerrallye gewinnt man nur, wenn man fehlerfrei bleibt. Das war ich heuer leider nicht. Zudem ist Simon wirklich einen sehr hohen Speed gegangen und hat sich den Sieg damit sehr, sehr verdient. Ich war nach dem Pech heute in der Früh natürlich kurz enttäuscht, aber andererseits bin ich hier Zweiter vor einem internationalen Toppiloten namens Mads Østberg, also das muss man dann schon auch richtig einzuordnen wissen.“


Mads Østberg (Citroen C3 Rally2): cIch bin wirklich happy über den dritten Platz. Nachdem wir in der allerersten Sonderprüfung gestern durch einen Reifenschaden gleich einmal eine Minute verloren haben, sind wir ganz schwer in die Rallye reingekommen. Wir haben uns dann aber sehr gut zurückgekämpft und sind immer gut vorne dabei gewesen. Dass es sich am Ende doch noch mit dem Podest ausgegangen ist, freut uns schon sehr.“

Hermann Neubauer (Toyota Yaris Rally2): "Speziell am Samstagnachmittag bis zum Abend bin ich leider schlecht gefahren. Ich weiß nicht genau warum, aber just wenn die Bedingungen etwas besser werden, komme ich einfach schlechter zu recht. Also genau dann, wenn die Spikes länger werden, das Eis etwas aufgeht und der Asphalt etwas mehr rauskommt, wenn das Auto mehr rutscht. Da verliere ich ein klein wenig das Vertrauen, und dann geht viel Zeit verloren.“ Vor den Abend- und Nachtsonderprüfungen gab’s daher einen kompletten „Reset“, wie Hermann Neubauer schildert: „Ich hab‘ mich im Service vor den abendlichen Sonderprüfungen an der Nase genommen und den imaginären Reset-Knopf gedrückt – und von da an war meine Fahrerei Gott sei Dank auch wieder besser. Der Sonntag war dann eigentlich auch fast durchgehend in Ordnung. Dass ich den Mads und damit den letzten Stockerlplatz nicht mehr holen konnte ist zwar schade, aber ganz klar ein Resultat meiner schwachen Phase am Samstag, da hab‘ ich einfach zu viel Zeit verloren. Platz drei wäre allerdings so oder so das Maximum gewesen, die ersten Beiden waren in einer eigenen Liga unterwegs. Alles in allem hat’s aber wirklich riesengroßen Spaß gemacht, vielen Dank ans Team, das Auto war tipptopp, ein großes Dankeschön auch an Ursula, super Job wie immer – und dankean den Wettergott, das war echt eine supercoole Jännerrallye!“


Sehr stark präsentierten sich einige Piloten der TEC7 ORM 2 Staatsmeisterschaft. Sie überboten mit ihren leistungsschwächeren Rally3-Boliden so manchen Routinier in einem Rally2-Gefährt.
So schien Lokalmatador Martin Rossgatterer im Renalt in allen 18 Sonderprüfungen unter den besten Zehn auf. So holte der höchst auffällige Kärntner Youngster Maximilian Lichtenegger am Freitagabend eine drittbeste Zeit inmitten der allerstärksten Fahrzeuge, hatte also nur noch die Dominatoren Michael Lengauer und Simon Wagner vor sich. Mit teils schnellen Zeiten fielen auch noch der Tscheche Petr Kacirek, Günther Knobloch oder auch Christoph Zellhofer auf. Der Jännerrallye-Sieg in der ORM 2 ging an Martin Rossgatterer vor Petr Kacirek und Günther Knobloch.


In der zweirad-getriebenen TEC7 ORM 3 ließ sich Titelverteidiger Marcel Neulinger nicht die Butter vom Brot nehmen. Er diktierte von Beginn weg das Geschehen und fuhr damit nicht nur den Sieg in dieser Staatsmeisterschafts-Kategorie, sondern dank seiner Jugend auch in der ORM Junior ein. Zweiter in der ORM 3 wurde der Norweger Martin Stenberg vor Nico Neulinger. – Bei den Junioren gingen Platz zwei und drei an Martin Stenberg und Lukas Dirnberger.

Den Jännerrallye-Sieg in der Historischen Staatsmeisterschaft holte sich wie im Vorjahr Günther Königseder. Zweiter wurde Patrik Gaubinger vor Horst Stürmer.


In der TEC7 ORM Trophy, also den Piloten über 50 Jahre, ging der Sieg an Local Hero Martin Fischerlehner vor dem Deutschen Hermann Gassner und Johannes Keferböck.


Gefahren wurde in Freistadt wie jedes Jahr auch um den Sieg im Mühlviertel Cup, an dem nur Mühlviertler Duos in den Autos teilnahmeberechtigt waren. Platz eins ging hier Martin Rossgatterer / Andreas Thauerböck vor Philipp Kreisel / Daniel Foissner und Simon Seiberl / Florian Haderer.

Jännerrallye 2026, Endstand nach 18 Sonderprüfungen

SP-Bestzeiten: Wagner und Østberg
je 5, Lengauer und Jürgenson je 3, Neubauer und Koltun je 1

ERGEBNIS JÄNNER-RALLYE 2026:
1. Wagner (Hyundai)  
2:06:15,6
2. Lengauer (Skoda) 
+1:10,5
3. Ostberg (Citroen) 
+1:25,7
4. Neubauer (Toyota)
+1:39,5
5. Jürgenson (Ford) 
+2:22,3
6. Koltun (Skoda) 
+3:42,0
7. Roßgatterer (Renault) 
+4:39,2
8. Kreisel (Toyota) 
+5:28,6
9. Von Thurn und Taxis (Skoda) 
+6:23,5
10. Kacirek (Ford) 
+6:46,0

Diese Geschichte wird noch laufend aktualisiert.

Simon Wagner.Simon Wagner.
Michael Lengauer.Michael Lengauer.
Nach zwei Siegen wurde Michael Lengauer im Skoda Fabia RS Rally2 diesmal Zweiter.Nach zwei Siegen wurde Michael Lengauer im Skoda Fabia RS Rally2 diesmal Zweiter.
Michael Lengauer – im Skoda einer der großen Publikums-Lieblinge in seiner Heimat.Michael Lengauer – im Skoda einer der großen Publikums-Lieblinge in seiner Heimat.
Mads Østberg, der international größte Star der Jänner-Rallye 2026, in den Farben von Citroen.Mads Østberg, der international größte Star der Jänner-Rallye 2026, in den Farben von Citroen.
Mads Østberg, Norwegen, Citroen.Mads Østberg, Norwegen, Citroen.
Hermann Neubauer mit Ursula Gassner im Toyota GR Yaris Rally2.Hermann Neubauer mit Ursula Gassner im Toyota GR Yaris Rally2.
Noch einmal Toyotas Hermann Neubauer am Weg zum vierten Platz.Noch einmal Toyotas Hermann Neubauer am Weg zum vierten Platz.
Romit Jürgenson, Ford Fiesta Rally2.Romit Jürgenson, Ford Fiesta Rally2.
Günther Königseder, Lancia Delta Integrale HF, Sieger der TEC HRM.Günther Königseder, Lancia Delta Integrale HF, Sieger der TEC HRM.
Günther Königseder, Lancia HF IntegraleGünther Königseder, Lancia HF Integrale
Marcel Neulinger, Lancia YpsilonRally4, Sieger TEC ORM 3 und TEC Junioren.Marcel Neulinger, Lancia YpsilonRally4, Sieger TEC ORM 3 und TEC Junioren.
Marcel Neulinger, Lancia Ypsilon Rally4 HF.Marcel Neulinger, Lancia Ypsilon Rally4 HF.
Martin Fischerlehner, Ford Fiesta Rally2, Sieger der Trophy.Martin Fischerlehner, Ford Fiesta Rally2, Sieger der Trophy.
Martin Roßgatterer, Renault Clio Rally3, Sieger der TEC ORM2.Martin Roßgatterer, Renault Clio Rally3, Sieger der TEC ORM2.
Martin Roßgatterer, Renault Clio Rally3.Martin Roßgatterer, Renault Clio Rally3.
Hermann Neubauer (Toyota).Hermann Neubauer (Toyota).
Der Lungauer Hermann Neubauer kam im Lauf der Rallye immer besser in Fahrt.Der Lungauer Hermann Neubauer kam im Lauf der Rallye immer besser in Fahrt.
Neubauer. Als Neubauer. Als "Teilzeit-Pilot" im ersten Meisterschaftslauf knapp am Podium vorbei und bester Österreicher unter den Nicht-Oberösterreichern.
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