FORMEL E MONACO INSIDE BEI CITROEN
Monte Carlo und die Formel E: Es ist Liebe
Und selten erlebte man in der Elektro-Rennserie, die einst mit großen Ambitionen als Konkurrenz zur Formel 1 gestartet war und die dann in Zeiten von Lockdown und dem dann folgenden Grand-Prix-Boom zu stagnieren begann, wieder eine solche Aufbruchstimmung. Der Grund: Mit der neuen Gen4 kommen ab der nächsten Saison stark verbesserte Rennwagen zum Einsatz. Der GEN4-Rennwagen weist im Vergleich zur Vorgängergeneration mehrere wichtige Neuerungen auf:
- Permanenter Allradantrieb: Alle vier Räder werden angetrieben, um Traktion und Energieentfaltung deutlich zu verbessern.
- Fortschrittliche Traktionskontrolle: Minimiert das Durchdrehen der Räder und optimiert den Grip in allen Fahrphasen.
- Aerodynamische Konfigurationen: High-Downforce-Paket für das Qualifying und Low-Downforce-Setup für den Renneinsatz.
- Gesteigerte Gesamtperformance: Ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und noch dynamischeren Rennsport.
- Erweiterte Energiemanagement-Fähigkeiten: Stärken zusätzlich die strategische Dimension der Formel E.
Die neue Generation stellt auch in puncto Leistung und Performance einen bedeutenden Fortschritt dar. Während die GEN3-Plattform unter Standardbedingungen bis zu 300 kW an der Hinterachse und bis zu 350 kW im Allradantrieb während des Qualifyings sowie im Attack Mode lieferte, führt die GEN4 einen permanenten Allradantrieb mit 450 kW unter Standard-Rennbedingungen und bis zu 600 kW im Qualifying sowie im Attack Mode ein. Parallel dazu steigt die regenerative Bremsleistung von etwa 600 kW auf 700 kW, was die Effizienz und die Energierückgewinnung weiter verbessert.
Mit Full-Speed durch den legendären Tunnel: Citroen feierte seine Monaco-Premiere in der Formel E.
Im Blickpunkt: Dorien Pin, die neue Entwicklungsfahrerin von Citroen Racing.
Nick Cassidy startete für Citroen beeindruckend in die Premieren-Saison.Durch die Kombination aus erhöhter Leistung, verbesserter Traktion und größerer aerodynamischer Flexibilität wird der GEN4 für wettbewerbsintensivere und strategisch komplexere Rennen sorgen. Und das ist nicht nur ein PR-Versprechen, wie man seit den ersten Tests im April weiß. Die dortigen spektakulären Erkenntnisse haben in der bestens vernetzten Fahrer-Szene für Aufsehen gesorgt und sind bis zu den ganz Großen der Formel 1 vorgedrungen. Antonio Felix da Costa etwa berichtet, dass sein Buddy Max Verstappen sehr interessiert war, als er von seiner ersten Ausfahrt mit dem neuen Boliden berichtet habe. Er fand es sehr cool. Und ließ wohl durchklingen, dass es ihn aus reizen würde, so ein Auto einmal zu probieren. Auch wenn der Portugiese es vermied, zu viel vom persönlichen Chat mit dem Superstar zu zitieren, ist es doch beachtlich, dass der bisherige Formel-E-Verweigerer Verstappen, der die Formel 1 eben noch als Formel E auf Stereoiden bezeichnet hatte, beeindruckt ist. Felix Da Costa, der 2019/20 mit DS-Penske den Titel gewann, ergänzt: "Mehr Leistung, ein größeres Auto, mehr Grip und die Technologie des gesamten Autos ist ein riesiger Sprung".
Auch Jean-Eric Vergne, Werkspilot von Citroen Racing und einziger Doppel-Champion der Formel E-Geschichte, sieht er die enormen Bedeutung des nächsten Schritts für diese Rennserie. Deshalb hat er sogar sein Engagement als Einsatzfahrer bei Peugeot in der WEC für ein Jahr unterbrochen, um sich voll auf die Entwicklungsfahrten und die Simulation mit der neuen Generation beschäftigen zu können. So wie es sich sein Chef wünscht.
„Wir bringen dieselbe Siegermentalität mit, die Citroën in allen bisherigen Wettbewerben ausgezeichnet hat – ob in der Rallye Raid, der WRC oder der WTCC. Motorsport prägt seit über 60 Jahren unsere Geschichte und Leidenschaft. Mit dem Einstieg in eine 100 Prozent elektrische, verantwortungsbewusste und zukunftsorientierte Rennserie teilen wir starke Werte, die für Fortschritt und Innovation stehen." Das sagt Citroëns CEO Xavier Chardon, der als großer Befürworter des Formel-E-Engagements auch in Monaco präsent ist – mit einer für einen Mann seiner Position sehr erfreulichen Nähe – auch zu Kunden und Händlern, die sich die zahlreichen innovativen Network-Meetings im Ambiente der Formel E nicht entgehen lassen. Darunter auch von Citroen Österreich, das hier besonders engagierten Händlern etwa aus der ersten Reihe quasi zeigen kann, wie sehr Sport und Serie in der Formel E ineinandergreifen, so dass beide Seiten und am Ende der Kunde profitiert.
Wochenlang ist Monaco jetzt eine Rennstrecke: erst Histo-Grand-Prix, dann Formel E, zum Finale die Formel 1. Überall sind die Tribünen voll.
Der Speed wird im nächsten Jahr mit der GEN4 noch besser. Manche Stadtkurse könnten dann ans Limit kommen – Monaco wird aber weiter Fixpunkt sein.
Jean-Eric Vergne gilt als einer der besten Fahrzeug-Entwickler, das macht den Doppel-Champion für Citroen besonders wertvoll.Und es wird mit der nächsten Generation mehr. Unschwer zu erkennen, dass diese verdichtete Forschung in den Qualifyings und Rennen die Arbeit in den Werks-Laboren für Energiemanagement massiv unterstützt. Neben der Vernunft, die für die Formel E schon länger spricht, merzt sie aber nun auch an ihrem langjährigen Schwachpunkt aus – die manchmal fehlende Emotionalität. Selbst definitiv echte Racer zeigen sich beeindruckt, vielen davon mischten sich am Hotspot Monte Carlo unter die Fans – von Lando Norris über Carlos Sainz, Nico Hülkenberg bis zu Gabriel Bortoleto, der das erste Podium seines Landsmannes Felipe Drugovich feierte.
Weltmeister Norris ignoriert die Formel E offensichtlich nicht mehr länger. Nein, ganz im Gegenteil: „Das ist das erste Rennen, bei dem ich je dabei war, und ich bin total aufgeregt! Es fahren viele Fahrer hier mit, die ich kenne, und die Rennen sind immer spannend anzusehen; immer Chaos, immer ein Durcheinander und immer unvorhersehbar – alles, was man sich von einem Rennen wünscht!” Und: „Ich würde gerne einmal ein Auto der nächsten Generation fahren – das wäre sicher interessant."
Wie scheint, ist die Formel E mit der neuen Generation dabei, auch den Respekt der Königsklassen-Stars zu bekommen. Verdient.
Die vollen Tribünen im Fürstentum und die packenden Duelle – samt Überholmanövern, die man in der Formel 1 nicht sieht – zeigen dass Marken wie Citroen auf die richtige Bühne setzen, um die Fortschritte ihrer E-Mobilität auf der spektakulärsten Bühne des Motorsports, in Monaco, zu präsentieren.
Für Citroen Racing war es übrigens ein historisches Rennen: Am Samstag knackte das Team (samt den Vorgänger-Rennställe Venturi und Maserati) die Marke von 25.000 Rennkilometern in der Formel E.
Die Podiumszeremonie ist auch in der Formel E ein Fest des Adels: Prinzessin Charlene von Monaco gratuliert Felipe Drugovich und Oliver Rowland.
Nyck de Vries siegte im Sonntag-Rennen, sein erster Triumph in der Formel E seit Jahren.
Jeder Passage ein Klassiker: Hier ein DS Penske in Monaco.
Glamour im Motorsport: Bilder aus dem Backstage-Bereich von Citroen Racing.
Xavier Chardon, Ceo Citroen.











Nick Cassidy...
...stand für viele Fragen von Gästen und Citroen-Mitarbeitern bereit.


CEO Xavier Chardon steht voll hinter dem Sport-Engagement von Citroen, ist persönlich meist vor Ort.


Die Boxen-Anlage in Monte Carlos hat Legenden-Status.
Dan Ticktum, die schillerndste Erscheinung der Formel E, umstritten und schnell, stellte zwei Mal die Pole Position auf.
Mitch Evans ist der siegreichste Fahrer der Formel-E-Geschichte und aktuell in WM-Führung. Im nächsten Jahr könnte er, so Gerüchte, von Jaguar in eines der Stellantis-Teams oder zu Porsche wechseln.
Nick Cassidy in den Straßen von Monte Carlo – für Citroen.









