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SUZUKI CUP EUROPE RED BULL RING

SUZUKI CUP EUROPE RED BULL RING

Super im Suzuki: Vierfach-Sieg für Österreich

Super im Suzuki! Österreichs Swift-Gang konnte beim Suzuki Cup im Rahmen der Rundstreckentrophy am Red Bull Ring in Spielberg beeindrucken. Der Höhepunkt: ein Vierfachsieg.

Der Suzuki Cup Europe hat in seiner Version 2022 nach Salzburg nun auch die Steiermark erobert. Bei der Rundstreckentrophy auf dem Red Bull Ring erlebten die 22 Teilnehmer des SUZUKI Cup EUROPE und des SUZUKI Cup Austria Racing pur. Die hochsommerlichen Temperaturen stellten an die Teilnehmer aus Polen, Ungarn und Österreich an den beiden Renntagen hohe körperliche Anforderungen.


Erstes Rennen:
Den Start gewann der ungarische Junior Attila Bucsi. Leider bewegte Philipp Dietrich seinen SUZUKI 1,4 Turbo ein wenig, was die Rennleitung veranlasste, dem jungen Nieder-österreicher eine Drive Through Durchfahrtsstrafe aufzubrummen. Bereits kurz nach dem Start kam es in der ersten Kurve zu einer Berührung zwischen Erich Weghofer und Max Zellhofer, hier wurde Max Zellhofer zweifach vom Rennleiter bestraft. Erstens wegen der Berührung mit 5 Sekunden und dann mit 25 Sekunden, weil er seine Strafe in der vorgegeben Zeit nicht angetreten hatte. Die Sportkommissare als nächste Instanz waren aber der Meinung, dass das Vergehen von Max Zellhofer noch stärker zu bestrafen wäre und disqualifizierten den Niederösterreicher, der als Sechster das Rennen beendet hatte, mit einer kompletten Disqualifikation. Pech hatte der Tiroler Maximilian Mayr, der mit seinem Boliden ins Kiesbeet rutschte und damit vorzeitig ausschied. An der Spitze änderte sich danach nicht sehr viel, man ließ den jungen nicht punkteberechtigten Ungarn Bucsi ziehen, somit gewann der Pole Aleks Sowka das Rennen vor den beiden Österreichern Fabian Ohrfandl und Christoph Zellhofer. Diese sicherten sich damit auch den Sieg in der Österreicherwertung ergänzt durch den dritten Platz für den Tiroler Michael Mayr. Damit feierte der sympathische Chef des Autohauses Autopark seinen ersten Podiumsplatz.


Zwei Runden vor Ende des Rennens kam es noch zu einer dramatischen Situation die dazu führte, dass das Rennen hinter dem Safety Car beendet werden musste. Im Eingang der Rauchkurve kamen die drei SUZUKIS 1,4 T des deutschen Gaststarters Dominik Dinkel, Erich Weghofer und des Polen Kacper Osek nebeneinander nach der Schönbergeraden in vollem Tempo an. Dabei berührten sich die Fahrzeuge, verhakten sich und knallten anschließend voll in die Leitplanken. Die Piloten blieben unverletzt, aber die Autos können im zweiten Rennen nicht mehr eingesetzt werden. Zu erwähnen ist noch die Aufholjagd des jungen Philipp Dietrich, der sich nach seiner Durchfahrtsstrafe noch vom 14. Platz nach vor- arbeiten konnte und schlussendlich in der Österreicherwertung noch Vierter wurde, dahinter wurde Johannes Maderthaner Fünfter.

Die Stimmen der drei Erstplazierten in der Österreicher-Wertung:


Sieger Fabian Ohrfandl:“ Es war ein sehr konstantes Rennen. An der Spitze hatten wir immer das gleiche Tempo, ohne etwas bei möglichen Überholmanövern zu riskieren. Bucsi war für uns kein Thema, da er ohnehin keine Punkte in der Meisterschaft erhält.“


Auf Platz 2 landete Christoph Zellhofer:“ Ich hatte einen perfekten Start und hatte mir vorgenommen, den vor mir fahrenden Polen Maciej Banas zu überholen, was mir auch in der  vierten Runde ohne Probleme gelungen ist. Von hier an gab es aber keine weiteren Möglichkeiten mehr und ich versuchte diesen vierten Platz auch ins Ziel zu bringen“.


Erster Podiumsplatz als Dritter für Michael Mayr:“ Das taugt mir voll, der Red Bull Ring liegt mir, dort haben wir auch einen Testtag gehabt, das hat sich ausgezahlt. Dieser dritte Platz erfüllt mich mit stolz und es ist schon eine Ehre auf dieser Strecke auf dem Podium zu stehen. Ich hatte vorher nicht geglaubt so eine Platzierung schon im zweiten Jahr zu erreichen.“


 Zweites Rennen:
Genau zum Start setzte heftiger Regen ein, so dass sich die Rennleitung entschloss, dass Rennen als Wetrace zu starten. So plötzlich wie der Regen gekommen war, hörte er auch wieder auf. Damit hatte man auf der Schönberg-Geraden eine nasse Fahrbahn und im Start- und Zielbereich gleich wieder trockene Bedingungen. Dem Reifenpoker war damit Tür und Tor geöffnet.


Das Rennen wurde in gestürzter Reihenfolge der ersten Acht des ersten Heats gestartet. Damit kamen Philipp Dietrich und Michael Mayr aus der ersten Reihe, während Christoph Zellhofer und Fabian Ohrfandl aus Reihe drei ins Rennen gingen. Noch schlechter war die Situation bei Max Zellhofer, der im ersten Rennen disqualifiziert wurde. Er nahm das Rennen aus der siebenten Reihe in Angriff.
Seinem Sohn Christoph Zellhofer gelang ein Superstart, damit setzte sich der Niederösterreicher gleich an die Spitze des Feldes. Diese Führung hielt bis zur 5. Runde dann übernahm der von rückwärts nach vor stürmende Ungar Attila Bucsi die Leaderposition. Christoph Zellhofer gab sich aber nicht geschlagen, sondern löste den Ungarn in Runde 8 als Spitzenreiter wieder ab. Der schlug zurück, war ab Runde 9 wieder in Führung und beendete das Rennen ohne Punkte da er als Junior nur in Ungarn gewertet wird. So feierten die Österreicher durch Christoph Zellhofer, Philipp Dietrich, Fabian Ohrfandl und Max Zellhofer einen vierfachen Supererfolg im Swift Cup EUROPE. Maximilian Mayr wurde noch Neunter und Johannes Maderthaner wurde als Dreizehnter gewertet. Pech hatte Michael Mayr, am Vormittag noch als drittbester Österreicher gefeiert, wurde gleich nach dem Start in eine Kollision verwickelt und musste anschließend seinen Wagen wegen eines Keilriemendefektes abstellen.


Die Stimmen der Österreicher nach diesem sensationellen Erfolg.
Sieger Christoph Zellhofer sehr glücklich
:“ Mein Start hat mich selbst erschreckt. Ich fand von der ersten Kurve an eine tolle Linie und konnte so einige Runden die Führung gegen Bucsi klar verteidigen. Der überholte mich und führte drei Runden lang, ehe ich wieder mit dem Führungswechsel zurückschlug. Am Ende ließ ich ihn aber vorbei, da er als Junior nicht punkteberechtigt ist und ich meinen ersten Saisonsieg nicht gefährden wollte. Was mich aber besonders freut, ist die gute Teamleistung unserer heimischen Starter, so kann es weitergehen.“


Philipp Dietrich als Zweiter:“ Auch beim zweiten Rennen hatte ich Probleme mit dem starten. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen um diesen Fehler zu verbessern. Dadurch verlor ich im Rennen auch einige Plätze und musste eine risikoreiche Aufholjagd starten, die dann mit dem zweiten Platz belohnt wurde.“


Fabian Ohrfandl als Dritter war nicht besonders euphorisch:“ Dieses Rennen war für mich nicht normal, ich bin mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden, da muss ich mir zukünftig etwa einfallen lassen, um besser als heute dazustehen. Einer der gründe war sicherlich, dass ich die Reifen verheizt habe.“


Hingegen mehr als zufrieden war Max Zellhofer als Aktiver und Mitorganisator des Cups:“ Von der letzten Startreihe aus ins Rennen zu gehen und dann Vierter zu werden ist für mich aller Ehren wert. Ich freue mich über dieses Resultat sehr, weil ich mit der Wut im Bauch gekämpft habe, um die Schmach des ersten Rennens vergessen zu machen. Aber was mich noch mehr freut ist das Resultat der Österreicher in den beiden Rennen. Ein Vierfacherfolg im zweiten Rennen und in Lauf 1 ein zweiter und ein dritter Platz sind mehr als zufriedenstellend.“


Das nächste Rennwochenende im SWIFT Cup EUROPE bzw. im Suzuki Cup Austria findet vom 8. bis 9. Juli auf dem Hungaroring in Budapest statt

Fabian Ohrfandl im Infight.Fabian Ohrfandl im Infight.
Die Österreicher hatten einen großen Tag am Red Bull Ring.Die Österreicher hatten einen großen Tag am Red Bull Ring.
Michael Mayr führt das Suzuki-Rudel durch die Gerade.Michael Mayr führt das Suzuki-Rudel durch die Gerade.
Philipp Dietrich kommt als erster aus der legendären Schloßgold-Kurve.Philipp Dietrich kommt als erster aus der legendären Schloßgold-Kurve.
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