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ERSTER TEST: CUPRA ATECA LIMITED EDITION

Der Ton macht die Musik

Cupra bringt eine auf exakt 1999 limitierte Sonderauflage auf den Markt, von der nur 60 Stück auf den heimischen Markt kommen. Die werden, wie erste Testkilometer am Steuer des nachgeschärften Topmodells beweisen, schnell weg sein.
Neu-Etablierungen von Marken zählen zu den äußerst raren Ereignissen in der internationalen Autowelt. Wie ist Cupra entstanden?
Wenn man die noch junge Geschichte des neuen, erst seit 2018 existierenden Herstellers verstehen will, muss erst einmal die Brücke zu Seat geschlagen werden – anders geht’s nicht. Einigermaßen autoaffine Zeitgenossen wird die Modellbezeichnung Cupra sicher eine Menge sagen, geht’s doch dabei um ebenso zugespitzte wie sportliche Topmodelle wie etwa den Seat Leon Cupra, der sich mit 290 PS einen zwar kleinen, dafür aber umso enthusiastischeren Fankreis geschaffen hat.
Aus dem Zusatz in der Modellbezeichnung ist nun eine eigene Sportmarke geworden, mit der Mutterkonzern Seat, seit 1986 zur VW-Gruppe gehörend, insbesondere junge, kaufkräftige Kunden ansprechen will, die Wert auf Individualität, Sportlichkeit und Lifestyle legen. Auch wenn der Markenname noch so spanisch klingt: Cupra ergibt sich aus der Zusammensetzung der beiden englischen Begriffe Cup und Racer - die hauseigene Performance-Abteilung folgt damit etablierten Vorbildern wie zum Beispiel AMG (Mercedes), OPC (Opel), RS (Ford) oder M (BMW) und soll dem Spirit der VW-Tochter noch mehr Ausdruck verleihen, deren Modelle ohnehin schon – und das seit Jahren - zu den am dynamischsten gestylten Fahrzeugen der Konzern-Volumenmarken gehören. Damit das Ganze auch professionell rüberkommt, hat Cupra eine eigene Unternehmenszentrale in unmittelbarer Nachbarschaft vom Seat-Stammwerk in Martorell bekommen: Das Bauwerk wird bis Ende des Jahres fertiggestellt und im ersten Quartal 2020 bezugsfertig sein.
Mit dem Label Cupra möchte Seat eine eigene, exklusive Community aufbauen – und rechnet damit, dass die Hochleistungsmarke künftig zehn Prozent des gesamten Seat-Produktmixes ausmachen wird. Kein reines Wunschdenken und auch eine keineswegs unmögliche Utopie, wie der Cupra Ateca, erstes Modell der iberischen Tuningschmiede, ja schon bewiesen hat.
Ruhe vor dem Sturm: gleich spricht die vierflutige Abgasanlage von Akrapovic, die einen unpeinlichen, aber herrlich rotzig-aggressiven Klang erzeugt.Ruhe vor dem Sturm: gleich spricht die vierflutige Abgasanlage von Akrapovic, die einen unpeinlichen, aber herrlich rotzig-aggressiven Klang erzeugt.
Beim Ateca hakt Cupra jetzt noch einmal nach…
Cupra bringt eine auf exakt 1999 limitierte Sonderauflage auf den Markt, von der ab Anfang 2020 aber nur 60 Stück auf den heimischen, österreichischen Markt kommen. Die werden, wie erste Testkilometer am Steuer des nachgeschärften Topmodells beweisen, schnell weg sein. Wer also ein Exemplar der knapp bemessenen Edition haben möchte, sollte umgehend zuschlagen, bestellbar ist das Auto nämlich schon.
 
Wie legt Cupra das limitierte Modell an?
Der Limited Edition definiert sich als High-End-Modell, das auf den ersten Blick offenbart, wohin die Reise gehen soll. Zu den äußeren Veränderungen gehören (unter anderem) ein großer Dachkantenspoiler, der der Silhouette des Autos gut tut und den Auftrieb an der Hinterachse minimiert, Spiegelkappen aus einer speziellen Karbonfaser-Verbindung, hinzu kommen kupferfarbene 20-Zoll-Alufelgen mit opulenter 245/40er-Bereifung, riesige Bremsen des renommierten italienischen Zulieferers Brembo sowie eine vierflutige Abgasanlage von Akrapovic, die das Fahrzeug im Vergleich zum Serienmodell um rund sieben Kilo leichter macht und der Performance-Version beim Gaswechsel einen unpeinlichen, aber herrlich rotzig-aggressiven Klang verpasst. Ein perfekter Ton, der wie Musik in den Ohren klingt.
Allrad, 300 PS und ein um zehn Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern und elektronisch angesteuertem Hinterachs-Differenzial.Allrad, 300 PS und ein um zehn Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern und elektronisch angesteuertem Hinterachs-Differenzial.
Zu den Änderungen gehören: kupferfarbene 20-Zoll-Alufelgen mit opulenter Bereifung, riesige Bremsen des renommierten italienischen Zulieferers Brembo.Zu den Änderungen gehören: kupferfarbene 20-Zoll-Alufelgen mit opulenter Bereifung, riesige Bremsen des renommierten italienischen Zulieferers Brembo.
Was kann man über den Innenraum sagen?
Das Armaturenbrett interpretiert Cupra als Arbeitsplatz. Die gewählten Materialien sind durchwegs hochwertig und sauber verarbeitet, das Ambiente bleibt trotz der Karbon-Elemente aber nüchtern.
Die Blicke richten sich auf die spektakulären Sportsitze, die mit anschmiegsam-weichem Alcantara überzogenen sind, wie ein gut sitzender Handschuh passen und tollen Seitenhalt offerieren. Ihre seltene Farbkombination Blau – Schwarz ist so selten wie schick.
Armaturenbrett mit hochwertigen Materialien und sauberer Verarbeitung, das Ambiente bleibt trotz der Karbon-Elemente eher nüchtern.Armaturenbrett mit hochwertigen Materialien und sauberer Verarbeitung, das Ambiente bleibt trotz der Karbon-Elemente eher nüchtern.
Die Blicke richten sich auf die spektakulären Sportsitze mit anschmiegsam-weichem Alcantara in der seltenen Farbkombination Blau – Schwarz.Die Blicke richten sich auf die spektakulären Sportsitze mit anschmiegsam-weichem Alcantara in der seltenen Farbkombination Blau – Schwarz.
Wie viel Spaß hat das Fahren gemacht?
Für die ultimative Performance ist jener seit langem bewährte, mit Partikelfilter ausgestattete und deshalb nach Euro6d-Temp zertifizierte Zweiliter-Turbo-Direkteinspritzer zuständig, der auch etliche andere Hochleistungsvarianten aus dem VW-Konzern antreibt und für fulminante Fahrleistungen des ausschließlich mit Allradantrieb und 7-Gang-DSG lieferbaren Top-Ateca sorgt. 300 PS katapultieren den Spanier in Null-Komma-Nix auf Sportwagen-Niveau, 400 Newtonmeter (ab verschlafenen 2000 Umdrehungen) sind für bravourösen Durchzug verantwortlich. Über Mangel an Leistung und Elastizität kann sich der ambitionierte Cupra-Pilot also nicht beschweren.
Dazu kommt ein um 10 Millimeter tiefer gelegtes, perfekt abgestimmtes Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern, ein elektronisch angesteuerte Differenzial an der Hinterachse und die direkte, viel Straßenkontakt vermittelnde Lenkung – alles Faktoren, mit denen sich der Spanier selbst in engen Kurven und mit hohen Geschwindigkeiten spielerisch leicht und gleichermaßen sicher bewegen lässt.
 
Wie viel Geld muss man locker machen?
All die Pracht und Herrlichkeit hat ihren Preis, 59.900 Euro sind schließlich kein Lercherl. Es nützt nichts: Hohe Qualität und stilvolle Performance gibt’s halt nicht zum Schnäppchenpreis.
All die Pracht und Herrlichkeit hat ihren Preis, 59.900 Euro sind schließlich kein Lercherl. Trotzdem: Wer ein Exemplar der knapp bemessenen Edition haben möchte, sollte umgehend zuschlagen.All die Pracht und Herrlichkeit hat ihren Preis, 59.900 Euro sind schließlich kein Lercherl. Trotzdem: Wer ein Exemplar der knapp bemessenen Edition haben möchte, sollte umgehend zuschlagen.
Fazit von Motorprofis-Tester Ad Raufer, hier am Steuer des Cupra Ateca Limited Edition: „Ein High-End-Modell, das auf den ersten Blick offenbart, wohin die Reise gehen soll. Cupra bringt eine auf exakt 1999 limitierte Sonderauflage auf den Markt, von der ab Anfang 2020 aber nur 60 Stück auf den heimischen, österreichischen Markt kommen. Die werden, wie erste Testkilometer am Steuer des nachgeschärften Topmodells beweisen, schnell weg sein.Fazit von Motorprofis-Tester Ad Raufer, hier am Steuer des Cupra Ateca Limited Edition: „Ein High-End-Modell, das auf den ersten Blick offenbart, wohin die Reise gehen soll. Cupra bringt eine auf exakt 1999 limitierte Sonderauflage auf den Markt, von der ab Anfang 2020 aber nur 60 Stück auf den heimischen, österreichischen Markt kommen. Die werden, wie erste Testkilometer am Steuer des nachgeschärften Topmodells beweisen, schnell weg sein."
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