Test: Kia K4 SW
Reise-Tradition
Der klassische Kombi gilt als bedrohte Art, aber Kia erfreut mit dem Ceed-Nachfolger K4 Sportswagon noch die Traditionalisten. Temperament und Sportlichkeit sind nicht seine Stärken – sondern Komfort für die Langstrecken und Platzangebot für die ganze Familie.
04.08.2026Fotos: Christian Houdek
Um welches Auto geht es?
Der K4 ist der Nachfolger des früheren Ceed und ähnlich wie ein Skoda Octavia zwischen Kompakt- und Mittelklasse angesiedelt. Es gibt ihn als Hatchback und als 25,5 Zentimeter längeren, Sportswagon genannten Kombi. Dieser 4,70 Meter lange K4 SW ist eine außergewöhnliche Erscheinung mit seinem gestreckten Dach und den versteckten hinteren Türgriffen – die Farbe Sparkling Yellow unseres Testwagens macht ihn nicht gerade unauffälliger. Es gibt den Kia K4 ausschließlich als Benziner, entweder mit einem 115 PS leistenden 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbomotor (auch als Mildhybrid) oder einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo in zwei Leistungsstufen, 150 und 180 PS. Im Test tritt das stärkste Topmodell an, der 1,6 T-GDI mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und GT-Line-Ausstattung.
Wie schaut er aus?
Der K4 zeigt klare Kante, wie es der aktuellen Designsprache von Kia entspricht. Gegenüber dem Vorgänger ist er um neun Zentimeter gewachsen, sieht aber insgesamt deutlich größer aus als dieser kompakt wirkende VW-Golf-Konkurrent. Vor allem die breiten hinteren Türen des neuen K4 verstärken den gestreckten Eindruck. Der Sportswagon ist für uns die optisch harmonischere der beiden Karosserievarianten, aber das bleibt freilich Geschmackssache. Das dritte Seitenfenster, dessen Unterkante beim Kombi dynamisch schräg nach oben strebt, ist beim Hatchback jedenfalls geradlinig und mit einer schwarzen Blende auf der C-Säule anders gelöst.
Front und Heck werden von schmalen LED-Leuchten dominiert, die weit außen sitzen und aus horizontalen und vertikalen Lichteinheiten einen charakteristischen Winkel bilden. Verbunden werden die Tagscheinwerfer mit einer Leiste über dem Kühlergrill, die Heckleuchten mit einer roten Leiste, die sich quer über die Heckklappe zieht. Ein in sich schlüssiges Design mit wiederkehrenden Styling-Elementen, sowohl in der Vorder- als auch der Heckansicht.
Der K4 ist der Nachfolger des früheren Ceed und ähnlich wie ein Skoda Octavia zwischen Kompakt- und Mittelklasse angesiedelt. Es gibt ihn als Hatchback und als 25,5 Zentimeter längeren, Sportswagon genannten Kombi. Dieser 4,70 Meter lange K4 SW ist eine außergewöhnliche Erscheinung mit seinem gestreckten Dach und den versteckten hinteren Türgriffen – die Farbe Sparkling Yellow unseres Testwagens macht ihn nicht gerade unauffälliger. Es gibt den Kia K4 ausschließlich als Benziner, entweder mit einem 115 PS leistenden 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbomotor (auch als Mildhybrid) oder einem 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo in zwei Leistungsstufen, 150 und 180 PS. Im Test tritt das stärkste Topmodell an, der 1,6 T-GDI mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und GT-Line-Ausstattung.
Wie schaut er aus?
Der K4 zeigt klare Kante, wie es der aktuellen Designsprache von Kia entspricht. Gegenüber dem Vorgänger ist er um neun Zentimeter gewachsen, sieht aber insgesamt deutlich größer aus als dieser kompakt wirkende VW-Golf-Konkurrent. Vor allem die breiten hinteren Türen des neuen K4 verstärken den gestreckten Eindruck. Der Sportswagon ist für uns die optisch harmonischere der beiden Karosserievarianten, aber das bleibt freilich Geschmackssache. Das dritte Seitenfenster, dessen Unterkante beim Kombi dynamisch schräg nach oben strebt, ist beim Hatchback jedenfalls geradlinig und mit einer schwarzen Blende auf der C-Säule anders gelöst.
Front und Heck werden von schmalen LED-Leuchten dominiert, die weit außen sitzen und aus horizontalen und vertikalen Lichteinheiten einen charakteristischen Winkel bilden. Verbunden werden die Tagscheinwerfer mit einer Leiste über dem Kühlergrill, die Heckleuchten mit einer roten Leiste, die sich quer über die Heckklappe zieht. Ein in sich schlüssiges Design mit wiederkehrenden Styling-Elementen, sowohl in der Vorder- als auch der Heckansicht.
Stolze 4,70 Meter lang: Der K4 ist der Nachfolger des früheren Ceed und ähnlich wie ein Skoda Octavia zwischen Kompakt- und Mittelklasse angesiedelt.
Die Front wird von schmalen LED-Leuchten dominiert.
Die silber-schwarzen Felgen der Topausstattung GT-Line.
Eine außergewöhnliche Erscheinung mit seinen gestreckten Dach und den versteckten hinteren Türgriffen. Kia hält am klassische Kombi fest.Was bietet er im Innenraum?
Vor allem: viel Platz. Auch auf den Rücksitzen. Zu fünft in den Urlaub? Kein Problem. Alternativ sind auch Kindersitze tadellos unterzubringen. Positiv zu vermerken ist die riesige Mittelablage mit zwei versenkbaren Cupholdern, ergänzt durch ein tiefes Ablagefach und eine Ladeschale für das Smartphone. Die Topversion GT-Line zeichnet sich generell durch überkomplette Ausstattung aus – dazu zählen etwas das Head-up-Display und kühlbare Vordersitze. Schon vom Basismodell (Titan) aufwärts gehören adaptiver Tempomat, das 12,3-Zoll-Zentraldisplay, DAB+, Apple CarPlay und Android Auto und eine Rückfahrkamera zur Serienausstattung. In der nächsthöheren Stufe (Silber) kommen Sitz- und Lenkradheizung, abgedunkelte Scheiben ab der zweiten Sitzreihe und eine automatische Klimaanlage hinzu; in der dritten (Gold) auch noch eine induktive Ladestation für Smartphones, Kunstledersitze mit Lordosenstütze im Fahrersitz, Ambientebeleuchtung, ein Harman-Kardon-Premium-Soundsystem und eine elektrische Heckklappe.
Sehr angenehm ist die Möglichkeit, eine „Sternderl“-Taste am Lenkrad und eine in der Leiste unterhalb des Mitteldisplays mit selbstgewählten Funktionen belegen zu können – man kann mit einem Tastendruck zuerst das Menü aller Fahrassistenten einblenden und dann die nicht gewünschten Piepser und Lenker ausschalten.
In der höchsten Ausstattungsstufe GT-Line wird die Rückfahrkamera durch ein 360-Grad-Kamerasystem ergänzt und im geräumigen Laderaum – stolze 604 Liter Fassungsvermögen, erweiterbar auf über 1400 Liter – hilft ein Alu-Bügel auf zwei Schienen beim sicheren Verstauen des Gepäcks. Die Laderaumabdeckung muss manuell nach vorne bzw. zurückgeschoben werden.
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Der Fronttriebler nützt einen Vierzylinder-Benzinmotor mit Direkteinspritzung und Turbolader. Seine Leistung liegt bei 180 PS, das maximale Drehmoment bei 265 Newtonmetern, die zwischen 1500 und 4500/min allzeit bereitstehen. Ein Schaltgetriebe ist für den K4 mit dem größeren Motor nicht verfügbar, nur für den 1,0-Liter-Dreizylinder. Der Sechzehnhunderter hat ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
Auffällig in der heutigen Zeit ist der große Automatikwählhebel zwischen den Vordersitzen, während bei immer mehr modernen Autos die Wahl zwischen Vorwärts, Rückwärts und Neutral nur noch mit kleinen Kippschaltern, Drehrädern oder Druckknöpfen erfolgt.
Das Fahrwerk des K4: McPherson-Einzelradaufhängung vorne, Mehrlenker-Hinterachse, Zahnstangenlenkung, Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet. So weit, so konventionell. Derlei Konstruktionen funktionieren seit Jahrzehnten einwandfrei, im Kia sind sie erkennbar auf Fahrkomfort ausgelegt.
Vor allem: viel Platz. Auch auf den Rücksitzen. Zu fünft in den Urlaub? Kein Problem. Alternativ sind auch Kindersitze tadellos unterzubringen. Positiv zu vermerken ist die riesige Mittelablage mit zwei versenkbaren Cupholdern, ergänzt durch ein tiefes Ablagefach und eine Ladeschale für das Smartphone. Die Topversion GT-Line zeichnet sich generell durch überkomplette Ausstattung aus – dazu zählen etwas das Head-up-Display und kühlbare Vordersitze. Schon vom Basismodell (Titan) aufwärts gehören adaptiver Tempomat, das 12,3-Zoll-Zentraldisplay, DAB+, Apple CarPlay und Android Auto und eine Rückfahrkamera zur Serienausstattung. In der nächsthöheren Stufe (Silber) kommen Sitz- und Lenkradheizung, abgedunkelte Scheiben ab der zweiten Sitzreihe und eine automatische Klimaanlage hinzu; in der dritten (Gold) auch noch eine induktive Ladestation für Smartphones, Kunstledersitze mit Lordosenstütze im Fahrersitz, Ambientebeleuchtung, ein Harman-Kardon-Premium-Soundsystem und eine elektrische Heckklappe.
Sehr angenehm ist die Möglichkeit, eine „Sternderl“-Taste am Lenkrad und eine in der Leiste unterhalb des Mitteldisplays mit selbstgewählten Funktionen belegen zu können – man kann mit einem Tastendruck zuerst das Menü aller Fahrassistenten einblenden und dann die nicht gewünschten Piepser und Lenker ausschalten.
In der höchsten Ausstattungsstufe GT-Line wird die Rückfahrkamera durch ein 360-Grad-Kamerasystem ergänzt und im geräumigen Laderaum – stolze 604 Liter Fassungsvermögen, erweiterbar auf über 1400 Liter – hilft ein Alu-Bügel auf zwei Schienen beim sicheren Verstauen des Gepäcks. Die Laderaumabdeckung muss manuell nach vorne bzw. zurückgeschoben werden.
Welche Technik kommt zum Einsatz?
Der Fronttriebler nützt einen Vierzylinder-Benzinmotor mit Direkteinspritzung und Turbolader. Seine Leistung liegt bei 180 PS, das maximale Drehmoment bei 265 Newtonmetern, die zwischen 1500 und 4500/min allzeit bereitstehen. Ein Schaltgetriebe ist für den K4 mit dem größeren Motor nicht verfügbar, nur für den 1,0-Liter-Dreizylinder. Der Sechzehnhunderter hat ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
Auffällig in der heutigen Zeit ist der große Automatikwählhebel zwischen den Vordersitzen, während bei immer mehr modernen Autos die Wahl zwischen Vorwärts, Rückwärts und Neutral nur noch mit kleinen Kippschaltern, Drehrädern oder Druckknöpfen erfolgt.
Das Fahrwerk des K4: McPherson-Einzelradaufhängung vorne, Mehrlenker-Hinterachse, Zahnstangenlenkung, Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet. So weit, so konventionell. Derlei Konstruktionen funktionieren seit Jahrzehnten einwandfrei, im Kia sind sie erkennbar auf Fahrkomfort ausgelegt.
Die Topversion GT-Line zeichnet sich generell durch überkomplette Ausstattung aus – bis zu Head-up-Display und kühlbaren Vordersitzen.
Auffällig in der heutigen Zeit ist der traditionelle Automatikwählhebel.
Avantgardistisch interpretiert Kia dagegen die Kopfstützen.
Positiv zu vermerken ist die riesige Mittelablage mit zwei versenkbaren Cupholdern, ergänzt durch ein tiefes Ablagefach und eine Ladeschale für das Handy.
Im geräumigen Laderaum – stolze 604 Liter Fassungsvermögen, erweiterbar auf über 1400 Liter – hilft ein Alu-Bügel auf Schienen beim Verstauen.Wie fährt er sich?
Gewöhnungsbedürftig ist die Eigenart des K4, nur verzögert Gas anzunehmen, sie ist wohl überwiegend auf das Doppelkupplungsgetriebe zurückzuführen. Soll beschleunigt werden, geschieht beim Tritt aufs Gaspedal zunächst wenig, erst nach anderthalb, zwei Sekunden folgt die gewünschte Reaktion – man erinnert sich an das „Turboloch“ früherer Zeiten. Begleitet ist die folgende Beschleunigung von einer gewissen Wirkung der einsetzenden Motorleistung auf die Vorderräder – die Lenkung ist nicht frei von spürbaren Antriebseinflüssen.
Die Lenkung selbst arbeitet eher indirekt. Sportlich ist definitiv anders – diesen Anspruch erhebt der Kia K4 bewusst nicht. Gemütliches Dahinrollen beherrscht er dagegen ausgezeichnet, womit er sich neben seiner Geräumigkeit und dem gebotenen Komfort abermals als Langstrecken-Reiseauto empfiehlt. Der Verbrauch pendelte sich im Test bei akzeptablen 6,9 Litern ein.
Wie sind die Preise einzuschätzen?
Der Kia K4 Sportswagon ist ab 27.190 Euro zu haben, in der Basisausstattung Titan und mit 115 PS. Das ist eine Ansage für einen Kombi in der unteren Mittelklasse. Mit höheren Ausstattungsniveaus und dem stärkeren Vierzylindermotor klettert der Preis für den Testwagen auf 39.790 Euro, der Verzicht auf 30 PS (150 statt 180) würde nur mit 1.000 Euro Minderpreis zu Buche schlagen. Aufpreispflichtig sind die Metallic-/Pearllackierung (750 Euro) und das elektrische Glasschiebe-/Hubdach (1.200 Euro).
Das Fazit?
Der K4 Sportwagon ist ein angenehmer Reisegefährte, gut für die Langstrecken und für die ganze Familie. Temperament und Sportlichkeit sind nicht seine Stärke, Komfort und Platzangebot dafür sehr gut.
Gewöhnungsbedürftig ist die Eigenart des K4, nur verzögert Gas anzunehmen, sie ist wohl überwiegend auf das Doppelkupplungsgetriebe zurückzuführen. Soll beschleunigt werden, geschieht beim Tritt aufs Gaspedal zunächst wenig, erst nach anderthalb, zwei Sekunden folgt die gewünschte Reaktion – man erinnert sich an das „Turboloch“ früherer Zeiten. Begleitet ist die folgende Beschleunigung von einer gewissen Wirkung der einsetzenden Motorleistung auf die Vorderräder – die Lenkung ist nicht frei von spürbaren Antriebseinflüssen.
Die Lenkung selbst arbeitet eher indirekt. Sportlich ist definitiv anders – diesen Anspruch erhebt der Kia K4 bewusst nicht. Gemütliches Dahinrollen beherrscht er dagegen ausgezeichnet, womit er sich neben seiner Geräumigkeit und dem gebotenen Komfort abermals als Langstrecken-Reiseauto empfiehlt. Der Verbrauch pendelte sich im Test bei akzeptablen 6,9 Litern ein.
Wie sind die Preise einzuschätzen?
Der Kia K4 Sportswagon ist ab 27.190 Euro zu haben, in der Basisausstattung Titan und mit 115 PS. Das ist eine Ansage für einen Kombi in der unteren Mittelklasse. Mit höheren Ausstattungsniveaus und dem stärkeren Vierzylindermotor klettert der Preis für den Testwagen auf 39.790 Euro, der Verzicht auf 30 PS (150 statt 180) würde nur mit 1.000 Euro Minderpreis zu Buche schlagen. Aufpreispflichtig sind die Metallic-/Pearllackierung (750 Euro) und das elektrische Glasschiebe-/Hubdach (1.200 Euro).
Das Fazit?
Der K4 Sportwagon ist ein angenehmer Reisegefährte, gut für die Langstrecken und für die ganze Familie. Temperament und Sportlichkeit sind nicht seine Stärke, Komfort und Platzangebot dafür sehr gut.
Fazit von Motorprofis-Tester Peter Pisecker: „Ein Reisegefährte, gut für die Langstrecken und die ganze Familie. Temperament und Sportlichkeit sind nicht seine Stärke, Komfort und Platzangebot dafür sehr gut."








