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Vorstellung: Range Rover Electric

Vorstellung: Range Rover Electric

Ein geräuschloser Umbruch

Als Luxusikone ist der große Range Rover fest im globalen Establishment verankert. Dass es ihn nun auch mit elektrischem Antrieb gibt, ist optisch nicht zu erkennen, aber technisch interessant: Der Electric hat die zweitgrößte Batterie am Markt und ist noch ein bisschen leiser, stärker und reaktionsschneller als die V8-Modelle.
Um welches Auto geht es?
Der große Range Rover ist fest im globalen Establishment verankert und innerhalb der höchsten Kreise sogar ein klassenloses Auto: Rockstar und Starpianist, Banker und Investor, CEO und Oligarch, Supermodel und Designer, Mama und Papa – aus der High Society ist quasi jeder am Steuer oder auf der Rückbank vorstellbar. Während sie alle das Designstatement der Luxusikone schätzen (und über SV Bespoke individualisieren können), sind die persönlichen Vorlieben und gesetzlichen Vorgaben bei den Antrieben weltweit sehr unterschiedlich, bisweilen auch unberechenbar. Den Range Rover stellt das vor die Herausforderung, neben Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybrid- künftig auch Elektroantriebe anbieten zu können, aber am Ende immer der gleiche Range Rover zu sein. So heterogen die Welt in ihrer Antriebsentscheidung geworden ist, herauskommen soll natürlich nur der beste Komfort.
 
Nachdem der JLR-Konzern mit dem Jaguar I-Pace ein absoluter Vorreiter der Elektroentwicklung war, danach aber lange auf die Bremse getreten ist, starten die Engländer jetzt richtig durch. Nach drei Jahren ohne große Land Rover-Neuheiten machen sich nun vier Modelle mit Elektroantrieb innerhalb kurzer Zeit bereit. Gleichzeitig startet mit dem Jaguar Type 01 ein großer GT-Sportwagen mit vier Türen, der sich wesentliche Teile des Elektroantriebs mit dem Range Rover teilt und im gleichen Werk in Solihull gebaut wird. Das Test- und Entwicklungsprogramm reichte von minus 40 Grad in Schweden bis über plus 40 Grad in der Wüste von Dubai. Dass die Batterie im festen Aluminiumgehäuse starken Erschütterungen standhalten kann, hat sie mit extremen Vibrations- und Stoßtests bei minus 40 bis plus 90 Grad neuen Batterietestlabor bewiesen.
 
Nach langer Entwicklungszeit ist der Range Rover Electric nun bestellbar, die ersten Autos sollen im Dezember 2026 beim Kunden eintreffen und eignen sich somit noch als Weihnachtsüberraschung.
 
Wie schaut er aus?
Wenn sie sich nicht in den Staub werfen wollen, wird es auch für Kenner schwer, den Range Rover Electric als solchen zu erkennen: Sein signifikantestes Merkmal ist ein glatter Unterboden, der zur Erhöhung der Reichweite eingezogen wurde. Dass der Kühlergrill und die Räder aerodynamisch optimiert sind, fällt praktisch gar nicht auf. Die reduzierte Coolness im Design, mit der das Auto seine schiere Größe kaschiert und eine Lehrstunde in britischem Understatement gibt, bleibt also vollkommen unangetastet.
Der erste vollelektrische Range Rover kommt mit der zweitgrößten Batterie am Markt: Der aus 344 prismatischen Zellen bestehenden …Der erste vollelektrische Range Rover kommt mit der zweitgrößten Batterie am Markt: Der aus 344 prismatischen Zellen bestehenden …
… Lithium-Ionen-Double-Stack-Akkupack kommt auf eine Batteriekapazität von 118,5 kWh. Die Geländeeigenschaften inklusive 900 Millimeter …… Lithium-Ionen-Double-Stack-Akkupack kommt auf eine Batteriekapazität von 118,5 kWh. Die Geländeeigenschaften inklusive 900 Millimeter …
… Watttiefe bleiben ebenso erhalten wie das Kofferraumvolumen von 925 bis 2.210 Liter. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht 350-kW-Laden.… Watttiefe bleiben ebenso erhalten wie das Kofferraumvolumen von 925 bis 2.210 Liter. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht 350-kW-Laden.
Was bietet der elektrische Antrieb?
Nach dem Grundsatz, zuerst ein Range Rover und dann erst ein Elektrofahrzeug zu sein, ist auch der elektrische Antrieb konzipiert: Die zwei permanentmagnetischen Elektromotoren streben keine Rekorde an, sondern mühelose Leistung auf V8-Niveau. Das Duo soll mehr Drehmoment als andere Motoren gleicher Baugröße mobilisieren, und ist dem in technischer Hinsicht härtesten Konkurrenten, dem ebenfalls ganz neuen BMW iX5, tatsächlich um 45 Newtonmeter überlegen. Zudem ermöglichen Siliziumkarbid-Halbleiter herausragende Schaltgeschwindigkeiten im Mikrosekundenbereich.
 
Es gibt zwei Leistungsstufen, die sich hauptsächlich durch die elektronische Steuerung unterscheiden: 450 PS mit 677 Newtonmeter Drehmoment und 550 PS mit 850 Newtonmetern Drehmoment. Letzteres ermöglicht einen noch kraftvolleren Antritt als bei den V8-Modellen und einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden. Überholvorgänge von 80 auf 120 km/h gelingen dem 2.800 Kilo schweren Auto in 2,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h.
 
Der neue elektronische Allradantrieb Intelligent Driveline Dynamics (IDD) verteilt das Drehmoment stufenlos zwischen vorne und hinten, wobei 100 zu 0 Prozent und umgekehrt möglich sind. Das Traktionsmanagement regelt die Motordrehzahl innerhalb von 50 Millisekunden. Schlupf soll damit bis zu 100-mal schneller aus bei einem ähnlichen Verbrennermodell ausgeglichen werden. Der Range Rover soll an Steigungen von bis zu 33 Grad anfahren können, das wäre eine schwarze Skipiste, und soll rollend Steigungen von bis zu 45 Grad bewältigen.
Regelt die Motordrehzahl in 50 Millisekunden: Schlupf soll bis zu 100-mal schneller aus bei einem ähnlichen Verbrennermodell ausgeglichen werden.Regelt die Motordrehzahl in 50 Millisekunden: Schlupf soll bis zu 100-mal schneller aus bei einem ähnlichen Verbrennermodell ausgeglichen werden.
2,5 Tonnen schwere Anhänger können gezogen werden: 3,5 Tonnen würde wegen der schnell schwindenden Reichweite keinen Sinn machen.2,5 Tonnen schwere Anhänger können gezogen werden: 3,5 Tonnen würde wegen der schnell schwindenden Reichweite keinen Sinn machen.
Was muss man über Batterie, Laden und Reichweite wissen?
Der erste vollelektrische Range Rover kommt mit der zweitgrößten Batterie am Markt: Der aus 344 prismatischen Zellen bestehenden Lithium-Ionen-Double-Stack-Akkupack kommt auf eine Batteriekapazität von 118,5 kWh. Nur der neue BMW iX5 liegt mit 141 kWh darüber, der Porsche Cayenne Electric mit 113 kWh darunter. Die kombinierte WLTP-Reichweite des Range Rover Sport Electric beträgt 600 Kilometer. Das kommt nicht an die 800 Kilometer des BMW iX5 heran, ist aber auf dem Niveau der großen Porsche- und Mercedes-SUVs, obwohl das traditionelle Design und die große Bauhöhe bei Range Rover unangetastet bleiben. Mit 800-Volt-Architektur und Split-Charging-Funktion ausgerüstet, bringt eine DC-Schnellladung mit bis zu 350 kW den Batteriestand des Range Rover Electric in nur 22 Minuten von zehn auf 80 Prozent. 220 Kilometer Reichweite sind in 10 Minuten nachgeladen. Für das AC-Laden gibt es einen 22-kWh-Onboard-Charger.
 
Über die neue Range Rover-App können Funktionen wie das Luftreinigungssystem oder die Lenkradheizung vorab aktiviert sowie der Ladestatus und die voraussichtliche Reichweite abrufen werden. Die App ermöglicht genaue Ladeplanung, um beispielsweise zu Hause von günstigeren Tarifen zu profitieren. Dort sorgt eine elegante Range Rover Home-Ladestation auch für den passenden Stil.
 
Wie sind die Preise einzuschätzen?
Der Range Rover Electric startet bei 161.120 Euro – also rund 10.000 Euro über dem günstigsten Plug-in-Hybrid-Benziner (P460e PHEV mit Reihensechszylinder) sowie 10.000 Euro unter dem günstigsten Diesel (D300 MHEV mit Reihensechszylinder). Ein V8-Range Rover (P540), den der Electric in den Komfort- und Leistungsparametern nun übertreffen soll, ist in Österreich indes 60.000 teurer, wenn man beide Modelle jenseits der 500 PS und mit gleicher Ausstattung konfiguriert. Den elektrischen Antrieb gibt es für beide Radstände, also den 5,05 Meter langen SWB („Short“ Wheel Base) und den 5,25 Meter langen LWB (Looong Wheel Base). Die Batterie ist mit einer Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometern abgesichert.
 
Das erste Fazit?
Der Range Rover Electric soll noch ein bisschen leiser, stärker und reaktionsschneller als die V8-Modelle sein. Weil das Design der Luxusikone unangetastet bleibt, ist es auch optisch ein geräuschloser Umbruch. Die zweitgrößte Batterie am Markt sorgt für 600 Kilometer WLTP-Reichweite, das dürfte auf eine angemessene Reisefreiheit hinauslaufen.
Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Noch ein bisschen leiser, stärker und reaktionsschneller als die V8-Modelle sein. Weil das Design der Luxusikone unangetastet bleibt, ist es auch optisch ein geräuschloser Umbruch. Die zweitgrößte Batterie am Markt sorgt für 600 Kilometer WLTP-Reichweite.Fazit von Motorprofis-Tester Fabian Steiner: „Noch ein bisschen leiser, stärker und reaktionsschneller als die V8-Modelle sein. Weil das Design der Luxusikone unangetastet bleibt, ist es auch optisch ein geräuschloser Umbruch. Die zweitgrößte Batterie am Markt sorgt für 600 Kilometer WLTP-Reichweite."
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