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KTM X-BOW GT-XR

KTM X-BOW GT-XR

Radikaler Steirer: der KTM X-BOW GT-XR

Österreichs extremster Export: Im September kommt der neue KTM X-BOW GT-XR: ein Rennwagen mit Straßen-Zulassung, der bislang aufregendste Bolide des einzigen österreichischen Autobauers. Wir haben die ersten Render-Bilder – und Infos aus erster Hand. Von Hubert Trunkenpolz, dem "Vater" des X-Bow.

Im Rennsport ist der KTM auf Motorrädern eine Legende und mehrhundertfacher Weltmeister, auf vier Rädern dagegen ein Jungstar.
Und was auf der Rundstrecke seit knapp eineinhalb Jahrzehen in Rennen erprobt wird, kommt – ganz nach dem Ziel der Wechselwirkung zwischen Rundstrecke und Straße – zunehmend auch wieder auf die Straße zurück, und das dem demnächst ist der bislang extremsten Form – in Form des KTM X-BOW GT-XR.

Ready to Race ist für KTM nicht nur ein Slogan, es ist die DNA des österreichischen Herstellers. Es definiert die Herangehensweise an neue Projekte. Hier wird für Siege auf den Rennstrecken dieser Welt entwickelt, getestet und produziert. So auch bei dem neuen Projekt der KTM Sportcar GmbH, dem KTM X-BOW GT-XR.

Hubert Trunkenpolz, seine Familie stellt tradtionell das "T" im Wort KTM, ist Geschäftsführer der KTM Sportcar GmbH und Vorstandsmitglied der KTM AG. Kurz vor dem Launch des GT-XR spricht der Oberösterreicher über die Erfolgsgeschichte seines Wagens, der von Graz aus die Petrolheads dieser Welt erobert.

Die wichtigsten Themen, die wichtigsten Aussagen von Trunkenpolz.


– Im Jahr 2008 brachte KTM den X-BOW und damit das erste Fahrzeug auf vier Rädern der Marke auf den Markt. Der X-BOW stieg sofort in die Spitzenkategorie der Leichtgewicht-Sportwagen auf. Damals den meisten als Motorradmarke bekannt, markierte er einen Meilenstein für das gesamte Unternehmen.
«Wir wollten von Anfang an ein Auto auf die Straße bringen, dass die KTM-Werte, wie kompromissloser Leichtbau, pure Performance und herausragendes Design widerspiegelt. Hierfür mussten besondere technische Lösungen gefunden werden, wie beispielsweise das außergewöhnliche Carbon-Monocoque. Außerdem mussten wir dafür eine komplett neue Fertigung aufbauen. Das waren hohe Hürden, die wir aber anständig gemeistert haben. Herausgekommen ist die KTM-eigene Manufaktur in Graz, mit der modernsten Kleinserienproduktion Europas. Als die Idee dann zur Realität wurde und der erste X-BOW aus der Werkhalle fuhr, konnten wir Autofans auf der ganzen Welt damit begeistern. Es hat sich also mehr als gelohnt.»

— Der Motorsport hat bei der Entwicklung geholfen – seit Jahren ist der X-Bow mit Werkspiloten wie Reini Kofler oder Laura Kraihamer, aber auch mit Legenden wie Strietzel Stuck oder Miguel Oliveira, auf Rennstrecken in aller Welt unterwegs. Auch Ikonen wie Sebastian Vettel, Michael Schumacher oder Max Verstappen wurden schon im X-BOW gesichtet. Das wichtigste Labor sind aber Rennstrecken wie die Nürburgring-Nordschleife.
«Wenn es um pure Performance und Haltbarkeit geht, ist der Motorsport die härteste Schule, die es gibt. Jede Unzulänglichkeit kostet Zeit, jeder Fehler kann das Aus bedeuten. Nur Perfektion führt zu Siegen. Deshalb kam für uns auch zuerst der Motorsport, woraus die Entwicklung für ein Straßenauto entsprang. Hier haben wir die Stärken des Autos herausgestellt sowie die Schwachstellen finden und beseitigen können.»


– Bei KTM geht immer viel weiter: neue X-BOW-Modelle und -Evolutionsstufen sind erschienen.
«Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich sage, dass uns die Entwicklung schon stolz macht. Seit dem Produktionsstart haben wir mehr als 1.400 X-BOWs an Menschen geliefert, die puren Fahrspaß erleben möchten. Damit sind wir zu einem der weltweit erfolgreichsten Kleinserienhersteller für Sportwagen aufgestiegen. Und wir haben mit der X-BOW BATTLE eine der erfolgreichsten Amateurrennserien Europas aus dem Boden gestampft, was uns auch dabei geholfen hat, den X-BOW weiterzuentwickeln. Außerdem haben wir viele Siege in verschiedenen Motorsportkategorien und noch mehr Erfahrungen gesammelt. Der KTM X-BOW GTX und GT2 markierten dann den nächsten großen Schritt. Sie bildeten die Basis für unseren Traum, den kompromisslosesten Supersportwagen für die Straße zu bauen.»


— Nun kommt mit dem KTM X-BOW GT-XR ein neuer X-BOW.
«Das XR steht für Extreme Racer. Und es ist auch mit Abstand das extremste, straßenzugelassene Auto von KTM. Ausschlaggebend für uns ist dabei die Gesamtperformance. Wir möchten ein straßenzugelassenes Auto bauen, dass jederzeit in der Lage ist, Bestzeiten bei einem Trackday in den Asphalt zu brennen. Um das zu erreichen, ist ein geringes Gewicht in Verbindung mit hoher Leistung und ausgeklügelter Aerodynamik entscheidend. Deshalb wird bei der Fahrzeugentwicklung alles auf die sogenannte Power-to-Weight-Ratio, also dem Verhältnis von Leistung zum Gewicht, getrimmt.»


— Auto-Enthusiasten erwarten sich viel.
«Wir führen momentan die Langstreckentests durch, bei denen auch ich bereits den einen oder anderen Kilometer abspulen konnte. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber da kommt was sehr Außergewöhnliches und Extremes auf Autoliebhaber zu. Die beeindruckende Agilität in Verbindung mit der rohen Power und dem kernigen Sound sorgten für euphorische Momente und auch Gänsehaut bei mir. Das ist genau das Gefühl, was wir mit all unseren Produkten erzielen möchten. Dazu kommen die technischen Lösungen, die wir entwickelt haben, um das Rennfahrzeug auf die Straße zu bringen. Kenner werden viel Rennsporttechnik entdecken. Wir haben aber auch darauf Wert gelegt, dass das Fahrzeug alltagstauglich ist. Dazu gehört, dass man größere Distanzen ohne Zwischenstopp zurücklegen und auch Gepäck mitnehmen kann. Was wir da ermöglichen, wird einige überraschen. Und das alles kommt in einem angriffslustigen und spektakulären Design daher. Mit diesem Auto will man sich unbedingt sehen lassen. Deshalb ist es für uns auch einfach A car like no other.»


— Die Zielgruppe des X-BOW GT-XR ist eine kleine, aber eine, die besondere Autos liebt.
«Er ist sicher kein Auto für jedermann. Menschen, die einen X-BOW GT-XR fahren sind aus einem eigenen Holz geschnitzt und leben einen individualistischen Lifestyle. Wer sich hier in das Cockpit setzt, liebt den Nervenkitzel, lotet immer wieder seine persönlichen Grenzen aus und weiß absolut, was er oder sie will – keine halben Sachen.»


— Der neue KTM X-BOW GT-XR wird demnächst offiziell vorgestellt.
«Wir können es kaum erwarten und arbeiten dafür, dass wir unseren neuen Supersportwagen im September vorstellen können. Für alle, die schon vorher einen Blick auf den GT-XR werfen möchten, haben wir digitale Renderings des Supersportwagens entworfen. Die Computergrafiken sind schon sehr nah am Original.»


 

Schau mir in die Augen, Kleines: So ungefähr wird der KTM X-Bow GT-XR von vorne aussehen.Schau mir in die Augen, Kleines: So ungefähr wird der KTM X-Bow GT-XR von vorne aussehen.
Hubert Trunkenpolz, Geschäftsführer der KTM Sportcar GmbH und Vorstandsmitglied der KTM AG.Hubert Trunkenpolz, Geschäftsführer der KTM Sportcar GmbH und Vorstandsmitglied der KTM AG.
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