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FORMEL 1 REGELN 2021

Das ABC der neuen Formel 1

So sieht die Zukunft der Formel 1 aus. Jahrelang wurde über das neue Reglement, das ab 2021 gelten wird, gestritten. Nun stehen die neuen Gesetze fest – und die FIA präsentiert die ersten Bilder der künftigen Modelle. motorprofis.at mit dem ersten Nachschlagwerk zur Königsklasse von morgen: die coolsten Bilder, die wichtigsten Regeln.
Vieles neu in der Formel 1. Nach schier unendlichen Verhandlungen stehen nun die Regeln für die Formel 1 ab 2021 fest. Wir zeigen die ersten Modell-Autos und Pläne und bringen das ABC der wichtigsten Standard-Gesetze:

Hier bei der Technik:

AERODYNAMIK:

Wunsch: Enges Racing durch einfachere Autos, die weniger sensibel reagieren.
Neue Regeln:
Simplerer Frontflügel für weniger Verwirbelungen.
Keine Bargeboards.
Autos mit Ground Effect.
Vorgeschriebene Komponenten in sensiblen Bereichen.

AUFHÄNGUNG, LENKUNG, REIFEN, RÄDER:
Die Aufhängung wird vereinfacht, Hydraulik ist nicht erlaubt.
Einfachere Innensysteme bei Federn und Dämpfer.
Kinematische Restriktionen für die Lösung unzulänglich regulierter Bereiche außerhalb des Rades.
Fixe Trennung von Aufhängungsstrukturen und ihren Verkleidungen.
Größere Räder mit 18 Zoll, sie kommen von einem Einheitsausrüster.
Die in der DTM verbotenen Heizdecken bleiben in der F1 zumindest 2021 und 2022.
Radnaben, Muttern und Rückhaltesysteme sind vorgeschrieben.

BREMSEN:
Größere Bremsscheiben (von 278mm auf 330mm).
Einfachere Geometrie: weniger und größere Löcher.
Einheitsteile kommen erst frühestens 2023.


CHASSIS:
Größere innere Cockpit-Dimensionen sollen längeren Fahrern wieder eine faire Karriere-Chance geben.
Größere Seitenholme für Sicherheit bei einem Seitenaufprall.
Die vordere Unterboden-Struktur wird vorgeschrieben, um das Chassis auf Randsteinen zu schützen und damit Teams sich keine Vorteile durch Flexyfloors verschaffen können.


GEWICHT:
Das Minimumgewicht steigt von 743 Kilo auf 768.
(u.a. wegen größerer Reifen, der neuen Power-Unit, neuen Standardteilen und diversen Sicherheitsfeatures.)


POWER-UNIT:
Der aktuelle Status bleibt. (Anm. Das ist der Hauptgrund, warum keine neuen Hersteller in die Formel 1 kommen werden.)
Massive Kostenreduktion durch höheres Gewicht, Restriktionen beim Material und einer Standardbenzinpumpe.
Hersteller und Kunde bekommen künftig verpflichtend die gleiche Motorenspecifikationen. (Anm.: Gut für Teams wie McLaren, Force India oder Alfa/Sauber).

SICHERHEIT:
Das Ziel ist eine geringere Trümmerverteilung bei Unfällen.
Gelingen soll das mit einem Gummimembran bei Komponenten; der Frontflügel soll nicht mehr im Ganzen abfallen, Heck-Komponenten sollen besser angebunden werden.
Größere Energieabsorption an der Front (längere Nase).
Erhöhte Stärke an der Chassisseite & umfassendere Seitenaufprall-Struktur.
Verbesserte Kopfstütze.
Verbesserte Radseile durch größere Masse.

TREIBSTOFF & BENZINSYSTEME:

Höhere Umweltrelevanz für F1-Benzine.
Verdopplung erneuerbarer Inhalte im Benzin auf 20 Prozent.
Ab 2022: Weitere Erhöhung dieser Zahlen.
Pumpen, Schläuche, Durchflussmesser und Dämpfer sind Standardteile.
Vorgeschriebener Kollektor & diverse interne Komponenten.


ÜBERTRAGUNGSSYSTEM:
Restriktivere Getriebe-Dimensionen.
Kosteneinsparung durch Einfrieren.
Nur ein komplettes Re-Design in fünf Jahren erlaubt.
Geometrische Vereinfachung der Antriebswelle.


 




 


 

Gesondert wurden der Sport und die Budget-Rahmen verhandelt. Hier die wichtigsten Facts dazu.

SPORT:

Erhöhung der maximal möglichen Rennanzahl auf 25. 2020 sind es – zum Vergleich – 22.
Das Wochenend-Format wird von vier auf drei Tagen reduziert.
Einführung einer Referenz-Spezifikation aus Kostengründen.
Einschränkungen beim Power-Unit-Prüfstand.
Einschränkungen bei Windkanal und CFD-Simulationen.

GELD:
Budgetgrenze bei 175 Millionen US-Dollar, plus/minus eine Million pro Rennen mehr oder weniger.
Konstanz im Technischen und Sportlichen Reglement.
Relevante Kosten werden noch nach der Kalkulation der Ausnahmen und Anpassungen bestimmt.
Relevanteste Ausnahmen sind:
Marketingkosten, Wertverlust und Amortisierung, Fahrerkosten, Kosten für Nicht-F1-Aktivitäten, Antrittsgelder der FIA, Superlizenzkosten der Fahrer, Boni am Ende des Jahres, Kosten für die drei bestbezahlten Mitarbeiter

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