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FORMEL 1

Toto Wolff über Mugello, Portimao und Imola

Mercedes-Erfolgsteamchef Toto Wolff hat in seiner früheren Karriere als Rennfahrer vor allem im GT-Sport zahlreiche Rennstrecken in aller Welt im wahrsten Sinn des Wortes "erfahren". Nun werden drei klassische GT-Strecken heuer zu Formel-1-Schauplätzen upgegradet. Für motorprofis.at analysiert Toto Wolff die Rennbahnen in Mugello, Portimao und Imola.
Es ist eine der ganz, ganz wenigen guten Seiten an der Corona-Pandemie. Durch die Absage so vieler Rennen vor allem in Übersee tauchen völlig neue oder schon fast vergessene Rennstrecken im Formel-1-Kalender auf.
Und wie es scheint dürften diese neue Plätze echte Kostbarkeiten sein: klassische Pisten aller Schule, mit Schotter an den Seiten und einem spektakulären Auf und Ab. Schon die ersten beiden Tage in Mugello waren die Fans von purem Racing begeistert.

Drei Strecken fallen im Alternativ-Kalender besonders auf: Mugello, Imola und Portimao.
Mugello und Portimao waren noch nie Formel-1-Rennorte, Imola seit eineinhalb Jahrzehnten nicht mehr.

Und doch gibt es einige im Formel-1-Zirkus, die diese Strecken gut kennen. Etwa Mercedes-Erfolgsteamchef Toto Wolff. Der Wiener war in seiner zweiten Rennfahrerkarriere (die erste ging von 1991 - 1994) dann von 2001 bis 2009 im GT-Sport unterwegs (Siege u.a. in Dubai) und da auch auf den Strecken in Mugello und Imola, die in GT-Serien besonders häufig gefahren werden.

Für motorprofis.at erinnert sich Toto an diese Strecken und er analysiert sie.

Toto Wolff über Mugello: ”Mugello ist eine fordernde High-Speed-Strecke, die keine langsamen Kurven aufweist und den Fahrern wie den Reifen alles abverlangt. Der Speed ist unglaublich auf den Geraden, dazu kommen enorme Fliehkräfte. Die beiden Arrabbiata-Kurven waren schon im GT-Auto extrem spektakulär, und in der Formel 1 sind sie sensationell. Außerdem steht alles im Zeichen des 1.000 Grand Prix von Ferrari – deshalb ist unser Safety-Car dieses Mal auch in Rot." (Anmerkung: Siehe Bild oben).

Toto Wolff über Portimao (Rennen am 25. Oktober): "In Portugal wurde früher in Estoril fahren – wo ja Niki Lauda 1984 Weltmeister geworden ist. Nun geht es zum ersten Mal nach Portimao an die Algarve. Eine Strecke, die erst 2008 errichtet wurden. Wir waren einmal als Team schon dort, bei Tests mit Pascal Wehrlein. Und ist es großartig dort. Es ist eine extreme Berg- und Talbahn, wie man sie noch fast nirgends gesehen hat. Sie erinnert ein bisschen an den alten Österreichring, ist aber noch komprimierter."

Toto Wolff über Imola (Rennen am 1.November): "Am meisten gespannt bin ich darauf, wie sich die Zeiten in diesen eineinhalb Jahrzehnten seit dem letzten Grand Prox verändert haben. Mein Tipp: heuer ist man zehn Sekunden schneller. Ich bin hier oft in GT-Autos gefahren, es ist eine interessante Anlage, auf der viel passiert ist und wo die ganze Historie zu spüren ist."


Grundsätzlich findet es Wolff spannend, dass die Formel 1 heuer so oft auf unbekannten Terrain unterwegs ist: "Nirgends gibt es Daten. Mir taugt diese Ungewissheit, du hast nirgends ein fertiges Skill-Set, musst mit völlig neuen Situationen umgehen. Die Lern- und Anpassungsfähigkeit werden der Schlüssel sein, um sich Gelegenheiten auf der Strecke zu erarbeiten. Es ist völlig offen, wie sich die Lernkurve entwickelt – aber du kannst mit viel Konzentration auf das Wesentliche möglichst viel dafür tun."

Im Mugello war Mercedes in Mugello schon mal überlegen.
Toto Wolff analysiert im Gespräch mit Gerald Enzinger (motorprofis.at) die Toto Wolff analysiert im Gespräch mit Gerald Enzinger (motorprofis.at) die "neuen" Rennstrecken der Formel 1 2020.
Die Rennstrecke in Mugello ist wunderschön in der Toskana gelegen. Das gefällt auch einem Mann aus dem hohen Norden: Valtteri Bottas.Die Rennstrecke in Mugello ist wunderschön in der Toskana gelegen. Das gefällt auch einem Mann aus dem hohen Norden: Valtteri Bottas.
Lewis Hamilton und Sebastian Vettel kannten Mugello schon aus Nachwuchsserie  und von Formel-1-Tests.Lewis Hamilton und Sebastian Vettel kannten Mugello schon aus Nachwuchsserie und von Formel-1-Tests.
Die Boxenanlagen in Mugello erleben zum ersten Mal die Formel 1 in Renn-Action.Die Boxenanlagen in Mugello erleben zum ersten Mal die Formel 1 in Renn-Action.
Das Rennen in Mugello ist das 1.000 für Ferrari.Das Rennen in Mugello ist das 1.000 für Ferrari.
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