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LUCAS AUER IM INTERVIEW

LUCAS AUER IM INTERVIEW

Auer: Von Verstappen nach Spielberg

Lucas Auer war über weite Strecken die dominierende Figur der DTM 2025 – und bis zur letzten Kurve im Titelrennen. Nun nimmt er beim Saisonstart am Red Bull Ring in Spielberg einen neuen Anlauf für den längst verdienten Titel. Im Rückspiegel: ein gemeinsames Nürburgring-Rennen mit Max Verstappen, den er einst im Rahmen der DTM näher kennengelernt hatte. Das Interview vor dem Auftakt in der Steiermark.

Lucas Auer hat in dieser noch so jungen Saison schon viel erreicht: Beim Daytona-24-Stunden-Klassiker gewann der Kufsteiner seine Klasse – an jenem Ort, an dem er einst bei einem schweren Unfall samt Wirbelverletzung nur knapp einer Tragödie entgangen war.

In Le Castellet wurde der mehrfache Meister der GTWC zum Saisonauftakt dieser Meisterschaft Zweiter.

Und beim aktuell meistdiskutierten Thema der Motorsportwelt, beim Einsatz vom Max Verstappen bei den 24 Stunden vom Nürburgring, ist der Tiroler einer der drei von Max persönlich ausgewählten Teamkollegen. Vergangenes Wochenende fuhren die beiden im Red-Bull-Mercedes gemeinsam beim Lauf zur NLS.
Verstappen hält schon seit dem gemeinsamen Formel-3-Jahr 2014 viel von "Luggi", der unter anderem bei Verstappens Durchbruch-Rennen am Norisring 2014 (im Rahmen der DTM) neben ihm am Podium gestanden war. In einem Gespräch mit motorprofis.at hatte Verstappen etwa 2017 schon vom Talent des Tirolers geschwärmt. 
Der da schon zu den Besten der DTM zählte – und das bis heute tut.
Mit elf Siegen (eigentlich waren es 12, einen musste er an seinen Stallkollegen Maxi Götz verschenken) ist Auer der an Einzel-Erfolgen siegreichste Österreicher in der Geschichte der Serie. Mehrmals schon schrammte er am finalen Rennwochende erst am Titel vorbei. 
Nun beginnt am Wochenende auf dem Red Bull Ring in Spielberg die neue Saison der DTM. Mit seinem Team Landgraf will der Vizemeister des Vorjahres mit seinem Mercedes-AMG GT3 wieder voll angreifen. 

Und so sieht Auer die Lage:


Die neue DTM-Saison beginnt heuer erstmals auf dem Red Bull Ring. Welche Bedeutung hat das für dich? Sowohl, was den Meisterschaftsverlauf betrifft, als auch die Tatsache, dass es dein Heimrennen ist?
Lucas Auer: 
 „Dass der Saisonstart am Red Bull Ring stattfindet, freut mich persönlich sehr. Ich habe schon immer gesagt, dass es eine Ehre ist, in der DTM ein Heimrennen zu haben. Dazu glaube ich, dass sich der Red Bull Ring perfekt für einen Saisonstart eignet. Zum einen, weil es eine unglaubliche Rennstrecke und eine unglaubliche Anlage für uns Fahrer, aber auch für die Fans ist. Zum anderen, weil man sehr gut überholen kann und es dadurch viele Zweikämpfe geben wird. Und genau so einen Start brauchst du in die DTM-Saison.”


Gibt es in diesem DTM-Jahr spezielle Punkte, auf die man besonders achten muss? Etwa die Reifenfrage?Lucas Auer: „Der größte Punkt sind heuer definitiv der neue DTM-Reifen. Die Testtage waren sehr limitiert. Das wird für alle Teams eine Riesen-Challenge. Und ich denke mir, wer die Reifen am schnellsten versteht und zum Arbeiten bringt, wird auch die Nase vorne haben.”


Wie hast du den Winter verbracht?
Lucas Auer:
„Wie schon im letzten Jahr habe ich in Kapstadt Urlaub gemacht, war aber natürlich auch bei uns daheim lässig Skifahren. Da es im GT-Sport aber fast keine Pause mehr gibt, habe ich auch schon wieder Rennen wie etwa in Daytona oder Bathurst bestritten.”


Wie hast du dich auf die neue Saison vorbereitet? Wie dürfen sich deine Fans eine solche Vorbereitung vorstellen?
Lucas Auer:
„Um ehrlich zu sein: die Saison dauert sehr lange, geht auch sehr früh wieder los. In erster Linie habe ich versucht, einmal richtig abzuschalten, mir selbst die Zeit zu geben, um alles richtig aufzuarbeiten. Und dann natürlich wie immer spezifisch geschaut, was hat man im vergangenen Jahr gemacht, wo kann man noch ansetzen, wo kann ich besser sein. Insgesamt sind das alles Feinheiten, ein bisschen Ernährung, Training, Fahrstil. Ich habe einfach in jedes kleinste Detail hineingeschaut und versucht, mich weiter zu entwickeln.”


Was macht den Red Bull Ring aus Fahrersicht so besonders?
Lucas Auer:
„Der Red Bull Ring bietet immer lässige Rennen. Die Strecke ist schwierig, die Qualifyings sind immer unglaublich eng. Man muss auf den Punkt abliefern. Und das macht es einfach so besonders.”


Wie hat sich die DTM in den vergangenen Jahren deiner Meinung nach verändert?
Lucas Auer:
„Seit meinem Einstieg hat sich natürlich einiges getan. Am meisten natürlich Ende 2020 durch die großen Reglement-Änderungen. Aber generell hat sich die DTM sehr positiv entwickelt. Wir haben eine tolle Markenvielfalt, Top-Fahrer, Top-Teams, Top-Hersteller und tolle Fans. So macht das richtig Spaß.”


Du bist auch noch in vielen anderen Rennserien aktiv bzw. bestreitest viele andere Rennen - wie hoch ist dadurch die psychische und physische Belastung?
Lucas Auer:
„Ich werde auch heuer wieder zumindest auf 27 Rennen kommen. Plus sehr viele Testtage. Man muss schauen, dass man sich dann zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Pausen setzt und sich immer fit hält, um die ganze Saison die Batterien voll zu halten. Das ist extrem wichtig, um so ein Programm abliefern zu können.”

Die DTM gastiert von Freitag bis Sonntag am Red Bull Ring – Tickets unter www.redbullring.com und www.dtm.com. Servus TV und Joyn übertragen live. 
Alle Infos, Termine, Fahrer und Teams zur DTM 2026 lesen Sie – hier


motorprofis.at wird live, ausführlich und mit vielen Bildern aus Spielberg berichten.


 

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