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PEREZ BEI RED BULL

Perez: Sein erster Tag bei Red Bull

Sergio "Checo" Perez ist ein Bulle! Da sieht man nun auch – denn bei seinem Antrittsbesuch in der Fabrik von Red Bull Racing in Milton Keynes holte sich der Mexikaner, zuletzt Sensationssieger in Bahrain, einen Eindruck vom vielfachen Weltmeisterteam mit Eigentümer aus Österreich und mit Motoren von Honda. Hier also die "historischen" Bilder von heute: So sieht Sergio Perez als Red-Bull-Star aus. Wird diese Liebe am dritten Blick für beide Seiten eine voller Erfüllung sein?

„Ich habe immer geträumt: ich bin in einem Top-Team und fahre Formel 1.“


Sergio Perez, 30 Jahre jung und Familienvater, läuft in diesen Stunden strahlend wie ein kleines Kind durch die riesige und supermoderne Fabrik von Red Bull Racing in Milton Keynes in den englischen Midlands. Er war Nachwuchspilot bei Ferrari, er fuhr in der Formel 1 für Sauber, McLaren und für Force India / Racing Point. Aber dieser Tag schlägt alles – zum ersten Mal darf er durch die zweitfolgreichste Formel-1-Manufaktur der Gegenwart gehen. Ab heuer ist der Sensationssieger des Bahrain-GP Fahrer von Red Bull Racing, anstelle von Alex Albon (zum Testfahrer degradiert) und an der Seite von Ausnahmetalent Max Verstappen.


Perez aber will nicht am siegenden Holländer zerbrechen wie seine Vorgänger Gasly und Albon. Er ist bereit, selbst Teil der großen Red-Bull-Story im Motorsport zu werden: „Ich glaube, diese Gelegenheit kommt für mich genau zum richtigen Zeitpunkt – ich hatte eben im Jahr 2020 meine beste Saison. Jetzt kann es nicht erwarten, mit dem Team auf die Rennstrecke zu gehen und mit Max den Rennstall weiter nach vorne zu bringen.
Ich weiß: so eine Chance bekomme ich vielleicht nur einmal – also will ich das Beste daraus machen.“


Obwohl er einst ein Jahr bei McLaren fuhr, staunt er doch: „Wenn du durch diese Hallen gehst, dann merkst du schnell, warum das Team erfolgreich ist. Die Infrastruktur ist einfach erstklassig. Das ist wohl der größte Unterschied zu meinen früheren Rennställen – die Ressourcen, die Menge der Mitarbeiter, das ist sehr eindrucksvoll. Ich spüre eine enorme Energie hier und großes Zusammengehörigkeitsgefühl. Mit Technikern auf diesem Niveau zu arbeiten, das ist ein Traum für jeden Rennfahrer. Zumal unter ihnen Adrian Newey ist.“


Perez freilich hat Druck: er soll Verstappen mehr fordern als Albon das tat, der im Schnitt 0,6 Sekunden pro Runde verlor.
Doch „Checo“, der sich einst vor seinem ersten Jahr bei Sauber mit Jo Leberer in Tirol auf die Formel 1 vorbereitet hat und der zu Formel-BMW-Zeiten gegen Österreicher wie Philipp Eng und Martin Ragginger fuhr, hat schon viel erlebt: „Ich bringe viel Erfahrung mit, aus verschiedenen Rennställen, aus verschiedenen Generationen von Autos. Ich weiss, was ich brauche, um schnell zu sein. Mein Sieg in Bahrain war nur der letzte Beweis – Red Bull wusste das schon vorher. 2020 konnte ich mehr zeigen, weil das Auto besser war als meine Autos in den Jahren davor. Es ist aber so, dass ich von dieser speziellen Chance bei Red Bull vor einem Jahr noch nicht mal geträumt habe.“ Zumal er der erste Fahrer seit Mark Webber 2007 ist, der von Red Bull Racing als Quereinsteiger geholt wird, ohne davor Red-Bull-Junior gewesen zu sein.


Damit der Traum kein Albtraum wird, muss er gehen Verstappen bestehen – den mindestens Zweitbesten, den Härtesten, den Egoistischen. Perez: „Max ist ein sehr kompletter Fahrer geworden. Es ist viel Arbeit, sich an seiner Seite zu behaupten. Aber ich freue mich auf diese Herausforderung. Wir wollen Mercedes von Anfang an unter Druck setzen – auch dank Honda.  Die Japaner werden im letzten Jahr ihres Werksauftritts in der Formel 1 alles tun, um 2021 eine richtig tolle Saison zu haben.“


 Es wird ein Kaltstart. Bis zum ersten Rennen in Bahrain am 28. Mär stehen Perez nur eineinhalb Testtage zur Verfügung. Besser als das Auto kennt er dort aber den Weg zum Siegespodest. Denn da war eben erst ganz oben.

Sergio Perez: erste Sitzprobe bei Red Bull Racing.Sergio Perez: erste Sitzprobe bei Red Bull Racing.
Mit Adrian Newey und Christian Horner...Mit Adrian Newey und Christian Horner...
...hat er bei Red Bull hochdekorierte Chefitäten....hat er bei Red Bull hochdekorierte Chefitäten.
2020 machte Sergio Perez Jagd auf das Cockpit von Alex Albon (hier in Spielberg). 2021 ist Perez RBR-Pilot und Albon nur mehr Ersatz.2020 machte Sergio Perez Jagd auf das Cockpit von Alex Albon (hier in Spielberg). 2021 ist Perez RBR-Pilot und Albon nur mehr Ersatz.
Des rosaroten Panthers neue Kleider: statt in BWT-PInk sieht man Sergio Perez nun in Red-Bull-Blau. Der Hauptsponsor kommt also erneut aus Österreich.Des rosaroten Panthers neue Kleider: statt in BWT-PInk sieht man Sergio Perez nun in Red-Bull-Blau. Der Hauptsponsor kommt also erneut aus Österreich.
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